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	<title>Witikobund - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Witikobund&amp;diff=260826&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HГq am 14. Februar 2026 um 21:58 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Witikobund Logo.svg|mini|Logo des &amp;#039;&amp;#039;Witikobunds&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Witikobund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein deutscher [[Verein]], der sich selbst als „nationale Gesinnungsgemeinschaft der [[Sudetendeutsch]]en“ versteht. Sitz des 1948/49 gebildeten Vereins ist [[München]]. Der Witikobund wurde bis 1967 im [[Verfassungsschutzbericht#Verfassungsschutzbericht des Bundes|Bundesverfassungsschutzbericht]] als [[Rechtsextremismus|rechtsextrem]] eingestuft und steht auch weiterhin (2008) unter dem Verdacht „rechtsextreme[r] Bestrebungen“. Sein offenbar weiterhin gültiges Gründungsziel sei gemäß [[Andreas Hedwig]], „sich für eine deutschnationale, wenn nicht „[[völkisch]]e“ Linie innerhalb der Vertriebenenverbände einzusetzen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HessLandtag&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://hessischer-landtag.de/sites/default/files/scald/files/NS-Vergangenheit%20ehem.%20hess.%20Abg.pdf | titel=NS-Vergangenheit ehemaliger hessischer Landtagsabgeordneter | titelerg=Dokumentation der Fachtagung 14. und 15. März 2013 im Hessischen Landtag | autor=Andreas Hedwig |hrsg=Norbert Kartmann, Präsident des Hessischen Landtages | seiten=187 |datum=2014 |abruf=2023-08-01 |format=pdf |archiv-datum=2022-09-22 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20220922172646/https://hessischer-landtag.de/sites/default/files/scald/files/NS-Vergangenheit%20ehem.%20hess.%20Abg.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selbstverständnis ==&lt;br /&gt;
Der Verein ist nach eigener Beschreibung eine unabhängige, nicht parteilich oder kirchlich gebundene elitäre „nationale Gesinnungsgemeinschaft der Sudetendeutschen“. Benannt wurde er nach der Romanfigur [[Witiko]] von [[Adalbert Stifter]]. Seine Wurzeln verortet der Verein selbst in der sudetendeutschen Turnbewegung und den Heimat-, Kultur- und Schutzverbänden der Sudetendeutschen, deren Tradition er sich verpflichtet fühlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitgliedschaft ist grundsätzlich auf Lebenszeit ausgerichtet: „Wer heute die alte Pflicht verrät, verrät auch morgen die neue.“&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Kossert: &amp;#039;&amp;#039;Kalte Heimat. Die Geschichte der Deutschen Vertriebenen nach 1945&amp;#039;&amp;#039;; München 2008, S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem Verein gehört ein Jugendverband, die „Jungen Witikonen“ (JW). Die bislang etwa 1000 Mitglieder wurden und werden gewählt. Für jedes neue zukünftige Mitglied müssen zwei Witikonen bürgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein gibt viermal im Jahr die Vereinspublikation &amp;#039;&amp;#039;Witikobrief&amp;#039;&amp;#039; heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Witikobund wurde offiziell am 1. Oktober 1950 in Stuttgart von Anhängern der in den 1930er Jahren in der [[Tschechoslowakei]] von [[Konrad Henlein]] geführten [[Sudetendeutsche Partei|Sudetendeutschen Partei]] (SdP) gegründet. Vorausgegangen war eine Sammlungsbewegung, die bereits 1947 ins Leben gerufen wurde. Auf Einladung des Unternehmers [[Emil Lode]] und des ehemaligen Henlein-Vertrauten [[Walter Brand]] trafen sich am 9. November 1947 sieben ehemalige Nationalsozialisten in [[Waldkraiburg]] und