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	<title>Wirtschaftsstrafgesetz 1954 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T13:08:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wirtschaftsstrafgesetz_1954&amp;diff=1809891&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Geoguesserplayer am 31. März 2026 um 16:55 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-31T16:55:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gesetz&lt;br /&gt;
| Titel=Gesetz zur weiteren Vereinfachung  des Wirtschaftsstrafrechts&lt;br /&gt;
| Kurztitel=Wirtschaftsstrafgesetz 1954&lt;br /&gt;
| Abkürzung=WiStrG 1954 &amp;lt;small&amp;gt;(nicht amtlich)&amp;lt;/small&amp;gt;,&amp;lt;br /&amp;gt;WiStG 1954 &amp;lt;small&amp;gt;(nicht amtlich)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Art=[[Bundesgesetz (Deutschland)|Bundesgesetz]]&lt;br /&gt;
| Geltungsbereich=[[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]]&lt;br /&gt;
| Rechtsmaterie=[[Strafrecht (Deutschland)|Strafrecht]]&lt;br /&gt;
| FNA=453-11&lt;br /&gt;
| DatumGesetz=9. Juli 1954&amp;lt;br /&amp;gt;({{BGBl|1954n I S. 175}})&lt;br /&gt;
| Inkrafttreten=10. Juli 1954&lt;br /&gt;
| Neubekanntmachung=3. Juni 1975&amp;lt;br /&amp;gt;({{BGBl|1975n I S. 1313}})&lt;br /&gt;
| Neufassung=&lt;br /&gt;
| InkrafttretenNeufassung=&lt;br /&gt;
| LetzteÄnderung=Art. 76 G vom 10. August 2021&amp;lt;br /&amp;gt;({{BGBl|2021n I S. 3436, 3474}})&lt;br /&gt;
| InkrafttretenLetzteÄnderung=1. Januar 2024&amp;lt;br /&amp;gt;(Art. 137 G vom 10. August 2021)&lt;br /&gt;
| GESTA=C199&lt;br /&gt;
| Außerkrafttreten=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsstrafgesetz 1954&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (WiStrG 1954)  umfasst nicht das gesamte [[Wirtschaftsstrafrecht]], vielmehr sichert es die Anwendung von Sicherungsvorschriften strafrechtlich ab. Zusätzlich enthalten §§ 2–6 WiStrG 1954 [[Ordnungswidrigkeit]]en, die teilweise an § 1 WiStrG 1954 anknüpfen, teilweise aber thematisch auch gänzlich abweichen (Schutz von Wohnraummietern in §§ 5, 6 WiStrG 1954).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das WiStrG 1954 trat an die Stelle des, aufgrund der wirtschaftlichen Konsolidierung nicht mehr benötigten,&amp;lt;ref&amp;gt;Erbs/Kohlhaas/Lampe, 232. EL August 2020, WiStG Vor. 1 Rn. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wirtschaftsstrafgesetzes vom 26. Juli 1949&amp;lt;ref&amp;gt;Gesetzblatt der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes S. 193.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wesentliche Änderungen erfuhr es 1993 (Neufassung des § 5 WiStrG 1954),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesgesetzblatt Teil I Jahrgang 1993  Nr. 38 S. 1258 ([https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl193s1257.pdf%27%5D__1605931093484 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2018 (Einfügung des § 6 WiStrG 1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesgesetzblatt Teil I Jahrgang 2018  Nr. 48 S. 2649, 2650 ([https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;amp;jumpTo=bgbl118s2648.pdf#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl118s2648.pdf%27%5D__1605929949018 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verurteilt nach dem WiStG 1954 wurden in den Jahren 2019, 2014 jeweils eine Person.&amp;lt;ref&amp;gt;Strafverfolgungsstatistik 2019 S. 54, Strafverfolgungsstatistik 2014 S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren 2018, 2017, 2016, 2015, 2013, 2012, 2011 sind keine Verurteilungen ausgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Strafverfolgungsstatistik 2018 S. 56, Strafverfolgungsstatistik 2017 S. 56, Strafverfolgungsstatistik 2016 S. 56, Strafverfolgungsstatistik 2015 S. 55, Strafverfolgungsstatistik 2013 S. 56, Strafverfolgungsstatistik 2012 S. 54, Strafverfolgungsstatistik 2011 S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
