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	<title>Wir waren Nachbarn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T07:01:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wir_waren_Nachbarn&amp;diff=2193398&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hahnenkleer: keine Ankündigung von Veranstaltungen, schon gar nicht welche, die in der Vergangenheit liegen.</title>
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		<updated>2026-03-13T09:50:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;keine Ankündigung von Veranstaltungen, schon gar nicht welche, die in der Vergangenheit liegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ausstellungshalle-Rathaus Schoeneberg-Wir waren Nachbarn.jpg|mini|Blick in die Ausstellungshalle im [[Rathaus Schöneberg]] mit der [[Installation (Kunst)|Ausstellungsinstallation]] &amp;#039;&amp;#039;Wir waren Nachbarn – Biografien jüdischer Zeitzeugen&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wir waren Nachbarn – Biografien jüdischer Zeitzeugen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine öffentliche Ausstellung zur kollektiven Erinnerung an die örtlichen Opfer der [[Shoah|Shoah, der Judenverfolgung im Nationalsozialismus]], im [[Rathaus Schöneberg]] im [[Berlin]]er [[Bezirk Tempelhof-Schöneberg]]. Eröffnet im Januar 2005 ist sie mit Unterstützung der Berliner Kulturverwaltung seit 2010 als ganzjährig geöffnete Dauerausstellung zugänglich. Die Ausstellung ist eine Art begehbares Familienalbum oder in der jüdischen Tradition des [[Memorbuch]]s ein Raum des Totengedenkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neugestaltete Saal der Ausstellungshalle im Rathaus wirkt auf die Besuchenden wie ein historischer [[Bibliothek]]s-Saal. Auf Lesepulten liegen zum Lesen und Blättern [[Biografie|biografische]] [[Album|Alben]] über ehemalige jüdische Einwohner der Berliner Bezirke [[Bezirk Schöneberg|Schöneberg]] und [[Bezirk Tempelhof|Tempelhof]] in der Zeit vor 1933 bzw. vor 1942 aus. Ergänzende Elemente der Ausstellung eröffnen weitere Zugänge zu ihrem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jüdische Einwohner in Schöneberg und Tempelhof (1933) ==&lt;br /&gt;
In Schöneberg lebten zu Beginn der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Herrschaft]] 1933 über 16.000 [[Judentum|jüdische]] Einwohner, das waren 7,35 % aller Schöneberger. Besonders beliebt als Wohnquartier im Bezirk war das [[Bayerisches Viertel|Bayerische Viertel]], deshalb auch &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Schweiz&amp;#039;&amp;#039; genannt. Während der NS-Zeit wurden über 6000 jüdische Bewohner vor den Augen ihrer Nachbarn aus Schöneberg [[Deportation von Juden aus Deutschland|deportiert]]. Im Nachbarbezirk Berlin-Tempelhof lebten 1933 rund 2300 jüdische Einwohner (2,03 %), 230 von ihnen wurden deportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunstamt Schöneberg, Schöneberg Museum, Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Orte des Erinnerns: Band 2, Jüdisches Alltagsleben im Bayerischen Viertel.&amp;#039;&amp;#039; Edition Hentrich, Berlin 1995, ISBN 3-89468-147-0, S.&amp;amp;nbsp;12 (Tabelle &amp;#039;&amp;#039;Ergebnisse der Volkszählung vom 16. Mai 1933&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungsort ==&lt;br /&gt;
Die Ausstellung ist das Ergebnis einer in den 1980er Jahren einsetzenden [[Zeitzeuge]]n- und Erinnerungsarbeit des Kunstamtes Schöneberg. Diese außergewöhnliche Idee eines Berliner Bezirks, einen symbolischen Denkort, einen Erinnerungsort für die verfolgten und ermordeten jüdischen Nachbarn einzurichten, wird seitdem kontinuierlich fortgeführt. Damit ist ein weiterer Ort des Gedenkens und der Erinnerung an den [[Holocaust]] neben den [[Liste der Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus|Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus]] in Berlin entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elemente der Ausstellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alben-wir waren nachbarn-564x640n.jpg|mini|hochkant|Biografische Alben über ehemalige jüdische Einwohner von [[Bezirk Schöneberg|Schöneberg]] und [[Bezirk Tempelhof|Tempelhof]] liegen auf Lesepulten aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biografische Alben ===&lt;br /&gt;
