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	<title>Wirtschaftskrise - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2025-08-04T06:27:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:WirtschaftskriseAlexanderHauk.jpeg|mini|Aushang an einer Schaufensterscheibe: „...aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftskrise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man in der [[Volkswirtschaftslehre]] die Phase einer deutlich negativen Entwicklung des [[Wirtschaftswachstum]]s. Daneben bezeichnet man auch negative Entwicklungen bei anderen [[Makroökonomie|makroökonomischen]] Variablen (z.&amp;amp;nbsp;B. Preisniveau, Beschäftigung, Kapitalströme etc.) als Wirtschaftskrise. Eine Wirtschaftskrise kann einzelne oder mehrere [[Volkswirtschaft]]en oder sogar die gesamte [[Weltwirtschaft]] betreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die [[Konjunktur|wirtschaftliche Konjunktur]] unterscheidet man die drei Ausprägungen &amp;#039;&amp;#039;Stagnation&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Rezession&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Depression&amp;#039;&amp;#039;. Als [[Stagnation (Wirtschaft)|Stagnation]] bezeichnet man eine Phase, in der eine Volkswirtschaft nicht wächst und somit der [[Bruttoinlandsprodukt|volkswirtschaftliche Output]] zwischen zwei Zeitpunkten stagniert. Allerdings ist es strittig, ob eine Phase der Stagnation schon als Wirtschaftskrise bezeichnet werden kann. In einem dem [[Konjunktur#Hochkonjunktur (Boom)|Boom]] folgenden [[Konjunktur#Rezession|volkswirtschaftlichen Abschwung]] schrumpft nach amerikanischer Definition der volkswirtschaftliche Output hingegen über mindestens zwei aufeinander folgende [[Quartal]]e. Als [[Konjunktur#Depression (Konjunkturtief)|Depression]] bezeichnet man eine lang andauernde Rezession.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erklärungsansätze ==&lt;br /&gt;
=== Krisentheorien ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Konjunkturtheorie}}&lt;br /&gt;
Theorien zur Entstehung von konjunkturellen Auf- und Abschwüngen können grundsätzlich in endogene und exogene Theorien unterteilt werden. Endogene Theorien sehen die Ursache von Krisen in der Wirtschaft selbst, exogene Theorien führen Krisen auf äußere Ursachen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währungskrisen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Währungskrise}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Währungskrise kann z.&amp;amp;nbsp;B. durch eine extrem hohe Inflation ([[Hyperinflation]]) ausgelöst werden. Auch chronisch starke Kapitalzuflüsse aus dem Ausland, z.&amp;amp;nbsp;B. aufgrund eines künstlich überhöhten Wechselkurses, führen zu einer [[Zahlungsbilanzkrise]], die oftmals in eine Währungskrise mündet. Treten Banken- und Währungskrise gemeinsam auf, so spricht man von einer [[Zwillingskrise]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kaminsky, G. / Reinhart, C. (1999): &amp;#039;&amp;#039;The Twin Crises: The Causes of Banking and Balance of Payments’ Problems&amp;#039;&amp;#039;, in: The American Economic Review, 89. Jahrgang, S. 473–500.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typische Folge einer Währungskrise ist eine [[Kapitalflucht]], eine restriktive [[Geldpolitik]] und eine [[Kreditklemme]], so dass eine Währungskrise oft in eine [[Finanzkrise|Finanz-]] und Wirtschaftskrise mündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Caspers, &amp;#039;&amp;#039;Zahlungsbilanz und Wechselkurse&amp;#039;&amp;#039;, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2002, ISBN 978-3-486-25924-7, Seite 113, 114&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Heine, Hansjörg Herr, &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftslehre: Paradigmenorientierte Einführung in die Mikro- und Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;, Walter de Gruyter, 2013, ISBN 978-3-486-71750-1, S. 726&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deflationskrisen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Deflationsspirale}}&lt;br /&gt;