{{§|1|wistrg_1954|juris}} WiStrG 1954 schützt die staatliche Wirtschaftslenkung&amp;lt;ref&amp;gt;Zieschang in Achenbach/Rönnau/Ransiek[Hrsg.], Handbuch Wirtschaftsstrafrecht, 5. Auflage, C.F. Müller, S. 552.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist nur dann erfüllt, wenn gegen Rechtsverordnungen verstoßen wird, die aufgrund ausgewählter Sicherungsvorschriften erlassen wurden. Unter diese Sicherungsvorschriften fallen das [[Wirtschaftssicherstellungsgesetz]],&amp;lt;ref&amp;gt;Wirtschaftssicherstellungsgesetz vom 24. August 1965 ({{BGBl|1965n I S. 920}}); Neubekanntmachung vom 3. Oktober 1968 ({{BGBl|1968n I S. 1069}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; das [[Verkehrssicherstellungsgesetz]]&amp;lt;ref&amp;gt;Verkehrssicherstellungsgesetz vom 24. August 1965 ({{BGBl|1965n I S. 927}}); Neubekanntmachung vom 8. Oktober 1968 ({{BGBl|1968n I S. 1082}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; das [[Wassersicherstellungsgesetz]],&amp;lt;ref&amp;gt;Wassersicherstellungsgesetz vom 24. August 1965 ({{BGBl|1965n I S. 1225}}, {{BGBl|1965n I S. 1817|text=ber. S. 1817}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; und das [[Ernährungssicherstellungs- und -vorsorgegesetz]]. Nicht erfasst vom WiStrG 1954 sind folglich Verstöße gegen die Rechtsverordnungen der anderen Sicherungsgesetze ([[Arbeitssicherstellungsgesetz|Arbeits]]- und [[Energiesicherungsgesetz]], [[Postsicherstellungsgesetz]], [[Telekommunikationsgesetz (Deutschland)|Telekommunikationsgesetz]] (§§ 184 bis 190) und das [[Verkehrsleistungsgesetz]]). Von der Norm erfasst sind auch an die Rechtsverordnungen anknüpfende ergangene vollziehbare [[Verwaltungsvorschrift|Verwaltungsanordnungen]]. Der Verstoß kann [[Vorsatz (Recht)|vorsätzlich]] ([[Freiheitsstrafe (Deutschland)|Freiheitsstrafe]] bis zu fünf Jahren oder [[Geldstrafe (Deutschland)|Geldstrafe]]) oder [[Fahrlässigkeit|fahrlässig]] (§ 1 Absatz 4 WiStrG 1954, Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe) erfolgen. Der [[Versuch (StGB)|Versuch]] ist strafbar (§ 1 Absatz 2 WiStrG 1954).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{§|2|wistrg_1954|juris}} WiStrG 1954 privilegiert denjenigen, dessen Tat ungeeignet ist, die Versorgung merkbar zu stören (dies ist etwa der Fall bei kleinen Mengen für den hauswirtschaftlichen Bedarf)&amp;lt;ref&amp;gt;Erbs/Kohlhaas/Lampe, 232. EL August 2020, WiStG § 2 Rn. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; und auch keine sonstigen Ziele des jeweiligen Sicherungsgesetzes merkbar beeinträchtigt. Dann liegt nämlich keine Straftat, sondern lediglich eine Ordnungswidrigkeit vor, weil das Tatunrecht gering ist. Die Privilegierung kommt dem Täter allerdings nicht zugute, wenn er beharrlich handelt. Dies setzt zumindest eine einmalige Wiederholung und daneben eine besondere Hartnäckigkeit oder Gleichgültigkeit gegenüber der Rechtsordnung voraus.&amp;lt;ref&amp;gt;Erbs/Kohlhaas/Lampe, 232. EL August 2020, WiStG § 2 Rn. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Geldbuße (Verwaltungsrecht)|Geldbuße]] beträgt bis zu 25.000 Euro (§ 2 Absatz 3 WiStrG 1954), bei fahrlässiger Tat ist sie maximal halb so hoch (§ 17 Absatz 2 OWiG). Die Geldbuße kann allerdings dann höher ausfallen, wenn der aus der Tat gezogene wirtschaftliche Vorteil größer ist (§ 17 Absatz 4 OWiG). Der Versuch der Ordnungswidrigkeit ist mit der gleichen Geldbuße bedroht wie die Vollendung (§ 2 Absatz 3 WiStrG 1954).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{§|3|wistrg_1954|juris}} WiStrG 1954 regelt Verstöße gegen Preisvorschriften, z. B. über [[Preisauszeichnung]]en. Hier können auch Verstöße gegen die [[Preisangabenverordnung]] durch {{§|3|wistrg_1954|juris}} WiStrG 1954 erfasst werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Oberlandesgericht Hamm|OLG Hamm]], [[Neue Zeitschrift für Strafrecht|NStZ-RR]] 2005, 91.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{§|4|wistrg_1954|juris}} WiStrG 1954 flankiert den Schutz gegen den [[Wucher]], der unter Umständen auch nach {{§|291|stgb|juris}} [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]] erfasst werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{§|5|wistrg_1954|juris}} WiStrG 1954 flankiert hingegen den Schutz gegen den [[Mietwucher]], der unter Umständen auch nach {{§|291|stgb|juris}} [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]] erfasst werden kann. Die Vorschrift des {{§|5|wistrg_1954|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 WiStrG 1954 regelt, wann ein [[Mietvertrag (Deutschland)|Mietpreis]] als unangemessen hoch gilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch komplementär Art. 229 § 3 Abs. 11 [[Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche|EGBGB]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{§|6|wistrg_1954|juris}} WiStrG 1954 normiert eine Ordnungswidrigkeit, die dem Schutz des Mieters vor dem „Herausmodernisieren“ dient.