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	<title>Witzschdorf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-06-17T09:10:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil = Witzschdorf&lt;br /&gt;
| Gemeindeart = Gemeinde&lt;br /&gt;
| Gemeindename = Gornau/Erzgeb.&lt;br /&gt;
| Ortswappen = &lt;br /&gt;
| Breitengrad = 50.775713&lt;br /&gt;
| Längengrad = 13.078623&lt;br /&gt;
| Bundesland = Sachsen&lt;br /&gt;
| Höhe = 399 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von = 302&lt;br /&gt;
| Höhe-bis = 493&lt;br /&gt;
| Fläche = 6&lt;br /&gt;
| Einwohner = 693&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum = 2011-05-09&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.statistik.sachsen.de/download/080_Zensus_2011_Gemeindeteile/GT_14521220.pdf |titel=Kleinräumiges Gemeindeblatt für Gornau/Erzgeb. |hrsg=[[Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen]] |datum=2014-09 |zugriff=2015-01-28 |format=PDF; 0,23&amp;amp;nbsp;MB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum = 1994-03-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1 = 09437&lt;br /&gt;
| Vorwahl1 = 03725&lt;br /&gt;
| Poskarte = Deutschland Sachsen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche Witzschdorf - panoramio.jpg|mini|Blick auf Witzschdorf, 2008]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Witzschdorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der [[Sachsen|sächsischen]] Gemeinde [[Gornau/Erzgeb.]] im [[Erzgebirgskreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Witzschdorf Mitteldorf.JPG|mini|links|Blick auf einen Teil des Mitteldorfes von der Schulstraße gesehen, 2010]]&lt;br /&gt;
Witzschdorf liegt etwa 3&amp;amp;nbsp;Kilometer nördlich von Zschopau im Erzgebirge. Vom Bergrücken westlich des Flusses [[Zschopau (Fluss)|Zschopau]] zieht sich der Ort steil hinab ins Tal bis zum Fluss auf einer Höhe von etwa {{Höhe|302|DE-NN|link=true}}, der gleichzeitig den tiefsten Punkt markiert. Die Flur reicht im Norden bis an die Zschopau, im Osten etwas darüber hinaus, südlich ist sie begrenzt durch das Truschbachtal und im Westen durch das Tal des Gornauer bzw. des Dittmannsdorfer Baches. Den höchsten Punkt markiert die [[Götzhöhe]] mit {{Höhe|493|DE-NN}}. Nachbarorte von Witzschdorf sind [[Hennersdorf (Augustusburg)|Hennersdorf]] im Norden, [[Waldkirchen/Erzgeb.|Waldkirchen]] im Südosten, [[Zschopau]] im Süden, [[Gornau/Erzgeb.|Gornau]] im Südwesten und [[Dittmannsdorf (Gornau)|Dittmannsdorf]] im Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Witzschdorf unterer Ortsteil.JPG|mini|Unterer Ortsteil von der Waldstraße aus gesehen, 2009]]&lt;br /&gt;
[[August Schumann]] beschreibt 1826 im Staats-, Post- und Zeitungs-Lexikon von Sachsen die Lage Witzschdorfs folgendermaßen:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Es liegt zwar in einer Schrunde des Gebirges, die sehr steil zur Zschopau herabfällt, und gewissermaaßen ein Thal heißen könnte, aber doch sehr hoch, wohl bis zu 150 [[Alte Maße und Gewichte (Sachsen)#Längenmaße|Ellen]] hoch über dem Flusse, dessen linkes Ufer doch keine Viertelstunde entfernt ist; eine isolirte Häusergruppe zieht sich auch wirklich bis zur Zschopau herab. […] An dem steilen Gebirge in Nordost, nächst am Dorfe, verbreitet sich das Bauernholz, am Gehänge gegen den Gornauer Bach, im Südwesten hingegen die Klinghardleite; jenseit der Zschopau steigt der steile und mächtige Heidelberg finster bewaldet an, und ¼ Stunde oberhalb des Ortes an der Zschopau ist das [[Blaufarbenwerk Zschopenthal]]. Die Gegend gehört unstreitig zu den schönsten des Erzgebirgs.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Staatslexikon Sachsen|13|211|bis=212}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Besiedelung ===&lt;br /&gt;