gründeten die Vorläuferorganisation, um Vertreter der völkischen Sudetendeutschen zusammenzuführen. Neben Emil Lode und Walter Brand waren es der frühere HJ-Führer [[Rudolf Bayer (HJ-Führer)|Rudolf Bayer]], der ehemalige Vorsitzende des NS-Bundes der Deutschen Technik im Sudetenland [[Rupert Glaas]], [[Konstantin Höß]], der ehemalige Gestapo-Chef von Belgrad [[Karl Kraus (SS-Mitglied)|Karl Kraus]] und der ehemalige Senator der SdP [[Hugo Liehm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Richard Stöss]] war der Witikobund in den 1950er und 1960er Jahren eine „einflußreiche elitäre Traditionsgemeinschaft“, die sich weitgehend aus ehemaligen führenden „völkisch-nationalistischen“ Nationalsozialisten aus dem Sudetenland zusammensetzte. Großen Einfluss übte der Bund auf den [[Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten|Gesamtdeutschen Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten]] (kurz GB/BHE), die [[Gesamtdeutsche Partei]] (GDP) und die [[Sudetendeutsche Landsmannschaft]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Stöss: &amp;#039;&amp;#039;Parteien-Handbuch: die Parteien der Bundesrepublik Deutschland, 1945–1980&amp;#039;&amp;#039;, 2. Band, Westdeutscher Verlag 1984, S. 1452.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2003 reaktivierte der Verein als österreichischen Landesverband&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Thomas Grumke, Bernd Wagner | Titel=Handbuch Rechtsradikalismus | Auflage= | Verlag=Springer-Verlag | Jahr=2013 | ISBN= | Seiten=440 | Online= {{Google Buch | BuchID=hyUkBgAAQBAJ | Seite=440 | Hervorhebung=Ausrichtung besteht auch ein Landesverband in Österreich.&amp;quot; Gegründet wurde der Witikobund }} }} &amp;lt;/ref&amp;gt; den „Arbeitskreis Witikobund Österreich“ unter Leitung von [[Martin Graf]].&amp;lt;ref&amp;gt;Stefanie Mayer: &amp;#039;&amp;#039;„Totes Unrecht“? Die „Beneš-Dekrete“ – eine geschichtspolitische Debatte in Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, 2009, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2015 distanzierte sich die [[Sudetendeutsche Landsmannschaft]] mit Volksgruppensprecher [[Bernd Posselt]] an der Spitze vom Witikobund, indem sie ihm die Eigenschaft einer sudetendeutschen „Gesinnungsgemeinschaft“ aberkannte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sudetendeutsche Zeitung 51/2015 vom 19. Dezember 2015 |Titel=Gegen Extremismus und Spaltung |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum= |ISBN= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Positionierung ==&lt;br /&gt;
=== Mitgliederstruktur ===&lt;br /&gt;
Viele Mitglieder des Witikobundes waren vor 1945 nationalsozialistische Funktionäre. Thilo von Uslar gab in einem &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit|Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;-Artikel von 1966 an, dass von 634 Witikobundmitgliedern auf einer Mitgliederliste von 1958 mehr als 600 Personen vor 1945 derartige Funktionen ausgeübt hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;Thilo von Uslar: &amp;#039;&amp;#039;„[https://www.zeit.de/1966/26/der-ehrenwerte-karmasin/komplettansicht Der ‚ehrenwerte‘ Karmasin]“&amp;#039;&amp;#039;, Die Zeit vom 24. Juni 1966.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So befanden sich etwa unter den Gründungsmitgliedern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Walter Brand]] (1907–1980), einst Hauptleitungsmitglied der [[Sudetendeutsche Partei|Sudetendeutschen Partei]] und Leiter der Kanzlei von Konrad Henlein sowie ab 1938 zunächst Generalreferent für den [[Vierjahresplan]]; infolge der sogenannten [[Dresdner Prozesse]], bei denen die NSDAP mit dem [[Kameradschaftsbund für volks- und sozialpolitische Bildung|Kameradschaftsbund]] abrechnete, verbrachte Brand die Jahre 1939 bis 1945 in verschiedenen KZ. 1950–1952 war er Bundesvorsitzender des Witikobundes und Mitglied des [[Sudetendeutscher Rat|Sudetendeutschen Rates]].&lt;br /&gt;
