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	<title>Wirtschaftsorganisation Ost - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T15:31:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wirtschaftsorganisation_Ost&amp;diff=2049725&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uranus95: /* Wirtschaftsunternehmen */</title>
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		<updated>2025-07-29T13:20:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wirtschaftsunternehmen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsorganisation Ost&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war mit etwa 20.000 Mitarbeitern eine der größten wirtschaftlichen Behörden des [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reiches]] im [[Nationalsozialismus]]. Ihre Aufgabe bestand in der Ausbeutung der im [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Deutsch-Sowjetischen Krieg]] besetzten Gebiete. Hauptziel war, [[Kraftstoff|Treibstoff]] und [[Getreide]] zu beschaffen, die betriebliche Produktion zu steigern, der Einsatz der Zivilbevölkerung als [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiter]] vor Ort oder die Verschleppung als &amp;#039;&amp;#039;[[Ostarbeiter]]&amp;#039;&amp;#039; ins Reich. Ziel war, die [[Wehrmacht]] möglichst aus dem besetzten Land zu versorgen, die Kriegsproduktion zu erhöhen und die [[deutsche]] Bevölkerung zu ernähren.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv: [http://www.argus.bstu.bundesarchiv.de/RW31-28651/index.htm Wirtschaftsstab Ost - Einleitung], abgerufen am 3. Juni 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung ==&lt;br /&gt;
Am 19. Februar 1941 besprachen Reichskanzler [[Adolf Hitler]] und Reichsmarschall [[Hermann Göring]], wie die Besatzungspolitik im geplanten Krieg gegen die Sowjetunion auszurichten sei. Die Vorlage des [[Oberkommando des Heeres|OKH]] sah eine reine Militärverwaltung vor, die wirtschaftlichen Fragen eine nur geringe Bedeutung zumaßen. Vom Leiter des [[Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt]]es, [[General der Infanterie]] [[Georg Thomas (General)|Georg Thomas]] im [[Oberkommando der Wehrmacht|OKW]], lag dagegen eine Denkschrift zu den wirtschaftlichen Fragen der Operationen im Osten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas erhielt den Auftrag, die konzeptionellen Grundlagen für die „Wirtschaftsorganisation Ost“ zu entwickeln. Sie sollte alle zivilen wirtschaftlichen Ressorts der Besatzungsverwaltung und auch die entsprechenden Dienststellen der Wehrmacht zusammenfassen. Auf diese Weise sollte unter der Schirmherrschaft Görings die bisher bestehende weitgehende Autonomie der drei Wehrmachtteile beschnitten werden sowie die Kompetenzen des [[Reichswirtschaftsministerium]]s im besetzten Gebiet beschränkt werden. OKW und [[Vierjahresplan]]behörde sollten unter Einschaltung der Industrie eine einheitliche Wirtschaftsverwaltung errichten. Nach Thomas’ Organisationsentwurf bestand die „Hauptaufgabe der Organisation in der Erfassung von Rohstoffen und in der Übernahme aller wichtigen Betriebe. Für die letzte Aufgabe würden zweckmäßigerweise von Anfang an zuverlässige Persönlichkeiten deutscher Konzerne eingeschaltet werden, da nur mit Hilfe ihrer Erfahrungen von Beginn an erfolgreiche Arbeit geleistet werden könne (z.&amp;amp;nbsp;B. Braunkohle, Erz, Chemie, Erdöl).“&amp;lt;ref&amp;gt;Dok. PS-1317, Aktennotiz üb(er) Besprechung bei Thomas am 28. Februar 1941, vom 1. März 1941, in: &amp;#039;&amp;#039;Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof, Nürnberg, 14. November 1945 – 1. Oktober 1946&amp;#039;&amp;#039; (IMG), Bd. 27, Nürnberg 1948, S. 170; siehe auch Dietrich Eichholtz: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Kriegswirtschaft 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band 1, S. 233.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Außenorganisation der Wirtschaftsverwaltung sollte noch während der Kampfhandlungen aufgebaut werden und dem Militär unterstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Personalbestand der Wirtschaftsorganisation Ost in den besetzten Gebieten der UdSSR, das ein fast doppelt so großes Territorium wie das Reichsgebiet umfasste, betrug im November 1942 mehr als 18.000 Mann, davon 10.000 Landwirtschaftsführer und 8.000 Soldaten und Offiziere. Im Vergleich dazu wurden im Deutschen Reich und allen anderen besetzten Gebieten zur Lenkung der Rüstungs- und Kriegswirtschaft zusammen nur 16.000 Mann eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf-Dieter Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Wirtschaftspolitik in den besetzten sowjetischen Gebieten 1941–1943. Der Abschlussbericht des Wirtschaftsstabes Ost und Aufzeichnungen eines Angehörigen des Wirtschaftskommandos Kiew&amp;#039;&amp;#039;. Boldt, Boppard am Rhein, 1991, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftsstab Ost ==&lt;br /&gt;
