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	<title>Wittig-Reaktion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T06:33:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wittig-Reaktion&amp;diff=71041&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Orci: /* Einzelnachweise */ keine Kupplungsreaktion</title>
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		<updated>2026-02-20T11:06:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; keine Kupplungsreaktion&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wittig-Reaktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine organisch-chemische Reaktion, die der Knüpfung von C=C-Bindungen dient und nach ihrem Entdecker [[Georg Wittig]] benannt ist. Mit ihr lassen sich [[Carbonylverbindung]]en ([[Aldehyde]] oder [[Ketone]]) mit [[Ylide|Phosphoryliden]] unter [[Substitutionsreaktion|Substitution]] des Carbonylsauerstoffs zu [[Alkene]]n [[Olefinierung|olefinieren]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wittig-Reaktion Übersicht V2.svg|mini|hochkant=3|ohne|R = [[Organylgruppe]] oder [[Wasserstoff]], Ph = [[Phenylgruppe]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Olefinbildungsreaktion hat sie in Labor und Industrie große Bedeutung. Die Wittig-Reaktion ist eine breit anwendbare Methode zur Synthese von Olefinen und toleriert dabei vielfältige [[funktionelle Gruppe]]n. Als störend für die Wittig-Reaktion erweisen sich normalerweise nur recht saure funktionelle Gruppen wie [[Carbonsäuren]] oder 1,3-Dicarbonylverbindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Bei der Wittig-Reaktion sind sowohl inter- als auch intramolekulare Varianten bekannt. Die Reaktion ist [[Regioselektivität|regioselektiv]], das heißt, die neu gebildete Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung findet sich an der Stelle der früheren Kohlenstoff-Sauerstoff-Doppelbindungen wieder. Als Carbonyl-Komponente kommen Aldehyde und Ketone in Frage, wobei Aldehyde reaktiver sind und sterisch weniger gehinderte Ketone gegenüber sterisch gehinderten Ketonen selektiv olefiniert werden können. Carbonsäureester sind in einer Wittig-Reaktion nahezu inert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Nachteil ist die prinzipiell wenig ausgeprägte (&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039;Z&amp;#039;&amp;#039;)-Selektivität, die aber durch geeignete Reaktionsbedingungen gesteuert werden kann. Durch seine hohe Toleranz an funktionellen Gruppen kann die Wittig-Reaktion auch im Wittig-Reagenz eine Vielzahl an funktionellen Gruppen selber mitbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einsatz findet die Wittig-Reaktion bei der Synthese [[olefin]]ischer [[Naturstoffe]] wie [[Vitamin A]] und D, [[Carotinoide]]n ([[Beta-Carotin|β-Carotin]] s.&amp;amp;nbsp;u.), Squalen, ungesättigten [[Pheromone]]n, Insektenhormonen, [[Riechstoffe]]n und [[Prostaglandine]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Entdeckung ===&lt;br /&gt;
Wittig hat bei seinen Experimenten zur Quaternisierung der Hauptgruppenelemente ein [[Zwitterion]] erhalten, welches bemerkenswerte Eigenschaften aufwies.&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwitter-Ion V1.svg|mini|ohne|hochkant=1.6|Das Ylid (Zwitterion) und das [[Mesomerie|mesomere]] Ylen (rechts, Ph = [[Phenylgruppe]]).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gegenwart von Carbonyl-Verbindungen reagierten sie glatt mit dem Carbonyl-Kohlenstoff unter Ausbildung einer Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung und [[Triphenylphosphinoxid]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wittig1953&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=G. Wittig, G. Geissler |Titel=Zur Reaktionsweise des Pentaphenyl-phosphors und einiger Derivate |Sammelwerk=[[Liebigs Ann. Chem.]] |Band=580 |Nummer=1 |Datum=1953 |Seiten=44–57 |DOI=10.1002/jlac.19535800107}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wittig1954&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=G. Wittig, U. Schöllkopf |Titel=Über Triphenyl-phosphin-methylene als olefinbildende Reagenzien |Sammelwerk=[[Chemische Berichte]] |Band=87 |Nummer=9 |Datum=1954 |Seiten=1318–1330 |DOI=10.1002/cber.19540870919}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wittig publizierte diese 1947 an der [[Universität