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	<title>Wirtheim - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wirtheim&amp;diff=1023871&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-17T15:27:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindeart             = &lt;br /&gt;
| Gemeindename            = Biebergemünd&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen              = &lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Breitengrad             = 50/13/21/N&lt;br /&gt;
| Längengrad              = 09/15/46/E&lt;br /&gt;
| Bundesland              = DE-HE&lt;br /&gt;
| Höhe                    = 135 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                  = 10.29&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle           = &amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner               = 2013&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum   = &lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle        = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.biebergemuend.de/seite/de/spessart/0454:38/tn_38/Zahlen_Daten_und_Fakten.html |titel=Zahlen, Daten &amp;amp; Fakten |werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Biebergemünd |abruf=2020-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach       = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1           = 63599&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2           = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1                = 06050&lt;br /&gt;
| Vorwahl2                = &lt;br /&gt;
| Lagekarte               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung  = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wirtheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist neben [[Bieber (Biebergemünd)|Bieber]], [[Breitenborn/Lützel]], [[Kassel (Biebergemünd)|Kassel]], [[Lanzingen]] und [[Roßbach (Biebergemünd)|Roßbach]] einer der Ortsteile der Spessart-Gemeinde [[Biebergemünd]] im [[Hessen|hessischen]] [[Main-Kinzig-Kreis]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Wirtheim 2016 03.jpg|mini|Wappen der Forstmeister von Gelnhausen links (= heraldisch rechts) und derer von Schleifras rechts (= heraldisch links) am [[Schloss Wirtheim]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Wirtheim liegt im [[Naturpark Spessart]] direkt im Mündungsgebiet der [[Bieber (Kinzig)|Bieber]] in die [[Kinzig (Main)|Kinzig]].&lt;br /&gt;
Die Kinzig, die [[Bundesautobahn 66|Bundesautobahn A 66]] und die [[Bahnstrecke Frankfurt–Göttingen|Kinzigtalbahn Fulda–Hanau]] trennen Neuwirtheim von Wirtheim. Nördlich oberhalb von Neuwirtheim, liegt der bereits zum [[Vogelsberg]] und zur Gemarkung Wächtersbach zählende &amp;#039;&amp;#039;[[Aspenhainer Kopf]]&amp;#039;&amp;#039; mit 260 m über [[Normalhöhennull|NHN]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Wirtheim grenzt im Nord-Osten an die Stadt [[Wächtersbach]], im Süd-Osten an den Ortsteil [[Kassel (Biebergemünd)|Kassel]], im Westen an &amp;#039;&amp;#039;Kaltenborn&amp;#039;&amp;#039;, einen Ortsteil im Stadtteil [[Haitz]] von [[Gelnhausen]] und im Nord-Westen an den Ortsteil &amp;#039;&amp;#039;Neuwirtheim&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | NORDOST= [[Wächtersbach]]&lt;br /&gt;
 | NORDWEST= Neuwirtheim&lt;br /&gt;
 | NORD= [[Wittgenborn]]&lt;br /&gt;
 | OST= [[Bad Orb]]&lt;br /&gt;
 | WEST= [[Haitz|Kaltenborn]]&lt;br /&gt;
 | SUED= [[Kassel (Biebergemünd)|Kassel]]&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST= [[Gelnhausen]]&lt;br /&gt;
 | SUEDOST= [[Lettgenbrunn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Wirtheim03.jpg|mini|[[Schloss Wirtheim]], Hofseite.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wirtheim (02).jpg|mini|[[St. Peter und Paul (Biebergemünd)|Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul in Wirtheim]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorzeit ===&lt;br /&gt;
Ausgrabungen auf dem [[Ringwall Wirtheim|Wirtheimer Kringel]] in 2014 förderten 13 kleine [[Feuerstein]]-Abschläge ([[Mikrolithen]]) zutage. Sie werden einem kurzzeitigen Lagerplatz einer [[steinzeit]]lichen Jägergruppe, der &amp;#039;&amp;#039;Wirtheimer Gruppe&amp;#039;&amp;#039;, aus der Zeit um 8000 v.&amp;amp;nbsp;u.&amp;amp;nbsp;Z. ([[v. u. Z.|vor unserer Zeitrechnung]]) zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spessartprojekt.de/forschung/ausgrabungen/der-ringwall-in-wirtheim/wirtheim-ausgrabungen/ &amp;#039;&amp;#039;Der Ringwall–Ausgrabungen. Ein Erdwerk an strategisch günstiger Position&amp;#039;&amp;#039;], Webseite &amp;#039;&amp;#039;www.spessartprojekt.de&amp;#039;&amp;#039; des ASP, abgerufen am 11. Dezember 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsname ===&lt;br /&gt;
