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	<title>Wirtschaft im Mittelalter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T14:13:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wirtschaft_im_Mittelalter&amp;diff=421022&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Luthermütze: /* Die Wirtschaft auf dem Lande */ falscher Bindestrich</title>
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		<updated>2025-12-09T22:04:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die Wirtschaft auf dem Lande: &lt;/span&gt; falscher Bindestrich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Quellen}}&lt;br /&gt;
Die Wirtschaft im [[Mittelalter|europäischen Mittelalter]] war strukturell vom System des [[Lehnswesen]]s und der [[Grundherrschaft]] ([[Feudalismus]]) geprägt. Sie wurde vom primären Sektor ([[Landwirtschaft]]) dominiert und war wesentlich auf Produktionsformen des Eigenbedarfs oder für die Region ausgerichtet ([[Subsistenzwirtschaft]]). 90 Prozent der Bevölkerung lebte auf dem Land und waren somit in der Agrarwirtschaft tätig. [[Handel]] und gewerbliche Produktion spielten insgesamt eine untergeordnete Rolle. Sie fanden vor allem ab dem [[Hochmittelalter]] in den Städten und zwischen den städtischen Gesellschaften statt. Die Menschen waren über ihre Familienherkunft fest in grundherrschaftliche Beziehungen eingebunden, die als „Herrschafts-, Betriebs- und Lebensformen bis in die Frühe Neuzeit ein wesentliches Element der Grundstrukturen Alteuropas bildeten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Enno Bünz: Grundherrschaft, in: [[Matthias Meinhardt]]; [[Andreas Ranft]]; S. Selzer (Hg.): Mittelalter, Oldenbourg Verlag, München 2007, S. 193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grundlegenden Wirtschaftsformen des Mittelalters erfuhren also im gesamten Zeitraum vom [[Frühmittelalter]] bis weit über das Ende des Mittelalters (15. Jahrhundert) hinaus keine grundlegende Veränderung. Mit der Entdeckung Amerikas sowie der Erschließung der Seewege nach Indien und der damit einhergehenden Einbindung der Überseegebiete in die europäische Wirtschaft endete das Mittelalter im engeren Sinne. Aber erst gegen Ende der Frühen Neuzeit – im Übergang vom 18. ins 19. Jahrhundert – und mit der einsetzenden Industrialisierung veränderten sich Basis und Rahmenbedingungen der europäischen Wirtschaftsformen grundlegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wirtschaft auf dem Lande ==&lt;br /&gt;
Die [[landwirtschaft]]lich geprägten Gegenden machten im Mittelalter einen Großteil [[Europa]]s aus. Da es in diesen Gebieten eine sehr schlechte [[Infrastruktur]] gab, begrenzte sich der wirtschaftliche Horizont eines einfachen Bauern auf seinen [[Bauernhof|Hof]], das [[Dorf]], manchmal auch die nächste [[Stadt]]. Der Bauernhof bildete hierbei oft einen Selbstversorgerhof, auf dem die Familie fast alle Dinge des täglichen Gebrauchs selbst herstellte. So wurde [[Getreide]] ([[Roggen]], [[Weizen]], [[Hafer]] usw.) angebaut, aus dem [[Brot]] gebacken wurde, und [[Vieh]] ([[Hausrind|Rinder]], [[Hausschwein|Schweine]], [[Schafe]], [[Geflügel]] usw.) gehalten, von denen man [[Fleisch]] und [[Kleidung]] bezog. Fiel die Ernte in einem Jahr schlecht oder gar vollständig aus, wurden die Tiere im November auf dem Hof geschlachtet. Diesen Monat nannte man auch den [[blutigen Monat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Landbevölkerung neben der Arbeit auf dem eigenen Hof auch noch dem [[Grundherr]]n [[Frondienst]]e leisten musste und der [[Kirche (Organisation)|Kirche]] einen [[Zehnt]] zahlen musste, konnten die meisten Bauern gerade so das Überleben ihrer eigenen Familie sichern und nur wenig auf dem städtischen [[Markt]] verkaufen. Die [[Preise im Mittelalter|Preise]] waren von unterschiedlichen Faktoren abhängig, ebenso wie die Löhne.&lt;br /&gt;