Tübingen]] entdeckte neuartige Reaktion unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Über Triphenyl-phosphin-methylene als olefinbildende Reagenzien&amp;#039;&amp;#039; und nannte diese Reaktion fortan &amp;#039;&amp;#039;Carbonyl-Olefinierung&amp;#039;&amp;#039;. Der Name Wittig-Reaktion wurde später jedoch gebräuchlich. Heute wird in der Regel das Triphenylalkylphosphoniumsalz als Wittig-Salz für diese Reaktion eingesetzt und man erhält als Nebenprodukt [[Triphenylphosphinoxid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wittig-Reaktion erwies sich schnell als sehr vielseitig und universell einsetzbar. Georg Wittig wurde 1979 mit dem [[Nobelpreis]] für Chemie ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste industrielle Anwendungen ===&lt;br /&gt;
Mit Begeisterung nahm die BASF die neue Methode zur Kenntnis. Sie erlaubte es, einen bereits vorhandenen Synthesebaustein [Derivat von (2&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;,4&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;)-3-methyl-5-(2,6,6-trimethylcyclohex-1-en-1-yl)pentan] mit dem leicht zugänglichen (2&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;,4&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;,6&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;)-2,7-dimethylocta-2,4,6-trienedial zu β-[[Carotin]] zu verknüpfen. Bereits drei Jahre nach der Publikation von Wittig wurde ein Patent eingereicht (BASF).&amp;lt;ref name=&amp;quot;β-Carotin-1&amp;quot;&amp;gt;G. Wittig, H. Pommer: &amp;#039;&amp;#039;DBP 954247&amp;#039;&amp;#039;, 1956.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;β-Carotin-2&amp;quot;&amp;gt;G. Wittig, H. Pommer: In: &amp;#039;&amp;#039;Chem. Abstr.&amp;#039;&amp;#039; 53, 1959, S. 2279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wittig-industrielle-Anwendung-V1.svg|mini|ohne|650px|Ph = [[Phenylgruppe]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung der Ylide ==&lt;br /&gt;
Trisubstituierte Phosphoralkyle/aryle lassen sich in einer S&amp;lt;sub&amp;gt;N&amp;lt;/sub&amp;gt;2-Reaktion quaternisieren. Triphenylphosphin (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) reagiert beispielsweise mit Ethylbromid (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) unter Bildung von Phosphoniumsalz über Ethyltriphenylphosphoniumbromid (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) zu einem Ylid (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) und einem Ylen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Herstellung der Ylide V3.svg|mini|ohne|hochkant=2.3|Ph = [[Phenylgruppe]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Triphenylphosphin (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) und Ethylbromid (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) werden im Autoklaven in Benzol 20&amp;amp;nbsp;h auf 130&amp;amp;nbsp;°C erhitzt. Bei Abkühlen fällt das Phosphoniumsalz kristallin aus (Ausbeute 90 %).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Organikum&amp;quot;&amp;gt;Heinz G. Becker u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Organikum]]. Organisch-chemisches Grundpraktikum&amp;#039;&amp;#039;. Wiley-VCH, Weinheim 2004, ISBN 3-527-31148-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phosphine sind gute Nucleophile, aber schlechte Basen. Aus diesem Grund wird die der S&amp;lt;sub&amp;gt;N&amp;lt;/sub&amp;gt;2-Reaktion konkurrierende E2-Eliminierung fast vollständig unterdrückt. So lassen sich die meisten primären und sekundären Alkylhalogenide in guten Ausbeuten in ihre Phosphoniumsalze überführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den meist isolierten Phosphoniumhalogeniden werden die daraus durch eine Deprotonierung am α-C-Atom hergestellten [[Ylide]] meist direkt weiter umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Inertgas in [[Dimethylsulfoxid|DMSO]] wird das Ethyltriphenylphosponiumbromid (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) mit Natriumhydrid deprotoniert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Organikum&amp;quot; /&amp;gt; Beachtet man das Explosionsrisiko von Natriumhydrid in DMSO, kann davon aber nur abgeraten werden. Yang &amp;#039;&amp;#039;et al.