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	<title>Wissenschaftsethik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T07:05:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wissenschaftsethik&amp;diff=247879&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Poffels: link</title>
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		<updated>2026-03-21T18:49:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftsethik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; befasst sich mit den [[Ethik|ethischen]] Aspekten der wissenschaftlichen Forschung. Dies bezieht sich sowohl auf ethische Standards innerhalb der Wissenschaften als auch auf die gesellschaftlichen Auswirkungen des Forschungsprozesses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Die Wissenschaftsethik sucht Antworten auf die Fragen: Was ist im Rahmen des wissenschaftlich Möglichen ethisch erlaubt? Welche Dinge sollten besser unerforscht bleiben? Inwiefern trägt ein Wissenschaftler [[Verantwortung]] für die Anwendung der Arbeitsergebnisse?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben gesetzlichen Regelungen über [[wissenschaftliches Fehlverhalten]] sind zwei Instrumente zu nennen, mit denen Grundsätze der Wissenschaftsethik praktisch umgesetzt werden:&lt;br /&gt;
* fachspezifische [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Ethikkodizes]]&lt;br /&gt;
* [[Ethikkommission]]en und Kommissionen gegen wissenschaftliches Fehlverhalten wie den Ombudsman für die Wissenschaft&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ombudsman-fuer-die-wissenschaft.de/ Website des Ombudsman für die Wissenschaft], abgerufen am 6. Juli 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; oder den &amp;#039;&amp;#039;Gemeinsamen Ausschuss zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dfg.de/foerderung/grundlagen_rahmenbedingungen/sicherheitsrelevante_forschung/gemeinsamer_ausschuss/ Zum gemeinsamen Ausschuss zum Umgang mit Sicherheitsrelevanter Forschung], abgerufen am 6. Juli 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Instrumente vertrauen auf die innerwissenschaftliche Korrektur von Fehlentwicklungen, da staatliche Grenzziehungen in Deutschland aufgrund der in [[Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland|Artikel 5 des Grundgesetzes]] garantierten Forschungsfreiheit problematisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ethikkommissionen sind vor allem üblich im Bereich [[Medizinethik|medizin-]] und [[Bioethik|bioethischer]] Fragestellungen. Fachspezifische Ethikkodizes und berufsbezogene Ethikkodizes, die ethische Regeln für einzelne Berufsgruppen aufstellen, sind nicht scharf voneinander zu trennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Nationale Akademie der Wissenschaften widmen sich seit Langem verstärkt den Fragestellungen rund um die mit dem Stichwort „Dual-Use“ gekennzeichnete Problematik, dass in nahezu allen Wissenschaftsgebieten Forschungsergebnisse, die große Chancen eröffnen, auch missbraucht werden können. So haben sie 2015 einen „Gemeinsamen Ausschuss zum Umgang mit Sicherheitsrelevanter Forschung“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dfg.de/foerderung/grundlagen_rahmenbedingungen/sicherheitsrelevante_forschung/gemeinsamer_ausschuss/ Zum gemeinsamen Ausschuss zum Umgang mit Sicherheitsrelevanter Forschung], abgerufen am 6. Juli 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; gegründet, der die Umsetzung der Empfehlungen von DFG und Leopoldina zu „Wissenschaftsfreiheit und Wissenschaftsverantwortung“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/reden_stellungnahmen/2014/dfg-leopoldina_forschungsrisiken_de_en.pdf Empfehlungen zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung]&amp;lt;/ref&amp;gt; unterstützt. Insbesondere gilt das der Etablierung der in den Empfehlungen vorgesehenen Kommissionen für Ethik der Forschung (KEF).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Laufe der späten 1930er-Jahre wurde beispielsweise absehbar, dass die enormen Energien der [[Kernspaltung]] auch für [[Waffe]]n genutzt werden können. [[Robert Oppenheimer]]s Rolle bei Entwicklung und [[Hiroshima|Ersteinsatz]] von [[Kernwaffe]]n im [[Manhattan-Projekt]] zeigt den Interessenkonflikt zwischen [[Machbarkeit]]sdenken, persönlichen Idealen und Herrschaftsinteressen. [[Albert Einstein]] wandte sich zusammen mit [[Leo Szilard]] noch vor Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] an [[Franklin D. Roosevelt]]. Die beiden Physiker drängten den amerikanischen Präsidenten, die Forschung an der Atombombe voranzutreiben, um den Wissenschaftlern von Nazi-Deutschland zuvorzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.atomicheritage.org/key-documents/einstein-szilard-letter Einstein-Szilard Letter], Atomic Heritage Foundation, abgerufen am 29. Januar 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Krieg und unter dem Eindruck der Atombombeneinsätze in [[Hiroshima]] und [[Nagasaki]] wurde Einstein jedoch ein entschiedener Gegner des Einsatzes von Kernwaffen. Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht leistete Einstein keinerlei wissenschaftlichen Beitrag zur Entwicklung von Kernwaffen. Die Kritik an der Wissenschaft richtete sich später gegen die Schaffung von Waffen, die buchstäblich auf Knopfdruck das gesamte menschliche Leben auf der Erde zerstören könnten ([[Overkill]]). Andererseits gab es immer wieder Stimmen aus der Wissenschaft, die vor den Gefahren des atomaren [[Wettrüsten]]s warnten, so beispielsweise die [[Göttinger Achtzehn]] oder [[Andrei Sacharow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1990er-Jahren steht die [[Genetik|Genforschung]] im Zentrum ethischer Diskussionen. Bei der Nutzung von [[Embryo]]nen für die [[Stammzellen]]forschung gilt es abzuwägen, welche Formen menschlichen Lebens vor äußeren Eingriffen zu schützen sind (vergleiche auch die Debatten zu [[Abtreibung]] und [[Sterbehilfe]]). Ein noch weiter reichendes ethisches Dilemma stellt sich beim [[Gentherapie|therapeutischen]] oder [[klonen]]den Eingriff in die menschliche [[Keimbahn]]. Die Wissenschaft stellt Methoden zur Verfügung, die das menschliche Leben an sich verändern. Befürworter der [[Eugenik]] erhalten geeignete Werkzeuge. Hier richtet sich die [[Wissenschaftskritik|Kritik]] gegen das Desinteresse vieler Wissenschaftler, sich ethischen Fragen zu stellen und Verantwortung für absehbare Folgen ihres Tuns zu übernehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Müller |Titel=Friedensfreiheitliche Erkenntnis und Wissenschaft. Eine Kritik der neurophilosophischen Vernunft, |Ort=Würzburg |Datum=2021 |ISBN=978-3-8260-7102-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Selbstzensur]]&lt;br /&gt;
* [[Betrug und Fälschung in der Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Felix Hammer: &amp;#039;&amp;#039;Selbstzensur für Forscher? Schwerpunkte einer Wissenschaftsethik&amp;#039;&amp;#039;. Edition Interfrom, Zürich 1983, ISBN 3-7201-5162-X.&lt;br /&gt;
* [[Hans Lenk (Philosoph)|Hans Lenk]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft und Ethik&amp;#039;&amp;#039;. Philipp Reclam jun., Stuttgart 1991, ISBN 3-15-008698-1.&lt;br /&gt;
* Thomas Reydon: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftsethik: Eine Einführung&amp;#039;&amp;#039;. Ulmer/UTB, Stuttgart 2013.&lt;br /&gt;
* Ulrich Müller: &amp;#039;&amp;#039;Friedensfreiheitliche Erkenntnis und Wissenschaft. Eine Kritik der neurophilosophischen Vernunft&amp;#039;&amp;#039;. Königshausen&amp;amp;Neumann, Würzburg 2021, ISBN 978-3-8260-7102-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.izew.uni-tuebingen.de/ Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften]&lt;br /&gt;
* An der TU Clausthal gibt es seit 1997 Vorträge zum Thema [http://www.heim2.tu-clausthal.de/~kermit/wte.html &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft, Technik und Ethik&amp;#039;&amp;#039;:], seit 1998 gibt es einen Lehrbeauftragten für dieses Fach. In interdisziplinären Gesprächen und Diskussionen wird beinahe jedes Thema unserer modernen Gesellschaft behandelt, beleuchtet und kritisch hinterfragt.&lt;br /&gt;
* [http://www.dfg.de/gwp Informationen zur Guten wissenschaftlichen Praxis] auf den Webseiten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, abgerufen am 6. Juli 2017&lt;br /&gt;
* [http://www.dfg.de/foerderung/grundlagen_rahmenbedingungen/sicherheitsrelevante_forschung Informationen zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung] auf den Webseiten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, abgerufen am 6. Juli 2017&lt;br /&gt;
* [http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/reden_stellungnahmen/2014/dfg-leopoldina_forschungsrisiken_de_en.pdf Publikation „Empfehlungen zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung“ von DFG und Leopoldina] abgerufen am 6. Juli 2017&lt;br /&gt;
* [http://www.dfg.de/download/pdf/foerderung/grundlagen_dfg_foerderung/sicherheitsrelevante_forschung/160318_mustersatzung_kefs.pdf Mustersatzung für Kommissionen für Ethik sicherheitsrelevanter Forschung (KEFs) des „Gemeinsamen Ausschusses zum Umgang mit Sicherheitsrelevanter Forschung“ von DFG und Leopoldina, März 2016] abgerufen am 6. Juli 2017&lt;br /&gt;
* [http://www.leopoldina.org/de/veranstaltungen/veranstaltung/event/2240/ Symposium des Deutschen Ethikrats, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Leopoldina am 3.&amp;amp;nbsp;November 2014: Dual Use – Wissenschaftsfreiheit und Wissenschaftsverantwortung]&lt;br /&gt;
* [http://www.leopoldina.org/de/veranstaltungen/veranstaltung/event/2495/ Workshop des Gemeinsamen Ausschusses zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung von DFG und Leopoldina am 27.&amp;amp;nbsp;Oktober 2017: Freiheit und Verantwortung in den IT-Wissenschaften]&lt;br /&gt;
* [https://www.leopoldina.org/veranstaltungen/veranstaltung/event/2667/ Gesprächsabend des Gemeinsamen Ausschusses zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung von DFG und Leopoldina „Sicherheit statt Freiheit? Forschung zwischen Erkenntnisgewinn und Risikosteigerung“ am 1.&amp;amp;nbsp;April 2019]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4066602-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bereichsethik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftsforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftspraxis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Poffels</name></author>
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