Der umgekehrte Fall der Inflation, also ein längerfristiger Rückgang der Preise, wird als [[Deflation]] bezeichnet und kann zu Wirtschaftskrisen führen. Der [[Monetarismus]] betrachtet die Reduzierung der Geldmenge in den USA um 30 % zwischen den Jahren 1929 und 1933 als Hauptursache der [[Weltwirtschaftskrise]].&amp;lt;ref&amp;gt;Milton Friedman: &amp;#039;&amp;#039;A Monetary History of the United States&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzmarkt-Krisen ===&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Hauptartikel: [[Finanzkrise]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzkrisen sind größere Verwerfungen im Finanzsystem, die durch einen Rückgang der Vermögenswerte und die Zahlungsunfähigkeit zahlreicher Unternehmen der Finanzwirtschaft und anderer Branchen gekennzeichnet sind und die die ökonomische Aktivität in einem oder mehreren Ländern beeinträchtigen. Wird dies von einem Zusammenbruch des Bankensystems ausgelöst oder begleitet, spricht man auch von einer [[Bankenkrise]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell werden alle Finanzkrisen ausgelöst durch Unsicherheit seitens der [[Anleger (Finanzmarkt)|Anleger]] über die Vorteilhaftigkeit der [[Investition|Anlage]] in einem Land. Dasselbe gilt bei Bankenkrisen bezogen auf die einzelne [[Bank]] bzw. den Bankensektor. Als Grund für die Krise kann somit derjenige Faktor bezeichnet werden, der für die zunehmende Unsicherheit verantwortlich ist. Im Falle von Bankenkrisen sind dies in der Regel ein schlecht funktionierendes [[Bankensystem]], eine unzureichende [[Bankenaufsicht]] oder die schlechte gesamtwirtschaftliche Lage, die dazu führt, dass die Banken eine große Zahl an Forderungen abschreiben müssen und so in eine finanzielle Schieflage geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemeine Finanzkrisen lassen sich u.&amp;amp;nbsp;a. zurückführen auf Ineffizienzen an den [[Finanzmarkt|Finanzmärkten]], z.&amp;amp;nbsp;B. in Form von [[Spekulationsblase|Blasenbildungen]]. Die Möglichkeit eines schnellen Abzugs von Finanzkapital ist zurückzuführen auf geringen [[Transaktionskosten]]. Je kürzer die durchschnittliche Frist des in einem Land angelegten Kapitals ist, umso größer ist die Gefahr einer Finanzkrise. Das zeigt sich in einer inversen Zinsstruktur, die bisher vor jeder Finanzkrise aufgetreten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://finanzsache.com/inverse-zinsstruktur/ |titel=Inverse Zinsstruktur |abruf=2021-07-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Begünstigt werden Finanzkrisen durch unsichere konjunkturelle Aussichten und durch politische Unsicherheiten (Gefahr eines Putsches, Fehlen von [[Rechtssicherheit]], Gefahr von Enteignungen etc.). Besonders häufig treten starke Desinvestitionen an [[Börse]]n auf, z.&amp;amp;nbsp;B. in Form eines [[Börsenkrach]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Beispiele ==&lt;br /&gt;
Besonders schwere weltweite Krisen werden als [[Weltwirtschaftskrise]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsche Geldkrise / Schinderlingkrise ===&lt;br /&gt;
Im Zuge von Erbstreitigkeiten zwischen den Habsburgern ließ Erzherzog [[Albrecht VI. (Österreich)|Albrecht VI]] in den neu errichteten Münzstätten Enns, Linz und Freistadt minderwertige silberne Pfennige (später [[Schinderling]]e genannt) prägen, was ab 1459 zu einer Geldkrise katastrophalen Ausmaßes im deutschen Sprachraum führte.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Gaettens, &amp;#039;&amp;#039;Inflationen – Das Drama der Geldentwertungen vom Altertum bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039; (Die Zeit der Schinderlinge). Pflaum Verlag München, 1955&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sächsische Geldkrise ===&lt;br /&gt;
Durch die minderwertigen [[Roter Seufzer|Roten Seufzer]], auch Seufzer und [[Münzstätte Leipzig|Leipziger]] Seufzer genannt, die der sächsische Kurfürst und polnische König August der Starke (1694–1733) in riesigen Mengen 1701 und 1702 prägen ließ, wurde in Kursachsen eine Geldkrise ausgelöst. Der Name dieser Sechser ist auf den Verlust zurückzuführen, den die Bevölkerung durch die stark kupferhaltigen Münzen erlitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tulpenmanie ===&lt;br /&gt;
