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	<title>Wirnt von Grafenberg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T20:04:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wirnt_von_Grafenberg&amp;diff=47842&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ClaudiaMMaier: /* Weblinks */</title>
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		<updated>2024-11-20T13:25:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wirnt von Grafenberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Wirnt von Gravenberg&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Wirnt von Gräfenberg&amp;#039;&amp;#039;) war ein [[mittelhochdeutsch]]er Dichter, der wahrscheinlich aus dem oberfränkischen [[Gräfenberg]] nordöstlich von [[Nürnberg]] stammte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das Leben des Dichters ist nichts bekannt, über seine Person geben nur literarische Zeugnisse Auskunft, so unter anderem das einzige von ihm bekannte Werk, der dem Stoffkreis der [[Artusroman]]e zugehörige „[[Wigalois]]“, dessen Entstehungszeit nur vage mit „im 2. Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jochen Schiewer: &amp;#039;&amp;#039;Wirnt von Grafenberg.&amp;#039;&amp;#039; In: Lexikon des Mittelalters, Band 9, München 2003, Spalte 250f.&amp;lt;/ref&amp;gt; angegeben werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Prologs des &amp;#039;&amp;#039;Wigalois&amp;#039;&amp;#039; (Vers 136–141) nennt der „tihtære“ (Dichter) seinen Namen: „Wirnt von Grâvenberc“. Er erwähnt ihn am Ende einer ausführlichen Gewandbeschreibung (Vers 10.576) noch ein zweites Mal, und an einer dritten Stelle, in einer Art Selbstgespräch des Dichters mit seinem &amp;#039;&amp;#039;sin&amp;#039;&amp;#039;, nennt er sich nur „Wirnt“ (Vers 5.755). Wirnts Name wird darüber hinaus von mehreren Dichtern des Mittelalters in ihren Werken erwähnt. [[Heinrich von dem Türlin]] nennt ihn an zwei Stellen in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Diu Crône&amp;#039;&amp;#039; (Vers 2.942 und 2.949); in den sogenannten Dichterkatalogen im &amp;#039;&amp;#039;[[Willehalm von Orlens]]&amp;#039;&amp;#039; und im &amp;#039;&amp;#039;[[Alexander (Rudolf von Ems)|Alexander]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Rudolf von Ems]] wird er ebenfalls erwähnt. Im &amp;#039;&amp;#039;Alexander&amp;#039;&amp;#039; wird er als „Wirich von Grâvenberc“ (Vers 3.192ff.) bezeichnet, im &amp;#039;&amp;#039;Willehalm von Orlens&amp;#039;&amp;#039; als Autor eines &amp;#039;&amp;#039;maere&amp;#039;&amp;#039; (Geschichte) beziehungsweise „von Wigolaises manhait“ benannt (Vers 2.201ff.). Zur literarischen Figur, nämlich einem Diener der allegorischen [[Frau Welt]], wird Wirnt in der Dichtung &amp;#039;&amp;#039;[[Der Welt Lohn]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Konrad von Würzburg]] (Vers 47 und 101): Hier ist der Namenszusatz „Grâvenberc“ als Herkunftsbezeichnung des Dichters verstanden. [[Ulrich Füetrer]] nahm den &amp;#039;&amp;#039;Wigalois&amp;#039;&amp;#039; im 15. Jahrhundert in sein &amp;#039;&amp;#039;[[Buch der Abenteuer]]&amp;#039;&amp;#039; auf, Ulrich nennt das Werk &amp;#039;&amp;#039;Wigoleis&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft, Stand und Bildung ==&lt;br /&gt;
Allgemein ist die Herkunft Wirnts aus dem heutigen Gräfenberg in Oberfranken unbestritten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hans-Joachim Ziegeler&amp;quot;&amp;gt;Hans-Joachim Ziegeler: &amp;#039;&amp;#039;Wirnt von Grafenberg.&amp;#039;&amp;#039; In: Verfasserlexikon. Die deutsche Literatur des Mittelalters, Band 10, 2. Auflage, Berlin/New York 1999, Spalte 1253–1254.