Der Name Wirt(heim), Wert(heim) oder Wörth geht wohl auf die „[[Franken (Volk)|fränkische]] Bezeichnung für Insel oder Halbinsel, hier ist ein Schwemmkegel im Mündungsbereich der Bieber in die Kinzig angesprochen, auf dem Wirtheim erbaut wurde“ (→&amp;amp;nbsp;[[Werder (Landschaft)|Werder, Flussinsel]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2023-02 |url=https://www.geschichtsverein-biebergemuend.de/geschichte-des-biebergrundes/chronik/iii-500-bis-1000/, |text=Geschichte Wirtheim |archivebot=2023-02-15 23:43:59 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Schreibweise des Ortsnamens änderte sich im Laufe der Geschichte mehrfach, von Wertheim (976) über Weirtheim (1184) zum heutigen Wirtheim (1362).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Die älteste erhaltene urkundliche Erwähnung Wirtheims datiert von 976 Feb. 28, als [[Otto II. (HRR)|Otto II.]] die Orte Wertheim, Cassele, Hosti in pago Kinzechewes dem Stift [[St. Peter und Alexander (Aschaffenburg)|St. Peter und Alexander]] in [[Aschaffenburg]] zum Geschenk machte. Ab 1262 nahm der Einfluss des Erzbistums Mainz zu, das 1313 die volle Gerichtsbarkeit erlangt. Ab 1361 wurde im Ort offiziell Gericht gehalten. In der folgenden Zeit begann Wirtheim immer wohlhabender zu werden, nachdem ihm am 29. Dezember 1365 durch Kaiser [[Karl IV. (HRR)|Karl IV.]] die [[Stadtrecht]]e&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Nickel, „Die Frankfurt-Leipziger Strasse zur Postkutschenzeit“, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; und damit das Recht zum [[Stadtmauer|Mauerbau]] sowie [[Marktrecht (historisch)|Markt-]] und [[Zollrecht]]e zugesprochen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1426 wurde erstmals das [[Schloss Wirtheim]] als [[kurmainz]]ischer Amtssitz erwähnt, mit dem die Familie [[Forstmeister von Gelnhausen]] [[Lehnswesen|belehnt]] war. Von 1428 bis 1566 war Wirtheim an die Grafen von [[Hanau (Adelsgeschlecht)|Hanau]] (ab 1456: [[Grafschaft Hanau-Münzenberg]]) [[Pfand (Recht)|verpfändet]].&amp;lt;ref&amp;gt;Uta Löwenstein: &amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Hanau&amp;#039;&amp;#039;. In: Ritter, Grafen und Fürsten – weltliche Herrschaften im hessischen Raum ca. 900-1806 = Handbuch der hessischen Geschichte 3 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 63. Marburg 2014, ISBN 978-3-942225-17-5, S. 209, die allerdings „Wertheim“ liest. [[Wertheim]] allerdings war nie mainzisch&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtheim lag im Mittelalter an der ehemaligen [[Reichsstraße (Mittelalter)|Reichsstraße]], der [[Via Regia]] (auch Hohe Straße genannt). Sie war mit 4.500 Kilometern die „längste mittelalterliche [[Handelsweg|Handelsstraße]], die Ost- und Westeuropa verband“. Von [[Santiago de Compostela]] kommend, führte sie über [[Frankfurt am Main]] nach [[Leipzig]] und weiter bis [[Kiew]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Handelswege führten nicht nur nach Rom&amp;#039;&amp;#039;, Gelnhäuser Neue Zeitung, 20. Juli 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie war im [[Mittelalter]] bis hinein in die [[Neuzeit]] eine der wichtigsten Verbindungen nach [[Mitteldeutschland]]. Ein Schlüsselpunkt dieser Straße, die „Wirtheimer Pässe“, die [[Anspannung|Vorspannleistungen]] erforderten, sind unter diesem Namen in die Geschichte eingegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.geschichtsverein-biebergemuend.de/geschichte-des-biebergrundes/chronik/iv-1000-bis-1684/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachbarort Hergersfeld ====&lt;br /&gt;