Die so genannte [[Tulpenmanie]] war eine Wirtschaftskrise in den [[Niederlande]]n zwischen 1634 und 1637. Die [[Spekulation (Wirtschaft)|Spekulation]] war verbunden mit den [[Haarlem]]er [[Tulpen]]zwiebeln, denen man einen überhöhten und vielfach rein fiktiven Wert beimaß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Englische Geldkrise ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Englische Geldkrise}}&lt;br /&gt;
Die englische Geldkrise von 1696 beruhte auf der Änderung der Zusammensetzung der [[Münze]]n und einem allgemeinen Mangel an Zahlungsmitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Krisen des 18. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
* 1716–1720: der [[Mississippi-Blase|Lawsche Aktien- und Banknotenschwindel]]&lt;br /&gt;
* 1711–1720: der englische [[Südseeschwindel]]&lt;br /&gt;
* 1790–1797: die französische [[Assignatenwirtschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hamburger Handelskrise ===&lt;br /&gt;
1799 wurde in [[Hamburg]] die so genannte Hamburger Handelskrise ausgelöst durch die Überfüllung des Hamburger Marktes mit Waren, die nicht absetzbar waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krisen des frühen 19. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
* 1815: britische Wirtschaftskrise (ausgelöst durch Überschätzung des Konsumverhaltens auf dem Kontinent)&lt;br /&gt;
* 1825: britische Wirtschaftskrise nach einem groß angelegten Gründungs- und Aktienschwindel (von den projektierten 372 Millionen Pfund Sterling waren in Wirklichkeit nur 17,6 Millionen Pfund Sterling eingezahlt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== USA/Großbritannien 1837 ===&lt;br /&gt;
[[Wirtschaftskrise von 1837]]: Die von 1837 bis 1843 dauernde Wirtschaftskrise war geprägt durch eine scharfe Konjunkturabschwächung in der [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischen]] Wirtschaft, verursacht durch Fehlinvestitionen der Banken und mangelndes Vertrauen in die Papierwährung. Die Wirkungen übertrugen sich insbesondere auf die britische Wirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Britische Eisenbahnkrise ===&lt;br /&gt;
1847 wurde Großbritannien erneut von einer heftigen Wirtschaftskrise erschüttert, diesmal ausgelöst durch die Spekulation mit [[Eisenbahn]]en und Zulieferungsunternehmen. Die erst drei Jahre alte [[Peelsche Bankakte]] musste dabei zeitweise suspendiert werden. Auch führte der [[Erster Opiumkrieg|Erste Opiumkrieg]], durch den die Opiumeinfuhr aus Britisch-Indien nach China erzwungen wurde, zu einem derartigen Silberabfluss, dass Englands Exporte an übrigen Gütern nach China einbrachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftskrise von 1857 ===&lt;br /&gt;
Die [[Wirtschaftskrise von 1857]] war die erste Weltwirtschaftskrise. Sie begann im August 1857 in [[New York City]], als eine Bank ihre Zahlungen einstellen musste. Von dort breitete sich die Krise schnell über die gesamte Welt aus. Die Finanzzentren Europas und Amerikas waren besonders stark betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründerkrise 1873 ===&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die [[Hochkonjunktur|Boomjahre]] der [[Gründerzeit]] kam es 1873 zum sogenannten [[Gründerkrach]], in dessen Folge allein in [[Deutsches Reich|Deutschland]] und [[Österreich-Ungarn|Österreich]] über 60 Banken [[Insolvenz|insolvent]] wurden. Diese Krise wurde tendenziell durch Überhitzung der Volkswirtschaft verursacht und war somit lediglich eine Korrektur der vorangegangenen hohen Wachstumsraten. Firmen und Fabriken waren zu überhöhten Preisen übernommen und gebildet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krise traf zeitlich mit einer US-amerikanischen Wirtschaftskrise zusammen und führte in allen hochentwickelten Ländern zu einer langen Stagnation. Der wirtschaftliche Niedergang erreichte seinen tiefsten Punkt 1878 und erst in der zweiten Hälfte des Jahres 1879 trat eine von den USA und Großbritannien ausgehende Besserung der Wirtschaftslage ein.&lt;br /&gt;
