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	<title>Wirtschaftsstruktur - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wirtschaftsstruktur&amp;diff=511763&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Giftzwerg 88 am 26. Januar 2024 um 05:56 Uhr</title>
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		<updated>2024-01-26T05:56:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsstruktur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man in der [[Wirtschaftstheorie]] das Verhältnis der einzelnen [[Wirtschaftssektor]]en zueinander und zur [[Wirtschaft]] einer [[Region]] oder eines [[Staat]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Struktur ist in diesem Zusammenhang die Aufteilung ([[Disaggregation]]) einer Gesamtgröße in Teilgrößen, die in sich homogener sind als die Gesamtgröße.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Meißner (Wirtschaftswissenschaftler)|Werner Meißner]]/Werner Fassing, &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsstruktur und Strukturpolitik&amp;#039;&amp;#039;, 1989, S. 11 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wirtschaftsstruktur ist entsprechend die Aufteilung der Gesamtgröße „[[Volkswirtschaft]]“ in Teilgrößen der [[Entstehungsrechnung|Entstehungsseite]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=g0OQBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA2&amp;amp;dq=sektorale+Wirtschaftsstruktur&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwikrZTsq8vlAhUHKuwKHYghBJAQ6AEIdzAJ#v=onepage&amp;amp;q=sektorale%20Wirtschaftsstruktur&amp;amp;f=false Annegret Groebel, &amp;#039;&amp;#039;Strukturelle Entwicklungsmuster in Markt- und Planwirtschaften&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 6]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wirtschaftsstruktur nimmt eine Gliederung nach [[Wirtschaftszweig|Branchen]] und Sektoren und ihre damit zusammenhängende innere (&amp;#039;&amp;#039;intrasektorale&amp;#039;&amp;#039;) und äußere (&amp;#039;&amp;#039;intersektorale&amp;#039;&amp;#039;) Verflechtung vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=DLf997IledcC&amp;amp;pg=PA675&amp;amp;dq=wirtschaftsstruktur+clark&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi6qZjVlcvlAhVKIMUKHZNaCVoQ6AEIUzAF#v=onepage&amp;amp;q=wirtschaftsstruktur%20clark&amp;amp;f=false Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Verein für Socialpolitik (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Staat und Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1979, S. 675]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die internationale Wirtschaftsstruktur ist in der klassischen [[Außenhandelstheorie]] das Ergebnis [[komparativer Vorteil]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=FqCSBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PR5&amp;amp;dq=Wirtschaftsstruktur&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiks6yPhcnlAhWD-KQKHc5tAAIQ6AEITDAE#v=onepage&amp;amp;q=Wirtschaftsstruktur&amp;amp;f=false Thorsten Feix, &amp;#039;&amp;#039;Räumliche Wirtschaftsstruktur und Industriepolitik&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 12]&amp;lt;/ref&amp;gt; In den [[EU-Mitgliedstaaten]] und in Deutschland ist die Wirtschaftsstruktur durch [[Agglomeration]] und periphere Regionen gekennzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Thorsten Feix, &amp;#039;&amp;#039;Räumliche Wirtschaftsstruktur und Industriepolitik&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. V&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassische Wirtschaftsstruktur ==&lt;br /&gt;
Die klassische Wirtschaftsstruktur stammt maßgeblich von [[Colin Clark (Ökonom)|Colin Clark]], der 1940 die Wirtschaft in drei Sektoren, nämlich [[Landwirtschaft]]/[[Fischerei]]/[[Forstwirtschaft]] mit abnehmenden Erträgen ([[primärer Sektor]], [[Boden (Produktionsfaktor)|bodenintensiv]]; im weiteren Sinne heute auch der [[Bergbau]]), [[Industrie]] mit zunehmenden Erträgen ([[sekundärer Sektor]]; [[Kapitalintensität|kapitalintensiv]]) und [[Dienstleistung]]en ([[tertiärer Sektor]], Residualsektor; [[Arbeitsintensität|arbeits-]], [[Personalintensität|personal-]] oder [[wissen]]sintensiv) einteilte.&amp;lt;ref&amp;gt;Colin Clark, &amp;#039;&amp;#039;The conditions of economic progress&amp;#039;&amp;#039;, 1940, S. 492&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Sektor ist die Zusammenfassung von [[Wirtschaftssubjekt]]en aufgrund gemeinsamer Merkmale.