Neben den Bauern gab es auf dem Land auch wenige Handwerker, die jedoch gewöhnlich auch nur für ihr eigenes Dorf, bzw. den Grundherrn arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die städtische Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Die Städte deckten den sekundären und tertiären Sektor ab. Hier lebten Handwerker und [[Dienstleistung|Dienstleister]] wie [[Prostitution|Prostituierte]], [[Bader]], [[Bannwart|Stadtbüttel]], [[Handel|Händler]] usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handwerker waren meistens in [[Zunft|Zünften]] (bzw. Gilden) organisiert. Da diese meistens die Preise, die Absatzmengen, die Qualität, die Angestelltenzahl und die Anzahl der Betriebe regulierte, hatte ein Handwerker in der Stadt wenig Möglichkeiten, durch eigene Anstrengungen zu expandieren. Die Produkte wurden vom Handwerker auf dem Markt verkauft. Durch die Zünfte hatten die Handwerker in den Städten daher ein relativ gut geregeltes Einkommen, das ihnen ihr Auskommen ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Städten entwickelte sich auch der Handel im Mittelalter zu einem wichtigen Standbein der städtischen Wirtschaft. Es entstanden große [[Handelsgesellschaft]]en (z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Fugger]], die [[Hanse]]), die in ganz Europa mit allen möglichen Gütern handelten. Je seltener ein Gut war, desto weiter wurde es ex- und importiert und desto reicher machte es die Händler, die es transportierten. Von diesem Gewinn profitierten auch die Städte, die derartige Güter mit hohen [[Zoll (Abgabe)|Zöllen]] belegten. Allerdings gab es auch kleinere Händler, deren Käuferkreis sich auf die Nachbarstadt bezog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonstige Dienstleister des Mittelalters waren häufig wenig angesehen und verdienten oft nicht übermäßig. Trotzdem gab es in vielen Städten [[Badehaus|Badehäuser]], [[Prostitution|Prostituierte]], Geldverleiher (meistens [[Juden]]), Fuhrunternehmen und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus waren viele [[Bürger]] [[Ackerbürger]]. Das heißt, sie hatten vor der Stadt ein kleines Feld, das zu ihrem Lebensunterhalt diente.&lt;br /&gt;
* siehe auch: [[Frauen in der mittelalterlichen Bauwirtschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochmittelalterliche Wachstumsphase ==&lt;br /&gt;
Im [[Hochmittelalter]] kam es zu einer anhaltenden wirtschaftlichen Blütephase. Ausgangspunkt und Kern war ein Aufschwung in der Landwirtschaft, die Überschüsse der Landwirtschaft bildeten die Basis für einen Aufschwung der Städte und ihrer Wirtschaft im Handwerk und im Handel. Im 12. Jahrhundert konnte so eine Vielzahl neuer Markt- und Zollstellen gegründet werden. Im Ost- und Nordseeraum sowie im norddeutsch-skandinavischen Raum entstand in dieser Zeit die [[Hanse]] als Gemeinschaft von Fernkaufleuten. Ab Ende des 13. Jahrhunderts endete diese Blütephase. Spätestens mit der großen [[Schwarzer Tod|Pestepidemie 1347–53]] und den damit einhergehenden riesigen Bevölkerungsverlusten in weiten Teilen Europas wurde eine anhaltende wirtschaftliche Krise eingeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jörg Gilomen]]: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;, C.H.Beck, München 2014, S. 96f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Technik im Mittelalter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Jörg Gilomen]]: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;, C.H.Beck, München 2014&lt;br /&gt;
* [[Friedrich-Wilhelm Henning]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Agrargeschichte des Mittelalters. 9. bis 15. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Ulmer, Stuttgart 1994, ISBN 3-8001-3092-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Mittelalter)| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Luthermütze</name></author>
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