Eine der 12 Trinkwasserquellen der heutigen Gemeinde Biebergemünd ist der in Wirtheim befindliche &amp;#039;&amp;#039;Hersfelder&amp;#039;&amp;#039; Born. Der Name erinnert an Wirtheims ehemaliges Nachbardorf, die heutige [[Wüstung]] [[Hergersfeld (Wüstung)|&amp;#039;&amp;#039;Hergersfeld&amp;#039;&amp;#039;]]. Richtiger wäre daher der Name &amp;#039;&amp;#039;Hergersfelder&amp;#039;&amp;#039; Born, denn die Quelle liegt zwischen beiden mittelalterlichen Orten. Der vielleicht von Bewohnern von Wirtheim oder Kassel aus, bereits vor 886 gegründete Ort ist, nach über 500 Jahren, etwa um das Jahr 1400 wüst gefallen.&amp;lt;ref&amp;gt;„1000 Jahre Kassel und Wirtheim“, Festschrift, 1976, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/43500306001, Herigisfeld], aufgerufen  am 29. Dezember 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Vermutlich hinter den, bald nach 1365 errichteten Mauern Wirtheims, werden die Bewohner von Hergersfeld eine Zuflucht gefunden haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2024-06 |url=https://www.geschichtsverein-biebergemuend.de/geschichte-des-biebergrundes/chronik/iv-1000-bis-1684/, |text=Geschichte Wirtheims 1000 - 1684 |archivebot=2024-06-16 09:07:12 InternetArchiveBot}}, aufgerufen am 29. Dezember 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Bis zum [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] war das an der belebten Handelsstraße gelegene Wirtheim durch Wachstum und wirtschaftliche Blüte geprägt. Dies änderte sich 1634, als kaiserliche Truppen den Ort besetzten und die [[Pest]] einschleppten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1632 erfolgte die Besetzung durch die Schweden. König [[Gustav II. Adolf|Gustav Adolf von Schweden]] schenkte Wirtheim der Grafschaft Hanau, die Wirtheim 1649 an Mainz zurückgab. Nach einer nochmalige Verpfändung von 1665 bis 1721, kam Wirtheim 1803 zum durch den [[Reichsdeputationshauptschluss]] neu geschaffenen [[Fürstentum Aschaffenburg]], 1810 zu dem von [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] gegründeten [[Großherzogtum Frankfurt]]. Im [[Erster Pariser Frieden|Pariser Frieden]] von 1814, nach der für Napoleon verlorenen [[Völkerschlacht bei Leipzig]], wurde Wirtheim, ebenso wie Kassel und Orb dem [[Königreich Bayern]] zugesprochen. Der [[Wiener Kongress]] (1814/15) bestätigte nochmals diese Zuordnung. Bereits 1866 musste Bayern, nach dem verlorenen [[Deutscher Krieg|Preußisch-Österreichischen Krieg]], Wirtheim an das [[Königreich Preußen]] abtreten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Biebricher, Rolf. |Titel=Hessisches Gemeinde-Lexikon : e Handbuch über d. Städte, Gemeinden u. Landkreise in Hessen von Aarbergen bis Zwingenberg mit vielen Informationen, Daten u. Fakten aus Geschichte u. Gegenwart |Auflage=Neuaufl |Verlag=Hessendienst d. Staatskanzlei |Ort=Wiesbaden |Datum=1986 |ISBN=3-89214-004-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1867 erhielt Wirtheim mit einem [[Haltepunkt]] Anschluss an die Kinzigtalbahn Fulda–Hanau, als sie in diesem Abschnitt eröffnet wurde. Das bis heute erhaltene [[Empfangsgebäude]] stammt von 1893. Mit der Einrichtung eines [[Bahnhof]]sgebäudes,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2024-06 |url=https://www.geschichtsverein-biebergemuend.de/geschichte-des-biebergrundes/chronik/vii-1866-bis-heute/, |text=Geschichte Wirtheim |archivebot=2024-06-16 09:07:12 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; an der Strecke „Frankfurt (M) – Bebra“, jenseits der Kinzig, beginnt auch eine Ansiedlung in dieser Gegend. Um 1900 tauchte das erste Mal der Name &amp;#039;&amp;#039;Neuwirtheim&amp;#039;&amp;#039; auf. Es ist trotz seines eigenständigen Charakters und des eigenen Ortsschildes offiziell kein eigener Ortsteil. Neuwirtheim hat sich als reines Wohngebiet an der Eisenbahn und der Landesstraße L 3201 entwickelt und breitete sich immer weiter an den Hängen des Kinzigtals nach Norden hin aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach dem Ortsteil Kassel erhielt auch Wirtheim 1912 ein Wasserkraftwerk zur Stromgewinnung. Im Jahr 1963 erfolgte der Bau der Kanalisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Postverkehr ===&lt;br /&gt;
Nach Einrichtung eine Oberpostamtes in Frankfurt am Main durch das Haus [[Thurn und Taxis]] legte der Postmeister [[Johann von den Birghden]], 1616 einen festen [[Postkurs]] auf der Strecke Frankfurt – Leipzig fest. Wirtheim lag, ebenso wie die benachbarten Orte Höchst und Aufenau an der Strecke, zählte aber nicht, wie Gelnhausen oder Salmünster zu den „[[Posthalter]]eien“.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Nickel, „Die Frankfurt-Leipziger Strasse zur Postkutschenzeit“, Dokumentation zur Ausstellung des Geschichtsvereins Biebergemünd, 400 Jahre Poststrasse Frankfurt am Main – Leipzig 1616/2016, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; Wirtheim spielte aber sicher als Zustiegstelle an der Route eine gewisse Rolle.&lt;br /&gt;