* [[Konstantin Höß]] (1903–1970), NSDAP-Kreisleiter in [[Prag]], [[Gitschin]] und [[Königgrätz]].&lt;br /&gt;
* [[Karl Kraus (SS-Mitglied)|Karl Kraus]], SS-Obersturmbannführer im [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]] und [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]-Chef von [[Belgrad]].&lt;br /&gt;
* [[Walter Becher]] (1912–2005), [[bayerischer Landtag]]sabgeordneter der [[Deutsche Gemeinschaft (Deutschland)|Deutschen Gemeinschaft]] (1950–1954) und des Gesamtdeutschen Blocks/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (1954–62) sowie Bundestagsabgeordneter der [[CSU]] (1965–80), Bundesvorsitzender des Witikobundes (1956–1958) und Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft (1968–1982). Vor 1945 war er Ressortleiter des NSDAP-Gauorgans „[[Die Zeit (sudetendeutsche Zeitung)|Die Zeit]]“, danach Mitglied des Bayerischen [[Rundfunkrat]]es.&lt;br /&gt;
* [[Walter Stain]] (1916–2001), ehemaliges Mitglied des [[Sudetendeutsches Freikorps|Sudetendeutschen Freikorps]], 1986–89 Vorsitzender des Witikobundes. Vor 1945 war er Leiter der [[Hitlerjugend]] im Sudetenland, 1950–1954 [[Staatssekretär]] im [[Bayerisches Staatsministerium des Innern|Bayerischen Staatsministerium des Innern]] und von 1954 bis 1962 [[Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration|Bayerischer Staatsminister für Arbeit und Soziales]].&lt;br /&gt;
* [[Frank Seiboth]] (1912–1994), 1939 Gauschulungsleiter der NSDAP und von 1953 bis 1955 Vorsitzender des Witikobundes. Er war von 1953 bis 1957 [[Mitglied des Deutschen Bundestages|MdB]] und von 1958 bis 1966 [[Mitglied des Landtages|MdL]] [[Hessischer Landtag|in Hessen]] für den GB/BHE und die [[Gesamtdeutsche Partei|GDP]], deren Vorsitzender er seit 1961 war. 1966 trat er zur [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] über und wurde Staatssekretär im Hessischen Wirtschaftsministerium.&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Zoglmann]] (1913–2007), ehemaliger Gebietsführer der HJ im [[Reichsprotektorat Böhmen und Mähren]] und seit 1942 Freiwilliger bei der [[Waffen-SS]]. In der Bundesrepublik war er stellvertretender Landesvorsitzender der [[FDP Bayern|FDP in Bayern]] und saß für die [[Freie Demokratische Partei|FDP]] und nach Parteiwechsel für die [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]] im [[Deutscher Bundestag|Bundestag]].&lt;br /&gt;
* [[Ernst Lehmann (Historiker)|Ernst Lehmann]] (1906–1990), sudetendeutscher „Volkstumskämpfer“ und Pädagoge. In seinen Erinnerungen &amp;#039;&amp;#039;Um tiefere Wurzeln&amp;#039;&amp;#039; beschreibt er 1979 die Transformation [[Völkische Bewegung|völkischer]] Ideologeme aus der NS-Zeit in die [[Ideologie]] der Vertriebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Gründungsmitgliedern wiesen zahlreiche weitere führende Mitglieder des Witikobundes eine nationalsozialistische Vergangenheit auf, die sich nicht nur auf eine bloße Mitgliedschaft beschränkte, z.&amp;amp;nbsp;B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ernst Anrich]] (1906–2001), SS-Historiker und zeitweile Dekan der Philosophischen Fakultät der Reichsuniversität [[Straßburg]], dort NS-Dozentenführer, später in der NPD.&lt;br /&gt;