Witzschdorf entstand vermutlich in Zusammenhang mit der Besiedelung der Gegend um [[Zschopau]]. Dass es sich um [[Franken (Volk)|fränkische Siedler]] handelte, lassen die als [[Waldhufendorf|Waldhufendörfer]] angelegten Siedlungen vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut der frühesten erhaltenen Urkunde, die sich im [[Hauptstaatsarchiv Dresden]] befindet, war die Ansiedelung 1399 im Besitz &amp;#039;&amp;#039;Caspars von Wiczersdorff&amp;#039;&amp;#039;. Der [[Wilhelm I. (Meißen)|Markgraf von Meißen]] belehnte 1403 dessen Ehefrau &amp;#039;&amp;#039;Barbara von Wiczersdorff&amp;#039;&amp;#039; mit einem [[Leibgedinge]] in Gornau und [[Kunnersdorf (Augustusburg)|Cunnersdorf]]. Der Ort war lange Zeit [[Amtsdorf]] des [[Amt Augustusburg|Amts Augustusburg]] (vormals Schellenberg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bauernhof Witzschdorf.jpg|mini|Eines der 28 Gehöfte im Ort, heute Schulstraße 1, um 1900]]&lt;br /&gt;
Nach Überlieferungen hatten 18 Bauern im Zuge der Ansiedlung den Wald [[Rodung|gerodet]] und die dadurch gewonnenen Flächen gleichmäßig unter sich aufgeteilt. Diese entstandenen Gehöfte und die zugehörigen [[Hufe]]n sind teilweise bis heute nachweisbar. 1621 ließ der Erbrichter Caspar Reichel eine Mehlmühle am Westufer der Zschopau errichten und ersparte damit den Bauern den Weg zur Mühle nach Waldkirchen. Durch das Gelände lief der Fahrverkehr, denn unterhalb der Mühle befand sich eine [[Furt]] durch den Fluss. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts waren die Rinder- und Geflügelzucht sowie die Schweinehaltung nur gering entwickelt. Aufgrund der kargen, steinigen Böden und der [[Erzgebirge#Klima und Witterung|vorherrschenden Witterungsbedingungen]] fehlte es an genügend Futter für die Tierhaltung. Dies änderte sich zumindest teilweise mit [[Kulturgeschichte der Kartoffel#Verbreitung der Kartoffel im europäischen Raum|dem Anbau von Kartoffeln]] und Klee nach 1770.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lauf der Zeit änderte sich durch Teilungen die Anzahl der Höfe. So waren aus den ursprünglich 18 Hufengütern, Halbhufen- und Viertelhufengüter entstanden. Um 1900 gab es 28 Höfe im Ort. Die Zahl der produzierenden Gehöfte änderte sich mit der Gründung [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|Landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften]]. So schlossen sich 1956 die ersten drei bäuerlichen Betriebe zu einer Produktionsgenossenschaft zusammen, 1960 gründeten acht weitere Bauern eine LPG. In den Folgejahren stießen alle anderen Bauern mehr oder weniger freiwillig hinzu. Es folgten mehrere Zusammenschlüsse der vormals eigenständigen Genossenschaften aus den Ortschaften [[Weißbach (Amtsberg)|Weißbach]], Witzschdorf und Gornau, wobei 1964 die LPG „Vereinte Scholle“ entstand, die 1968 alle ehemaligen LPG der drei Ortschaften und die landwirtschaftlich genutzten Flächen der Stadt Zschopau beinhaltete. In Witzschdorf wurde die Milchproduktion konzentriert, wobei die 1959 errichteten Stallungen am oberen Ortsausgang ({{Coordinate|text=ICON0|NS=50.77261911472156|EW=13.068280220031738|type=landmark|dim=5|name=Milchviehstallungen Witzschdorf|region=DE-SN}}) erweitert und ausgebaut wurden. 1975 hatte die LPG „Vereinte Scholle“ einen Milchviehbestand von 553 Kühen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrie ===&lt;br /&gt;
==== Sächsische Nähfadenfabrik ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Faerberei und Bleicherei Witzschdorf 1901.jpg|mini|Färberei und Bleicherei sowie rechts im Bild die Arbeitersiedlung &amp;#039;&amp;#039;Hahn&amp;#039;&amp;#039;, um 1900]]&lt;br /&gt;
[[Datei:AK Witzschdorf Zwirnerei.jpg|mini|Dreherei und Zwirnerei am östlichen Zschopauufer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schule Witzschdorf.jpg|mini|Volksschule Witzschdorf, eine Stiftung des Fabrikbesitzers Heydenreich, um 1900]]&lt;br /&gt;
1822 kaufte Christian Gottlieb Klemm die ein Jahr zuvor stillgelegte Mehlmühle und das umliegende Gelände am westlichen Zschopauufer und errichtete eine Baumwollspinnerei mit rund 4500&amp;amp;nbsp;Spindeln. 120&amp;amp;nbsp;Arbeitskräfte, vorwiegend Frauen, fanden hier Beschäftigung. Die Anlagen wurden vererbt und verpachtet, bis sie schließlich 1858 für 19.500&amp;amp;nbsp;Taler an Rudolf Heydenreich verkauft wurden. Auf den Grundmauern der Spinnerei errichtete Heydenreich noch im selben Jahr eine Nähfadenfabrik ({{Coordinate|text=ICON0|NS=50.776418510713576|EW=13.088128566741943|type=landmark|dim=5|name=Sächsische Nähfadenfabrik|region=DE-SN}}), welche den wirtschaftlichen Aufschwung im Ort und den Wandel vom reinen Bauerndorf herbeiführte.&lt;br /&gt;
