<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wittingauer_Becken</id>
	<title>Wittingauer Becken - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wittingauer_Becken"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wittingauer_Becken&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T18:28:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wittingauer_Becken&amp;diff=1106087&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Keuk: /* Naturschutz */ Link vorbereitet</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wittingauer_Becken&amp;diff=1106087&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-05T14:26:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Naturschutz: &lt;/span&gt; Link vorbereitet&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Velký Tisý.JPG|mini|Teich [[Velký Tisý]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Horusický.jpg|mini|Teich [[Horusický rybník]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Trebonska panev CZ I2B-2.png|mini|Das Wittingauer Becken innerhalb der [[Geomorphologische Einteilung Tschechiens|Geomorphologischen Einteilung Tschechiens]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wittingauer Becken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Wittingauer Pfanne&amp;#039;&amp;#039;, {{csS|&amp;#039;&amp;#039;Třeboňská pánev&amp;#039;&amp;#039;}}) bildet den östlichen Teil der [[Jihočeská kotlina]] (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Südböhmischer Talkessel&amp;#039;&amp;#039;). Das landschaftliche Gebiet gehört zur südböhmischen Region [[Jihočeský kraj]] in [[Tschechien]], ein kleiner Südteil, die [[Senke von Gmünd]], zu [[Österreich]]. Die Landschaft ist durch die traditionelle [[Teichwirtschaft]] geprägt. Der zentrale Teil ist unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Třeboňsko&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ein  [[Landschaftsschutzgebiet]] und eines der sechs [[Biosphärenreservat]]e Tschechiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geomorphologie und Klima ==&lt;br /&gt;
Das Gebiet des Wittingauer Beckens erstreckt sich über 1360&amp;amp;nbsp;km² in der Umgebung von [[Třeboň]] (&amp;#039;&amp;#039;Wittingau&amp;#039;&amp;#039;) und [[Veselí nad Lužnicí]] am Flusslauf der [[Lainsitz]] und der [[Nežárka]]. Es grenzt im Südosten an das österreichische [[Granit- und Gneisplateau]] und die [[Javořická vrchovina]]. Den östlichen Abschluss bildet die [[Kardašořečická pahorkatina]] (&amp;#039;&amp;#039;Kardaschretschitzer Hügelland&amp;#039;&amp;#039;) und im Westen der bis zum [[Moldau (Fluss)|Moldautal]] bei [[České Budějovice]] reichende Höhenzug [[Lišovský práh]] (&amp;#039;&amp;#039;Lischauer Schwelle&amp;#039;&amp;#039;), der die natürliche Grenze zum [[Českobudějovická pánev]] (&amp;#039;&amp;#039;Budweiser Becken&amp;#039;&amp;#039;) bildet. Den nördlichen Teil bildet die [[Lomnická pánev]] (&amp;#039;&amp;#039;Lomnitzer Becken&amp;#039;&amp;#039;), deren Ausläufer bis an die Stadt [[Soběslav]] reichen. Die durchschnittliche Meereshöhe beträgt 457&amp;amp;nbsp;m ü.&amp;amp;nbsp;NN. Höchster Punkt des gesamten Gebietes ist mit 583&amp;amp;nbsp;m die Baba im Lišovský práh, die größte Erhebung im Kernbecken bildet mit 504&amp;amp;nbsp;m die Dunajovická hora bei [[Dunajovice]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wittingauer Becken herrscht ein milderes Klima&amp;lt;ref&amp;gt;Haack Weltatlas Seite 22, Deutschland/Naturräume-Naturräumliche Gliederung, Abschnitt Mittelgebirge, Verlag Klett-Perthes, ISBN 978-3-623-49620-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; als im Umland (Böhmen). Grund hierfür ist die Beckenlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaft und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Am Ende der letzten [[Weichsel-Kaltzeit|Kaltzeit]] war das Wittingauer Becken von einer nahezu baumlosen [[Steppentundra]] bedeckt. Mit zunehmender Erwärmung ab etwa 9000 v. Chr. entwickelten sich Wälder und an feuchten Stellen entstanden [[Moor]]e. Zu Beginn der Kolonisation im 12. Jahrhundert überwog im Becken dichter Tannenwald, die Moore waren mit Bergkiefern bewachsen. Die [[Bergkiefer#Pinus mugo subsp. rotundata (Moorspirke)|Moor-Bergkiefer]] ist immer noch das typische Gehölz des Beckens. Die ersten Siedler, die von den Herren von [[Neuhaus (Adelsgeschlecht)|Neuhaus]] und [[Landstein (Adelsgeschlecht)|Landstein]] ins Land gerufen wurden, fanden sich nach der Rodung der Wälder in einem Sumpfgebiet wieder – ab dem Hochmittelalter wurde das Becken daher durch die Anlage von Kanälen und Dämmen entwässert. Gleichzeitig wurde ein [[Teich]]system entwickelt, das mit der Fischzucht große wirtschaftliche Bedeutung erlangte. Die ersten Teiche entstanden in der Zeit [[Karl IV. (HRR)|Karls IV.]] Namentlich bekannt sind der Bošilecký rybník von 1355 und Dvořiště von 1367. 