&amp;#039;&amp;#039; berichten von einer Explosion in einem 4,5 g Ansatz (~4,5 mL) mit ca. 10 % NaH, 6 % Mineralöl und 84 % DMSO, der ein Bombenkalorimeter zerstört hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Qiang Yang, Min Sheng, James J. Henkelis, Siyu Tu, Eric Wiensch, Honglu Zhang, Yiqun Zhang, Craig Tucker, David E. Ejeh |Titel=Explosion Hazards of Sodium Hydride in Dimethyl Sulfoxide, N,N-Dimethylformamide, and N,N-Dimethylacetamide |Sammelwerk=Organic Process Research &amp;amp; Development |Band=23 |Nummer=10 |Datum=2019-10-18 |ISSN=1083-6160 |DOI=10.1021/acs.oprd.9b00276 |Seiten=2210–2217}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine nach außen neutrale Phosphorverbindung gebildet, die man als Ylid (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) oder Phosphoran bezeichnet. Diese [[Betaine]] lassen sich aber auch als [[Ylen]] formulieren. Andere gängige Deprotonierungsreagenzien sind [[Phenyllithium]] oder &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;-[[Butyllithium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine moderne und einfache Methode zur Deprotonierung des Phosphoniumions unter lithiumfreien Bedingungen ist die Verwendung von [[Kalium-tert-butanolat|Kalium-&amp;#039;&amp;#039;tert&amp;#039;&amp;#039;-butanolat]] in [[Tetrahydrofuran|THF]] oder bei sterisch gehinderten Carbonylgruppen in [[Toluol]]. Dabei kann das Wittig-Salz trocken in äquimolaren Verhältnissen mit der Base vermengt und mit dem Lösungsmittel versetzt werden, was eine einfacher zu handhabende Alternative zu dem &amp;#039;&amp;#039;[[Instant-Ylide|Instant-Ylid]]&amp;#039;&amp;#039; darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;L. Fitjer, U. Quabeck: In &amp;#039;&amp;#039;Chem. Commun.&amp;#039;&amp;#039; 15, 1985, S. 855–864.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=D. Spitzner, K. Oesterreich |Titel=Anionically Induced Domino Reactions – Synthesis of a Norpatchoulenol-Type Terpene |Sammelwerk=[[European Journal of Organic Chemistry]] |Band=2001 |Nummer=10 |Datum=2001 |Seiten=1883–1886 |DOI=10.1002/1099-0690(200105)2001:10&amp;lt;1883::AID-EJOC1883&amp;gt;3.0.CO;2-M}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;M. Schlosser, B. Schaub: In &amp;#039;&amp;#039;Chimia&amp;#039;&amp;#039; 36, 1982, S. 396–397.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Phosphor-Ylide lassen sich auch durch Carbenaddition an Phosphine erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;March&amp;quot;&amp;gt;Jerry March: &amp;#039;&amp;#039;Advanced Organic Chemistry&amp;#039;&amp;#039;. McGraw-Hill, Kogakusha 1977, ISBN 0-07-040247-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mechanismen der Wittig-Reaktion ==&lt;br /&gt;
Der Mechanismus der Wittig-Reaktion kann allgemein oder aus stereochemischer Sicht betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wittig-Reaktion, allgemein ===&lt;br /&gt;
Der folgende Mechanismus erklärt die allgemeine Wittig-Reaktion, bei der Phosphorylide mit Carbonylverbindungen zu Alkenen reagieren.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wittig-Reaktion Mechanismus V8.svg|mini|ohne|hochkant=2.5|R = [[Organylgruppe]] oder [[Wasserstoff]], Ph = [[Phenylgruppe]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das negativ geladene Kohlenstoffatom des Phosphorylids &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;5&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; greift die Carbonylverbindung des Edukts an und es entsteht ein Phosphor-Betain &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, welches weiter zum Oxaphosphetan &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;7&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, einem viergliedrigen Ring, reagiert. Dieser zerfällt abschließend in das Alken &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;8&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und Triphenylphosphanoxid &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;9&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, aufgrund der starken Phosphor-Sauerstoff-Doppelbindung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vollhardt_891&amp;quot;&amp;gt;[[Kurt Peter C. Vollhardt|K. P. C. Vollhardt]], N. E. Schore: &amp;#039;&amp;#039;Organische Chemie.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Wiley-VCH, Weinheim 2005, ISBN 3-527-31380-X, S.&amp;amp;nbsp;891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wittig-Reaktion, stereochemische Aspekte ===&lt;br /&gt;