Um die Qualität der [[Garn]]e zu steigern wurde 1860 am Staupenbach unweit der Zschopau eine Baumwoll[[Bleichen|bleicherei]] und [[Färben|-färberei]] ({{Coordinate|text=ICON0|NS=50.78036684163468|EW=13.087892532348633|type=landmark|dim=5|name=Baumwollbleicherei und -färberei|region=DE-SN}}) errichtet. Der Staupenbach lieferte das für die Produktion nötige klare Wasser und Antriebsenergie. Die fertigen Garne wurden mit Pferdewagen über einen Verbindungsweg an der Zschopau zur Nähfadenfabrik transportiert. Mit Bau der Zschopautalbahn 1866 musste dieser Weg durch die [[Mörbitz]] verlegt werden. Im gleichen Jahr wurde die Mehlmühle abgetragen und schaffte Platz für den Neubau einer Spinnerei und der Fabrikantenvilla in Schweizerhausarchitektur ({{Coordinate|text=ICON0|NS=50.77574685423744|EW=13.08771014213562|type=landmark|dim=5|name=Fabrikantenvilla|region=DE-SN}}). Nach dem Anschluss Witzschdorfs an das Eisenbahnnetz beteiligte sich das Unternehmen maßgeblich finanziell am Neubau der Zschopaubrücke und eines [[Güterschuppen]]s am Bahnhof, um eine [[Expansion (Wirtschaft)|Expansion]] voranzutreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 wurde die Witzschdorfer Volksschule gebaut, die Kosten hierfür übernahm wiederum Fabrikbesitzer Rudolf Heydenreich.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Parochie Zschopau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Sächsische Kirchengalerie, Ephorie Marienberg.&amp;#039;&amp;#039; Strauch Verlag, Leipzig, Sp. 850 ([https://digital.slub-dresden.de/id250232715/429 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1872 verkaufte Heydenreich die Nähfadenfabrik für 1.250.000&amp;amp;nbsp;[[Goldmark]], welche sodann in eine [[Aktiengesellschaft]] überführt wurde. Ebenfalls 1872 fungierte die nunmehr „Sächsische Nähfadenfabrik AG“ als Geldgeber für den Bau von fünf Wohnhäusern der [[Arbeitersiedlung]] Hahn (später &amp;#039;&amp;#039;Alter Hahn&amp;#039;&amp;#039; {{Coordinate|text=ICON0|NS=50.778806544510736|EW=13.087935447692871|type=landmark|dim=5|name=Alter Hahn|region=DE-SN}}) an der Verbindungsstraße zur Baumwollbleicherei und -färberei in der Mörbitz. Die Siedlung wurde 1900 um weitere 6 Häuser (&amp;#039;&amp;#039;Neuer Hahn&amp;#039;&amp;#039; {{Coordinate|text=ICON0|NS=50.779674890204134|EW=13.087356090545654|type=landmark|dim=5|name=Neuer Hahn|region=DE-SN}}) erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 wurde die Dorfstraße zur heutigen Trasse verlegt, damit war das Betriebsgelände fortan vom Durchgangsverkehr entlastet. 1888 vernichtete ein Großfeuer die Betriebsanlagen, 1889 wurden dieser wiedererrichtet und gingen in englischen Besitz der Firma J.&amp;amp;nbsp;C.&amp;amp;nbsp;Coats&amp;amp;nbsp;Ltd.&amp;amp;nbsp;Glasgow über. Die Villa wechselte 1902 in deren Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 erhielt die Nähfadenfabrik vom [[Königreich Sachsen|Sächsischen Staat]] die Erlaubnis für den Bau einer Stauanlage zur Wasserkraftnutzung. Mit Genehmigung erfolgte u. a. der Bau eines 80&amp;amp;nbsp;Meter Ober- sowie eines 140&amp;amp;nbsp;Meter langen Unterwasserkanals. Auf Antrag aus dem Jahr 1921 wurde die bestehende Wasserkraftanlage ausgebaut, indem das Wehr vollständig neu errichtet, die beiden vorhandenen Turbinen durch [[Francis-Turbine|Francis-Zwillings-Turbinen]] ersetzt und bewegliche Stauklappen auf das Wehr eingebaut wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vdff-fischerei&amp;quot;&amp;gt;[http://www.vdff-fischerei.de/fileadmin/daten/pdf-Dokumente/Anlage_1_Urteil_Az__2_K_1333-97_Grunewald.pdf Urteil zur Anfechtung einer wasserrechtlichen Anlagengenehmigung zum Betrieb der Wasserkraftanlage „Texturseide in Witzschdorf“ am Fluss-km 65,34 der Zschopau] (PDF; 129&amp;amp;nbsp;kB) im Archiv der Internetpräsenz des &amp;#039;&amp;#039;Verband Deutscher Fischereiverwaltungsbeamter und Fischereiwissenschaftler e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 8. Februar 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] wechselten Betriebsanlagen und Villa zurück in deutschen Besitz, die Produktion wurde jedoch eingestellt. 