&amp;lt;ref&amp;gt;BT-Drs. 19/4672, 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Herausmodernisieren“ bedeutet, dass gezielt Wohnraum modernisiert wird, um infolge der Mietkostensteigerung eine Kündigung seitens des Mieters oder eine sonstige Aufhebung des Mietverhältnisses herbeizuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;Erbs/Kohlhaas/Lampe, 232. EL August 2020, WiStG § 6 Rn. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Täter (regelmäßig, aber nicht zwingend der Vermieter) muss hierfür zunächst eine bauliche Veränderung durchführen oder durchführen lassen. Eine bauliche Veränderungen sind dabei Modernisierungsmaßnahmen im Sinne des § 555b BGB, Erhaltungsmaßnahmen im Sinne des §555a BGB, oder aber auch Änderungen bezüglich der Anlagentechnik.&amp;lt;ref&amp;gt;BeckOK OWiG/Kudlich, 28. Ed. 1.10.2020, WiStG § 6 Rn. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Handeln muss dann geeignet sein, für den Mieter zu erheblichen, objektiv nicht notwendigen Belastungen führen. Wann dies gegeben ist, soll vom Einzelfall abhängen. Hierunter soll schikanöses, unvernünftigen Verhalten fallen. Die Beeinträchtigung muss dabei real vorliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Erbs/Kohlhaas/Lampe, 232. EL August 2020, WiStG § 6 Rn. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispielsweise lässt sich das grundlose Abstellen von Strom oder die Lagerung von Bauschutt im Wohnungszugang nennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Blank NZM 2019, 73 (74).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner das Aushängen der Haustür für einen längeren Zeitraum ohne Grund oder das Verrichten von Bautätigkeiten die besonders laut sind zu unangemessenen Tageszeiten. Die Formulierung ist sehr vage.&amp;lt;ref&amp;gt;BeckOK OWiG/Kudlich, 28. Ed. 1.10.2020, WiStG § 6 Rn. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Täter muss mit Vorsatz handeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Erbs/Kohlhaas/Lampe, 232. EL August 2020, WiStG § 6 Rn. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinsichtlich der Aufhebung des Mietverhältnisses bedarf es Absicht, es muss sich also als wesentliche Zweck der Durchführung darstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Erbs/Kohlhaas/Lampe, 232. EL August 2020, WiStG § 6 Rn. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Erfolg, also eine Aufhebung des Mietverhältnisses wird nicht vorausgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;BeckOK OWiG/Kudlich WiStG § 6 Rn. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 100.000 Euro geahndet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;BeckOK OWiG/Kudlich WiStG § 6 Rn. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorschrift wird wohl, aufgrund von Beweisschwierigkeiten, keine große Bedeutung haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Gramlich/Gramlich, 15. Aufl. 2019, WiStG § 6 Rn. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem wird die Übereinstimmung mit dem Bestimmtheitsgrundsatz und damit die Vereinbarkeit mit der Verfassung infrage gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Börstinghaus/Krumm NZM 2018, S. 633 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die {{§|7|wistrg_1954|juris}} bis {{§|13|wistrg_1954|juris}} WiStrG 1954 enthalten ergänzende Vorschriften, u. a. zur Vermögensabschöpfung bezüglich des Mehrerlöses, also des Unterschiedsbetrags zwischen dem zulässigen und dem unrechtmäßigerweise erzielten höheren Preis, und zur [[Einziehung (StGB-D)|Einziehung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundesgesetz (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nebenstrafrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftskriminalität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle (20. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Geoguesserplayer</name></author>
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