Insgesamt ist der Mechanismus noch nicht genau geklärt, bzw. er läuft je nach Substituenten verschieden ab. Zum Großteil läuft die Reaktion mehrstufig ab; einzelne Zwischenverbindungen lassen sich isolieren. Bei reaktiven Yliden/Carbonyl-Verbindungen erfolgt der Angriff des Carbanions und Bildung des Oxaphosphetans konzertiert nach den [[Woodward-Hoffmann-Regeln]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Woodward&amp;quot;&amp;gt;Robert B. Woodward, Roald Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Erhaltung der Orbitalsymmetrie&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Chemie, Weinheim 1970, ISBN 3-527-25323-8, S. 1–178.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt ebenfalls Hinweise, dass in Gegenwart von sehr großen Substituenten (hohe sterische Hinderung), die Reaktion über radikalische Stufen (SET &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ingle &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;lectron &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;t&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ransfer) verläuft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kaim&amp;quot;&amp;gt;[[Wolfgang Kaim|Kaim, W.]]: &amp;#039;&amp;#039;Einelektronenübertragung: Abschied von Elektronenpaar-Mechanismen?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nachr. Chem. Tech. Lab.&amp;#039;&amp;#039; 32, 1984, S. 436–439.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits bei der Bildung des Betains wird festgelegt, ob das Alken (&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;)- oder (&amp;#039;&amp;#039;Z&amp;#039;&amp;#039;)-konfiguriert ist. Der erste Schritt ist jedoch teilweise reversibel.&lt;br /&gt;
* Bei reversibler Addition wird in diesen Fällen das thermodynamisch stabilere Additionsprodukt gebildet (thermodynamische Reaktionskontrolle).&lt;br /&gt;
* Bei irreversibler Addition wird das Produkt gebildet, das sich schneller bildet (niedrigere Aktivierungsenergie; kinetische Reaktionskontrolle).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sykes&amp;quot;&amp;gt;Peter Sykes: &amp;#039;&amp;#039;Reaktionsmechanismen der Organischen Chemie.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. Verlag Chemie, 1979, ISBN 3-527-21047-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon kurz nach der Entdeckung erkannte man, dass die Wittig-Reaktion meist recht diastereoselektiv verläuft. Je nach Reaktivität der eingesetzten Ylid/Carbonyl-Komponenten kann die Diastereoselektivität durch Wahl der Substituenten (sowohl am Ylid als auch an der Carbonylverbindung) und den Reaktionsbedingungen das Ausbeuteverhältnis der Isomere gezielt verändert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlosser1967&amp;quot;&amp;gt;M. Schlosser, K. F. Christmann In: &amp;#039;&amp;#039;[[Liebigs Ann. Chem.]]&amp;#039;&amp;#039; 708, 1967, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die Reaktivität des Carbonyls in der Regel gegeben ist, versucht man die Diastereoselektivität durch die Anpassung der Reaktivität des Ylids zu beeinflussen. Generell gilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable centered&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ (&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039;Z&amp;#039;&amp;#039;)-Selektivität des Produkts in Abhängigkeit von der Reaktivität des Ylids&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe2&amp;quot; | &amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe2&amp;quot; | &amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot;| Reaktivität der Carbonylverbindung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe2&amp;quot; | &amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe2&amp;quot; | &amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot; | hoch&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot; | mittel&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot; | niedrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;| Reaktivität&amp;lt;br /&amp;gt; des&amp;lt;br /&amp;gt; Ylides&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot; | hoch&lt;br /&gt;
| (&amp;#039;&amp;#039;Z&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