1928 brannte ein Teil der Produktionsanlagen erneut nieder, wurden aber im gleichen Jahr wieder aufgebaut. Im März 1930 meldete die Sächsische&amp;amp;nbsp;Nähfadenfabrik&amp;amp;nbsp;AG [[Insolvenz|Konkurs]] an, 360&amp;amp;nbsp;Beschäftigte verloren ihre Arbeit. 1934 erfolgte der Verkauf an Gottlob Wunderlich in Waldkirchen-[[Zschopenthal]] und die Produktion wurde wieder aufgenommen. Ab 1942 wurde in den Anlagen teilweise [[Munition]] eingelagert. Nach Kriegsende übernahmen die Konkursverwaltung und die Treuhand die Produktionsstätten. 1952 wurde die ehemalige Baumwollweberei und -zwirnerei am östlichen Zschopauufer ({{Coordinate|text=ICON0|NS=50.774071063197304|EW=13.087313175201416|type=landmark|dim=5|name=Baumwollweberei und -zwirnerei|region=DE-SN}}) als Betriebsteil der Nähfadenfabrik angegliedert und 1955 wurde das Werk [[Volkseigener Betrieb|volkseigen]] und in der Folge mehrfach umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1968 wurde die Wasserkraftanlage stillgelegt, der Ober- und Unterwasserkanal verfüllt, Turbinen sowie Wehranlage, [[Umflut|Freifluter]] und Absperrschützen wurden verschrottet. Die gesamte Staustufe der Zschopau wurde auf ein Drittel der vorhandenen Höhe abgesenkt. Die bis heute bestehende Wehrbrücke diente weiterhin als Träger für Versorgungsleitungen zwischen den Betriebsteilen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vdff-fischerei&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971/72 erfolgte der Umbau des Produktionsgebäudes am westlichen Ufer. Um gemäß dem gesetzten Ziel 2000 Tonnen Polyamidseide jährlich zu produzieren, bedurfte es eines konstanten Raumklimas. Hierzu wurde das Gebäude um ein Geschoss aufgestockt und alle Fensteröffnungen zugesetzt. Bis zur politischen Wende 1990 firmierte das Werk als „VEB&amp;amp;nbsp;Texturseidenwerk&amp;amp;nbsp;Flöha,&amp;amp;nbsp;Betriebsteil&amp;amp;nbsp;Witzschdorf“. 1992 erfolgte zunächst die Stilllegung später die [[Liquidation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlagen am östlichen Ufer kaufte eine ortsansässige Metallbaufirma. Die westlich der Zschopau gelegenen Anlagen übernahm die Gemeinde mit dem Ziel einen Gewerbepark zu errichten. Im Zuge dessen wurden auch alle 1971/72 zugesetzten Fenster wieder geöffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schönthal ====&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Koordinaten&amp;#039;&amp;#039;: {{Coordinate|text=/|NS=50.783941760916164|EW=13.084276914596558|type=landmark|dim=5|name=Schönthal|region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
Um 1850 suchten die [[Glauchau]]er Kaufleute Robert Wilhelm Schiffner und Karl Heinrich Zimmermann im Zschopautal einen geeigneten Standort zum Bau einer Fabrik. Nördlich von Witzschdorf, an der Flurgrenze zu [[Augustusburg|Hennersdorf]] wurden sie fündig und erwarben Grund und Boden im Jahre 1852. Noch im selben Jahr begannen die Arbeiten zum Bau einer Spinnerei und eines Holzsteges über die Zschopau. Anfänglich lieferte ein [[Wasserrad]] die Antriebsenergie, dieses wurde jedoch schon 1858 durch stromerzeugende [[Wasserturbine]]n ersetzt. 1861 erwarben der [[Kürschner]]meister Adolf Ferdinand Schön (seither die Bezeichnung „Schönthal“) und der Tuchfabrikant Füchtegott Kunze die Anlagen. Am 29.&amp;amp;nbsp;April&amp;amp;nbsp;1896 vernichtete ein Großfeuer die gesamten Anlagen. Die Ruinen gingen am 28.&amp;amp;nbsp;Februar&amp;amp;nbsp;1897 für 44.800&amp;amp;nbsp;Mark in den Besitz von Wilhelm Max Strobel über, welcher auf den Grundmauern eine [[Holzschliff|Holzschleiferei]] errichten und den hölzernen Steg durch eine massive Brücke ersetzen ließ. Sein Nachfolger Fritz betrieb nebenher eine Spulendreherei, später entstand auch eine [[Gewirke (Textil)|Wirkwarenfabrik]] und 1927 eine Seidenweberei. 1913 lieferten die Wasserturbinen erstmals elektrischen Strom in den Gasthof Witzschdorf, was den Grundstein zur Elektrifizierung des Ortes legte. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Witzschdorf an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Nach 1933 wurde der überschüssige Strom gewinnbringend nach Hennersdorf geliefert. Im Havariefall konnte gleichsam Strom aus dem Anschluss an das öffentliche Netz bezogen werden. 1936 wurde die Holzschleiferei stillgelegt und der gesamte Komplex stand zum Verkauf. Daraufhin erwarb 1937 Theodor Krieger die Anlagen. Er ließ eine [[Wirkungsgrad|effizientere]] Turbine einbauen um die Stromproduktion weiter zu erhöhen. Neben der Stromproduktion beschäftigte sich Krieger auch mit Landwirtschaft. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nutzte die Firma Froß die Gebäude zur Produktion von Haushaltsartikeln aus Holz. 1967 übernahm Onnen Krieger von seinem Vater den gesamten Anlagenkomplex. 1975 musste die Stromproduktion aufgrund eines [[Hochwasser]]schadens stillgelegt werden. Der Damm des Wassergrabens war auf einer Länge von 15 Metern geborsten und aufgrund der Energiepolitik in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] bestand kein Interesse an einer Wiederaufnahme der Stromproduktion. 1977 richtete Krieger in den Gebäuden eine [[Schlosserei]] ein, welche im Rahmen der [[Zentralverwaltungswirtschaft|Planwirtschaft]] diverse Aufträge zugeteilt bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1990 bis 1993 erfolgte die Rekonstruktion des Dammes und der Turbinen, wobei der [[Freistaat Sachsen]] einen Teil der Investitionssumme förderte. Am 5.&amp;amp;nbsp;März&amp;amp;nbsp;1993 ging das Wasserkraftwerk wieder ans Netz. Die eingerichtete Schlosserei hat sich mittlerweile auf [[Stahlwasserbau]] und Wasserkraftwerksausrüstung spezialisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Gebietswechsel gehört Schönthal seit dem 1.&amp;amp;nbsp;Juli&amp;amp;nbsp;1997 zu Hennersdorf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle |url=http://www.statistik.sachsen.de/download/010_GB-Gebiet/GST_AEND_1997.pdf |seiten=3 |hrsg=[[Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen]] |titel=Gebietsänderungen ab 1. Januar 1997 bis 31. Dezember 1997 |zugriff=2012-12-31 |format=PDF; 17&amp;amp;nbsp;kB }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
==== Evangelisch-methodistische Kirche ====&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Koordinaten&amp;#039;&amp;#039;: {{Coordinate|text=/|NS=50.775489044139405|EW=13.072206974029541|type=landmark|dim=5|name=evangelisch-methodistische Kapelle|region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Methodistische Kirche Witzschdorf.JPG|mini|Kirchengebäude der Evangelisch-Methodistischen Gemeinde, 2010]]&lt;br /&gt;
Seit 1873 lassen sich regelmäßige Versammlungen der Methodisten nachweisen und bereits im Jahr 1880 erfolgte mit der Aufnahme von fünf Gliedern die Gemeindegründung. Die Methodistische Gemeinde in Witzschdorf gehört damit zu den ältesten in Sachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die abgehaltenen Betstunden besuchten aber stets über 70&amp;amp;nbsp;Personen, so dass bereits 1886 durch die Bischöfliche Methodistenkirche auf dem Grundstück des Gemeindegliedes Gustav Wünsch ein eigenes Kirchengebäude eingeweiht wurde. Es war nach [[Schwarzenberg/Erzgeb.|Schwarzenberg]] 1883 und [[Dittersdorf (Amtsberg)|Dittersdorf]] 1885 das dritte in Sachsen. Um 1890 bestand die Gemeinde aus ca. 25&amp;amp;nbsp;Gemeindegliedern. Nach dem Tod Gustav Wünschs im Jahre 1900 schrumpfte die Gemeinde und stand 1910 vor ihrer Auflösung, das Gebäude stand zum Verkauf. Nach 1910 stieg die Zahl der Gemeindeglieder wieder und ein Chor wurde gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das [[Weimarer Verfassung#Dritter Abschnitt: Religion und Religionsgesellschaften|Recht auf Religionsfreiheit in der Weimarer Verfassung]] von 1919 wurden viele Hemmnisse abgebaut und die Gemeinde konnte sich freier entfalten und konnte in den 1920er Jahren weiteren Mitgliederzuwachs verzeichnen. Zum 1910 neugegründeten Chor gesellte sich ein [[Mandoline]]nchor und ein Frauenchor, 1927 wurde ein Posaunenchor gegründet. Konzerte des Bläserensembles, auch außerhalb der Kirche, waren sehr beliebt. Die Statistik weist für 1937 70 eingeschriebene Gemeindeglieder auf, es folgten jedoch wieder schwierigere Zeiten. 