Schon um 1660 kam, mit der Fürstlich Hessischen Post eine Konkurrenz-Linie auf der gleichen Route hinzu. In der Napoleonischen Zeit (1806–1813) wurden beide Linien zu einer einzigen vereint, die ab dem 2. Dezember 1813 wieder in der Regie von Thurn und Taxis lief. Wirtheim, als der am weitesten nördlich exponierte Ort des Königreichs Bayern, erhielt 1833 eine Königlich bayerische Postexpedition. Sie war im Gasthof „Zum Löwen“ untergebracht und blieb bis zum 10. Januar 1852 an dieser Stelle tätig. Mit der Aufnahme des viel günstigeren und leistungsfähigeren Bahnbetriebs auf der Linie Hanau – Fulda kam das rasche Ende des Fahr- und des Reisepostverkehrs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spessartbahn ===&lt;br /&gt;
Zur Förderung des Erzbergbaus im Biebertal wurde 1885 die [[Schmalspurbahn|schmalspurige]] [[Schmalspurbahn Gelnhausen–Lochborn|Spessartbahn]] in Betrieb genommen. Sie führte vom [[Bahnhof Gelnhausen]] parallel zur Staatsbahn nach Wirtheim und von dort nach [[Lochmühle (Biebergemünd)|Lochborn]] oberhalb von Bieber. Der Betrieb dieser Bahn wurde auch nach Stilllegung des Bergbaus im Mai 1925, zunächst für die Personenbeförderung noch fortgesetzt. 1951 stellte dies Bahn ihren Betrieb ein. Ein Teil der Bahntrasse ist als Wander- und Radweg erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebietsreform ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] wurden am 1. September 1970 die bis dahin selbständigen Gemeinden Kassel und Wirtheim zur neuen Gemeinde Biebergemünd [[Gemeindefusion|zusammengeschlossen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL |typ=STAZ |hrsg=Der Hessische Minister des Innern |titel=Zusammenschluß der Gemeinden Kassel und Wirtheim im Landkreis Gelnhausen zur neuen Gemeinde „Biebergemünd“ |nr=35 |jahr=1970 |datum=1970-08-17 |seite=6 |seiten=1698 |fundstelle=Punkt 1592 |kbytes=4770}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindeverzeichnis1970bis1982&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seite=362}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Ortsteile wurden keine [[Ortsbezirk]]e nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fläche der ehemaligen Gemeinde Wirtheim betrug 10,01&amp;amp;nbsp;km².&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindeverzeichnis1950&amp;quot;&amp;gt;{{Gemeindeverzeichnis Deutschland 1950 |Seite=105}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerung ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerentwicklung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: Historisches Ortslexikon&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1582: 48 bewohnte Herdstätten&lt;br /&gt;
* 1633: 43 [[Hausgesess|Haushaltungen]] und 8 Gefreite&lt;br /&gt;
* 1812: 119 Feuerstellen mit 579 Seelen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Wirtheim |width=450|float=none|maxEinwohner=1900&lt;br /&gt;
|955|858|821|794|722|677|672|720|701|659|719|749|891|936|1216|1306|1366|1422|1560&lt;br /&gt;
|vor1834=(1812,579)&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,1867)(1980,-1)(1990,-1)(2000,-1)(2011,1908)&lt;br /&gt;
|quelle=&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; Gemeinde Biebergemünd; [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=32 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,9&amp;amp;nbsp;MB |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210711150906/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=32 |archiv-datum=2021-07-11 |abruf=2020-11 |abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Religionszugehörigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: Historisches Ortslexikon&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1885: || 11 [[Evangelische Kirche|evangelische]] (= 1,57 %), 690 [[Römisch-katholische Kirche|katholische]] (= 98,43 %) Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961: || 139 [[Evangelische Kirche in Deutschland#Geschichte|evangelische]] (= 9,77 %), 1277 katholische (= 89,80 %) Einwohner&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
=== Kindertagesstätte ===&lt;br /&gt;
Seit 1975 gibt es in Wirtheim die von der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul betriebene &amp;#039;&amp;#039; „Kindertagesstätte Kolibri“ &amp;#039;&amp;#039;. In ihr können Kinder vom 1. bis zum 10. Lebensjahr betreut werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bistum-fulda.de/wirtheim/lebendige-Gemeinde/kindertagesstaette/index-kita.php?navid=658159658159, Kindertagesstätte]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schulen ===&lt;br /&gt;