Derzeit (Stand: 2020) dokumentieren 170 biografische Alben die Lebens- und Leidensgeschichte von jüdischen Bürgern aus den Berliner Bezirken Schöneberg und Tempelhof. Die Mehrzahl der Familien- und Einzelbiografien wurde in Zusammenarbeit mit [[Zeitzeugen]] entwickelt. Geschichte wird hier aus deren Perspektive erzählt, wie der Ausstellungstitel &amp;#039;&amp;#039;Wir waren Nachbarn&amp;#039;&amp;#039; nahelegt. Persönliche zeitgenössische [[Fotografie]]n, Dokumente, Briefe und Berichte machen ihre Geschichte in eindrücklicher Weise erfahrbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa ein Drittel der biografischen Alben sind [[Berlin-Schöneberg#Persönlichkeiten|prominenten Schöneberger]] und [[Berlin-Tempelhof#Persönlichkeiten|Tempelhofer]] Persönlichkeiten aus Literatur, Musik, Kunst, Wissenschaft oder Sport gewidmet (wie [[Albert Einstein]], [[Alfred Kerr]], [[Helmut Newton]], [[Billy Wilder]], [[Erich Fromm]], [[Wilhelm Reich]], [[Kurt Tucholsky]], [[Gertrud Kolmar]], [[Else Lasker-Schüler]], [[Gisèle Freund]], [[Coco Schumann]], [[Nelly Sachs]], [[Alice Salomon]], [[Lilli Henoch]], [[Alfred Flatow]] und [[Gustav Flatow]] sowie [[Georg Hermann]]; dokumentiert ist auch die Geschichte der [[Widerstandskämpfer]]innen [[Liane Berkowitz]]) und [[Marianne Cohn]]. Geschildert wird das Leben vor und nach 1933, gegebenenfalls die Flucht ins [[Exil]], die [[Deportation]] und Ermordung von Familienangehörigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alben zeigen aber auch das Leben nach dem [[Holocaust]] bis in die heutige Zeit und werden ergänzt um Antworten auf die Frage nach weiteren Formen der Erinnerung (wie [[Gedenktafel]]n, [[Stolpersteine]] und biografische Literatur).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausstellungskonzept ist ein &amp;#039;&amp;#039;[[Prozesskunst|work in progress]],&amp;#039;&amp;#039; sodass die Ausstellung jedes Jahr um neue biografische Alben ergänzt wird, jährlich wechselnde Schwerpunkte hat (siehe [[#Rahmenprogramm|Rahmenprogramm]]) und auch erweitert werden kann. Nicht zuletzt deshalb sind Zeitzeugen und ihre Angehörigen im In- und Ausland eingeladen, sich mit der Ausstellung in Verbindung zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hörstationen ===&lt;br /&gt;
Der Eindruck des Authentischen, den die biographischen Alben bewirken, verstärken bei bislang 15 besonders markierten Alben kurze „Hörstücke“. Hier können die Leser beim Blättern oder Betrachten der Fotografien über Kopfhörer zum Beispiel die authentischen Stimmen des Schriftstellers [[Kurt Hiller]] oder des Musikers Ilja Bergh anhören. Die Hörstationen werden kontinuierlich ergänzt, wofür unter anderem auf Originalinterviews mit Zeitzeugen zurückgegriffen werden kann. Die dafür erforderlichen redaktionellen und technischen Arbeiten ermöglichen Patinnen und Paten der Hörstationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karteikarten von Deportierten ===&lt;br /&gt;
An den Wänden der Ausstellungshalle sind handschriftliche [[Karteikarte]]n mit den Namen von mehr als 6000 Deportierten und Ermordeten aus Schöneberg und Tempelhof alphabetisch nach Straßennamen geordnet angebracht. Sie wurden 1987 von Andreas Wilcke (seinerzeit Mitglied der [[Bezirksverordnetenversammlung]] von Schöneberg) aus der Kartei der [[Oberfinanzdirektion]] übertragen und später mit Karten zu den Daten aus Tempelhof Deportierter ergänzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunstamt Schöneberg, Schöneberg Museum, Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Orte des Erinnerns: Band 2, Jüdisches Alltagsleben im Bayerischen Viertel.