| (&amp;#039;&amp;#039;Z&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
| (&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039;Z&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot; | mittel&lt;br /&gt;
| (&amp;#039;&amp;#039;Z&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
| (&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039;Z&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
| (&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039;Z&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot; | niedrig&lt;br /&gt;
| (&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
| (&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
| (&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Möglichkeiten der Variation der Reaktivität des Oxaphosphetan ====&lt;br /&gt;
Die Destabilisierung kann durch Ersatz der Substituenten am Phosphor mit π/σ-Donatoren erfolgen. Es entstehen dann meist mit hohen Ausbeuten die (&amp;#039;&amp;#039;Z&amp;#039;&amp;#039;)-Olefine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stabilisierung kann durch Ersatz der Substituenten am Phosphor mit π/σ-Akzeptoren erfolgen. Es entstehen dann meist mit hohen Ausbeuten die (&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;)-Olefine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mehrstufig (weniger reaktive Komponenten) ====&lt;br /&gt;
Eingeleitet wird die Reaktion durch den Angriff des Carbanions an das positiv polarisierte Carbonyl-Kohlenstoff-Atom und der Bildung des Betains. Die Carbonyl-Verbindung ist in den meisten Fällen prochiral, d.&amp;amp;nbsp;h. bei der Betain-Bildung wird ein Chiralitätszentrum neu gebildet, das je nach Angriffsseite (pro-&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;, bzw. pro-&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;) (&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;)- oder (&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;)-konfiguriert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Carbanion des Ylides ist ebenfalls prochiral. Es kommt also intermediär zur Bildung einer Verbindung, die zwei benachbarte chirale C-Atome enthält. Je nach Art der Anordnung der Substituenten kommt es zu zwei unterschiedlichen Formen, die sich auf die Kohlenhydrate [[Threose]] und [[Erythrose]] zurückführen lassen. Zur Benennung ordnet man die Substituenten nach Größe. Ergibt sich eine Konformation (durch Rotation um die C-C-Achse), in der sich die großen, mittleren und kleinen Substituenten jeweils gegenüberstehen, spricht man von der &amp;#039;&amp;#039;erythro&amp;#039;&amp;#039;-Form, alternativ von der &amp;#039;&amp;#039;threo&amp;#039;&amp;#039;-Form. Das Durchlaufen der Betain-Zwischenstufe konnte durch Isolierung stabiler Vertreter nachgewiesen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Laue&amp;quot;&amp;gt;Thomas Laue, Andreas Plagens: &amp;#039;&amp;#039;Namens- und Schlagwortreaktionen der organischen Chemie.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Vieweg+Teubner-Verlag, 2006, ISBN 3-8351-0091-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Betain reagiert über das Konformere, das eine thermische [2+2]-Cycloaddition zum cyclischen Oxaphosphetan ermöglicht. Die Existenz des Vierring-Intermediates konnte durch &amp;lt;sup&amp;gt;31&amp;lt;/sup&amp;gt;P-NMR-Spektroskopie nachgewiesen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maryanoff&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=B. E. Maryanoff, A. B. Reitz, M. S. Mutter, R. R. Whittle, R. A. Olofson |Titel=Stereochemistry and mechanism of the Wittig reaction. Diasteromeric reaction intermediates and analysis of the reaction course |Sammelwerk=[[J. Am. Chem. Soc.]] |Band=108 |Nummer=24 |Datum=1986 |Seiten=7664–7678 |DOI=10.1021/ja00284a034}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vedejs&amp;quot;&amp;gt;E. Vedejs u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Topics in Stereochemistry.&amp;#039;&amp;#039; Band 21, 1994, ISBN 0-471-52120-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das bei −80&amp;amp;nbsp;°C gebildete Oxaphosphetan ist bei diesen Temperaturen stabil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Streitwieser/Heathcock&amp;quot;&amp;gt;A. Streitwieser, C. H. Heathcock: &amp;#039;&amp;#039;Organische Chemie.&amp;#039;&amp;#039; Verlag-Chemie, 1980, ISBN 3-527-25810-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Erwärmen auf 0&amp;amp;nbsp;°C zersetzt es sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Wittig-4.svg|700px|Ylid/Ylen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine &amp;#039;&amp;#039;retro&amp;#039;&amp;#039;-[2+2]-Cycloaddition kommt es zur Ausbildung von Triphenylphosphinoxid und dem (&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;)-Alken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konzertiert (reaktivere Komponenten) ====&lt;br /&gt;