[[Nicholas Gregory Mankiw]] behauptet in seinem Standardwerk &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, die damalige Wirtschaftskrise sei erst durch die [[Klondike-Goldrausch|Goldfunde am Klondike]] beendet worden. Denn es gab damals den [[Goldstandard]].&amp;lt;ref&amp;gt;Nicholas Gregory Mankiw: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart 2008, ISBN 3-7910-1853-1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die internationalen ökonomischen Wachstumsstörungen 1873–1896 sind unter dem Begriff [[Große Depression (1873–1896)|Große bzw. Lange Depression]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Börsenkrach in Frankreich 1882 ===&lt;br /&gt;
In Frankreich entwickelte sich bald nach der Gründerkrise ein unter dem Einfluss der [[Union générale]] stehender Börsenschwindel, der am 19. Januar 1882 mit einem großen Börsenkrach endete, der hauptsächlich die Börsen von [[Pariser Börse|Paris]] und [[Lyon]] erfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weltwirtschaftskrise 1929 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Weltwirtschaftskrise}}&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Great Depression}}&lt;br /&gt;
Der Beginn wird mit dem [[Schwarzer Donnerstag|Schwarzen Donnerstag]] am 24. Oktober 1929 gesehen, ab dem es zu einem schweren volkswirtschaftlichen Einbruch kam, der in allen wichtigen Industrienationen massive negative Folgen hatte (u.&amp;amp;nbsp;a. Unternehmenszusammenbrüche, Massenarbeitslosigkeit und Deflation), da Goldstandard und Stabilitätspolitik [[Austerität]]&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Krugman: [http://krugman.blogs.nytimes.com/2012/01/09/germans-and-aliens/ About Austerity: Germans and Aliens], 9. Januar 2012, abgerufen am 15. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; verlangten. In manchen Ländern dauerten die Folgen bis in die späten 1930er-Jahre an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Ölkrise (1973) ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ölkrise}}&lt;br /&gt;
Erste [[Ölkrise]] 1973: Das [[Ölembargo]] der [[OPEC]] verbunden mit der hohen [[Staatsverschuldung]] der USA wegen des [[Vietnamkrieg]]s führten zur [[Stagflation]] in den USA. Von der ersten Ölkrise waren alle wichtigen Industrienationen betroffen. In Deutschland markierte sie das Ende des [[Wirtschaftswunder]]s. In der Folge traten bis dato weitgehend unbekannte Erscheinungen auf, etwa [[Kurzarbeit]], [[Arbeitslosigkeit]] und steigende [[Sozialausgaben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Ölkrise (1979/1980) ===&lt;br /&gt;
Zweite Ölkrise 1979 bis 1980: Eine weitere drastische Preissteigerung fand 1979/1980 statt. Ausgelöst wurde sie im Wesentlichen durch Förderungsausfälle und Verunsicherung während des [[Erster Golfkrieg|ersten Golfkriegs]] zwischen [[Iran]] und [[Irak]]. Die Zweite Ölkrise war einer der Hauptgründe für die bis dato schwerste Rezession seit Bestehen der Bundesrepublik in den Jahren 1981/82. Ebenso ist die zweite Ölkrise als der finale Auslöser der [[Schuldenkrise]] einer Reihe von [[Entwicklungsland|Entwicklungsländern]] zu sehen. Diese mussten in mehreren [[Umschuldung]]sabkommen teilweise bis Mitte der 1990er auf politischer Ebene verhandeln, um ihre wirtschaftspolitische Souveränität wiederzuerlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== US-Sparkassenkrise (1981) ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Savings-and-Loan-Krise}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lateinamerikanische Schuldenkrise (1982) ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Lateinamerikanische Schuldenkrise}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nordische Bankenkrise (1990er Jahre) ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schwedische Bankenkrise von 1990 bis 1992}}&lt;br /&gt;