In Wirtheim gibt es eine Grundschule. In unmittelbarer Nähe, im Ortsteil Kassel, ist die &amp;#039;&amp;#039;Alteburg-Schule&amp;#039;&amp;#039; mit einem Haupt- und einem Realschulzweig. Darüber hinaus ist die Gemeinde Biebergemünd insgesamt an die [[Friedrich August Genth|Friedrich-August-Genth-Schule]] (eine [[Kooperative Gesamtschule]]) in Wächtersbach, das Grimmelshausen-Gymnasium in Gelnhausen und die [[Henry Harnischfeger|Henry-Harnischfeger-Schule]] ([[integrierte Gesamtschule]]) in Bad Soden-Salmünster angebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bücherei ===&lt;br /&gt;
Die katholische &amp;#039;&amp;#039;Kirchengemeinde St. Peter und Paul&amp;#039;&amp;#039; betreibt auch eine öffentliche Bücherei. Bücher und Medien können hier, aus einem Medienbestand von über 5400, auch online oder telefonisch bestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2024-06 |url=https://eopac.net/BGX429916/, |text=Katholische Öffentliche Bücherei Wirtheim |archivebot=2024-06-16 09:07:12 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur und Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
==== Busverkehr ====&lt;br /&gt;
Ganzjährig verkehren in Wirtheim mehrere Buslinien des [[Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig|KVG]]. Sie schaffen mit den Linien MKK 64 und MKK 65 öffentliche Verkehrsanschlüsse zu allen Ortsteilen der Gemeinde Biebergemünd, nach Wächtersbach mit der Kinzigtalbahn Fulda–Hanau ([[Bahnhof Wächtersbach]]) sowie nach [[Bad Soden-Salmünster]], weiterhin zum [[Bahnhof Gelnhausen]], Bahnhof Wirtheim und zu den Nachbargemeinden Flörsbachtal und Jossgrund&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gelnhausen.de/leben-wohnen/mobilitaet/bus-bahn/verkehrslinienplan-gelnhausen-region?cid=2wa, MKK Verkehrslinienplan]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es gilt der Tarif des [[Rhein-Main-Verkehrsverbund]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bahn ====&lt;br /&gt;
Wirtheim hat einen Bahnhof an der Kinzigtalbahn Fulda–Hanau. Die nächsten [[barrierefrei]]en Bahnhöfe sind [[Bahnhof Wächtersbach|Wächtersbach]] und [[Bahnhof Gelnhausen|Gelnhausen]]. Die hier verkehrende Regionalbahn [[Wächtersbach]]–[[Frankfurt am Main|Frankfurt]] verkehrt im [[Taktfahrplan|Stundentakt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Straße ====&lt;br /&gt;
Quer durch den gesamten Ort verläuft die [[Bundesstraße 276]], die [[Deutsche Ferienroute Alpen–Ostsee]], die von [[Mücke (Hessen)|Mücke]] im Vogelsberg bis [[Lohr am Main]] im Spessart führt. Im Norden verbindet die [[Liste der Landesstraßen in Hessen ab der L 3201#L 3333|Landesstraße&amp;amp;nbsp;3333]] (die ehemalige [[Bundesstraße 40]]) den Ort mit Gelnhausen und die [[Kreisstraße]] 908 mit Neuwirtheim. Wirtheim liegt direkt an der [[Bundesautobahn 66|A 66]] die [[Frankfurt am Main]] und [[Fulda]] verbindet, zwischen den [[Anschlussstelle (Autobahn)|Anschlussstellen AS 44]] &amp;#039;&amp;#039;Gelnhausen Ost&amp;#039;&amp;#039; und AS 45 &amp;#039;&amp;#039;Bad Orb / Wächtersbach&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fahrradwege ====&lt;br /&gt;
Durch Wirtheim verläuft der [[Hessischer Radfernweg R3|Hessische Radfernweg R3]]. Er führt als „Rhein-Main-Kinzig-Radweg“ von [[Rüdesheim]] nach [[Tann (Rhön)|Tann]] in der [[Rhön]]. In Wächtersbach besteht Anschluss an den [[Vogelsberger Südbahnradweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Bahntrasse der ehemaligen Spessartbahn, die durch das gesamte Biebertal führte, ist als Wander- und Radweg erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freiwillige Feuerwehr ===&lt;br /&gt;
Eine Pflichtfeuerwehr ist in Wirtheim schon 1859 nachweisbar. Die Freiwillige Feuerwehr Wirtheim ist 1927 gegründet worden, 1967 folgte die Gründung der Jugendfeuerwehr Wirtheim. 1955 wurde das 1. Feuerwehrhauses in Wirtheim eingeweiht und 1989 umgebaut und erweitert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ffmkk.de/feuerwehren/wirtheim/, Freiwillige Feuerwehr Wirtheim]&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 wurden die Wehren Wirtheim und Kassel zur Freiwilligen Feuerwehr Biebergemünd Nord zusammengeschlossen. Dafür war im gleichen Jahr der Neubau eines Feuerwehrhauses nötig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ffmkk.de/feuerwehren/biebergemuend-nord/, Freiwillige Feuerwehr Biebergemünd Nord]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stärke der [[Freiwillige Feuerwehr|Einsatzabteilung]] der Freiwilligen Feuerwehr stieg durch den Zusammenschluss auf 50 Kameraden und Kameradinnen und die der Jugendfeuerwehr auf 19 Personen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einsatz- und Gefahrenschwerpunkte der Feuerwehr Biebergemünd Nord sind:&lt;br /&gt;
