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	<title>Wissenschaftssprache - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wissenschaftssprache&amp;diff=331303&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftssprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Fachsprache]]. Sie dient der [[Wissenschaftskommunikation|fachlichen Kommunikation]] in wissenschaftlichen [[Diskurs]]en.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Benes&amp;quot;&amp;gt;Eduard Beneš: &amp;#039;&amp;#039;Die formale Struktur der wissenschaftlichen Fachsprächen in syntaktischer Hinsicht.&amp;#039;&amp;#039; In: Theo Bungarten (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftssprache. Beiträge zur Methodologie, theoretischen Fundierung und Deskription.&amp;#039;&amp;#039; Wilhelm Fink Verlag, München 1981. S.&amp;amp;nbsp;185–212.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wissenschaftssprache ist stark [[Formalisierung|formalisiert]] und normiert (Fachstil); in einigen wissenschaftlichen Disziplinen sind Formalisierung und Normierung stärker ausgeprägt als in anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wissenschaftssprachen wird die Zuordnung zwischen [[Fachterminus|Fachtermini]] und ihren [[Designator|Designaten]] vielfach durch Festsetzungsdefinitionen hergestellt. Die Interpretation von Kalkülen setzt ausdrücklich formulierte Bezeichnungsregeln voraus. In der Praxis werden Festlegungen unter anderem durch [[Terminologie]]n und [[Fachwörterbuch|Fachwörterbücher]] vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Syntax ==&lt;br /&gt;
Neben dem besonderen Fachwortschatz zeichnet sich die Wissenschaftssprache auch durch Eigenheiten der [[Syntax]] aus. Der Sprachwissenschaftler [[Harald Weinrich]] stellte in einem Aufsatz von 1989 (in etwas pointierter Weise) als Besonderheit der Wissenschaftssprache drei (unbewusste) „Verbote“ heraus&amp;lt;ref&amp;gt;[[Harald Weinrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Formen der Wissenschaftssprache.&amp;#039;&amp;#039; In: Jahrbuch 1988 der Akademie der Wissenschaften zu Berlin. (1989) S.&amp;amp;nbsp;119–158&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
*Ein Wissenschaftler sagt nicht „Ich“.&lt;br /&gt;
*Ein Wissenschaftler [[Erzählung|erzählt]] nicht.&lt;br /&gt;
*Ein Wissenschaftler benutzt keine [[Metapher]]n.&lt;br /&gt;
Als Grund für alle drei Verbote nimmt Weinrich das Gebot der [[Objektivität]] in der Wissenschaft an, wodurch Wissenschaftler versuchen, von ihren eigenen Standpunkten und Meinungen zu abstrahieren. Das erste Verbot wurde empirisch (durch Auszählen der Verwendung in Wissenschaftstexten) bestätigt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Benes&amp;quot;/&amp;gt;. Üblich sind stattdessen entweder [[Diathese (Linguistik)|Passivkonstruktionen]] oder Zuschreibungen in der [[Dritte Person|dritten Person]] („der Verfasser“). Auch das zweite Verbot soll vermutlich die besondere Objektivität hervorheben, nach der Beschreibung (Deskription) im Zentrum steht. Sind erzählende Passagen notwendig, werden sie nicht im [[Präteritum]], das eher an [[Roman]]e und literarischer Erzählungen erinnert, sondern im [[Perfekt]] vorgebracht. Weinrichs drittes Verbot ist vielfach kritisiert worden, da zumindest in einigen Wissenschaften sogar sehr viele metaphorische Wendungen geprägt und verwendet werden (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Teilchenphysik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Überblick ==&lt;br /&gt;
Immer wieder in der Geschichte wurde eine einheitliche Wissenschaftssprache, im Sinne der Festlegung auf eine [[Einzelsprache]] (z. B. Englisch), gefordert. Das Folgende soll einen historischen Überblick über den Wandel der vorherrschenden Einzelsprache in der Wissenschaft geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Wissenschaftssprache im antiken Abendland kann man auf Grund der kulturellen Leistungen [[Griechenland]]s das [[Griechische Sprache|Griechische]] betrachten. Dies setzte sich in römischer Zeit fort, in der das Griechische gleichberechtigt neben dem [[Latein]] im gesamten [[Imperium Romanum]] anerkannt wurde. Erst im Laufe des [[Mittelalter]]s setzte sich dann immer mehr Latein als alleinige Wissenschaftssprache durch. Es galt als kleines „Verbrechen“, nicht in Latein zu publizieren. Werke, die nicht in Latein verfasst wurden, betrachtete man nicht als wissenschaftlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im arabisch-indischen Raum galt auch [[Arabische Sprache|das Arabische]] als Wissenschaftssprache, da der [[Koran]] in Arabisch verfasst worden war und der Islam sich rasant ausbreitete. Sehr bald wurde das antike Wissen aus dem Griechischen und Aramäischen ins Arabische übersetzt, so im Baghdader [[Haus der Weisheit (Bagdad)|Haus der Weisheit]]. Islamische [[Universalgelehrter|Universalgelehrte]] wie [[Avicenna]], [[Alhazen]] und [[Averroes]] bewahrten das antike Wissen und entwickelten es weiter. Oft wurden die arabischen Werke von Europäern ins Lateinische übersetzt (Beispiel: [[Übersetzerschule von Toledo]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des [[Humanismus]] wurde das Latein auch als alleinige Wissenschaftssprache immer mehr abgelöst. Mitte des 15. Jahrhunderts wurden rund drei Viertel der gedruckten Texte noch in [[Latein]] gedruckt (siehe auch [[Inkunabel#Verteilung nach Orten und Sprache|Inkunabel, Abschnitt Verteilung nach Orten und Sprache]]) – bereits im 16. Jahrhundert nur noch etwa ein Viertel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Deutsche Sprache|Deutsche]] hatte später – beinahe ein Jahrhundert lang – den Status einer der drei weltweit führenden Wissenschaftssprachen (neben Englisch und vor Französisch), da im 19. Jahrhundert und beginnenden 20. Jahrhundert zahlreiche Erfindungen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse im deutschsprachigen Raum entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Karl-Otto Edel : {{Webarchiv |url=http://www.fh-brandenburg.de/uploads/tx_userfhbtermine/Macht_der_Sprache.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Macht der Sprache in der Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20140522185946}} (PDF; 718&amp;amp;nbsp;kB) auf: &amp;#039;&amp;#039;fh-brandenburg.de&amp;#039;&amp;#039;, 9. März 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den beiden Weltkriegen setzte sich Englisch als in den meisten Bereichen des internationalen wissenschaftlichen Austauschs führende Sprache durch. Dies ist zum einen auf die Herrschaft des [[Britisches Weltreich|Britischen Imperiums]], zum anderen auf die [[Weltmacht]]stellung der [[Vereinigte Staaten|USA]] zurückzuführen und auf die zwei Weltkriege selber. Auch der [[Auswanderung|Exodus]] der deutsch-jüdischen Intelligenz während der nationalsozialistischen Diktatur und der deutschen Intelligenz in den Jahren nach 1945 spielte eine große Rolle, da viele Wissenschaftler in die USA emigrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ansicht des [[Deutscher Kulturrat|Deutschen Kulturrates]] hat die &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftssprache Deutsch&amp;#039;&amp;#039; in den [[Naturwissenschaft]]en so gut wie keine Bedeutung mehr, nur noch 1 % der entsprechenden Beiträge erscheine in deutscher Sprache.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=1478&amp;amp;rubrik=2 |text=&amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftssprache Deutsch liegt im Sterben.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20090201092853}} Pressemitteilung des [[Deutscher Kulturrat|Deutschen Kulturrates]] vom 27.&amp;amp;nbsp;Januar&amp;amp;nbsp;2009 (abgerufen am 28.&amp;amp;nbsp;Januar&amp;amp;nbsp;2009).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Verkehrssprache]], [[Lingua franca]], [[Verwaltungssprache]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Ammon]]: &amp;#039;&amp;#039;Ist Deutsch noch internationale Wissenschaftssprache? Englisch auch für die Lehre an den deutschsprachigen Hochschulen.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1998, ISBN 3-11-016149-4, ({{Webarchiv |url=http://www.dartmouth.edu/%7Ewessweb/nl/Spring99/AmmonS99.html |wayback=20170915000000 |text=Review |()=[]}}).&lt;br /&gt;
* Ulrich Ammon: &amp;#039;&amp;#039;Die Stellung der deutschen Sprache in der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2015.&lt;br /&gt;
* [[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften]]: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftssprache – Sprache der Wissenschaftler.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gegenworte&amp;#039;&amp;#039;, 7. Heft Frühjahr 2001 (Themenheft mit 18 Beiträgen zu diesem Thema), ISSN 1435-571X.&lt;br /&gt;
