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	<title>Wirchensee - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T07:34:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wirchensee&amp;diff=2044706&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2024-12-07T11:00:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox See&lt;br /&gt;
|NAME = Wirchensee&lt;br /&gt;
|BILD = Wirchensee.JPG&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = &lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 52/04/34/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 14/29/06/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = DE-BB&lt;br /&gt;
|LAGE = [[Deutschland]], [[Brandenburg]], [[Landkreis Oder-Spree]]&lt;br /&gt;
|ZUFLUSS = [[Schlaube]]&lt;br /&gt;
|ABFLUSS = [[Schlaube]]&lt;br /&gt;
|UFERORT = &lt;br /&gt;
|NAHERORT = [[Groß Muckrow]], [[Treppeln]]&lt;br /&gt;
|HÖHE = 83.4&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG =  &lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 0.365&lt;br /&gt;
|SEELÄNGE = &lt;br /&gt;
|SEEBREITE = &lt;br /&gt;
|VOLUMEN = &lt;br /&gt;
|UMFANG = &lt;br /&gt;
|MAX-TIEFE = 16 &lt;br /&gt;
|MED-TIEFE = &lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN = Waldsee, ehemalige Intensivzucht, in der Nähe Sitz der Naturparkverwaltung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wirchensee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein See im Lauf der [[Schlaube]] zwischen [[Groß Muckrow]] im Westen und Treppeln im Osten im [[Landkreis Oder-Spree]] in [[Brandenburg]]. Er ist der am höchsten gelegene See im [[Naturpark Schlaubetal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensdeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stubbenloch.JPG|miniatur|Stubbenloch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldsee Hotel Wirchensee.jpg|miniatur| Waldsee Hotel Wirchensee]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Visitenkarten Jagd.JPG|miniatur|Visitenkarten der Staatsgäste bei Staatsjagden in der DDR]]&lt;br /&gt;
Werchenow bezieht sich auf das [[Sorbische Sprachen|altsorbische]] &amp;#039;&amp;#039;vírchní&amp;#039;&amp;#039; bzw. das [[Niedersorbische Sprache|altniedersorbische]] &amp;#039;&amp;#039;ẘerchny&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;oben, am Gipfel befindlich&amp;#039;&amp;#039; und beschreibt die Lage des Sees. In der Zeit zwischen 1370 und 1420 wurde das Dorf &amp;#039;&amp;#039;Vifchnov&amp;#039;&amp;#039; [[Wüstung|wüst]], welches ebenfalls am See lag und diesen Namen widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Sees bekam verschiedene Schreibweisen: 1370 &amp;#039;&amp;#039;Wertheno et stagno ibidem&amp;#039;&amp;#039;, 1372 &amp;#039;&amp;#039;Werchenaw et stagno ibidem&amp;#039;&amp;#039;, 1572 &amp;#039;&amp;#039;Wirchenauer See&amp;#039;&amp;#039;. Es findet sich 1249 gar eine Auflistung von Seen im Schlaubetal, aus welcher man vermuten kann, das mit &amp;#039;&amp;#039;ad lacum altiorem tribule&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls der Wirchensee gemeint war.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus-Dieter Gansleweit: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Namenkunde und Siedlungsgeschichte der nordöstlichen Niederlausitz. Die Flur- und Ortsnamen im Bereich des früheren Stiftes Neuzelle&amp;#039;&amp;#039; (= Deutsch-slawische Forschungen zur Namenkunde und Siedlungsgeschichte, Band 34). Akademie-Verlag, 1982, S. 43, 123, 233, 247 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Übersetzung von 1336 lesen wir &amp;#039;&amp;#039;bez tzu dem oberen Se Trebule&amp;#039;&amp;#039;. Unter Werchen-See finden wir Tribule – den oberen See auch auf den [[Peter Schenk der Jüngere|Schenkischen Karten]] wieder, was die Annahme bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Leopold von Ledebur (Historiker)|Leopold Karl Wilhelm August Ledebur]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Archiv für die Geschichtskunde des preussischen Staates.&amp;#039;&amp;#039; Siebenter Band, E.S. Mittler, Berlin, Posen, Bromberg 1832, S. 53ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umgebung ==&lt;br /&gt;