Bei nicht stabilisierten Yliden verläuft die Reaktion schnell. Durch Coulomb-Anziehung nähern sich die Reaktanten orthogonal (jeweils die positiv polarisierten Atome lagern sich an jeweils negativ geladenen an). Gleichzeitig positionieren sich die „großen“ Methylgruppen aus sterischen Gründen möglichst weit voneinander weg. Die Bindung bildet sich durch Torsion des Übergangkomplexes und konzertierter [2&amp;lt;sub&amp;gt;s&amp;lt;/sub&amp;gt;+2&amp;lt;sub&amp;gt;a&amp;lt;/sub&amp;gt;]-Cycloaddition (disrotatorischer Ringschluss).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nguyên Trong Anh&amp;quot;&amp;gt;Nguyên Trong Anh: &amp;#039;&amp;#039;Die Woodward-Hoffmann-Regeln und ihre Anwendung&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Chemie, 1970, ISBN 3-527-25430-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Betain-Zwischenstufe wird quasi übersprungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über einen „verdrillten“ Vierring (twisted) bildet sich schließlich das &amp;#039;&amp;#039;Z&amp;#039;&amp;#039;-Oxaphosphetan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nebenreaktionen ==&lt;br /&gt;
Nicht stabilisierte Ylide sind labil gegenüber Sauerstoff und Wasser. Durch Hydrolyse entsteht aus einem Ylid ein Phosphinoxid und ein Kohlenwasserstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wittig-Reaktion 4 V3.svg|mini|ohne|hochkant=2.1|Ph = [[Phenylgruppe]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Teilumsetzung mit Sauerstoff (oder durch Zugabe von Oxidationsmitteln) kann man einen Teil des Ylids zur Carbonylverbindung reoxidieren. Diese Carbonylverbindung reagiert mit einem weiteren Ylid zu einem Alken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wittig-Reaktion 5 V4a.svg|mini|ohne|hochkant=2.9|Ph = [[Phenylgruppe]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewöhnlich sind diese Nebenreaktionen unerwünscht und ausbeutevermindernd, weshalb man unter Inertgas und Feuchtigkeitsausschluss arbeitet. Teilweise werden diese Reaktionen aber auch präparativ genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bestmann&amp;quot;&amp;gt;H.-J. Bestmann, R. Armsen, H. Wagner, &amp;#039;&amp;#039;Chem. Ber.&amp;#039;&amp;#039; 102, 1969, S. 2259–2269.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Enantioselektive Wittig-Reaktionen ==&lt;br /&gt;
Durch Verwendung chiraler Phosphorliganden erzielten Trost und Curran&amp;lt;ref name=&amp;quot;Trost&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=B. M. Trost, D. P. Curran |Titel=An enantiodirected cyclopentenone annulation. Synthesis of a useful building block for condensed cyclopentanoid natural products |Sammelwerk=[[J. Am. Chem. Soc.]] |Band=102 |Nummer=17 |Datum=1980 |Seiten=5699–5700 |DOI=10.1021/ja00537a059}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in einer intramolekularen Wittigreaktion einen Enantiomerenüberschuss (&amp;#039;&amp;#039;ee&amp;#039;&amp;#039;) von 30–40 %. Siehe dort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wittig-ähnliche Reaktionen ==&lt;br /&gt;
=== Mit anderen Carbonyl- und Heterocarbonyl-Verbindungen ===&lt;br /&gt;