1450 gab es bereits 20 Teiche mit einer Ausdehnung von 700 Hektar. Groß angelegten Landesausbau betrieben die Herren von [[Rosenberg (Adelsgeschlecht)|Rosenberg]] im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Für sie arbeiteten die bekannten Teichbauer [[Štěpánek Netolický]], Mikuláš Ruthard z Malešova (Nikolaus Ruthard von Maleschau) und [[Jakob Krčín von Jelčany]]. Das System von Teichen und Kanälen prägt die Landschaft bis heute: Da der Boden zum großen Teil entweder sandig oder torfig und somit für den Ackerbau wenig geeignet ist, wurde das Teichsystem nicht wie ähnliche Anlagen in anderen Gegenden Böhmens im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts trockengelegt. Insgesamt gibt es im Wittingauer Becken 460 Teiche, sie bedecken 10 % des Landschaftsschutzgebietes. Etwa 50 % der Flächen sind mit Wald bestanden, nur 28 % dienen der Landwirtschaft. Zu den bekanntesten Wasserbauten zählt der 45&amp;amp;nbsp;Kilometer lange [[Zlatá stoka|Goldene Kanal]], der sämtliche großen Fischteiche des Wittingauer Beckens verbindet, der Kanal [[Nová řeka]], der überschüssiges Wasser aus der Lainsitz in die Nežárka führt, und der [[Rosenberg-Weiher]], der mit 489 Hektar größte Teich Tschechiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten und Tourismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kojak1.jpg|mini|Bauernbarock in Kojákovice]]&lt;br /&gt;
Durch die Wasserflächen und die reizvolle Landschaft sowie eine Reihe historisch und kunstgeschichtlich interessanter Ortschaften gehört das Wittingauer Becken zu den touristisch gut erschlossenen Gebieten Tschechiens. Die Stadt [[Třeboň]] besitzt wegen ihrer Moorbäder den Status eines [[Bad (Kurort)|Heilbades]], die historische Altstadt steht unter [[Denkmalschutz]]. Ebenso gibt es sechs ländliche Denkmalschutzzonen: in [[Bošilec]], [[Ponědrážka]], [[Pístina]], Žíteč und Lutová (Ortsteile der Gemeinde [[Chlum u Třeboně]]) sowie Kojákovice bei [[Jílovice u Trhových Svinů|Jílovice]]. Auf dem Land hat sich vielfach die Architektur des [[Bauernbarock]] erhalten. Die Landschaft ist durch ein Netz aus Rad- und Wanderwegen erschlossen, die Gewässer sind zum Teil per Boot befahrbar. Innerhalb der Naturreservate dürfen die Ufer aber meist nicht betreten werden. Die Teiche &amp;#039;&amp;#039;Svět&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hejtman&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Stankauer Teich|Staňkovský]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Dvořiště&amp;#039;&amp;#039; sind auch zum Baden freigegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Verkehr ==&lt;br /&gt;
Traditionell ist im Wittingauer Becken die [[Teichwirtschaft]] vorherrschend. Der ehemalige Staatsbetrieb, mittlerweile mit der Firma &amp;#039;&amp;#039;Rybářství Třeboň a.s.&amp;#039;&amp;#039; privatisiert, ist nach eigenen Angaben größter Produzent von Süßwasserfischen in der Europäischen Union mit einer jährlichen Produktion von 3000 Tonnen Fisch, davon 95 % [[Karpfen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trebon.rybarstvi.cz/ trebon.rybarstvi.cz]&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Erwerbszweige sind die [[Brauerei]], [[Glashütte|Glasverhüttung]], [[Forstwirtschaft]] und Holzverarbeitung, [[Textilindustrie|Textil-]] und [[Elektroindustrie]] sowie traditionelles Kunsthandwerk. Immer mehr an Bedeutung gewinnen Tourismus und die [[Moorheilbad|medizinischen Heilbäder]] in und um die Stadt Třebon.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trebonsko.ochranaprirody.cz/index.php?cmd=page&amp;amp;id=834 trebonsko.ochranaprirody.cz]&amp;lt;/ref&amp;gt; Erreichbar ist die Region über die Fernstraßen [[Europastraße 55|E55]] aus Prag und [[Europastraße 49|E49]] aus dem österreichischen [[Schrems (Niederösterreich)|Schrems]] oder über die Eisenbahnstrecke [[Veselí nad Lužnicí]] – [[Třeboň]] – [[České Velenice]] – [[Gmünd (Niederösterreich)|Gmünd]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pohled-do-vytěženého-rašeliniště-na-Červeném-blatu.jpg|mini|Das Nationale Naturreservat Červené blato]]&lt;br /&gt;