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Franz Vahlen (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Vahlens großes Wirtschaftslexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1993, S. 2390 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend gibt es eine [[Agrarproduktion]], [[Industrieproduktion]] und Bereitstellung von Dienstleistungen. Je nachdem, welcher Sektor vorherrscht, gibt es [[Agrarstaat]]en, [[Industriestaat]]en oder [[Dienstleistungsgesellschaft]]en. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jean Fourastié]] hat diese [[Drei-Sektoren-Hypothese]] 1949 verfeinert und zeigte die Rolle auf, die der technische Fortschritt in den einzelnen Sektoren spielt. [[Technischer Fortschritt]] führe zur „Vergeistigung der Arbeit“, weil in der [[Produktionstechnik]] mehr [[Arbeitsvorbereitung]], [[Organisation]] und [[Planung]] erforderlich werde.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean Fourastié, &amp;#039;&amp;#039;Le Grand Espoir du XXe siècle. Progrès technique, progrès économique, progrès social&amp;#039;&amp;#039;, 1949, S. 276 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während im Anfangsstadium der [[Industrialisierung]] die [[Konsumgüterindustrie]] vorherrscht, überwiegen [[Walther G. Hoffmann]] zufolge in den fortgeschrittenen Phasen der Industrialisierung die [[Kapitalgüter]]industrien.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther G. Hoffmann, &amp;#039;&amp;#039;Industrialisierung&amp;#039;&amp;#039;, in: Handbuch der Sozialwissenschaften, Band 5, 1956, S. 224 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Clark bezeichnete 1957 in der letzten Auflage seines Buchs die verbleibende Gruppe wirtschaftlicher Aktivitäten (&amp;#039;&amp;#039;Residualsektor&amp;#039;&amp;#039;) nicht mehr als tertiäre Produktion, sondern als „Dienstleistungsindustrie“ ({{enS|service industries}})&amp;lt;ref&amp;gt;Colin Clark, &amp;#039;&amp;#039;The conditions of economic progress&amp;#039;&amp;#039;, 1957, S.&amp;amp;nbsp;375&amp;lt;/ref&amp;gt; und zählte hierzu auch das [[Baugewerbe]], [[Transport]] und [[Verkehr]], [[Handel]] und [[Finanzierung]], [[öffentliche Verwaltung]] und private Dienste.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang van Dawen, &amp;#039;&amp;#039;Gleichgewicht und Ungleichgewicht als Begriffe in der Diskussion über das Wirtschaftswachstum in den unterentwickelten Ländern&amp;#039;&amp;#039;, 1966, S. 96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sehr grobe Gliederung vernachlässigt die Veränderungen innerhalb der Sektoren und berücksichtigt nicht den Einfluss der [[Staatsquote]] auf die Wirtschaftsstruktur.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Dr. Th. Gabler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gablers Wirtschaftslexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 6, 1984, Sp. 2325&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Es ist zu unterscheiden zwischen sektoraler und räumlicher Wirtschaftsstruktur. Strukturpolitik als Ganzes, also sektorale und regionale Strukturpolitik, ist ein Ausschnitt aus der [[Wirtschaftspolitik]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=dPxPF6M7kvkC&amp;amp;pg=PA63&amp;amp;dq=strukturpolitik&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiR5vmxi8zlAhUEyKQKHYcPAewQ6AEISTAE#v=onepage&amp;amp;q=strukturpolitik&amp;amp;f=false Stefan Gärtner, &amp;#039;&amp;#039;Ausgewogene Strukturpolitik: Sparkassen aus regionalökonomischer Perspektive&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 63]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sektorale Wirtschaftsstruktur ===&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;sektorale Wirtschaftsstruktur&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man entweder die Anteile einzelner Wirtschaftssektoren am [[Bruttoinlandsprodukt]] oder die Verteilung der [[Erwerbstätige]]n auf diese Sektoren.