* Landwirtschaftliche Anwesen,&lt;br /&gt;
* Seniorenzentrum des Main-Kinzig-Kreises,&lt;br /&gt;
* Gewerbe- und Industriegebiet,&lt;br /&gt;
* Außenliegendes Wochenendgebiet,&lt;br /&gt;
* Bundesstraße B 276 Richtung Würzburg,&lt;br /&gt;
* Historischer Ortskern,&lt;br /&gt;
* Eisenbahnstrecke Frankfurt–Fulda–Kinzig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftsstruktur ===&lt;br /&gt;
Neben Handel, Bewirtung und Handwerk konzentriert sich die Wirtschaft in Wirtheim auf das Gewerbe- und Industriegebiete „Zehn Morgen“. Größter Arbeitgeber der Gemeinde ist das Arbeitsschutz- und Bekleidungsunternehmen [[Engelbert Strauss]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Absatz|links}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Kulturdenkmäler ===&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Liste der Kulturdenkmäler in Biebergemünd#Wirtheim|Liste der Kulturdenkmäler in Wirtheim]]&lt;br /&gt;
==== Katholische Kirche St. Peter und Paul ====&lt;br /&gt;
===== Geschichte =====&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Kirche in Wirtheim beginnt im 8. Jahrhundert mit einer Holzkirche, die, „wie es nach dem Sieg über die [[Schlacht bei Tours und Poitiers|Mauren 732 bei Tours und Poitiers]] häufig der Fall war, nach den Apostelfürsten Petrus und Paulus benannt wurde“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kirche&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bistum-fulda.de/wirtheim/geschichte-und-besondere-orte/geschichte.php?navid=200000185501, Kirche Wirtheim] aufgerufen am 16. September 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Kirchengemeinde gehörten damals die Orte Kassel, Höchst, der Niederhof und [[Hergersfeld (Wüstung)|Hergersfeld]]. Am 21. Dezember 1184 wurde sie, mit einigen weiteren Gemeinden des Stiftes Peter und Alexander in Aschaffenburg, durch Papst Lucius III. unter den besonderen Schutz des Papstes gestellt. Mit der Verleihung der Stadtrechte, auf Veranlassung des Mainzer Erzbischofs, am 29. Dezember 1365 und der Befestigung der Siedlung durch Mauern und Türme, „erfolgte vermutlich auch der Neubau der Kirche im romanischen Stil“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kirche&amp;quot; /&amp;gt; Die Mittelalterliche [[Wehrkirche]] war mit einem Kirchturm mit Schießscharten ausgestattet und von einer hohen Mauer umgeben. Sie wurde 2 Mal, 1861 und 1936 erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Innere Ausstattung =====&lt;br /&gt;
Die Ausstattung der Kirche enthält Kunstwerke der letzten fünf Jahrhunderte. Die Apsis dominiert ein Lebensbaum aus dem 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, mit Figuren einer alten Kreuzigungsgruppe, „die vermutlich aus dem frühen 16. Jahrhundert stammen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kirche&amp;quot; /&amp;gt; Auf die Renaissance gehen die beiden aus Lindenholz geschnitzten Apostelfürsten Petrus und Paulus und der Erzengel Michael zurück.&lt;br /&gt;
Ein Marienaltar im Seitenschiff rührt aus dem Ende des 17. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
Das barocke Orgelprospekt, stammt ebenso wie die erste Orgel aus dem Jahr 1737. Später wurde das Instrument mehrmals grundlegend umgebaut und in Teilen erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Glocken =====&lt;br /&gt;
„Die Pfarrkirche St. Peter und Paul verfügt über ein vierstimmiges Geläut aus Bronze. Alle Glocken wurden im Jahre 1950 von der Glockengießerei Otto in Bremen-Hemelingen gegossen. In der Melodielinie der Glocken 1 bis 4 erklingt das ausgefüllte E-Dur-Motiv. In einem seitlich zum Kirchenschiff platzierten, mittelalterlichen Glockenturm hängen die Glocken in einem Stahlglockenstuhl an Stahljochen. Der Turm verfügt an zwei Seiten über Uhrenzifferblätter“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://createsoundscape.de/glocken-finder-2/detail/glockenfinder/id/3096-kath-pfarrkirche-st-peter-und-paul-in-biebergemuend-wirtheim/?cb-id=68122, Glocken in Wirtheim] aufgerufen am 16. September 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen Glocken haben die folgende Stimmung: „Hl. Peter und Paul“ - e‘, „Hl. Maria“ - fis‘, „Hl. Joseph“ – gis‘, „Hl. Bonifatius“ – h‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schloss ====&lt;br /&gt;