&amp;#039;&amp;#039; Edition Hentrich, Berlin 1995, ISBN 3-89468-147-0, S.&amp;amp;nbsp;215–270 (&amp;#039;&amp;#039;Gedenkbuch,&amp;#039;&amp;#039; mit einer Einleitung von Katharina Kaiser).&amp;lt;/ref&amp;gt; In der NS-Zeit waren diese Personendaten von den Berliner Finanzbehörden erfasst worden, um das Vermögen der Deportierten einzuziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berlin.de/sen/finanzen/ueber-uns/architektur-geschichte/artikel.5181.php &amp;#039;&amp;#039;Die Enteignung aller vertriebenen und deportierten Juden.&amp;#039;&amp;#039;] Bei: &amp;#039;&amp;#039;berlin.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 28. Juni 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ausgestellten Karten enthalten die Namen und letzte Anschrift der Deportierten, Datum und Ziel der Deportation. 6069 Namen auf den Karteikarten machen anschaulich begreifbar, wie viele ehemalige jüdische Nachbarn aus ihren Wohnungen heraus abgeholt oder an ihrem Arbeitsplatz (siehe auch [[Fabrikaktion]]) verhaftet wurden, um mit der [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Deutschen Reichsbahn]] in die [[Ghetto in der Zeit des Nationalsozialismus|Ghettos]], [[Konzentrationslager]] oder [[Vernichtungslager]] transportiert zu werden, wo sie ermordet wurden oder seitdem verschollen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ländertafeln der Exilländer ===&lt;br /&gt;
Auf [[Schautafel]]n, sogenannten Ländertafeln, werden Situationen in den wichtigsten [[Exil]]ländern, wie sie die Emigranten vorfanden, mit zeitgenössischen Texten und Abbildungen dargestellt, ergänzt mit Verweisen auf einschlägige biographischen Alben der Ausstellung. Die wichtigsten Exilländer waren [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]], [[Völkerbundsmandat für Palästina|Palästina]], die [[Vereinigte Staaten|USA]], [[Latein-Amerika|Lateinamerika]], die [[Schweiz]] und [[China]]. Gezeigt werden aber auch Fotografien aus dem Exilland [[Türkei]], wo [[Ernst Reuter]] im politischen Exil lebte, bevor er 1947 zum [[Bürgermeister|Oberbürgermeister]] von [[West-Berlin|Berlin]] gewählt wurde, ab 1949 mit Sitz im Rathaus Schöneberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interviewfilm ===&lt;br /&gt;
Ein weiteres Element der Ausstellung ist der Interviewfilm &amp;#039;&amp;#039;Geteilte Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039; von Monika Wenczel. Dieser Film basiert auf Interviews mit jüdischen und nichtjüdischen Zeitzeugen aus dem Bayerischen Viertel.&amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf die Website des Vereins &amp;#039;&amp;#039;frag doch!&amp;#039;&amp;#039; mit Angaben zum Interview-Film &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://www.fragdoch-verein.de/Neue_Dateien/film.html |archive-is=20120730170754 |text=Geteilte Erinnerungen}},&amp;#039;&amp;#039; Konzeption: Katharina Kaiser, Monika Wenczel, Texte und Recherche: Dr. Ruth Federspiel, Jens Leder, Produktion: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin, [https://www.hausamkleistpark-berlin.de Kunstamt Haus am Kleistpark,] gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für die Angelegenheiten der Kultur und der Medien, Berlin 2000–2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Informationspult ===&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;Informationspult&amp;#039;&amp;#039; enthält einen [[Interaktivität|interaktiven]] Info-Monitor. Hier können der oben erwähnte Interviewfilm kapitelweise oder vollständig betrachtet und Hintergrundinformationen zum Bayerischen Viertel sowie zu den Interviewten abgerufen werden. Ein [[Glossar]] gibt Auskunft zu zeitgenössischen Begriffen, eine [[Zeitleiste]] informiert über die wichtigsten Ereignisse im [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]] und in Berlin. Daneben liegen Gedenkbücher&amp;lt;ref&amp;gt;Freie Universität Berlin, Zentralinstitut für Sozialwissenschaftliche Forschung (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gedenkbuch Berlins der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. „Ihre Namen mögen nie vergessen werden.