Göring genehmigte das von Thomas entwickelte Organisationsschema am 19. März 1941. Leitendes Gremium der „Wirtschaftsorganisation Ost“ war der „Wirtschaftsstab Ost“. Er wurde von Generalleutnant [[Wilhelm Schubert (General)|Wilhelm Schubert]] (25. März 1941 bis 30. Juni 1942) bzw. General Thomas (1. Juli bis zum 2. August 1942, kommissarisch) geleitet. Nachdem Thomas zurückgetreten war, wurde sie bis zur Auflösung von General der Infanterie [[Otto Stapf (General)|Otto Stapf]] (3. August 1942 bis 31. Oktober 1944&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv-Militärarchiv RW31/152 S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;) geführt, der unmittelbar unter den Befehl [[Wilhelm Keitel|Keitels]] trat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Fachabteilungen des Wirtschaftsstabes Ost bildeten die Chefgruppen Landwirtschaft (La), Militär (M), Wirtschaft (W), Arbeit (A) und Betriebsförderung und Berufserziehung (BB). Das Schwergewicht der Arbeit lag bei den zivilen Fachabteilungen Landwirtschaft und Wirtschaft, die weitgehend von den entsprechenden Reichsbehörden dirigiert wurden. So wurde die wichtige Chefgruppe Landwirtschaft von dem Ministerialdirektor im Reichsernährungsministerium, [[Hans-Joachim Riecke]], Parteimitglied seit 1925 und Gruppenführer der SA, geleitet. Ministerialdirektor [[Gustav Schlotterer]], einer der engsten Mitarbeiter von Reichswirtschaftsminister [[Walther Funk]], übernahm die Chefgruppe Wirtschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf-Dieter Müller: &amp;#039;&amp;#039;Von der Wirtschaftsallianz zum kolonialen Ausbeutungskrieg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt. Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Der Angriff auf die Sowjetunion&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Verlags-Anstalt, Deutsch-Verlags-Anstalt, Stuttgart 1983, S. 98–189, hier S. 131.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Entsendung von über 1 Mio. Zivilarbeitern aus dem Besatzungsgebiet wurde von der Chefgruppe Arbeit geleitet, die wegen der kritischen Versorgungssituation der Zivilbevölkerung Nahrungsmittelversorgung der Arbeitskräfte und ihrer Angehörigen durch die Chefgruppe BB.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf-Dieter Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Wirtschaftspolitik in den besetzten sowjetischen Gebieten 1941–1943&amp;#039;&amp;#039;, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur besseren Koordination der wirtschaftlichen Maßnahmen gehörten die Abteilungsleiter des Wirtschaftsstabes Ost seit Herbst 1941 auch dem [[Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete|Ostministerium]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1943 war der größte Teil von Aufgaben und Personal des Wirtschaftsrüstungsamtes des OKW an das [[Reichsministerium für Bewaffnung und Munition]] gegangen. Sein verbliebener Rest wurde zum „Feldwirtschaftsstab“ umbenannt, mit dem der Rest der vormaligen Wirtschaftsstab Ost Organisation ab 1. November 1944 zusammengelegt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv-Militärarchiv RW31/152 S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Außenorganisation in den Besatzungsgebieten ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsorganisation Ost unterstanden fünf [[Wirtschaftsinspektion]]en (WiIn), die ihrerseits 23 Wirtschaftskommandos und 12 Außenstellen im besetzten Gebiet der Sowjetunion leiteten. Die Wirtschaftsinspektionen im [[Befehlshaber des Rückwärtigen Heeresgebietes|Heeresgebiet]] wurden den [[Heeresgruppe]]nkommandos zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die in den Gebieten der Zivilverwaltung errichteten „Rüstungsinspektionen“ ([[Reichskommissariat Ostland]], [[Reichskommissariat Ukraine]]) war der Wirtschaftsstab Ost jedoch nicht zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirtschaftskommandos stützten sich bei ihrer Arbeit auf Dienststellen der Abteilung IV Wi (Wirtschaft) bei den [[Feldkommandantur]]en und den [[Armeeoberkommando]]s. Bei den in der folgenden Grafik aufgeführten Außenstellen handelt es sich um geplante Einsatzgrenzen der Wirtschaftsinspektionen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Daten der Grafik siehe: &amp;#039;&amp;#039;Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof, Nürnberg, 14. November 1945 – 1. Oktober 1946&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 27, Nürnberg 1948, S. 32–38, Dok. 1157-PS, Besprechung des Wehrwirtschafts- und Rüstungsamtes über den Wirtschaftsstab Oldenburg, 29. April 1941; vgl. auch Rolf-Dieter Müller: &amp;#039;&amp;#039;Von der Wirtschaftsallianz zum kolonialen Ausbeutungskrieg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt&amp;#039;&amp;#039;. Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Der Angriff auf die Sowjetunion&amp;#039;&amp;#039;, S. 135 (dort Grafik: &amp;#039;&amp;#039;Die geplanten Einsatzgrenzen der Wirtschaftsinspektionen.&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;#cccccc&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align: left;background:#B0C4DE&amp;quot;|Wi Fü Stab Ost →&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align: left;background:#B0C4DE&amp;quot;|Wi Stab Ost →&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align: left;background:#B0C4DE&amp;quot;|Wi Inspektionen →&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;background:#B0C4DE&amp;quot;|Wi Kdos →&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;background:#B0C4DE&amp;quot;|Außenstellen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  ||→||→[[Murmansk]] ||→[[Archangelsk]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  ||Nord (Riga) ||→[[Sankt Petersburg|Petersburg]] ||→[[Wologda]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  || ||→[[Tallinn|Reval]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  || ||→[[Riga]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  || ||→[[Wilna]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  ||Mitte (Moskau)||→[[Nischni Nowgorod|Gorkij]]||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  || ||→[[Moskau]]||→[[Rybinsk]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  || || ||→[[Jarosław|Jaroslaw]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  || ||→Tula ||→[[Brjansk]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  || ||→[[Minsk]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  ||Süd (Kiew)||→[[Charkow]]||→[[Kursk]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  || || ||→[[Woronesch]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  || ||→[[Stalingrad]]||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  || ||→[[Rostow am Don]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  || ||→Stalino||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  || ||→[[Kiew]]||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  || ||→[[Dnipro|Dnepropetrowsk]]||→[[Kertsch]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  || || ||→[[Sewastopol]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  || ||→[[Odessa]]||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  || ||→[[Chișinău|Kischinew]]||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  || ||→[[Lemberg]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  ||z.&amp;amp;nbsp;b.&amp;amp;nbsp;V. (Hessen)||→z.&amp;amp;nbsp;b.&amp;amp;nbsp;V.||→z.&amp;amp;nbsp;b.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  ||||||→z.&amp;amp;nbsp;b.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  ||→z.&amp;amp;nbsp;b.&amp;amp;nbsp;V. (Westfalen) ||→[[Grosny]]||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  ||||→[[Baku]]||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  ||||→[[Tiflis]]||→[[Batumi]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=left| ||  ||||→[[Krasnodar]]||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Abkürzungen und Symbole:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wi Fü Stab: Wirtschaftführungsstab&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wi Stab: Wirtschaftsstab&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wi Kdo: Wirtschaftskommando&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
→: Unterstellung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftsunternehmen ==&lt;br /&gt;
Eine Vielzahl von privaten oder halbstaatlichen Ostgesellschaften wurden befristet zu [[Treuhänder]]n erklärt, die [[Monopol]]e für ganze Branchen erhielten, unter anderen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Zentralhandelsgesellschaft Ost für landwirtschaftlichen Absatz und Bedarf|Zentralhandelsgesellschaft Ost für landwirtschaftlichen Absatz und Bedarf m.b.H.]] (ZO)&lt;br /&gt;
* [[Berg- und Hüttenwerksgesellschaft Ost m.b.H.]] (BHO) (russische Kohlen- und Eisenwirtschaft sowie Eisenerzbergbau)&lt;br /&gt;
* [[Ost-Faser-Gesellschaft]] m.b.H. (russische Spinnstoffwirtschaft)&lt;br /&gt;
* Ostland-Faser-Gesellschaft m.b.H. (Tochtergesellschaft der Ost-Faser-Gesellschaft m.b.H mit Sitz in Riga)&lt;br /&gt;