1943 wurde Prediger Metzner zum Kriegsdienst einberufen, die seit 1941 auf dem Bezirk wirkende [[Pflegefachkraft in der ambulanten Pflege|Gemeindeschwester]] Elisabeth Mistele übernahm seine Aufgaben. Ab 1948 erlebt die Gemeinde eine Verjüngung. Es wurde ein neuer gemischter Chor gegründet. Zudem entstand das „Witzschdorfer Männerquartett“, das mit Rundfunkaufnahmen und Konzertreisen die Gemeinde in ganz Deutschland bekannt machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 erfuhr das Kirchengebäude eine bauliche Erweiterung, da die bestehenden Räumlichkeiten zu wenig Platz boten. Unter schwierigen Umständen wurden von der Gemeinde Baustoffe beschafft, das Gebäude erweitert und auch die Innenausstattung erneuert. Am 24.&amp;amp;nbsp;Oktober&amp;amp;nbsp;1954 wurde das Gebäude neu geweiht. Anfang der 1960er zogen viele Familien aus Witzschdorf weg nach Zschopau, Gornau und Chemnitz, blieben jedoch der Kirchgemeinde weiterhin treu. Bis zum heutigen Tag wohnt die Mehrzahl der Gemeindeglieder nicht im Ort. Ab 1980 bestanden zunächst lose, später engere Beziehungen zum Gemeindebezirk [[Weilimdorf|Stuttgart-Weilimdorf]]. Nach der politischen Wende 1990 schrumpfte die Zahl der Gemeindeglieder aufgrund von Abwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte 1990 wurde das Kirchengebäude und seine Anlagen saniert und ein neuer Gemeinderaum geschaffen. Aktuell zählt die Kirchgemeinde etwa 50 Mitglieder, im Jahr 2003 feierte sie ihr 125-jähriges Jubiläum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Evangelisch-lutherische Martin-Luther-Kirche ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche Witzschdorf.JPG|mini|Martin-Luther-Kirche von Südwesten gesehen, 2009]]&lt;br /&gt;
Witzschdorf gehörte zur Pfarrgemeinde Zschopau. Dem Wunsch der Bevölkerung nach einem eigenen Gotteshaus entsprach der Zschopauer Kirchenvorstand im Januar 1896 (von den damals 1175&amp;amp;nbsp;Einwohnern waren 1146&amp;amp;nbsp;[[Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelisch-lutherisch]], 10&amp;amp;nbsp;[[Römisch-katholische Kirche|katholisch]] und 15&amp;amp;nbsp;[[Evangelisch-methodistische Kirche|evangelisch-methodistisch]]). Es folgte sodann ein Spendenaufruf an die Witzschdorfer Bevölkerung und ein Baufonds wurde eingerichtet. Finanzielle Zuschüsse erhielten die Witzschdorfer vom evangelisch-lutherischen Landeskonsistorium und dem Fabrikbesitzer Rudolf Heydenreich, der Baugrund wurde von einem ortsansässigen Fabrikanten gestiftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896 erfolgte die Grundsteinlegung und am 26.&amp;amp;nbsp;August&amp;amp;nbsp;1897 wurde Richtfest gefeiert. Der Bauplan stammt von Carl Ostreich aus Zschopau, welchen Baumeister Anke abänderte, da seitens der Glaubensgemeinde ein Gebäude mit Turm gewünscht wurde. Die Bauausführung übernahm Bauunternehmer Weiße in Witzschdorf. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 24.508&amp;amp;nbsp;Mark, die Einweihung fand am 11.&amp;amp;nbsp;September&amp;amp;nbsp;1898 statt. Das Kirchengebäude ist 27&amp;amp;nbsp;Meter hoch, 20,5&amp;amp;nbsp;Meter lang und 11&amp;amp;nbsp;Meter breit. Der [[Glockenstuhl]] erhielt 3&amp;amp;nbsp;Bronzeglocken, die [[Orgel]] stammt von der damaligen Firma [[Schmeisser (Orgelbauer)|Schmeisser]] aus [[Rochlitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Kirchenglocken wurden während des Zweiten Weltkrieges beschlagnahmt, wurden nach Kriegsende in [[Glockenfriedhof|Hamburg]] wieder aufgefunden, waren jedoch unbrauchbar geworden. 1949 wurden bei der Firma Schilling in [[Apolda]] drei neue Bronzeglocken geordert. Zur [[Mette|Christmette]] am 25.&amp;amp;nbsp;Dezember&amp;amp;nbsp;1949 ertönte erstmals die kleinste Glocke und ab dem 26.