Der zentrale Bereich des Wittingauer Beckens ist 1977 zum [[Biosphärenreservat]] und 1979 zum [[Landschaftsschutzgebiet]] &amp;#039;&amp;#039;([[CHKO Třeboňsko]]/Chráněná krajinná oblast Třeboňsko)&amp;#039;&amp;#039; ausgerufen worden. Das Landschaftsschutzgebiet ist 700 km² groß und umfasst 33 Naturreservate und Naturdenkmäler mit einer Gesamtgröße von 4.027 Hektar. Das Management des Reservats unterscheidet vier besonders schützenswerte Biotop-Arten:&amp;lt;ref&amp;gt;Eine detaillierte Beschreibung findet sich auf den Seiten der Verwaltung des Landschaftsschutzgebietes unter [http://www.trebonsko.ochranaprirody.cz/index.php?cmd=page&amp;amp;id=1462 trebonsko.ochranaprirody.cz], für eine Übersicht siehe auch [[Liste der Naturschutzgebiete im Jihočeský kraj]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Moor]]e: Die Moore im Wittingauer Becken werden oft als Übergangsmoore klassifiziert, besonders im Süden handelt es sich aber offenbar um [[oligotroph]]e submontane Hochmoore in atypischer Lage.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trebonsko.ochranaprirody.cz/index.php?cmd=page&amp;amp;id=839 trebonsko.ochranaprirody.cz]&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter besonderem Schutz stehen die Nationalen Naturreservate (NPR) [[Červené blato]] und [[Žofinka]], das Nationale Naturdenkmal (NPP) Ruda sowie sieben weitere Naturreservate und zwei Naturdenkmäler.&lt;br /&gt;
* [[Teich]]e, [[Litoral|Teichlitorale]] und angrenzende Feuchtgebiete: Die jahrhundertelange extensive Nutzung der Teiche ließ spezifische Feuchtbiotope entstehen. Die Intensivierung der Teichwirtschaft zur Wende des 19. und 20. Jahrhunderts führte zur zunehmenden [[Eutrophierung]] der Teiche. Erst mit dem Ende der Staatswirtschaft ließ die Nährstoffanreicherung nach. Das ökologische Management ist auf die Harmonisierung der Teichwirtschaft mit den Belangen des Naturschutzes ausgerichtet. In diesem Bereich sind das NPR [[Velký Tisý|Velký a Malý Tisý]], das NPP [[Vizír]], fünf Naturreservate und ein Naturdenkmal ausgewiesen.&lt;br /&gt;
* Flüsse, Kanäle, [[Auwald|Auwälder]] und Überschwemmungsgebiete: Am natürlich [[Mäander|mäandrierenden]] Flusslauf der [[Lainsitz]] kurz vor ihrem Eintritt in den [[Rosenberg-Weiher]] befindet sich das NPR [[Stará řeka]]. Fünf weitere Naturreservate zum Schutz von Flussbiotopen finden sich an Lainsitz, eines im Überschwemmungsgebiet des Kanals [[Nová řeka]] und eines in der Schlucht des [[Reißbach]]s.&lt;br /&gt;
* [[Sanddüne]]n und Trockenbiotope: Zwei Naturreservate und drei Naturdenkmäler schützen im Wittingauer Becken Biotope mit wärmeliebender Flora und Fauna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein repräsentativer Teil des Teichsystems ist als international bedeutendes Feuchtgebiet nach der [[Ramsar-Konvention]] eingetragen &amp;#039;&amp;#039;(Třeboňské rybníky)&amp;#039;&amp;#039;, ein zweites Ramsar-Gebiet umfasst die Torfmoore &amp;#039;&amp;#039;(Třeboňská rašeliniště)&amp;#039;&amp;#039;. Nach der [[Natura 2000]]-Klassifikation weist das Wittingauer Becken 16 Gebiete von europäischer Bedeutung und ein [[Vogelschutzgebiet]] mit einer Ausdehnung von 47.386,23 Hektar aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Třeboňská pánev}}&lt;br /&gt;
* [http://de.trebonsko.com/ de.trebonsko.com] – offizielle Seite der Region (tschechisch, deutsch, englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.jiznicechy.org/cz/index.php?path=prir/trebonpa.htm jiznicechy.org]&lt;br /&gt;
* [http://www.trebonsko.ochranaprirody.cz/ trebonsko.ochranaprirody.cz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Tschechien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Becken in Tschechien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geomorphologische Einteilung der Böhmisch-Mährischen Subprovinz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Becken in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ramsar-Gebiet]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Keuk</name></author>
	</entry>
</feed>