Zentrale Maßnahmen zur Überwindung der Bankenkrisen der 90er Jahre in [[Schwedische Bankenkrise von 1990 bis 1992|Schweden]] und Finnland waren in beiden Ländern der Aufkauf von „schlechten Papieren“ durch Vermögensverwaltungsgesellschaften (Bad Banks) und die Verstaatlichung von wichtigen Banken. Aus finnischer und schwedischer Sicht sollte dem Krisenmanagement und insbesondere der Sanierung der notleidenden Aktiva in den Bankbilanzen Priorität eingeräumt werden. Dank strikter Abnahmekonditionen und erfolgreicher Verwertungsstrategien gelang es den schwedischen „Bad Banks“, den Steuerzahler von den Kosten der Krise zu entlasten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ideas.repec.org/a/diw/diwwob/76-5-3.html Maßnahmen zur Überwindung der nordischen Bankenkrise (1990er)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweizer Bankencrash (ab 1991) ===&lt;br /&gt;
Durch eine Immobilienblase ab 1991 gab es in der Schweiz eine starke Reduktion der Zahl an Regionalbanken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Bankencrash in Thun erschütterte 1991 die Schweiz |Sammelwerk=Der Bund |ISSN=0774-6156 |Online=https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/bankencrash-in-thun-erschuetterte-1991-die-schweiz/story/19639955 |Abruf=2022-05-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Finanz und Wirtschaft |url=https://www.fuw.ch/article/die-schweizer-immobilienblase-der-neunzigerjahre |titel=Die Schweizer Immobilienblase der Neunzigerjahre |sprache=de |abruf=2022-05-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Japankrise (ab 1991) ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ushinawareta Nijūnen}}&lt;br /&gt;
Als Japankrise wird eine schwere Wirtschaftskrise, die nach dem Platzen einer [[Immobilie]]npreis-Blase Anfang der 1990er auftrat und die wirtschaftliche Situation des Landes fast 15 Jahre lang prägte, bezeichnet. Der starke Rückgang der [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögenspreise]] führte zu einer gefühlten Verarmung der Bevölkerung, welche zu einer starken Konsum- wie [[Investitionsfalle|Investitionszurückhaltung]] beitrug. Unternehmerische Fehler, Überkapazitäten und Ineffizienzen verstärkten den Effekt. Die Folge waren ein Anstieg der Arbeitslosigkeit, die weltweit höchste [[Staatsverschuldung]] für den [[japan]]ischen Staat und eine immer noch andauernde [[Deflation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise des Europäischen Währungssystems (1992) ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schwarzer Mittwoch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tequila-Krise (1994/1995) ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Tequila-Krise}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Asienkrise (1997/1998) ===&lt;br /&gt;
[[Asienkrise]] 1997 bis 1998: Als Asienkrise wird die Finanz- und Wirtschaftskrise [[Ostasien]]s der Jahre 1997 und 1998 bezeichnet. Sie begann im Juli 1997 in [[Thailand]] und griff auf mehrere asiatische Staaten über, insbesondere auf viele der so genannten [[Tigerstaaten]]. Die am stärksten betroffenen Länder waren [[Indonesien]], [[Südkorea]] und Thailand. Ursache der Krise waren die zu hohen Renditeversprechen an ausländische Investoren, die sich durch Investitionen in den Ländern nicht mehr refinanzieren ließen. Deswegen und aufgrund des fehlenden Wechselkursrisikos (feste Wechselkursbindung an den [[US-Dollar]]) strömte im Vorfeld der Krise viel kurzfristiges Kapital in die Länder. Durch [[Herdenverhalten]] kam es infolge erster Krisensymptome zu einem massiven Kapitalabzug aus den Ländern, der dort eine mehrjährige Wirtschafts- und Finanzkrise auslöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Russlandkrise (1998/99) ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Russlandkrise}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argentinien-Krise (1998–2002) ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Argentinien-Krise}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nasdaq Composite dot-com bubble.svg|mini|Dotcom-Blase am [[NASDAQ]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dotcom-Blase (2000) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenbruch der [[Dotcom-Blase]] ab 2000: Im März 2000 kam es in vielen Industrieländern zum Platzen einer Spekulationsblase, die insbesondere die so genannten [[Dotcom]]-Unternehmen betraf. Ähnlich wie bei der Japankrise kam es zu einem gefühlten Vermögensrückgang und dadurch bedingt zu einer