“&amp;#039;&amp;#039; Edition Hentrich, Berlin 1995, ISBN 3-89468-178-0. (Das zum 50.&amp;amp;nbsp;Jahrestag der [[Befreiung vom Nationalsozialismus|Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft]] herausgegebene Buch listet über 55.000 Namen von verfolgten und ermordeten Berliner Juden auf.)&amp;lt;/ref&amp;gt; für Schöneberg, Tempelhof und Berlin sowie das jüdische [[Adressbuch]] von Berlin von 1931 aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der Erinnerungen ===&lt;br /&gt;
Im sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Archiv der Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039; finden die Besucher Erinnerungssplitter (kurze Berichte, Notizen, Fotos) von nichtjüdischen Zeitzeugen und von Besuchern der Ausstellung über Personen, Ereignisse und Orte im Zusammenhang mit der Thematik der Ausstellung. Es kann von Besuchern immer weiter ergänzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Medien-Berichte ===&lt;br /&gt;
Dieses Ausstellungselement befasst sich mit dem Alltag heute und enthält aktuelle Medienberichte über [[Geschichte des Antisemitismus seit 1945|Antisemitismus]] und [[Rassismus]] sowie eine Presse-Wand mit Zeitungsausschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pädagogische Beratung für Schulen ===&lt;br /&gt;
Zu den regelmäßigen Besuchern gehören (nach Voranmeldung) auch Schulklassen, insbesondere für Unterrichtsprojekte in den Fächern [[Sozialkunde]], [[Geschichtsunterricht|Geschichte]], [[Heimatkunde (Schulfach)|Heimatkunde]] oder [[Sachunterricht]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/organisationseinheit/bildung-kultur/wir_waren_nachbarn.html |archive-is=20120723131217 |text=Pressemitteilungen}} des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg zu den Ausstellungen der Jahre 2005–2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Dafür ist zur Beratung, ggf. auch Führung fachkundiges Personal in der Ausstellung präsent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besucherberatung ===&lt;br /&gt;
Für die Beratung von Besuchern wie zur Führung von Besuchergruppen (nach vorheriger Anmeldung) ist in der Ausstellung fachkundiges Personal präsent. So können auch individuelle Fragen beantworten oder Hinweise gegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenprogramm ===&lt;br /&gt;
In Rahmenprogrammen zu jährlich wechselnden thematischen Schwerpunkten werden einzelne Aspekte der Ausstellung vertiefend beleuchtet. 2018 werden den Besuchern unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Unerhörte Stimmen&amp;#039;&amp;#039; die akustischen Erinnerungen von Menschen, die im Bezirk lebten, nahegebracht. So erinnern sich unter anderem der ehemalige Geiger der Berliner Philharmoniker [[Hellmut Stern]], der Jazzgitarrist [[Coco Schumann]], die Lyrikerin [[Mascha Kaléko]], der Regisseur [[Billy Wilder]] oder die Fotografin [[Gisèle Freund]] an ihre Zeit in Schöneberg oder Tempelhof. Zu anderen, wie [[Gertrud Kolmar]] oder [[Kurt Tucholsky]], tragen Schauspieler Gedichte oder Briefe vor. 2017 standen die Schicksale von Kindern und Jugendlichen während der NS-Zeit im Mittelpunkt. 2014 lag der Fokus auf den Juden im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], 2012 wurde der Lebensweg jüdischer Ärzte thematisiert, 2011 der jüdischer Juristen und 2010 jüdische Schulen und Schüler (Luise Zickel – Zickel-Schule,&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:Stolperstein Kufsteiner Str 16 (Wilmd) Luise Zickel.jpg|Stolperstein für Luise Zickel]] auf Wikimedia Commons&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtteilzeitung-schoeneberg.de/2010/maerz/3.htm Artikel über Luise Zickel] in der &amp;#039;&amp;#039;Stadtteilzeitung Schöneberg&amp;#039;&amp;#039;, März 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Reimann-Schule]]). Als weitere Begleitveranstaltungen