&amp;amp;nbsp;März des folgenden Jahres wieder das volle Geläut, welches seit 1965 elektrisch betrieben wird. Die im Krieg in Mitleidenschaft gezogenen drei Altarfenster wurden durch neue bleiverglaste Fenster nach einem Entwurf des Dresdner Kunstmalers Friedrich Helas ersetzt. Bei der Neugestaltung des Altarraumes im Jahre 1951 erhielt dieser auch einen neuen [[Altar#Altar in lutherischen Kirchen|Altar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für kleinere kirchliche Veranstaltungen wurde in einem nahegelegenen Bauernhof ein Raum für diese Zwecke eingerichtet. Dies führte in Erntezeiten mitunter zu Problemen, weshalb der Kirchenvorstand dankbar für das vom Hofbesitzer selbst zur Verfügung gestellte Stück Boden war, auf welchem ein [[Gemeindezentrum (Religion)|Gemeindehaus]] errichtet werden konnte. Dieses wurde am 29.&amp;amp;nbsp;Oktober&amp;amp;nbsp;1950 eingeweiht. Im Winter fanden dort auch Gottesdienste statt, obgleich die Kirche seit 1969 eine elektrische [[Infrarotheizung]] und später eine elektrische Heizung der Kirchenbänke besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 wurde die dringend erforderliche Neueindeckung des Kirchturms in Angriff genommen. Bereits mit Baugerüst versehen sollten die Arbeiten im Frühjahr 1990 beginnen, verzögerten sich auf aufgrund fehlender Finanzmittel infolge der [[Währungsreformen in Deutschland#Einführung der D-Mark in der DDR 1990|Währungsreform]]. Erst durch Kredit, Zuschüsse des Bezirkskirchenamtes und der Partnergemeinde [[Apensen]] konnten die Arbeiten im Spätsommer 1990 begonnen werden. 1991 erfolgten eine Fassadenrenovierung und der Einbau einer neuen Turmuhr, eine Innenrenovierung im darauffolgenden Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohnerzahl&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot;&amp;gt;{{HOV}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1551 || 18 [[Hufner|besessene Mann]], 4 [[Gärtner#Der Gärtner als Kleinbauer|Gärtner]], 20 [[Inwohner]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1764 || 26 besessene Mann, 32 [[Häusler]], 14 [[Hufe]]n&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1771 || 650&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1801 || 464&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1834 || 928&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1871 || 1118&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohnerzahl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1890 || 1116&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1910 || 1179&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1925 || 1151&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1939 || 386&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1946 || 1274&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1950 || 1337&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohnerzahl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1964 || 1077&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1990 || 746&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1992 || 763&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1998 || 830&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:Einwohnerdiagramm Witzschdorf.png|mini|Bevölkerungsentwicklung von 1771 bis 1998]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Verwaltungszugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
* 1445–1551: Pflege Schellenberg&lt;br /&gt;
* 1551–1764: Amt Schellenberg&lt;br /&gt;
* 1764–1856: [[Amt Augustusburg]]&lt;br /&gt;
* 1856–1875: Gerichtsamt Zschopau&lt;br /&gt;
* 1875–1952: [[Amtshauptmannschaft Flöha]]&lt;br /&gt;
* 25. Juli 1952–4. Dezember 1952: [[Landkreis Flöha]]&lt;br /&gt;
* 4. Dezember 1952–31. Juli 1994: [[Landkreis Zschopau]]&lt;br /&gt;
* 1. August 1994–31. Juli 2008: [[Mittlerer Erzgebirgskreis]]&lt;br /&gt;
* seit 1. August 2008: Erzgebirgskreis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Seit 1871 bis zur Eingemeindung nach Gornau zum 1. März 1994 waren die folgenden Personen Bürgermeister:&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;300&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1871–1896: Adolf Zimmermann&lt;br /&gt;
* 1896–1911: Gustav Wünsch&lt;br /&gt;
* 1911–1928: Johannes Ludwig&lt;br /&gt;
* 1928–1945: Walter Richter&lt;br /&gt;
* 1945–1946: Robert Heim&lt;br /&gt;
* 1946–1951: Kurt Menzel&lt;br /&gt;