Das [[Schloss Wirtheim]] ist ein Renaissance-Schloss des 15. und 16. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
Das [[Allianzwappen]] über dem rückwärtigen Schlosseingang weist auf die am 2. Februar 1717 geschlossene Ehe&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Ackermann, „Reichsdebitverwaltung für die Freiherren Forstmeister von Gelnhausen“, in …, S. 95–100&amp;lt;/ref&amp;gt; zwischen Johann Philipp Friedrich Forstmeister von Gelnhausen (1681–1740) und Anna Margaretha Elisabetha Freiin von Schleifras (1702 -), Tochter des Reichs-Freiherrn Johann Martin Ludwig von Schleifras (-1726)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.genealogieonline.nl/de/stamboom-driessen/I130097.php, Genealogie Forstmeister], aufgerufen am 18. März 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bodendenkmal Wirtheimer Kringel ====&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;[[Ringwall Wirtheim|Wirtheimer Kringel]]&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Alteburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;8. Symposium des [[Archäologisches Spessartprojekt|ASP]] zur Burgenforschung im Spessart 2015 in Biebergemünd, Vortrag H. Rosmanitz&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt (nicht zu verwechseln mit der [[Alteburg (Biebergemünd)|Alteburg bei Kassel]]), ist eine [[Burgstall|abgegangene (verfallene)]] Wallanlage mit etwa 80 m Durchmesser. Sie liegt 700 Meter südöstlich von Wirtheim auf einer Anhöhe zwischen den Bachläufen der Bieber und des Hirschbaches. Ausgrabungen von 2014 legen den Ursprung dieser [[Ringwallanlage]] ins [[Frühmittelalter]], in die fränkische bzw. [[Karolinger|karolingische]] Zeit (8. bis 10. Jahrhundert) nahe. Die Anlage war in ihrer Zeit weder dauernd besiedelt (Mangel an Wasser), noch diente sie Verteidigungszwecken (Lage unterhalb des Gipfels und dürftige Ausstattung). Sie war dennoch, wegen ihrer Größe, von einer übergeordneten Macht veranlasst und realisiert&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spessartprojekt.de/forschung/ausgrabungen/der-ringwall-in-wirtheim/wirtheim-ausgrabungen/, Wirtheim Ausgrabungen], abgerufen am 11. Dezember 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion und Brauchtum ===&lt;br /&gt;
==== Fronleichnamsprozession ====&lt;br /&gt;
Auch in Wirtheim ist der seit dem 13. Jahrhundert existierende katholische Brauch der [[Fronleichnam]]sprozession lebendig. Vier Außenaltäre sind entlang des Prozessionsweges, quer durchs Dorf aufgerichtet. Auch kleinere „Nebenaltärchen“ und Blumen schmücken den Prozessionsweg. Vor den Hauptaltären werden am Morgen Blumenteppiche gelegt&amp;lt;ref&amp;gt;„Prozession zu Fronleichnam“, Gelnhäuser Neue Zeitung, 20. Juni 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereine ===&lt;br /&gt;
* Angel-Club-Wirtheim e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* 1. Wirtheimer Dartverein 1985 e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* Freiwillige Feuerwehr Wirtheim&lt;br /&gt;
* Gesangsverein „Einigkeit“ 1987 Wirtheim e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* KAB St. Peter und Paul Wirtheim&lt;br /&gt;
* Kirchenchor Cäcilia Wirtheim&lt;br /&gt;
* Schießsportgemeinschaft Biebergemünd 1969 e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* TSV 09 Wirtheim e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* VdK Wirtheim&lt;br /&gt;
* DPSG Stamm Sankt Jakobus Wirtheim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
* Pfarrfasching&lt;br /&gt;
* Vatertagsgrillen&lt;br /&gt;
* Pfingstturnier&lt;br /&gt;
* Pfarrfest&lt;br /&gt;
* Zeltkerb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museumsprojekt Café Alt-Wirtheim ===&lt;br /&gt;
Eine alte Sandsteinscheune an der Frankfurter Straße, historisch fachgerecht renoviert, ist der äußere Rahmen für eine interessante Verschmelzung von Funktionen: das Museumsprojekt „Café Alt-Wirtheim“. Eine gelungene erste Ausstellung&amp;lt;ref&amp;gt;„Hoch auf dem gelben Wagen … - Ausstellung – Neue Schau des Geschichtsvereins Biebergemünd befasst sich mit dem Postwesen zwischen Frankfurt und Leipzig“, Gelnhäuser Neue Zeitung, 29. Oktober 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;  über das Postwesen auf der direkt vor der Scheune verlaufende Via Regia gab schon einen ersten Eindruck vom Entwicklungspotential dieser Einrichtung&amp;lt;ref&amp;gt;„Die Frankfurt-Leipziger Strasse zur Postkutschenzeit“, Dokumentation zur Ausstellung des Geschichtsvereins Biebergemünd, Januar 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Fahrgast hat „Schmiergeld“ zu zahlen&amp;#039;&amp;#039;, Gelnhäuser Neue Zeitung, 17. Februar 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freizeit und Tourismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Muszla Jakuba.svg|mini|100px|Symbol der Jakobsmuschel als Wegweiser am Jakobsweg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Symbol Spessartbogen.svg|100px|mini|Wegmarkierung Spessartbogen]]&lt;br /&gt;