Die Wasserfläche des Wirchensees war einst größer und dehnte sich nach Norden bis fast zur Schlaubemühle, nach Süden bis in die Wirchenwiesen aus. Durch das allmähliche Einschneiden der Schlaube nahm der Abfluss des Wassers zu, der Seespiegel senkte sich und die Seefläche wurde kleiner. Durch einen Anstau entstand dann der oberste Mühlensee, das ([[Stubbenloch]])&amp;lt;!-- - {{Koordinate Text|NS=52/04/54.6924/N|EW=14/29/10.0752/E_type:city_region:DE-BR|52°04&amp;#039;&amp;amp;nbsp;N 14°26&amp;#039;&amp;amp;nbsp;O}}--&amp;gt;, abgetrennt im nördlichen Teil durch eine [[Landzunge]] (&amp;#039;&amp;#039;Kleiner Horst&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;!-- - {{Koordinate Text|NS=52/04/51.5424/N|EW=14/29/7.6632/E_type:city_region:DE-BR|52°04&amp;#039;&amp;amp;nbsp;N 14°26&amp;#039;&amp;amp;nbsp;O}}--&amp;gt;. In der Mitte des Sees befindet sich eine vom Ostufer aus zugängliche [[Halbinsel]] (&amp;#039;&amp;#039;Großer Horst&amp;#039;&amp;#039;), auf ihr befindet sich ein Hotel.&amp;lt;!-- - {{Koordinate Text|NS=52/04/47.532/N|EW=14/29/8.3004/E_type:city_region:DE-BR|52°04&amp;#039;&amp;amp;nbsp;N 14°26&amp;#039;&amp;amp;nbsp;O}}--&amp;gt; Auch das &amp;#039;&amp;#039;Stubbenloch&amp;#039;&amp;#039; wird von der Schlaube gespeist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Schlaube, nahe dem Nordwestufer des Wirchensee, befindet sich die Naturparkverwaltung im ehemaligen Wohngebäude der [[Schlaubemühle]]. Sie fand als erste Mühle an der Schlaube bereits 1420 Erwähnung als &amp;#039;&amp;#039;dy mole zu Werchenow&amp;#039;&amp;#039;. Im Mittelalter wurde hier das Wasser gestaut, um die [[Getreidemühle|Mah]]l- und [[Sägewerk|Schneidemühle]] zu betreiben. Umgangssprachlich auch &amp;#039;&amp;#039;Schlaumiehle&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den See führt ein etwa vier Kilometer langer Naturlehrpfad, welcher mit zahlreichen Informationstafeln ausgestattet ist. Ein weiterer Weg verläuft von der Schlaubemühle durch den sehr ursprünglichen Wald bis kurz vor die [[Schlaubetal|Kieselwitzer]] Mühle. Dieser Weg bringt dem Wanderer die [[Sage]]nwelt der [[Niederlausitz]] näher und erzählt von den &amp;#039;&amp;#039;Ludki&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;Luttchen&amp;#039;&amp;#039;. Vermutlich gehen die [[Legende]]n auf die zurückgedrängten [[Germanen|germanischen]] Bewohner zurück, welche unter den sich niederlassenden [[Wenden]] ein sehr zurückgezogenes Leben führten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://cossenblatt.de/sagen/ludki.html |wayback=20090420141033 |text=Sagen und Legenden aus der Niederlausitz und dem Dorf Kossenblatt |archiv-bot=2019-05-24 02:49:57 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der von [[Mischwald]] umgebene See ist sehr nährstoffreich, da die Unterwasservegetation weitgehend zerstört wurde durch die frühere Nutzung als [[Intensivtierhaltung|Fischintensivzuchtgewässer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fischerei ==&lt;br /&gt;
Der See darf ab dem 1. Juli eines jeden Jahres mit &amp;#039;&amp;#039;Wasserfahrzeugen ohne eigene Triebkraft&amp;#039;&amp;#039; befahren werden, welche nur von dem Hotel ausgegeben werden. Wasserfahrzeuge ohne eigene Triebkraft sind beispielsweise [[Kanu]]s, [[Kajak]]s, [[Schlauchboot]]e oder [[Floß|Flöße]]. Selbst mitbringen darf man keines, auch das Baden ist nicht gestattet. Das Angeln ist unter besonderer Berücksichtigung der Schutzbestimmungen des Naturparks Schlaubetal gestattet. Die Anzahl der auszugebenden Jahreskarten ist jedoch auf 30 beschränkt. Interessenten wenden sich an das Hotel.