* [[Franz Karmasin]] (1901–1970), [[Volksgruppenführer|NS-Volksgruppenführer]], Führer der [[Deutsche Partei (Slowakei)|Deutschen Partei]], Offizier der Waffen-SS, Staatssekretär in der Regierung [[Jozef Tiso]] in der [[Slowakei]], nach 1945 in der [[Tschechoslowakei]] zum Tode verurteilt, von 1957 bis zu seinem Tod 1970 Geschäftsführer des Witikobundes.&lt;br /&gt;
* [[Albert Smagon]], NSDAP-Kreisleiter und Botschaftsrat an der deutschen Botschaft in [[Pressburg]].&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Staffen]], Gauamtsleiter der NSDAP.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kossert182ff&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Andreas Kossert: &amp;#039;&amp;#039;Kalte Heimat. Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; München 2008, S. 182 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur NPD und zu anderen rechtsextremen Organisationen ===&lt;br /&gt;
In den 1960er Jahren bestanden enge Beziehungen zur [[Nationaldemokratische Partei Deutschlands|NPD]], und mehrere Parteimitglieder wie [[Heinz Flöter]] und Ernst Anrich waren 1967 im Vorstand des Witikobundes. Einige dieser Verbindungen bestehen bis heute weiter. Sowohl der NPD-Bundespressesprecher und ehemalige Bundesvorsitzende des [[Nationaldemokratischer Hochschulbund|Nationaldemokratischen Hochschulbundes]] (NHB) und der [[Junge Nationaldemokraten|Jungen Nationaldemokraten]] (JN) [[Karl-Heinz Sendbühler]] als auch der einstige NHB-Bundesgeschäftsführer [[Günter Schwemmer]] sind Witikonen, ebenso wie die beiden ehemaligen NPD-Abgeordneten im baden-württembergischen Landtag [[Rolf Kosiek]] und [[Karl Baßler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1970er Jahren nahmen an den „Reichsgründungsfeiern“ des Witikobundes, die [[Deutsche Reichsgründung]] betreffend, mehrere Aktivisten der [[Wiking-Jugend]] teil. In den 1980er Jahren bestanden wiederum neue Beziehungen mit dem [[Hilfskomitee Südliches Afrika]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtsextremer Geschichtsrevisionismus ===&lt;br /&gt;
Außerdem äußerten sich mehrere Mitglieder rechtsextrem [[Geschichtsrevisionismus|geschichtsrevisionistisch]] und relativierten oder [[Holocaustleugnung|leugneten den Holocaust]]. Aktivisten aus dem Witikobund wie Walter Staffa und [[Werner Nowak]] gründeten 1970 das [[Deutsches Seminar|Deutsche Seminar]], das Vorträge hauptsächlich rechtsextremer Referenten organisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechte und rechtsextreme Politiker und Publizisten ===&lt;br /&gt;
Im Witikobund und besonders dessen Vorstand waren und sind zahlreiche rechte und rechtsextreme Politiker und Publizisten tätig, wie z.&amp;amp;nbsp;B.&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=20em |liste=&lt;br /&gt;
* [[Alfred Ardelt]] (1931–2011)&lt;br /&gt;
* [[Ernst Frank (Schriftsteller)|Ernst Frank]] (1900–1982)&lt;br /&gt;
* [[Wigbert Grabert]] (* 1941)&lt;br /&gt;
* [[Bernd Kallina]] (* 1950)&lt;br /&gt;
* [[Günther Kissel]] (1917–2011)&lt;br /&gt;
* [[Hans-Ulrich Kopp]] (* 1962)&lt;br /&gt;
* [[Walter Staffa]] (1917–2011)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den genannten NPDlern sind bzw. waren die ehemaligen [[Die Republikaner|REP]]-Kandidaten für den bayerischen Landtag [[Henning Lenthe]], [[Carl-Wolfgang Holzapfel]] (*&amp;amp;nbsp;1944) sowie Horst Rudolf Übelacker (*&amp;amp;nbsp;1936) und [[Hellmut Diwald]] (1924–1993) Vereinsmitglieder. Ardelt war lange Jahre Mitglied der [[CDU]], die er in den 1990er Jahren verließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Witikonen haben in der rechtskonservativen &amp;#039;&amp;#039;[[Junge Freiheit|Jungen Freiheit]]&amp;#039;&amp;#039; publiziert. Der ehemalige stellvertretende Chefredakteur der &amp;#039;&amp;#039;Jungen Freiheit&amp;#039;&amp;#039; und Organisator der JF-Sommeruni 1993, [[Hans-Ulrich Kopp]], ist seit 1983 Mitglied und seit 1992 Schriftleiter des „Witikobriefes“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Veranstaltungen des Witikobundes trat beispielsweise im November 2003 [[Alfred Mechtersheimer]] als Referent auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere im bürgerlichen Lager anerkannte Personen sind bzw. waren Witikonen, so z.