Phosphor-Ylide reagieren in ähnlicher Weise auch mit anderen Carbonylverbindungen als Aldehyden oder Ketonen, beispielsweise mit [[Ketene]]n,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aksnes&amp;quot;&amp;gt;Asknes und Frøyen, &amp;#039;&amp;#039;[[Acta Chem. Scand.]]&amp;#039;&amp;#039;, 22, 1968, S. 2347.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit [[Isocyanate]]n,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Frøyen&amp;quot;&amp;gt;Frøyen: &amp;#039;&amp;#039;[[Acta Chem. Scand., Ser. B]].&amp;#039;&amp;#039; 28, 1974, S. 568.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit verschiedenen [[Anhydride]]n und [[Imine]]n.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chopard&amp;quot;&amp;gt;Chopard, Hudson, Searle: &amp;#039;&amp;#039;[[Tetrahedron Lett.]]&amp;#039;&amp;#039;, 1965, S. 2357.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flitsch&amp;quot;&amp;gt;Flitsch, Peters: &amp;#039;&amp;#039;[[Tetrahedron Lett.]]&amp;#039;&amp;#039;, 1969, S. 1161.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gara&amp;quot;&amp;gt;Gara, Massy-Westropp und Reynolds: &amp;#039;&amp;#039;[[Tetrahedron Lett.]]&amp;#039;&amp;#039;, 1969, S. 4171.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bestmann-2&amp;quot;&amp;gt;Bestmann, Seng: &amp;#039;&amp;#039;[[Tetrahedron]].&amp;#039;&amp;#039; 21, 1965, S. 1373.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wittig-Reaktion 6 V3.svg|mini|ohne|hochkant=1.6|R = [[Organylgruppe]] oder [[Wasserstoff]]. Die &amp;lt;span style=&amp;quot;color:blue;&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;blauen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/span&amp;gt; Doppelbindungen in den Molekülen sind die neu geknüpften C-C-Doppelbindungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arsen-Ylide ===&lt;br /&gt;
Das Homologe des Phosphors bildet wie dieses quartäre Arsonium-Salze, die sich ebenfalls mit Basen in [[Ständigkeit|α-Stellung]] deprotonieren lassen. Diese Arsen-Ylide verhalten sich bei der Carbonyl-Olefinierung wie Stickstoff-Ylide.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holleman-Wiberg&amp;quot;&amp;gt;{{Holleman-Wiberg|Auflage=81.–90.|Startseite=?}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Die Vielseitigkeit der Wittig-Reaktion wird in folgender Abbildung an einigen Beispielen gezeigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wittig-Reaktion Beispiele.svg|530px|zentriert|Bild 2: Beispiele für Wittig-Reaktionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grenzen der Wittig-Reaktion ==&lt;br /&gt;
Ein Nachteil der Wittig-Reaktion ist ihre Beschränkung auf [[Aldehyde]] und [[Ketone]] (Ausnahmen siehe oben). [[Carbonsäurederivate]] sind quasi inert gegenüber Yliden. Die Wittig-Reaktion erfordert weiterhin basische Bedingungen, die Nebenreaktionen wie Eliminierungen oder Racemisierungen initiieren können. Alternative Olefinierungsreagenzien sind beispielsweise in Titanocen-Verbindungen (siehe [[Tebbe-Reaktion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alternativen der Wittig-Reaktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wittig-type olefinations.svg|450px|mini|zentriert|Übersicht über die Wittig-artigen Olefinierungen]]&lt;br /&gt;
[[Horner-Wadsworth-Emmons-Reaktion]], die [[Peterson-Olefinierung]], die [[Julia-Olefinierung]] und die [[Tebbe-Reaktion]]. Ferner die [[Alkenmetathese|Metathese]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
Bei der Schlosser-Variante (Wittig-Schlosser-Reaktion) wird ein zweites Äquivalent Base ([[Lithiumorganische Verbindungen|Organolithiumverbindung]]) eingesetzt, wodurch selektiv (&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;)-Alkene erhalten werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Edmonds, Andrew Abell |Titel=The Wittig Reaction |Sammelwerk=Modern Carbonyl Olefination |Auflage=1 |Verlag=Wiley |Datum=2003-12 |ISBN=978-3-527-30634-3 |DOI=10.1002/3527601880.ch1 |Seiten=1–17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Laue, Andreas Plagens: &amp;#039;&amp;#039;Namens- und Schlagwortreaktionen der organischen Chemie.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Vieweg+Teubner-Verlag, 2006, ISBN 3-8351-0091-2.&lt;br /&gt;
* Marcel Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklung katalytischer Wittig-Reaktionen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, Mensch-&amp;amp;-Buch-Verlag, 2014, ISBN 978-3-86387-476-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wittig reaction|Wittig-Reaktion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4190125-3|LCCN=sh/85/147184}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Namensreaktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homologisierungsreaktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Olefinierungsreaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Orci</name></author>
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