* 1951–1953: Herbert Stolzenberg&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;300&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1953–1954: Kurt Seidel&lt;br /&gt;
* 1954–1960: Rudi Pflugbeil&lt;br /&gt;
* 1960–1965: Heinz Schneider&lt;br /&gt;
* 1965–1979: Gerhard Nitzsche&lt;br /&gt;
* 1979–1984: Rüdiger Rink&lt;br /&gt;
* 1984–1994: [[Eckhard Börner]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
=== Vereine ===&lt;br /&gt;
* SV 1990 Tirol Dittmannsdorf/Witzschdorf&lt;br /&gt;
* Witzschdorfer Blasmusikanten&lt;br /&gt;
* Witzschdorfer Karnevalsverein&lt;br /&gt;
* Freiwillige Feuerwehr Witzschdorf&lt;br /&gt;
* Sportverein Witzschdorf e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* EMC Witzschdorf e.&amp;amp;nbsp;V. – Enduro- und Mountainbikeclub&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Ansässige Unternehmen ===&lt;br /&gt;
* Landwirtschaftsgesellschaft Witzschdorf mbH&lt;br /&gt;
* Metallbau Thomas Grünewald&lt;br /&gt;
* [[Bildverlag Böttger]] GbR&lt;br /&gt;
* Gerüstbau und Transporte Meusel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
==== Straße ====&lt;br /&gt;
Die untere Ortsausfahrt ist an die [[Liste der Staatsstraßen in Sachsen ab der S 200#S 228|Staatsstraße&amp;amp;nbsp;228]] angebunden (Anschlüsse in Richtung Waldkirchen und Zschopau sowie Augustusburg in der Gegenrichtung). Über die [[Kreisstraße]] 8173 sind die beiden oberen Ortsausfahrten an Dittmannsdorf bzw. Zschopau angebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei starken [[Schneeverwehung]]en kommt es nicht selten vor, dass die beiden auf dem Kamm liegenden oberen Ausfahrten gesperrt werden und die untere Zufahrt den einzigen Zugang gewährleistet (so geschehen beispielsweise Ende Dezember 2001).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hp Witzschdorf (4).jpg|mini|Haltepunkt Witzschdorf, 2016]]&lt;br /&gt;
Die [[Erzgebirgsbahn]] hat in Witzschdorf einen Haltepunkt. Über diese bestehen direkte Verbindungen nach [[Chemnitz]] und [[Annaberg-Buchholz]] sowie weiter nach [[Cranzahl]] zur [[Schmalspurbahn Cranzahl–Kurort Oberwiesenthal|Fichtelbergbahn]]. Außerdem bestehen über [[Flöha]] Anschlussverbindungen von und nach [[Dresden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Linienbusse ====&lt;br /&gt;
Über die Bushaltestelle am oberen Ortsausgang bestehen Anschlüsse an das Stadtbusnetz von Zschopau. Die Regionallinie 242 nach Zschopau verkehrt nur an Schultagen. Die Haltestelle am unteren Ortsausgang wird ausschließlich durch die Regionallinie 242 bedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter des Ortes ==&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Böhm (Konstrukteur)|Siegfried Böhm]] (1921–2016), Konstrukteur der [[Praktica]] und Technischer Direktor bei [[Pentacon]]&lt;br /&gt;
* [[Rolf Kunze]] (1926–2010), Pädagoge und Holzschnitzer&lt;br /&gt;
* [[Arndt Kluge]] (1942–2008), Leichtathlet&lt;br /&gt;
* [[Harald Sturm]] (* 1956), ehemaliger Endurosportler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Chronik von Witzschdorf – Erarbeitet und aufgeschrieben von Dr. Helmut Butter, Amtsberg. Veröffentlichung anlässlich der 600-Jahr-Feier zur ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes 1999&lt;br /&gt;
* {{WdH|28|129–131|Lemma=Witzschdorf}}&lt;br /&gt;
* {{Staatslexikon Sachsen|13|211|bis=212}}&lt;br /&gt;
* {{WdH|28|129|Lemma=Witzschdorfer Kalkgruben}}&lt;br /&gt;
* Landratsamt Mittlerer Erzgebirgskreis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Städte und Gemeinden im Mittleren Erzgebirgskreis. Eine Zeittafel.&amp;#039;&amp;#039; Teile 1–3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib|GND=5181774-3|TEXT=Literatur über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1069292524|VIAF=315118551}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeindeteile von Gornau/Erzgeb.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Erzgebirgskreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Erzgebirgskreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1994]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gornau/Erzgeb.]]&lt;/div&gt;</summary>
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