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gestützt wird diese Annahme nicht nur durch den Namenszusatz „von Grâvenberc“, sondern auch durch die Erwähnung des Sands bei Nürnberg als Austragungsort von [[Turnier]]en im &amp;#039;&amp;#039;Wigalois&amp;#039;&amp;#039; (Vers 8.447). Die Sprache Wirnts ist „streng bayerisch“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hans-Joachim Ziegeler&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Wirnt von Grafenberg ausschließlich durch das, was er selbst über sich sagt und die Äußerungen anderer Dichter über ihn charakterisiert wird, können Aussagen über seinen [[Ständeordnung|Stand]] und seine Bildung nur Vermutungen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er selbst nennt sich „ritter“, betont mehrfach seinen ritterlichen Geburtsstand und kritisiert in seinem Werk soziale Aufsteiger unter den [[Ritter]]n. Konrad von Würzburg stilisiert Wirnt ebenfalls zum Ritter. Das Lob an [[Wolfram von Eschenbach]] im &amp;#039;&amp;#039;Wigalois&amp;#039;&amp;#039; (Vers 6346: „leien munt nie baz gesprach“ (nie sprach der Mund eines Laien besser)) könnte darauf hindeuten, dass Wirnt ebenfalls [[Illiteralität|illiterat]] war, im spezifisch hochmittelalterlichen Sinn des Wortes: „Der präzise Sinn von illiteratus im 12. Jahrhundert ist ‚des Lateinischen nicht mächtig sein‘“.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Günter Scholz: Hören und Lesen. Studien zur primären Rezeption der Literatur im 12. und 13. Jahrhundert, Wiesbaden 1980, S. 228.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedenfalls betont er die Schriftlichkeit in seinem Werk sehr, denn er bezeichnet sein Werk selbst (Vers 11.708) als „buoch“ und er lässt es sogar im Prolog der Fassungen A und B als personifiziertes Buch zum Leser sprechen: „Welcher Gutmeinende hat mich aufgeschlagen? Wenn es einer ist, der mich entziffern und begreifen kann, der soll, falls irgend ein Fehler an mir ist, gnädig mit mir sein.“ Weitere Betonungen der Buchgelehrsamkeit finden sich in den Versen 5.311 und 7.450, wo er „als wirz an den buochen lesen“ (wie wir es in den Büchern lesen) schreibt, in seiner Erwähnung der „buochstaben“ (Vers 8.254) und des „schrîben“ und der „schrift“ (Vers 7.573, 7.579, 8.260, 8.285). Zudem bemüht er sich um „korrekte Latinisierungen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hans-Joachim Ziegeler&amp;quot;/&amp;gt; Schon im Prolog des &amp;#039;&amp;#039;Wigalois&amp;#039;&amp;#039; schrieb Wirnt (Vers 82ff.):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer gute Dichtung schätzt und ihr gerne zuhört, der soll jetzt höflich schweigen und aufmerken: das ist gut für ihn. Die Dichtung läutert die Gesinnung manch eines Menschen, denn er findet darin leicht das, was ihm zur Besserung gereicht“.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Bumke: &amp;#039;&amp;#039;Höfische Kultur. Literatur und Gesellschaft im hohen Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1987, Band 2, Seite 443.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Betonungen seiner Gelehrsamkeit lassen aber keine gesicherten Rückschlüsse auf seinen Stand oder seine Bildung zu: Vielmehr muss man wohl davon ausgehen, dass Wirnt versuchte, sich „ein bestimmtes Autorbild zu verschaffen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hans-Joachim Ziegeler&amp;quot;/&amp;gt; Dafür sprechen nicht nur seine Pose des jungen und unerfahrenen Dichters (Vers 33–144, 5.753f.), der sich vom Leser die „milte“ der „wîsen“ (etwa: „das Wohlwollen der Weisen“) erhofft, er verbindet diese Pose auch mit der &amp;#039;&amp;#039;[[laudatio temporis acti]]&amp;#039;&amp;#039; (dem Lob der vergangenen Zeiten) in seiner kommentierenden Erzählhaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gönner und Auftraggeber ==&lt;br /&gt;
Aus der Totenklage um den „vil edeln vürsten … von Mêran“ (Vers 8063f.), die sich wohl auf [[Berthold IV. (Andechs)|Berthold IV.]] († 1204) bezieht, kann auf die bayerischen Herzöge von [[Herzogtum Meranien#Andechs-Meranien|Andechs-Meran]] als Auftraggeber geschlossen werden. Wäre dem so, dann könnte Wirnt von Grafenberg seinen &amp;#039;&amp;#039;Wigalois&amp;#039;&amp;#039; unter der Gönnerschaft von Bertholds Sohn [[Otto I. (Meranien)|Otto I.]] († 1234) vollendet haben. Inwieweit außer an Otto I. oder „Markgraf [[Heinrich (Istrien)|Heinrich IV.]] auch an deren Geschwister Bischof [[Eckbert von Andechs-Meranien|Ekbert von Bamberg]] oder den [[Erzbischof von Kalocsa|Erzbischof von Kalosca]] (sic!), späteren Patriarchen von [[Aquileja]] [[Berthold V. (Andechs)|Berthold]], oder die Schwestern [[Gertrud von Andechs|Gertrud]] und [[Hedwig von Andechs|Hedwig]] [als Auftraggeber] zu denken ist, muß offenbleiben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Joachim Ziegeler: &amp;#039;&amp;#039;Wirnt von Grafenberg.