Kaufzurückhaltung, die zu rezessiven Tendenzen in den Ländern führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanz- und Wirtschaftskrise 2008–2009 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:LeitzinsenDE.svg|mini|Leitzinsen im Euroraum und den USA]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Weltfinanzkrise]] ist eine Banken- und Finanzkrise, die im Frühsommer 2007 mit der US-Immobilienkrise (auch Subprimekrise) begann. Diese Krise äußerte sich weltweit in Verlusten und Insolvenzen bei Unternehmen der Finanzbranche, aber seit Ende 2008 auch in der Realwirtschaft („[[Große Rezession]]“). Die Krise wurde wesentlich durch fallende Immobilienpreise in den USA ausgelöst, die sich nach einer langen Preissteigerungsphase zu einer Immobilienblase entwickelt hatten. Gleichzeitig konnten immer mehr Kreditnehmer ihre Kreditraten nicht mehr bedienen, teils aufgrund des wieder (ab Mitte 2004) steigenden [[Federal Funds Rate|Leitzinses]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.federalreserve.gov/PUBS/FEDS/2009/200949/figure_1.gif Monetary Policy and the Housing Bubble (US-Geldpolitik und Immobilienblase) Chart: 2000–2009]&amp;lt;/ref&amp;gt; und kontinuierlich steigender Kreditzinsen, teils infolge sinkender Einkommen. Da per Weiterverkauf der Kredite (Verbriefung) diese in aller Welt verstreut waren, weitete sich die Krise international aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende 2008 waren weite Teile der Weltwirtschaft von der Krise betroffen. Die Wirtschaft schrumpfte unter anderem in Deutschland, Frankreich und den USA. In den Vereinigten Staaten wurde der anhaltend stärkste Wirtschaftsrückgang seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Josh Bivens: [http://www.epi.org/economic_snapshots/entry/snapshot_20100127/ &amp;#039;&amp;#039;Worst economic crisis since the Great Depression? By a long shot.&amp;#039;&amp;#039;] [[Economic Policy Institute]]. Abgelesen am 9. Februar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gravierend sind auch die Auswirkungen in Japan, Südkorea und Italien. Viele Schwellenländer wie China, Russland, Indien und Brasilien verzeichneten eine Verringerung ihrer Wachstumsraten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Statistiken/Internationales/G20,templateId=renderPrint.psml__nnn=true | wayback=20090406053045 | text=Statistisches Bundesamt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eurokrise ab 2010 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Eurokrise}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Islands Finanzkrise 2008–2011 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Islands Finanzkrise 2008–2011}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftskrise in Venezuela ab 2013 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Wirtschaftskrise in Venezuela}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftskrise in Brasilien ab 2014 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Wirtschaftskrise in Brasilien ab 2014}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Russische Wirtschaftskrise 2015 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Russische Wirtschaftskrise 2015}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türkische Währungs- und Schuldenkrise 2018 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Türkische Währungs- und Schuldenkrise 2018}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftskrise im Libanon seit 2019 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Wirtschaftskrise im Libanon seit 2019}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftskrise 2020–2021 im Zuge der COVID-19-Pandemie ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Wirtschaftskrise 2020–2021}}&lt;br /&gt;