* Spinnfaser-Ukraine-Gesellschaft m.b.H&lt;br /&gt;
* Energieversorgung Ukraine G.m.b.H. (EVU) (Monopolbetrieb der Elektrizitätswirtschaft)&lt;br /&gt;
* [[Energiebau Ost G.m.b.H.]]&lt;br /&gt;
* [[Wirtschaftseinsatz Ost G.m.b.H.]] (WEO)&lt;br /&gt;
* [[Steine und Erden Ost G.m.b.H.]]&lt;br /&gt;
* [[Chemie-Ost G.m.b.H.]]&lt;br /&gt;
* [[Ostgesellschaft für Pflanzenkautschuk und Guttapercha m.b.H.]]&lt;br /&gt;
* [[Südost-Montan AG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Ölquellen auf sowjetischem Gebiet befasste sich die schon länger bestehende [[Kontinentale Öl AG]].&lt;br /&gt;
Außerdem wurde eine Vielzahl von Treuhändern für Einzelbetriebe ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen vom Reichswirtschaftsministerium, den Industrieverbänden und einzelnen Firmen getragenen Ostgesellschaften bzw. Monopolgesellschaften wurde eine neue Form der Zusammenarbeit von Staat und Privatwirtschaft entwickelt. Unter staatlicher Regie stehend wurden sie in privatwirtschaftlicher Form betrieben. Nach Kriegsende sollten sie, wie Hitler und Göring mehrfach versicherten umfassend privatisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rolf-Dieter Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers Ostkrieg und die deutsche Siedlungspolitik. Die Zusammenarbeit von Wehrmacht, Wirtschaft und SS&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1991, S. 54 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Bericht des Beauftragten [[Martin Bormann]]s beim [[Oberkommando der Wehrmacht|OKW]] in Minsk vom Mai 1942, plünderten die Monopolgesellschaften das Land aus und müssten viel enger der zivilen Verwaltung unterstellt werden, in ihnen {{&amp;quot;|tobe sich die Wirtschaftspartei aus}} und die politisch fragwürdigen Angestellten bekämen unglaublich hohe Gehälter.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reinhard Rürup]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Krieg gegen die Sowjetunion 1941-1945. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1991, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben erfasste die ZO bei einem Umsatz von 3 Milliarden Reichsmark bis zum 31. März 1944 unter anderem 9,2 Millionen Tonnen Getreide (einschließlich 0,2 Millionen Tonnen Hülsenfrüchte), von denen 5,7 Millionen Tonnen an die Wehrmacht gingen und 1,1 Millionen Tonnen an deutsche Dienststellen und die einheimische Bevölkerung.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Umbreit: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Herrschaft in den besetzten Gebieten 1942-1945&amp;#039;&amp;#039;, in: Bernhard R. Kroener, Rolf-Dieter Müller, Hans Umbreit(Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg: Organisation und Mobilisierung des deutschen Machtbereichs Band 5/2: Kriegsverwaltung, Wirtschaft und personelle Ressourcen 1942 bis 1944/45.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1999, ISBN 3-421-06499-7, S. 201.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftsführungsstab Ost ==&lt;br /&gt;
Dem Wirtschaftsstab Ost wurde ein „Wirtschaftsführungsstab“ (WiFüStOst) vorangestellt. Er hatte die Aufgabe, diese Behörde über ihr Leitungsgremium „Wirtschaftsstab Ost“ mit den Behörden des [[Vierjahresplan]]s zu koordinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorsitz im WiFüStOst oblag Göring und seinem Stellvertreter, dem Staatssekretär [[Paul Körner (Politiker)|Paul Körner]] vom Amt des Beauftragten für den [[Vierjahresplan]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-2004-0040, Wilhelm Schubert.jpg|miniatur|hochkant|General Wilhelm Schubert, 1941]]&lt;br /&gt;
Neben Göring und Körner waren die ursprünglichen ständigen Mitglieder:&amp;lt;ref&amp;gt;Alex J. Kay: &amp;#039;&amp;#039;Verhungernlassen als Massenmordstrategie. Das Treffen der deutschen Staatssekretäre am 2. Mai 1941&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Weltgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, 11. Jg. (2010), Heft 1, S. 81–105, hier S. 90.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Staatssekretär [[Herbert Backe]] vom [[Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft]],&lt;br /&gt;
* Staatssekretär [[Hermann von Hanneken (General der Infanterie)|Hermann von Hanneken]] vom [[Reichsministerium für Wirtschaft]],&lt;br /&gt;
* Staatssekretär [[Friedrich Alpers]] vom [[Reichsforstamt]] und&lt;br /&gt;
* General der Infanterie Georg Thomas,&lt;br /&gt;
dem Federführung und praktische Arbeit oblagen, und dem Generalleutnant [[Wilhelm Schubert (General)|Wilhelm Schubert]] unterstellt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald danach kamen weitere ständige Mitglieder des WiFüStOst hinzu:&amp;lt;ref&amp;gt;Kay: &amp;#039;&amp;#039;Verhungernlassen als Massenmordstrategie&amp;#039;&amp;#039;, S. 90–91 u. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Staatssekretär [[Friedrich Syrup]] vom [[Reichsministerium für Arbeit]],&lt;br /&gt;