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Meißner/Werner Fassing, &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsstruktur und Strukturpolitik&amp;#039;&amp;#039;, 1989, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der sektoralen Wirtschaftsstruktur werden die Anteile einzelner Sektoren an der [[Bruttowertschöpfung]], die Verteilung der Erwerbstätigkeit auf die verschiedenen Sektoren (&amp;#039;&amp;#039;sektorale Beschäftigungsstruktur&amp;#039;&amp;#039;) oder die Verteilung der [[Investition]]en auf die Sektoren (&amp;#039;&amp;#039;sektorale Investitionsstruktur&amp;#039;&amp;#039;) untersucht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=kFMgBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA390&amp;amp;dq=sektorale+Wirtschaftsstruktur&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwikrZTsq8vlAhUHKuwKHYghBJAQ6AEIQTAD#v=onepage&amp;amp;q=sektorale%20Wirtschaftsstruktur&amp;amp;f=false Dirk Piekenbrock, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 391]&amp;lt;/ref&amp;gt; Unterschiedliches [[Wirtschaftswachstum]] in einzelnen Sektoren kann die sektorale Wirtschaftsstruktur verändern; Industrialisierung fördert die [[Industrie]] und lässt die [[Agrarproduktion]] sinken, [[Tertiarisierung]] fördert die Dienstleistungsgesellschaft zu Lasten der anderen Sektoren.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Räumliche Wirtschaftsstruktur ===&lt;br /&gt;
Die räumliche Wirtschaftsstruktur betrifft die Verteilung der Sektoren in einem geografisch begrenzten [[Wirtschaftsraum]]. Dieser kann einen ganzen [[Staatenbund]] (etwa die [[Russisch-Belarussische Union]]) oder [[Staatenverbund]] ([[Europäischer Wirtschaftsraum]]) umfassen, einen einzelnen Staat, Regionen eines Staates (&amp;#039;&amp;#039;regionale Wirtschaftsstruktur&amp;#039;&amp;#039;, [[Regionalpolitik]]) oder die &amp;#039;&amp;#039;kommunale Wirtschaftsstruktur&amp;#039;&amp;#039; einer einzelnen [[Gemeinde]].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die [[EU-Regionalpolitik]] soll durch Verringerung des Strukturgefälles zwischen den einzelnen Regionen sowie durch die Förderung einer ausgewogenen räumlichen Entwicklung erfolgen. Dazu stehen beispielsweise [[Kohäsionsfonds]], [[Europäischer Fonds für regionale Entwicklung|Regionalfonds]], [[Sozialfonds]] oder [[Strukturfonds]] zur Verfügung. In Deutschland ist die [[Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur]] eine Gemeinschaftsaufgabe der [[Land (Deutschland)|Länder]] mit dem [[Bundesebene (Deutschland)|Bund]], die nach {{Art.|91a|gg|juris}} GG durch Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur stattfindet. [[Landesentwicklungsprogramm]]e wirken sich auch auf die Wirtschaftsstruktur aus. Regionale Strukturpolitik kann als der auf geographische Räume ausgerichtete Bereich der Strukturpolitik bezeichnet werden. Die [[kommunale Wirtschaftsförderung]] hat unter anderem zum Ziel, die kommunale Wirtschaftsstruktur zu optimieren, um die [[Gemeindesteuer (Deutschland)|Gemeindesteuern]] zu stabilisieren oder zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strukturwandel ==   &lt;br /&gt;
Die Wirtschaftsstruktur ist keine [[Physikalische Konstante|Konstante]], sondern als Ergebnis dynamischer [[Wirtschaftsprozess]]e einem ständigen Wandel unterworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Franz Vahlen (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Vahlens großes Wirtschaftslexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1993, S. 2390&amp;lt;/ref&amp;gt; Verändert sich die Wirtschaftsstruktur innerhalb von zwei Vergleichszeitpunkten, liegt ein &amp;#039;&amp;#039;Strukturwandel&amp;#039;&amp;#039; vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Annegret Groebel, &amp;#039;&amp;#039;Strukturelle Entwicklungsmuster in Markt- und Planwirtschaften&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt; Strukturwandel ist die „nachhaltige, über-konjunkturelle Veränderung der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Sektoren sowie die Zahl und Intensität ihrer Verknüpfungen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Joachim Siegler, &amp;#039;&amp;#039;Möglichkeiten und Probleme input-output-theoretischer Analysen der Wirtschaftsstruktur und ihres Wandels&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;sektorale Strukturwandel&amp;#039;&amp;#039; ergibt sich aus dem unterschiedlich starken [[Wirtschaftswachstum]] einzelner Wirtschaftszweige&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Piekenbrock, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 390&amp;lt;/ref&amp;gt; und vollzieht sich langfristig durch Verwandlung eines Agrarstaates zum