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	<title>Witbooi - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T04:53:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Witbooi&amp;diff=280283&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Chtrede am 25. November 2025 um 07:10 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-25T07:10:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Stamm der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Witbooi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in Südwest-Afrika; zu seinen Kapteins siehe [[Kapteine der Nama#Witbooi]]. Zur Politikerin siehe [[Lucia Witbooi]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hottentotten-Häuptling Witboy mit seiner Familie.jpg|miniatur|[[Hendrik Witbooi]] mit seiner Familie (zw. 1894 und 1904)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Witbooi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|khi|ǀKhowesin}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{Hinweis Klicklaute|1}}, gehören zu den [[Orlam]] ({{lang|khi|Nauba-xu gye ǀki-khoen}}), welche wiederum aus der Verbindung von am Kap ansässigen Niederländern und [[Nama (Volk)|Nama]]-Frauen (oftmals abschätzig auch [[Hottentotten]] genannt) hervorgegangen sind. Ähnlich den [[Afrikaner (Stamm)|Afrikanern]] ({{lang|khi|ǃGû-ǃgôun}}) hatten auch die Witbooi durch ihre Tätigkeit im Umfeld der Niederländer vielfach Lesen und Schreiben gelernt, gewisse Kenntnisse in der Landwirtschaft erworben und zu einem Teil beherrschten sie auch den Umgang mit Gewehren. Witboois, wie auch ihr ehemaliger [[Kaptein]] [[Hendrik Witbooi]] im Bild rechts, tragen weiße, verknotete Tücher um die [[Hut#Hutbestandteile|Kalotte]] und Krempe ihrer Hüte, um sich von anderen Nama zu unterscheiden. Daraus bzw. sich auf Kontakte mit Weißen beziehend hat sich auch der Name des [[Clan|Familienverbands]] entwickelt: Witbooi bedeutet wörtlich „weißer Junge“. Ein anderer Nama-Clan, der als [[Swartbooi (Clan)|Swartbooi]], also „schwarzer Junge“, bezeichnet wird, verdankt dies einer ähnlichen Zuschreibung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://mg.co.za/article/2005-10-28-namibians-pay-homage-to-chief-who-fought-germans Brigitte Weidlich, &amp;#039;&amp;#039;Namibians pay homage to chief who fought Germans&amp;#039;&amp;#039;] (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kaptein ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kapteine der Nama#Witbooi}}&lt;br /&gt;
Die Nähe zu den niederländischen Seeleuten wurde auch dadurch deutlich, dass die Häuptlinge der Witbooi Kapitän oder &amp;#039;&amp;#039;[[Kaptein]]&amp;#039;&amp;#039; genannt wurden. Auf Grundlage der Nachfolgeregelung aus dem Jahr 1940 obliegt die Benennung des Kaptein namentlich genannten Personen. Hiervon lebt nur noch die älteste Schwester von [[Hendrik Witbooi (Politiker)|Politiker Hendrik Witbooi]], Alwina Petersen, die am 3. Oktober 2015 [[Salomon Witbooi]] als wahrscheinlich letzten Kaptein in der Geschichte der Orlam-Witboois einsetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.lelamobile.com/content/55499/Salomon-Witbooi-new-Khowese-Captain/ |wayback=20190302024625 |text=&amp;#039;&amp;#039;Salomon Witbooi new /Khowese Captain.&amp;#039;&amp;#039; Lela Mobile, 5. Oktober 2015. |archiv-bot=2024-06-16 14:39:13 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im ausgehenden 18. Jahrhundert war Pella, südlich des [[Oranje (Fluss)|Oranje]], das Hauptsiedlungsgebiet der Witbooi. Dort wuchs auch der 1780 geborene spätere [[Kapteine der Nama|Kaptein der Nama]] [[Kido Witbooi]] ({{lang|khi|ǂA-ǁêib}}) auf. Er unterhielt sehr enge Beziehungen zu den benachbarten Afrikanern, namentlich zu deren Kapteinssohn [[Jonker Afrikaner]] ({{lang|khi|ǀHara-mûb}}). Diese gingen so weit, dass sich beide wechselseitig versprachen, das Volk des anderen zu übernehmen, wenn sich nach dem Tode von einem der beiden kein geeigneter Nachfolger finden lasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Witbooi wanderten als letzter Orlam-Stamm um 1850 über den Oranje nach Südwest-Afrika ein und unterwarfen sich dem Weisungsrecht des in [[Hoachanas]] ansässigen Oberkaptein der [[Nama (Volk)|Roten Nation]] ({{lang|khi|ǀKaiǁkhaun}}). Nach 13-jähriger Wanderschaft fanden die Witbooi erst 1863 einen bleibenden Stammessitz bei Gibeon ([[ǁKaras]]-Region, ca. 60 km südlich von [[Mariental (Namibia)|Mariental]]). Dort allerdings musste sich ihr Kaptein, Kido Witbooi, mehrerer Überfälle der Nama aus Hoachanas unter ihrem Oberkaptein [[Oasib]] ({{lang|khi|ǃNa-khomab}}) erwehren. Die Kämpfe endeten erst – nach dem Tode Oasibs – durch den Friedensschluss von Hoachanas im Dezember 1867, in dem die Vorherrschaft der Nama über die Orlam-Stämme endgültig beendet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die überaus erfolgreiche Führerschaft des Kapitän Kido Witbooi wurde 1875 durch dessen Sohn [[Moses Witbooi]] ({{lang|khi|ǀGâbeb ǃA-ǁîmab}}) und – nach dessen gewaltsamem Tod 1888 – durch dessen Enkel [[Hendrik Witbooi]] ({{lang|khi|ǃNanseb ǀGabemab}}) fortgeführt. Das erste Gefecht Witboois fand gegen die Schutztruppe 1893 bei [[Massaker von Hornkranz|Hornkranz]] statt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;AN ENIGMATIC RETURN TO HORNKRANZ.&amp;#039;&amp;#039; [[Namibia Press Agency]], 10. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach letztlich erfolglosem Aufbegehren gegen die deutsche Kolonialherrschaft ([[Deutsch-Südwestafrika]]) schloss Hendrik Witbooi 1894 einen Friedens- und Schutzvertrag mit der deutschen Kolonialmacht, worin er sich auch zur aktiven Unterstützung der Schutztruppe verpflichtete. Entsprechend dieser Verpflichtung kämpften die Witbooi bei der [[Schlacht am Waterberg]] 1904 deshalb auch auf deutscher Seite gegen die [[Herero]]. Erst nach den dabei zutage tretenden Grausamkeiten wandten sich die Witbooi von den Deutschen ab und begannen ihrerseits im Oktober 1904 den als [[Völkermord an den Herero und Nama#Der Aufstand der Nama|Namakrieg]] bekannt gewordenen Aufstand gegen die deutsche [[Kolonialismus|Kolonialmacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf des Namakrieges erlitten die Witbooi schwere Verluste und auch Hendrik Witbooi fiel 1905. Der Krieg wurde von [[Jakobus Morenga]] und [[Simon Kooper]] ({{lang|khi|ǃGomxab}}), einem [[Kapteine der Nama#Simon Kooper|Fransman-Nama]] ({{lang|khi|ǃKhara-khoen}}), sowie dem Sohn Hendrik Witboois, [[Isaak Witbooi]] ({{lang|khi|ǃNanseb ǂKharib ǃNansemab}}), zunächst fortgeführt, bis auch sie im Dezember 1905 die Waffen strecken mussten. Morenga und Kooper jedoch setzten den Widerstand bis zu ihrem Tode 1907 und 1908 fort. Viele der gefangengenommenen Witbooi wurden als [[Sklaverei|Arbeitssklaven]] nach [[Deutsch-Ostafrika]] verschifft, wo viele von ihnen umkamen. Erst auf internationalen Protest hin wurden sie 1913 nach Südwestafrika rückgeführt. Ihre Nachkommen leben auch heute noch nahe ihrem ursprünglichen Stammesgebiet bei [[Gibeon (Dorf)|Gibeon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kapteine der Nama#Witbooi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Jeremy Silvester|Titel=Re-Viewing Resistance In Namibian History|Ort=Windhoek|Jahr=2015|ISBN=978-99916-42-27-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Victor L. Tonchi et al.|Titel=Historical Dictionary of Namibia|Verlag=Scarecrow|Ort=Lanham, Toronto, Plymouth|Jahr=2012|ISBN=978-0-8108-5398-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Guy Lamb|Titel=Civil Supremacy of the Military in Namibia|TitelErg=&amp;#039;&amp;#039;An Evolutionary Perspective&amp;#039;&amp;#039;|Ort=Kapstadt|Jahr=1998}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Tilman Dedering|Titel=Hate the old and follow the new|TitelErg=&amp;#039;&amp;#039;Khoekhoe and missionaries in early nineteenth century Namibia&amp;#039;&amp;#039;|Verlag=Steiner|Ort=Stuttgart|Jahr=1997|ISBN=3-515-06872-4}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Ludwig Helbig, [[Werner Hillebrecht]]|Titel=The Witbooi|Verlag=Longman|Ort=Windhoek|Jahr=1992|ISBN=99916-1-000-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hendrik Witbooi}}&lt;br /&gt;
* [http://www.dhm.de/lemo/html/kaiserreich/aussenpolitik/suedwest/index.html Deutsches Historisches Museum:1871–1914 Die Kolonie Deutsch-Südwestafrika]&lt;br /&gt;
* [https://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/schwaben/museen/linden/expo/khoekhoen.htm Linden-Museum Stuttgart: &amp;#039;&amp;#039;Von Kapstadt bis Windhuk: „Hottentotten“ oder Khoekhoen? Die Rehabilitierung einer Völkergruppe&amp;#039;&amp;#039;, Ausstellung 29. November 2007 – 27. April 2008]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Clans der Nama in Namibia}}&lt;br /&gt;
{{Hinweis Klicklaute}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Clan in Namibia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Südwestafrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nama]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Chtrede</name></author>
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