&amp;#039;&amp;#039; In: Verfasserlexikon. Die deutsche Literatur des Mittelalters, Band 10, 2. Auflage, Berlin/New York 1999, Spalte 1256.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Primärliteratur ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wigalois. Text, Übersetzung, Stellenkommentar&amp;#039;&amp;#039;, Text der Ausgabe von J.&amp;amp;nbsp;M.&amp;amp;nbsp;N. Kapteyn, Übersetzt, erläutert und mit einem Nachwort versehen von [[Sabine Seelbach]] und [[Ulrich Seelbach]], 2. erw. Aufl. De-Gruyter-Texte, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2014, ISBN 978-3-11-034793-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wigalois&amp;#039;&amp;#039;, Nachdruck der Ausgabe Straßburg 1519, mit einem Vorwort von Helmut Melzer, (= Deutsche Volksbücher in Faksimiledrucken; Reihe A, Band 10), Hildesheim 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekundärliteratur ===&lt;br /&gt;
* {{ADB|9|562|562|Grafenberg, Wirnt v.|Steinmeyer|ADB:Grafenberg, Wirnt von}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL||autor=[[Ralf Böckmann]]|artikel=Wirnt von Grafenberg|band=34|spalten=1536-1542}}&lt;br /&gt;
* Joachim Bumke: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Literatur im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, München 1990, ISBN 3-423-04552-3 (zu Wirnt und dem &amp;#039;&amp;#039;Wigalois&amp;#039;&amp;#039; Seite 218–220)&lt;br /&gt;
* [[Klaus Grubmüller]]: &amp;#039;&amp;#039;Wirnt von Grafenberg.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Walther Killy]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Literaturlexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 12, Bertelsmann, Gütersloh 1992, Seite 359f. ISBN 3-570-03712-6&lt;br /&gt;
* [[Volker Mertens]]: &amp;#039;&amp;#039;Artus.&amp;#039;&amp;#039; In: Volker Mertens, Ulrich Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Epische Stoffe des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 483). Kröner, Stuttgart 1984, ISBN 3-520-48301-7, S. 290–340 (zu Wirnt und dem &amp;#039;&amp;#039;Wigalois&amp;#039;&amp;#039; S. 317–319).&lt;br /&gt;
* Hans-Jochen Schiewer: &amp;#039;&amp;#039;Wirnt von Grafenberg.&amp;#039;&amp;#039; In: Lexikon des Mittelalters, Band 9, München 2003, Spalte 250–251 ISBN 3-89659-909-7&lt;br /&gt;
* Manfred Günter Scholz: Hören und Lesen. Studien zur primären Rezeption der Literatur im 12. und 13. Jahrhundert, Wiesbaden 1980&lt;br /&gt;
* [[Hans-Joachim Ziegeler]]: &amp;#039;&amp;#039;Wirnt von Grafenberg.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Verfasserlexikon]]. Die deutsche Literatur des Mittelalters, Band 10, 2. Auflage Berlin/New York 1999, Spalte 1252–1267 ISBN 3-89659-909-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
=== Primäres ===&lt;br /&gt;
* [http://titus.uni-frankfurt.de/texte/etcs/germ/mhd/wigalois/wigal.htm E-Text bei TITUS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekundäres ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://handschriftencensus.de/werke/432 Zusammenstellung der handschriftlichen Überlieferung]&lt;br /&gt;
* [http://www.literaturportal-bayern.de/autorenlexikon?task=lpbauthor.default&amp;amp;pnd=118633945 Wirnt von Grafenberg im Literaturportal Bayern]&lt;br /&gt;
* [https://wirntkulturverein.de/ Kulturverein Wirnt von Gräfenberg e.V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118633945|LCCN=nr/89/6566|VIAF=95163769}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wirnt #Grafenberg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (13. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Mittelhochdeutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artusepik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 12. oder 13. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 13. oder 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wirnt von Grafenberg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wirnt von Gravenberg&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=mittelhochdeutscher Dichter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Jahrhundert oder 13. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Jahrhundert oder 14. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ClaudiaMMaier</name></author>
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