&amp;amp;nbsp;B. der langjährige CDU-Funktionär [[Rüdiger Goldmann]] (*&amp;amp;nbsp;1941; 1965 bis Mitte der 1990er Jahre),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.dkp-online.de/vorOrt/nrw/dueren/33210602.htm | titel=Solidarität mit Betroffenen | autor=Wolfgang Scholz | werk=unsere zeit – Zeitung der DKP | datum=2001-05-25 | abruf=2017-12-02 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20171203013942/http://www.dkp-online.de/vorOrt/nrw/dueren/33210602.htm | archiv-datum=2017-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der ehemalige Fraktionsassistent der CDU im [[Hessischer Landtag|hessischen Landtag]] und thüringische Staatssekretär [[Wolfgang Egerter]] (1930–2008) (stellvertretender Bundesvorsitzender des WB) sowie [[Herbert Fleissner]] (1928–2016, Mitglied der CSU).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Radikalisierung anderer Vertriebenenverbände und Unterwanderung ===&lt;br /&gt;
Der Witikobund repräsentierte stets den rechten Flügel der sudetendeutschen [[Heimatvertriebene]]n und radikalisierte andere Vertriebenenverbände, sucht sie auf eine „[[Völkischer Nationalismus|völkisch-nationale]] Linie“ zu leiten. Hierbei arbeitet er „abgeschottet“ und versteht sich als „[[Kader]]organisation“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglieder des Witikobundes versuchten – oft erfolgreich – „gezielt Ämter in Parteien oder anderen Organisationen zu besetzen“. Dies waren die NPD, [[Kommunalpolitik|kommunale Parteiämter]], Landtagspositionen, die Sudetendeutsche Landsmannschaft, der [[Bund der Vertriebenen]], andere rechtsextreme Organisationen, Verlage, Medien sowie Positionen in Staat und Wirtschaft. Der Bundesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft gehörten „seit Jahrzehnten zu über fünfzig Prozent“ Witikonen an. Vereinnahmt oder beeinflusst wurde vielfach die [[Ostkunde]], ein Schulfach, das in den 1950er-Jahren in der Bundesrepublik eingeführt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kossert182ff&amp;quot; /&amp;gt; Mitglieder unterwanderten andere Organisationen und besetzten Posten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programmatik ==&lt;br /&gt;
Laut [[Satzung (Privatrecht)|Satzung]] betrachtet der Wikitobund e.&amp;amp;nbsp;V. „die Förderung und Unterstützung der berechtigten Anliegen der Flüchtlinge und Vertriebenen“, „die Wiedergutmachung des [[Vertreibung]]sunrechts auf der Basis des [[Völkerrecht]]s“ sowie die „Rückgabe des konfiszierten Eigentums auf der Grundlage eines gerechten Ausgleichs“ als seine Hauptaufgaben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.witikobund.de/linkliste/satzung-2/ Satzung des Witikobunds e.&amp;amp;nbsp;V. in der Fassung vom 13. Oktober 2007].