Durch die Ausbreitung der [[COVID-19-Pandemie]] gab es Börsencrashs in mehreren Ländern. Ursache für die beginnende Wirtschaftskrise waren – neben dem Verfall des Ölpreises wegen des Scheiterns von Ölpreis-Verhandlungen zwischen Saudi-Arabien und Russland – hauptsächlich Umsatzeinbrüche aufgrund von Kontaktverboten, Ausgangs- und Reisebeschränkungen sowie sinkender Kaufkraft aufgrund steigender Arbeitslosigkeit in davon besonders betroffenen Branchen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fr.de/wirtschaft/warum-boersencrash-erwartet-naechstes-erklaerung-ausblick-zr-13602921.html Wie kam es zu dem Börsencrash infolge des Coronavirus? Und welche Folgen sind möglich?] Frankfurter Rundschau online, 17. März 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem zeigte sich in der Folge der Produktions- und Lieferunterbrechungen zu Beginn der Pandemie die Anfälligkeit der globalen Lieferketten für derartige Unterbrechungen. Die dadurch ausgelösten Verwerfungen in der internationalen Logistik führten zu weiteren enormen wirtschaftlichen Konsequenzen, insbesondere für solche Länder, die stark in den internationalen Handel eingebunden sind und deren Unternehmen, die globale Prozessketten als Teil ihrer Wertschöpfung verwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.destatis.de/DE/Methoden/WISTA-Wirtschaft-und-Statistik/2022/01/lieferengpaesse-012022.html |titel=Auswirkungen der Corona-Pandemie: Lieferengpässe bremsen Industrie und treiben Preise |sprache=de |abruf=2025-07-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen ==&lt;br /&gt;
Durch außergewöhnlich hohe Bilanzverluste und die Zunahme von [[Insolvenz|Konkursen]] verändert sich stark die Unternehmensdemografie, insbesondere im sog. „[[Mittelstand]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/wirtschaft/insolvenzen120.html &amp;#039;&amp;#039;Pleitewelle durch die Wirtschaftskrise.&amp;#039;&amp;#039;] tagesschau, Stand: 3. Februar 2010 16:08 Uhr.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch aus Sicht einiger Kapitaleigner oder im Hinblick auf eine [[Wettbewerbsfähigkeit|wettbewerbsfähigere]] Unternehmenslandschaft werden Wirtschaftskrisen nicht immer nur negativ bewertet. In der Politik kann eine wirtschaftliche Krise unter günstigen Umständen den notwendigen Reformdruck erzeugen, um die die Krise verursachenden bzw. verstärkenden strukturellen Probleme zu lösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere ärmere Bevölkerungsschichten sind mehrheitlich die Verlierer und leiden am schwersten unter den wirtschaftlichen Folgen der Krise. Der dramatische und anhaltende Anstieg der Arbeitslosigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[[Internationale Arbeitsorganisation|ILO]]: {{Webarchiv | url=http://www.ilo.org/wcmsp5/groups/public/---dgreports/---dcomm/documents/publication/wcms_116500.pdf | wayback=20091210212842 | text=&amp;#039;&amp;#039;Global Wage Report: 2009 Update.&amp;#039;&amp;#039;}} (Lohntrends 2. Quartal 2009 in einer Reihe von Ländern; englisch) Abgerufen am 23.&amp;amp;nbsp;September&amp;amp;nbsp;2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; bedeutet für viele Dauerarbeitslosigkeit und einen sozialen Abstieg. Er führt bei vielen zu gesundheitlichen Schäden wie [[Depression]] oder anderen aus Stress resultierenden Krankheiten und verringert die Lebenserwartung.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Luo: [http://www.nytimes.com/2010/02/25/us/25stress.html?hp &amp;#039;&amp;#039;At Closing Plant, Ordeal Included Heart Attacks.&amp;#039;&amp;#039;] The New York Times, 24. Februar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig verringern sich die Chancen, medizinische Betreuung in Anspruch nehmen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Luo, Megan Thee-Brenan: [http://www.nytimes.com/2009/12/15/us/15poll.html?hp &amp;#039;&amp;#039;Poll Reveals Depth and Trauma of Joblessness in U.S..&amp;#039;&amp;#039;] [[The New York Times]] 14. Dezember 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krise erhöht auch die wirtschaftliche und soziale Unsicherheit. Ein OECD-Bericht von April 2009 sieht den Anteil der [[Informelle Arbeit|informellen Arbeit]] derzeit auf einem Rekordstand auf über der Hälfte der weltweit Erwerbstätigen und schätzt ein, dass er bis 2020 auf 2/3 ansteigen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.oecd.org/documentprint/0,3455,en_2649_34487_42529878_1_1_1_1,00.html &amp;#039;&amp;#039;Rising informal employment will increase poverty&amp;#039;&amp;#039;] OECD Entwicklungszentrum 8. April 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für welchen politischen Ausweg sich die Regierung eines jeweiligen Staates entscheidet, hängt ab vom Zusammenwirken dieser fünf Punkte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die wirtschaftliche Position der maßgeblichen gesellschaftlichen Kräfte und das politische Gewicht ihrer Vertretungsorgane (Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände);&lt;br /&gt;
