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	<title>Wir Wunderkinder - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wir_Wunderkinder&amp;diff=222642&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hnsjrgnweis: /* Bewertung */</title>
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		<updated>2025-12-19T10:27:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bewertung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Film&lt;br /&gt;
| Bild             = Wir Wunderkinder Logo 001.svg&lt;br /&gt;
| Originaltitel    = Wir Wunderkinder&lt;br /&gt;
| Produktionsland  = Deutschland&lt;br /&gt;
| Originalsprache  = Deutsch&lt;br /&gt;
| Erscheinungsjahr = 1958&lt;br /&gt;
| Länge            = 108&lt;br /&gt;
| FSK              = 12&lt;br /&gt;
| JMK              =&lt;br /&gt;
| Regie            = [[Kurt Hoffmann (Filmregisseur)|Kurt Hoffmann]]&lt;br /&gt;
| Drehbuch         =&lt;br /&gt;
* [[Heinz Pauck]]&lt;br /&gt;
* [[Günter Neumann (Kabarettist)|Günter Neumann]]&lt;br /&gt;
| Produzent        =&lt;br /&gt;
* [[Hans Abich]]&lt;br /&gt;
* Rolf Thiele&lt;br /&gt;
* [[Eberhard Krause]]&lt;br /&gt;
| Produktionsunternehmen = Filmaufbau GmbH, Göttingen&lt;br /&gt;
| Musik            = [[Franz Grothe (Komponist)|Franz Grothe]]&lt;br /&gt;
| Kamera           = [[Richard Angst]]&lt;br /&gt;
| Schnitt          = [[Hilwa von Boro]]&lt;br /&gt;
| Besetzung        =&lt;br /&gt;
* [[Johanna von Koczian]]: Kirsten&lt;br /&gt;
* [[Hansjörg Felmy]]: Hans Boeckel&lt;br /&gt;
* [[Wera Frydtberg]]: Vera von Lieven&lt;br /&gt;
* [[Robert Graf (Schauspieler)|Robert Graf]]: Bruno Tiches&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Neuss]]: Conferencier&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Müller (Schauspieler, 1922)|Wolfgang Müller]]: Hugo, der Pianist&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Flickenschildt]]: Frau Meisegeier&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Goslar]]: Schally Meisegeier&lt;br /&gt;
* [[Liesl Karlstadt]]: Frau Roselieb&lt;br /&gt;
* [[Michl Lang]]: Herr Roselieb&lt;br /&gt;
* [[Pinkas Braun]]: Siegfried Stein&lt;br /&gt;
* [[Ingrid Pan]]: Doddy Meisegeier&lt;br /&gt;
* [[Peter Lühr]]: Chefredakteur Vogel&lt;br /&gt;
* [[Ingrid van Bergen]]: Evelyn Meisegeier&lt;br /&gt;
* [[Hans Leibelt]]: Herr Lüttjensee&lt;br /&gt;
* [[Lina Carstens]]: Bäuerin Vette&lt;br /&gt;
* [[Tatjana Sais]]: Frau Häflingen&lt;br /&gt;
* [[Horst Tappert]]: Lehrer Schindler&lt;br /&gt;
* [[Ralf Wolter]]: Toilettenmann&lt;br /&gt;
* [[Karl Lieffen]]: Obmann Wehackel&lt;br /&gt;
* [[Ernst Schlott]]: Dr. Sinsberg&lt;br /&gt;
* [[Franz Fröhlich (Schauspieler)|Franz Fröhlich]]: Obsthändler&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Schmid-Wildy]]: Alter Herr&lt;br /&gt;
* [[Otto Brüggemann (Schauspieler)|Otto Brüggemann]]: Dr. Engler&lt;br /&gt;
* [[Helmuth Rudolph]]: Baron von Lieven&lt;br /&gt;
* [[Helmut Brasch]]: Herr Untermüller&lt;br /&gt;
* [[Karen Marie Löwert]]: Frau Hansen&lt;br /&gt;
* [[Emil Hass Christensen]]: Herr Hansen&lt;br /&gt;
* [[Michael Burk]], [[Rainer Penkert]], [[Fritz Korn]]: Studentenkabarett&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wir Wunderkinder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine deutsche Literaturverfilmung von 1958 von [[Kurt Hoffmann (Filmregisseur)|Kurt Hoffmann]]. Der Schwarzweißfilm basiert auf dem 1957 veröffentlichten [[Satire|satirischen]] Roman mit demselben Titel von [[Hugo Hartung (Schriftsteller)|Hugo Hartung]] und wurde von [[Filmatelier Göttingen|Filmaufbau]] (Göttingen) produziert. Die Hauptrollen sind mit [[Johanna von Koczian]], [[Hansjörg Felmy]], [[Wera Frydtberg]] und [[Robert Graf (Schauspieler)|Robert Graf]] besetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