=== Wanderwege ===&lt;br /&gt;
==== Jakobsweg 16 ====&lt;br /&gt;
Der „Jakobsweg 16“ ist einer der in den letzten Jahren neu gekennzeichneten [[Pilgerweg]]e, der durch Wirtheim führt. Er startet in [[Fulda]] und endet in [[Mainz]] (124 km) bzw. [[Trier]] (164 km).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.jakobswege-europa.de/wege/fulda-mainz.htm |titel=Jakobsweg Fulda – Mainz – Trier/Worms |werk=www.jakobswege-europa.de |hrsg=Private Website |abruf=2021-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er fügt sich in das Netz der [[Jakobsweg]]e ein, die über Frankreich ins [[Spanien|spanische]] [[Santiago de Compostela]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er orientiert sich am Verlauf einer alten Handelsstraße, der Via Regia, wo schon im Mittelalter Pilger gegangen sind. Der Weg ist durchgängig mit dem europäischen Muschelzeichen markiert. Von Salmünster über Wächtersbach nach Wirtheim kommend, führt der Weg weiter nach Gelnhausen und Langenselbold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spessartbogen ====&lt;br /&gt;
Auch der 90 km lange Premiumwanderweg &amp;#039;&amp;#039;Spessartbogen&amp;#039;&amp;#039; berührt Wirtheim. Ein Abschnitt, von Schlüchtern über Bad Orb kommend, erreicht die „Bürgerstube“ im Gemeindezentrum als Zwischenetappe. Von da aus geht es weiter, Bieber-aufwärts, an den Biebergemünder Ortsteilen Lanzingen und Breitenborn entlang, mit dem Endziel Langenselbold&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spessartbogen.de/de/spessartbogen/karte/ Spessartbogen], abgerufen am 19. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;In Wirtheim gewirkt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Die Herren [[Forstmeister von Gelnhausen]] (15. Jahrhundert); sie werden als älteste Bewohner des Schlosses Wirtheim genannt.&lt;br /&gt;
* Christian Fuchs (2. Hälfte des 17. Jahrhunderts), Pfarrer von Wirtheim; nach den großen Bevölkerungsverlusten infolge von zwei Pestepidemien 1632 und 1667/68 holte er Siedler aus seiner Heimat Tirol nach Wirtheim und Kassel. Sie brachten neue Berufe und Handwerke in die Region.&lt;br /&gt;
* [[Burkhard Oly]] (1938–2008), Bildhauer und Goldschmied&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;In Wirtheim geboren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Frank (Politiker, 1832)|Friedrich Frank]] am 25. November 1832&lt;br /&gt;
* [[George Gunther]]  am 29. März 1845 und 1866 in die USA ausgewandert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{LAGIS|ref=nein|ID=12711|titel=Wirtheim, Main-Kinzig-Kreis |datum=2019-10-16}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HessBib |PPN=116314621 |GND=2041310-5}}&lt;br /&gt;
* {{DDB-Suche|SUCHE=Archiv|title:(Wirtheim) AND (NOT Baden-Württemberg)}}&lt;br /&gt;
* {{Spk-digital}}&lt;br /&gt;
* Peter Nickel, „Die Frankfurt-Leipziger Strasse zur Postkutschenzeit“, Dokumentation zur Ausstellung des Geschichtsvereins Biebergemünd, 400 Jahre Poststrasse Frankfurt am Main – Leipzig 1616/2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.biebergemuend.de/ Webauftritt der Gemeinde Biebergemünd]&lt;br /&gt;
* [https://www.biebergemuend.de/seite/de/spessart/088:669/-/Luftbildaufnahme_Wirtheim.html &amp;#039;&amp;#039;Luftaufnahmen von Wirtheim.&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Gemeinde Biebergemünd.&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|ID=12711|titel=Wirtheim, Main-Kinzig-Kreis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Biebergemünd}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=2041310-5|LCCN=n79130965|VIAF=314807958}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Biebergemünd)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Main-Kinzig-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Main-Kinzig-Kreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1970]]&lt;/div&gt;</summary>
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