&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Ansicht von Kritikern lässt sich in diesen Forderungen die Befürwortung einer erneuten Angliederung des heute zu [[Tschechien]] gehörenden [[Sudetenland]]es an Deutschland erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wird dem Witikobund vorgeworfen, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu schüren. So äußerte etwa der langjährige Bundesvorsitzende [[Horst Rudolf Übelacker]] im &amp;#039;&amp;#039;Witiko-Brief&amp;#039;&amp;#039; unter anderem: „Die Deutschen, zusammengedrängt auf die Restgebiete in [[Westdeutschland|West-]] und [[Mitteldeutschland]] sowie in [[Österreich]] und zudem bedrängt von einem ‚Millionenheer‘ volksfremder Zuwanderer, sehen sich einer allmählich zerbröckelnden Zeitgeschichtsfassade gegenübergestellt.“ Des Weiteren werde die [[Holocaust|Shoa]] relativiert oder geleugnet. So findet sich im &amp;#039;&amp;#039;Witikobrief&amp;#039;&amp;#039; von 1974 die folgende Behauptung: „Zu den gewaltigsten Geschichtslügen der jüngsten Vergangenheit gehören die 6 Millionen [[Juden]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Witikobund. Späte Erkenntnis&amp;#039;&amp;#039;; Artikel vom 16. Dezember 2001 in: haGalil.com, [http://www.klick-nach-rechts.de/gegen-rechts/2001/04/witiko02.htm online einsehbar]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einschätzungen durch den Verfassungsschutz ==&lt;br /&gt;
2001, 2008 und 2011 gab die Bundesregierung auf Anfragen bekannt, dass das [[Bundesamt für Verfassungsschutz]] beim Witikobund eine „Verdichtung von Anhaltspunkten für rechtsextremistische Bestrebungen“ festgestellt habe. Einen solchen Anhaltspunkt stelle etwa die „Häufung insbesondere antijüdischer Textstellen“ in der Publikation &amp;#039;&amp;#039;Witiko-Brief&amp;#039;&amp;#039; dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BT-Drs|14|7865}}: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Jelpke und der Fraktion der PDS&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BT-Drs|16|10755}}: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Sevim Dagdelen, Petra Pau und der Fraktion Die Linke.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BT-Drs|17|5725}}: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Volker Beck (Köln), Claudia Roth (Augsburg), Monika Lazar, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bundesvorsitzende des Witikobundes ==&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=20em |liste=&lt;br /&gt;
* 1950–1952: [[Walter Brand]]&lt;br /&gt;
* 1953–1955: [[Frank Seiboth]]&lt;br /&gt;
* 1956–1958: [[Walter Becher]]&lt;br /&gt;
* 1959–1983: [[Heinz Lange]]&lt;br /&gt;
* 1984–1985: [[Reinfried Vogler]]&lt;br /&gt;
* 1986–1989: [[Walter Stain]]&lt;br /&gt;
* 1990–1996: [[Walter Staffa]]&lt;br /&gt;
* 1996–2006: [[Horst Rudolf Übelacker]]&lt;br /&gt;
* 2006–2009: [[Hans Mirtes]]&lt;br /&gt;
* 2009–2012: [[Roland Schnürch]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Felix Vogt-Gruber]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gliederung des Bundes ==&lt;br /&gt;
Der Bund ist in Landesverbände und Ortskreise unterteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.witikobund.de/linkliste/satzung-2/ | titel=Satzung | titelerg=§ 6: Gliederung des Bundes | autor= | hrsg=Witikobund e.&amp;amp;nbsp;V. | werk=witikobund.de | datum=2007-10-13 | abruf=2017-06-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Untergruppierungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter Staffa beispielsweise leitete in [[Nürtingen]] 1964 einen „Nürtinger Aussprachekreis“. 1968 gründete sich auf Initiative von Staffa ein „Staatspolitischer Arbeitskreis“, der als geistiger Mittelpunkt des Witikobundes wirken sollte. Danach gründete er mit anderen Witikonen 1970 in Stuttgart als Ableger und Speerspitze das „Deutsche Seminar“, das 1984 seinen Sitz ebenfalls in Nürtingen nahm. Mit den Witikonen [[Rolf Kosiek]], Karl Baßler und dem damaligen Witikonen Werner Nowak gründete er 1997 in Nürtingen zudem noch einen „Aktionskreis“ des Witikobundes.