fanden regelmäßig eine Lesung mit Gespräch der Zeitzeugin Rahel Mann&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/bayerisches-viertel/die-nazi-zeit-versteckt-ueberlebt-rahel-manns-schutzengel-war-eine-hauswartsfrau/148832.html Rahel Manns Schutzengel war eine Hauswartsfrau] Zeitzeugin Rahel Mann las bis ins hohe Alter im Rathaus Schöneberg aus dem Buch „Uns kriegt ihr nicht: Als Kinder versteckt - jüdische Überlebende erzählen“ [[Der Tagesspiegel]] vom 3. Februar 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; und im Kinosaal des Rathauses monatliche Vorführungen thematisch einschlägiger Spiel- und Dokumentarfilme statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besuchererfolg ===&lt;br /&gt;
Über 28.000 Ausstellungsbesucher wurden bis 2010 seit der Eröffnung im Jahr 2005 gezählt, seit 2011 mehr als 10.000 jährlich. Sie kommen aus dem In- und Ausland und sind zum Teil Zeitzeugen, deren Nachkommen, Verwandte oder Bekannte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezug zum Denkmal &amp;#039;&amp;#039;Orte des Erinnerns&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
Die Ausstellung hat inhaltlichen Bezug zu dem konzeptionellen [[Denkmal (Gedenken)|Denkmal]] der Künstler Renata Stih und Frieder Schnock: &amp;#039;&amp;#039;[[Orte des Erinnerns (Bayerisches Viertel)|Orte des Erinnerns]]&amp;#039;&amp;#039; im [[Bayerisches Viertel|Bayerischen Viertel]]. Dieses 1993 eingeweihte Denkmal besteht aus einer stadträumlichen Installation aus 80 farbigen, doppelseitigen Tafeln von Bild- und Text-Kombinationen, welche die zunehmende Ausgrenzung und Entrechtung der jüdischen Bevölkerung in der NS-Zeit verdeutlichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Die Auswertung der Statistik für die Folgejahre ist in Vorbereitung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtsort mit einer ähnlichen Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Humberghaus]], im [[Westmünsterland]], heute [[Kreis Wesel]], stellt ebenfalls den nachbarschaftlichen Bezug der jüdischen Familien Humberg und Terhoch bis 1941 in den Vordergrund und hält darüber hinaus Kontakt zu den Nachfahren in [[Kanada]], über mehrere Generationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kunstamt Schöneberg, Schöneberg Museum, Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Orte des Erinnerns: Band 1, Das Denkmal im Bayerischen Viertel&amp;#039;&amp;#039; Edition Hentrich, Berlin 1994, ISBN 3-89468-146-2.&lt;br /&gt;
* frag doch! Verein für Begegnung und Erinnerung (Hrsg.), Klaus Wiese, Jochen Thron: &amp;#039;&amp;#039;Wir waren Nachbarn – Biographien jüdischer Zeitzeugen. Eine Ausstellung in der Berliner Erinnerungslandschaft.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hentrich &amp;amp; Hentrich, Berlin 2008, ISBN 978-3-938485-73-6 (mit einer Videodokumentation auf Mini-DVD).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.wirwarennachbarn.de Wir waren Nachbarn – Biografien jüdischer Zeitzeugen.] Website der Ausstellungsinstallation im Rathaus Berlin-Schöneberg (mit der Möglichkeit, den kostenlosen Newsletter der Ausstellung mit ihren Hinweisen auf die Rahmenveranstaltungen zu abonnieren)&lt;br /&gt;
* [http://www.berliner-woche.de/schoeneberg/kultur/wir-waren-nachbarn-gesichert-d103546.html „Wir waren Nachbarn“ gesichert.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Woche]]&amp;#039;&amp;#039;, 13. Juli 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wir Waren Nachbarn}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausstellung zum Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Schöneberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judenverfolgung im Deutschen Reich (1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holocaustgedenken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin in der Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hahnenkleer</name></author>
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