* Staatssekretär  [[Friedrich Landfried]] vom Reichsministerium für Wirtschaft,&lt;br /&gt;
* Staatssekretär [[Erich Neumann (Staatssekretär)|Erich Neumann]] von der Vierjahresplanbehörde,&lt;br /&gt;
* Staatssekretär [[Wilhelm Kleinmann]] vom [[Reichsverkehrsministerium|Reichsministerium für Transport und Verkehr]] und&lt;br /&gt;
* Generalleutnant [[Rudolf Gercke]], [[Chef des Transportwesens]] im [[Oberkommando des Heeres]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wirtschaftsführungsstab Ost wurde die so genannte [[Grüne Mappe]] erstellt, die alle wesentlichen ökonomischen Daten des zu erobernden Gebietes und die wichtigsten Zielsetzungen für dessen wirtschaftliche Ausbeutung enthielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Paul Zimmermann (SS-Mitglied)|Paul Zimmermann]], zeitweise Wirtschaftsstab Ost&lt;br /&gt;
* [[Gustav Schlotterer]], RWiM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20110113131849/http://www.bundesarchiv.de/oeffentlichkeitsarbeit/bilder_dokumente/00763/index-1.html.de Der Wirtschaftsstab Ost im Bundesarchiv] (historische Bilder und Dokumente)&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/2c1c139a-2acb-49d2-ab41-dd9fde44dd0e/ Bundesarchiv: Wirtschaftsstab Ost, mit Geschäftsbereich, RW 31, 1940-1945, bearbeitet von Rainer Jacobs, Koblenz Juni 2005] (mit einer ausführlichen Einleitung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karel C. Berkhoff, &amp;quot;Harvest of Despair. Life and Death in Ukraine under Nazi Rule.&amp;quot; Harvard University Press, Cambridge 2004.&lt;br /&gt;
* [[Dietrich Eichholtz]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Kriegswirtschaft 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. (= Nachdr. der Ausg. Berlin, Akademie-Verlag, 1969–1996, erg. durch ein Vorwort und Gesamtregister) K.G. Saur Verlag, München 1999, ISBN 3-598-11428-1.&lt;br /&gt;
* [[Alex J. Kay]]: &amp;#039;&amp;#039;Verhungernlassen als Massenmordstrategie. Das Treffen der deutschen Staatssekretäre am 2. Mai 1941&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Weltgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, 11. Jg. (2010), Heft 1, S. 81–105.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard R. Kroener]], [[Rolf-Dieter Müller]], Hans Umbreit: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg]]: Organisation und Mobilisierung des deutschen Machtbereichs, Band 5/1: Kriegsverwaltung, Wirtschaft und personelle Ressourcen 1939 bis 1941.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: [[Militärgeschichtliches Forschungsamt]], [[Deutsche Verlags-Anstalt]], Stuttgart 1988, ISBN 3-421-06232-3.&lt;br /&gt;
* Bernhard R. Kroener, Rolf-Dieter Müller, Hans Umbreit: &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg: Organisation und Mobilisierung des deutschen Machtbereichs Band 5/2: Kriegsverwaltung, Wirtschaft und personelle Ressourcen 1942 bis 1944/45.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1999, ISBN 3-421-06499-7.&lt;br /&gt;
* Rolf-Dieter Müller (Hrsg. u. Einleitung): &amp;#039;&amp;#039; Die deutsche Wirtschaftspolitik in den besetzten sowjetischen Gebieten 1941-1943. Der Abschlussbericht des Wirtschaftsstabes Ost und Aufzeichnungen eines Angehörigen des Wirtschaftskommandos Kiew&amp;#039;&amp;#039;. Harald Boldt Verlag, Boppard am Rhein 1991, ISBN 3-7646-1905-8.&lt;br /&gt;
* Rolf-Dieter Müller: &amp;#039;&amp;#039;Von der Wirtschaftsallianz zum kolonialen Ausbeutungskrieg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt. Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Der Angriff auf die Sowjetunion&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1983, ISBN 3-421-06098-3, S. 98–189, (hier S. 129–136: &amp;#039;&amp;#039;Der Aufbau der Wirtschaftsorganisation Ost.&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Norbert Müller: &amp;#039;&amp;#039;Okkupation, Raub, Vernichtung.&amp;#039;&amp;#039; Militärverlag der DDR, Berlin 1980, S. 49 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behörde (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Besetzung Europas 1939–1945]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Wirtschaftsorganisation (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Behördengründung 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1945]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uranus95</name></author>
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