&amp;lt;ref&amp;gt;Verordnung über das Naturschutzgebiet „Schlaubetal“ {{Webarchiv|url=https://www.bravors.brandenburg.de/sixcms/detail.php?gsid=land_bb_bravors_01.c.15673.de |wayback=20240123085527 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2024-06-16 08:39:25 InternetArchiveBot }} Stand: 10. April 2002&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der See darf einen Teil des Jahres nicht befahren werden, um die [[Fischadler|Fisch-]] und [[Seeadler (Gattung)|Seeadlern]] nicht zu stören. Angler finden trotz der Adler starke [[Karpfen]]. Wie in allen anderen Seen, welche von den Mühlen genutzt wurden, finden sich [[Europäischer Aal|Aal]], [[Echte Barsche|Barsch]], [[Hecht]], [[Schleie]]n, [[Europäischer Wels|Wels]] und [[Zander]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In der Nähe der Schlaubequelle, etwas westlich der Wirchenwiesen, befinden sich die Reste des [[Reichsarbeitsdienstlager|RAD-Lagers]] Arbeitsdienstabteilung 3/83 Wirchensee. Unter der Leitung von &amp;#039;&amp;#039;G. Lohde&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Unterfeldmeister]] Eck&amp;#039;&amp;#039; waren die Dienstverpflichteten unter anderem dafür zuständig, die Erdarbeiten auszuführen in der Urnengräberstätte bei [[Groß Muckrow]]. Im Gräberfeld &amp;#039;&amp;#039;Mühlenberg&amp;#039;&amp;#039; fanden sich aus der älteren [[Lausitzer Kultur]] [[Bestattungsurne|Buckelurnengräber]] mit Grabbeigaben. Die Funde wurden der Kreissammlung des Heimatmuseums [[Lübben (Spreewald)|Lübben]] übergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Gesellschaft für deutsche Vorgeschichte: &amp;#039;&amp;#039;Nachrichtenblatt für deutsche Vorzeit.&amp;#039;&amp;#039; Band 13, C. Kabitzsch, 1937, S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Fundstätte war bekannt, seit der [[Prediger|Oberprediger]] Karl Krüger im Sommer 1890 dort eine Buckelurne, verziert mit Punkten und Linien, fand.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Urnenfeld bei Grunow-Mixdorf Kr. Lübben.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Niederlausitzer Mittheilungen. Zeitschrift der [[Niederlausitzer Gesellschaft für Geschichte und Landeskunde|Niederlausitzer Gesellschaft für Anthropologie und Alterthumskunde]].&amp;#039;&amp;#039; 2. Band, Albert Koenig, Guben 1892, S. 27ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das RAD-Lager bestand ab 1935 aus zehn Baracken, am See zwei kleine Häuser der Lagerleiter. Die Reste der [[Wasserentnahme|Sauganlage]] für die Wasserversorgung und der [[Klärgrube]]n des Lagers finden sich noch immer. Bis zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] bestand der [[Reichsarbeitsdienst|Arbeitsdienst]] aus allgemeinen Forstarbeiten, Grabenbau, aber auch [[Harz (Material)|Harzung]] der Bäume. In der jüngeren Vergangenheit war das Gebiet der Bevölkerung als [[Wildeinstandsgebiet]] unzugänglich, dahinter verbarg sich tatsächlich das [[Konspiration|konspirative]] Objekt &amp;#039;&amp;#039;Baikal&amp;#039;&amp;#039;, unter anderem fanden „Lehrgänge“ für den [[Partisan|bewaffneten Untergrundkampf]] statt, zu welchem Zweck [[Chile]]nen bis zum Sommer 1989 in das Objekt kamen. &amp;#039;&amp;#039;Günter Wurm&amp;#039;&amp;#039;, welcher in [[Siehdichum (Siehdichum)|Siehdichum]] über das Gästehaus verfügte, besaß hier eine Jagdhütte und ein privates Jagdgebiet des [[Ministerium für Staatssicherheit|MfS]].&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Schell: &amp;#039;&amp;#039;Stasi und kein Ende. Die Personen und Fakten.&amp;#039;&amp;#039; Die Welt 1991, ISBN 3548347738, S. 249, S. 392&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Seen in Brandenburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sonja Franz: &amp;#039;&amp;#039;Legenden: &amp;amp; Sagenhaftes aus der Niederlausitz.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Interforum e.V., Regia 10. März 2008, ISBN 3939656356&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer im Landkreis Oder-Spree]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See in Brandenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturpark Schlaubetal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Schlaube|SWirchensee]]&amp;lt;!-- S wie See --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Friedland, Niederlausitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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