# die Fähigkeit der politischen Akteure, Koalitionen zwischen Parteien, Gruppen und Vereinigungen zu bilden;&lt;br /&gt;
# die Bereitschaft und das Vermögen des Staats, in die Tätigkeit der Unternehmen [[Staatsintervention|einzugreifen]];&lt;br /&gt;
# die (mehr oder weniger liberalen) Traditionen des Staats; und&lt;br /&gt;
# die Position des jeweiligen Staats innerhalb des geopolitischen Machtgefüges.&amp;lt;ref&amp;gt;Serge Halimi: [https://web.archive.org/web/20090318003250/http://www.monde-diplomatique.de/pm/2009/03/13.mondeText1.artikel,a0035.idx,7 &amp;#039;&amp;#039;Freihändler und Junker&amp;#039;&amp;#039;], 13. März 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Negative Folge einer Wirtschaftskrise ist häufig die Zunahme der sozialen Spannungen (z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Cacerolazo]] infolge der [[Argentinien-Krise]]). Manche Wirtschaftskrisen haben zu [[Bürgerkrieg]]en und anderen [[krieg]]erischen [[Konflikt]]en geführt, indem Konfliktpotenziale erhöht oder schon bestehende Konflikte verschärft wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Konjunktur]]&lt;br /&gt;
* [[Spekulation (Wirtschaft)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nicolle Matern u. Timo Ruget (Hrsg.): Der große Crash. Wirtschaftskrisen in Literatur und Film. Würzburg: Königshausen &amp;amp; Neumann 2016. ISBN 978-3-8260-5772-4.&lt;br /&gt;
* [[Nouriel Roubini]], Brad Setser: &amp;#039;&amp;#039;Bailouts or Bail-ins? Responding to Financial Crises in Emerging Economies.&amp;#039;&amp;#039; Institute for International Economics, Washington D.C. 2004. ISBN 978-0-88132-371-9.&lt;br /&gt;
* [[Werner Plumpe]] (unter Mitarbeit von Eva J. Dubisch): &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftskrisen – Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; 5., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Beck, München 2017, ISBN 978-3-406-60681-6. ([http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=14772&amp;amp;count=9488&amp;amp;recno=8&amp;amp;type=rezbuecher&amp;amp;sort=datum&amp;amp;order=down Rezension zur ersten Auflage])&lt;br /&gt;
* [[Werner Seppmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Krise ohne Widerstand?&amp;#039;&amp;#039; [[Kulturmaschinen]], Berlin 2010. ISBN 978-3-940274-22-9.&lt;br /&gt;
* David Römer: Wirtschaftskrisen. Eine linguistische Diskursgeschichte. De Gruyter, Berlin 2017. ISBN 978-3-11-051750-7.&lt;br /&gt;
* Kristoffer Klammer: &amp;#039;Wirtschaftskrisen&amp;#039;. Effekt und Faktor politischer Kommunikation. Deutschland 1929&amp;#039;&amp;#039;–&amp;#039;&amp;#039;1976 (= Historische Semantik, Bd. 28). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2019, ISBN 978-3-525-31059-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentarfilm ==&lt;br /&gt;
* zdf.de: [https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/die-grossen-crashs-wirtschaftskrise-1929-oelkrise-1973-finanzkrise-2008-100.html &amp;#039;&amp;#039;Große Wirtschaftskrisen der Geschichte&amp;#039;&amp;#039;] (44 min, 2024)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4066466-1}}&lt;br /&gt;
* Bill Bradley, Niall Ferguson, Paul Krugman, Nouriel Roubini, George Soros, Robin Wells et al.: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.nybooks.com/articles/22756 The Crisis and How to Deal with It]&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;The New York Review of Books.&amp;#039;&amp;#039; Volume 56, Number 10. 11. Juni 2009 (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4066466-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftskrise| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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