Industriestaat (Industrialisierung) und schließlich durch Veränderung des Industriestaates zur Dienstleistungsgesellschaft ([[Tertiarisierung]]). Der [[Regionaler Strukturwandel|regionale Strukturwandel]] entsteht durch [[Schwachstelle (Organisation)|Schwächen]] einer Region im Wettbewerb mit anderen vergleichbaren Regionen. In diesem Fall ist häufig die Schließung eines [[Großunternehmen]]s oder [[Kaserne|Militärstandortes]] mit Auswirkungen auf [[Arbeitsmarkt]], [[Wohnungsmarkt]], [[Pro-Kopf-Einkommen]], [[Subunternehmer]] und [[Zulieferer]] der Auslöser einer [[Strukturkrise|strukturellen Krise]] und Anlass eines Strukturwandels der Region ([[Konversion (Kommunalwirtschaft)|kommunale Konversion]]). [[Industrieller Strukturwandel]] vollzieht sich hauptsächlich durch internationalen [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Wettbewerb]], der sich durch [[Kostenvorteil]]e ([[Kostenführerschaft]]), Qualitätsvorsprünge ([[Qualitätsführerschaft]]), Vorsprünge in der [[Technologie]] ([[Technologieführerschaft]]), [[Know-how]], gute [[Distributionskette]]n, [[Niedriglohn|Niedriglöhne]] in [[Niedriglohnland|Niedriglohnländern]] oder [[Steuervorteil]]e in [[Niedrigsteuerland|Niedrigsteuerländern]] oder [[Steueroase]]n zeigen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn der 1990er Jahre greifen [[Europäische Union]], Bund und Länder in einem für die Nachkriegsgeschichte höheren Ausmaß steuernd in den industriellen Strukturwandel ein. So interveniert die [[Europäische Kommission]] bei der zukunftsorientierten Gestaltung der Wirtschaftsentwicklung, um strukturschwache Regionen zu unterstützen und das europäische Wirtschaftsgefälle abzubauen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=m3AeBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA429&amp;amp;dq=Industrieller+Strukturwandel&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjnmbrPxsvlAhVQyKQKHWV8Bik4FBDoAQhHMAQ#v=onepage&amp;amp;q=Industrieller%20Strukturwandel&amp;amp;f=false Wolfgang Schroeder/Bernhard Weßels, &amp;#039;&amp;#039;Die Gewerkschaften in Politik und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 429]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die Wirtschaftsstruktur ist ein wichtiger Bestimmungsfaktor der [[Leistungsbilanz]] eines Staates.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=CX7gDQAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Wirtschaftsstruktur+Leistungsbilanz&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjx16r10cvlAhXLsKQKHXfQC_MQ6AEIKTAA#v=onepage&amp;amp;q=Wirtschaftsstruktur%20Leistungsbilanz&amp;amp;f=false Philipp Ehmer, &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsstruktur und Leistungsbilanz&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 185]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Zahlungsbilanzdefizit]]e könnten bereits in der ungünstigen Wirtschaftsstruktur einer Volkswirtschaft angelegt sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp Ehmer, &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsstruktur und Leistungsbilanz&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 115&amp;lt;/ref&amp;gt; Strukturwandel kann zu [[Strukturelle Arbeitslosigkeit|struktureller Arbeitslosigkeit]] und diese letztlich zu [[Strukturkrise]]n führen. Zu ihrer Korrektur sind staatliche [[Strukturanpassungsmaßnahme]]n erforderlich. [[Querschnittstechnologie]]n, [[Schrittmachertechnologie]]n oder [[Schlüsseltechnologie]]n weisen ein hohes innovatorisches Potential auf und sind von großer Breitenwirkung auf die Wirtschaftsstruktur.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutscher Gewerkschaftsbund/Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;WSI Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 37, 1984, S. 469&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==    &lt;br /&gt;
Die [[Produktionsstruktur]] unterscheidet sich von der Wirtschaftsstruktur dadurch, dass erstere nur die Struktur der [[Produktion]] erfasst und nicht sämtliche ökonomischen Größen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Wirtschaftsstruktur|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4129504-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsgeographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Giftzwerg 88</name></author>
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