* Friedhelm Debus u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsch als Wissenschaftssprache im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Vorträge des Internationalen Symposiums vom 18./19. Januar 2000. Steiner u. a., Stuttgart u. a. 2000, ISBN 3-515-07862-2 (&amp;#039;&amp;#039;Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz. Abhandlungen der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Klasse&amp;#039;&amp;#039; Jg. 2000, Nr. 10).&lt;br /&gt;
* Martina Drescher: &amp;#039;&amp;#039;Sprache der Wissenschaft, Sprache der Vernunft.&amp;#039;&amp;#039; In: Stephan Habscheid und Ulla Fix (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gruppenstile&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main, 2003.&lt;br /&gt;
* [[Ludwig M. Eichinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Sprache der Wissenschaft. Ausweis der Kompetenz und soziales Symbol.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;einblick&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 3/2004, S. 15–16, ISSN 0933-128X.&lt;br /&gt;
* Helga Esselborn-Krumbiegel: &amp;#039;&amp;#039;Richtig wissenschaftlich schreiben. Wissenschaftssprache in Regeln und Übungen.&amp;#039;&amp;#039; UTB Schöningh, 2010, ISBN 978-3-8252-3429-4.&lt;br /&gt;
* Gabriele Graefen, Melanie Moll: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftssprache Deutsch: lesen – verstehen – schreiben, Ein Lehr- und Arbeitsbuch.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt 2011, ISBN 978-3-631-60948-4, [https://www.wissenschaftssprache.de/Wissenschaftssprache_Deutsch/ (Buchvorstellung)].&lt;br /&gt;
* [[Valentin Groebner]]: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftssprache. Eine Gebrauchsanweisung.&amp;#039;&amp;#039; Konstanz University Press, Konstanz 2012, ISBN 978-3-86253-025-0.&lt;br /&gt;
* Bea Klüsener, Joachim Grzega: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftsrhetorik.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gert Ueding]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Rhetorik]].&amp;#039;&amp;#039; WBG, Darmstadt 1992ff., Bd. 10 (2011), Sp. 1486–1508.&lt;br /&gt;
* Melanie Moll, Winfried Thielmann: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftliches Deutsch.&amp;#039;&amp;#039; Konstanz 2016, ISBN 978-3-8252-4650-1.&lt;br /&gt;
* [[Uwe Pörksen]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte deutscher Wissenschaftssprachen – Aufsätze, Essays, Vorträge und die Abhandlung „Erkenntnis und Sprache in Goethes Naturwissenschaft“&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Lingua Accademica.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). de Gruyter, Berlin/Boston 2020, ISBN 978-3-11-069265-5.&lt;br /&gt;
* Roswitha Reinbothe: &amp;#039;&amp;#039;Deutsch als internationale Wissenschaftssprache und der Boykott nach dem Ersten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 2006.&lt;br /&gt;
* Karsten Rinas, Birgit Gunsenheimer, Veronika Opletalová: &amp;#039;&amp;#039;Übungsbuch zur deutschen Wissenschaftssprache&amp;#039;&amp;#039;. Palacký-Universität Olmütz, Olmütz 2011, ISBN 978-80-244-2560-3.&lt;br /&gt;
* [[Harald Weinrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Merkur&amp;#039;&amp;#039; 39, 496–506, 1985.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wissenschaftssprache.org/ Arbeitskreis Historische Gelehrten- und Wissenschaftssprachen] (HiGeWiS)&lt;br /&gt;
* [http://akademische-blaetter.de/studium/hochschule/englisch-als-globale-wissenschaftssprache Englisch als globale Wissenschaftssprache] (Akademische Blätter Ausgabe 2/2008, Dr. Dieter Jakob)&lt;br /&gt;
* Bonnie Lee La Madeleine: [http://www.nature.com/naturejobs/2007/070125/full/nj7126-454a.html &amp;#039;&amp;#039;Lost in translation. English is the language of science. So to what extent are researchers who are non-native English speakers at a disadvantage? Bonnie Lee La Madeleine talks to scientists hailing from Japan to Germany.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; 445 (January 2007), S. 454–455.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4066612-8|LCCN=sh85118575}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftskommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachsprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angewandte Linguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunikation und Medien (Wissenschaft)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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