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Nübel: &amp;#039;&amp;#039;„Deutsches Seminar“ unter Beobachtung. Verfassungsschutz hat rechtsextreme Denkfabrik im Visier – Nowak Mitbegründer.&amp;#039;&amp;#039; In: Nürtinger Zeitung vom 10. Februar 1998&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Kurt Nelhiebel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Henleins gestern und heute: Hintergründe und Ziele des Witikobundes.&amp;#039;&amp;#039; Röderberg, Frankfurt am Main 1962, {{DNB|453549667}}.&lt;br /&gt;
* Georg Herde, Alexa Stolze: &amp;#039;&amp;#039;Die Sudetendeutsche Landsmannschaft.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1987.&lt;br /&gt;
* [[Martin Dietzsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Kader gegen die Fünfundvierziger – Die völkische Gesinnungsgemeinschaft Witikobund.&amp;#039;&amp;#039; In: Helmut Kellershohn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Plagiat.&amp;#039;&amp;#039; Duisburg 1994.&lt;br /&gt;
* Sönke Braasch: &amp;#039;&amp;#039;Der Witikobund.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Rechte Rand.&amp;#039;&amp;#039; Juni/Juli/August 1995.&lt;br /&gt;
* [[Jens Mecklenburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch deutscher Rechtsextremismus.&amp;#039;&amp;#039; Elefanten-Press, Berlin 1996, ISBN 3-88520-585-8, S. 364ff.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Grumke]], [[Bernd Wagner (Kriminalist)|Bernd Wagner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Rechtsradikalismus. Personen – Organisationen – Netzwerke vom Neonazismus bis in die Mitte der Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Opladen 2002, S. 439–442.&lt;br /&gt;
* [[Andreas Kossert]]: &amp;#039;&amp;#039;Kalte Heimat. Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; München 2008, insbesondere S. 182 ff.&lt;br /&gt;
* [[Tobias Weger]]: &amp;#039;&amp;#039;„Volkstumskampf“ ohne Ende? Sudetendeutsche Organisationen, 1945–1955.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2008, ISBN 978-3-631-57104-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigendarstellung ==&lt;br /&gt;
* Hans Erich, [[Walter Brand]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Witikobund. Weg, Wesen, Wirken, 20 Jahre Wikibund&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge des Witikobundes zu Fragen der Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Band 20). München 1969, {{DNB|458675040}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.witikobund.de/ www.witikobund.de] Website des Witikobundes&lt;br /&gt;
* [https://www.nadir.org/nadir/archiv/Antifaschismus/Themen/Revanchismus/nwh/witi.html www.nadir.org/] [[Nadir.org|Nadir]] über den Witikobund&lt;br /&gt;
* [http://www.klick-nach-rechts.de/gegen-rechts/2001/04/witiko02.htm www.klick-nach-rechts.de/] Der Witikobund: Späte Erkenntnis (2001)&lt;br /&gt;
* [https://www.doew.at/erkennen/rechtsextremismus/neues-von-ganz-rechts/archiv/mai-2003/witikobund-in-oesterreich www.doew.at/] Witikobund in Österreich – Artikel des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2026286-3|VIAF=153084542}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Witikobund| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Rechtsextremismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertriebenenorganisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertriebenenthematik (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vereinsgründung 1950]]&lt;/div&gt;</summary>
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