Der Zuschauer verfolgt den Lebensweg des jungen Hans Boeckel über gut 40 Jahre (1913 bis 1957): von der – vermeintlichen – Begegnung seines Klassenkameraden Bruno Tiches mit [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Kaiser Wilhelm II.]] bis zur bundesrepublikanischen [[Wirtschaftswunder]]zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boeckel wird nach harter, ehrlicher Arbeit [[Journalist]], verliert aber während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] – den er anfangs für ein vorübergehendes Phänomen hält –, wie nicht anders zu erwarten, seine Stellung. Seine erste große Liebe Vera von Lieven emigriert gemeinsam mit ihrem politisch verfolgten Vater, ebenso wie sein [[Juden|jüdischer]] Schulfreund Siegfried Stein. Boeckel lernt die Dänin Kirsten kennen; sie holt ihn nach [[Dänemark]], wo beide heiraten. Anschließend bricht der Zweite Weltkrieg aus, und Boeckel muss an die Front. Kirsten hilft ihm mit ihrer Familie über die schwere Zeit nach dem Krieg, bis er schließlich in den [[1950er Jahre]]n dank der Hilfe des aus den USA zurückgekehrten Siegfried wieder erfolgreich für eine Zeitung arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontrastiert wird seine Geschichte mit der seines sinistren Schulfreundes Bruno Tiches, der sich mit skrupellosem Opportunismus noch vor der [[Machtergreifung]] der [[NSDAP]] anschließt und ein mächtiger NS-Funktionär wird. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] erfindet er sich neu, zunächst als Schwarzhändler, und bringt es schließlich bis zum Generaldirektor eines bedeutenden Unternehmens. 1955 zählt er wieder zu den Honoratioren und gilt gar als einer der Erfinder des bundesdeutschen Wirtschaftswunders. Dabei ist ihm durchaus bewusst, wer er ist. Er ist stolz auf seine Anpassungsfähigkeit und hat nicht vor, sich zu ändern. Das sagt er auch Boeckel ins Gesicht, als dieser, Zeuge der Ereignisse, ihn eines Tages wiedertrifft und ihm seinen Opportunismus vorwirft, Dabei zeigt er auch Verachtung für die Lebensweise von Boeckel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Boeckel später, als Reaktion darauf, einen wütenden Artikel verfasst und veröffentlicht, in der er Tiches’ NS-Vergangenheit aufdeckt, erscheint sein ehemaliger Schulfreund, der selbst von seiner Familie am Ende verachtet wird, empört bei Boeckels Chefredakteur und verlangt einen Widerruf. Boeckel denkt jedoch gar nicht daran, die Wahrheit zu widerrufen, und weist darauf hin, wie viel Schaden Menschen wie Tiches angerichtet haben und dass sie in die Schranken gewiesen werden müssen zum Wohl des Landes. Der Redakteur sieht dies genauso und stellt sich hinter Boeckel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wutentbrannt und Drohungen ausstoßend, verlässt Tiches daraufhin die Redaktion, reißt die Tür zum [[Aufzugsanlage|Fahrstuhl]] auf – ohne das Warnschild zu bemerken – und mit ihm geht es „abwärts, diesmal aber endgültig“. Auf seiner Beerdigung sind viele Honoratioren mit schwarzen Zylindern und versteinerten Mienen anwesend. Dabei ist zu bemerken, dass auch bei der Beerdigung verschleiert wird, wer er in Wirklichkeit war, und klar angedeutet wird, dass die anwesenden Honoratioren genauso sind wie er. Die Trauerrede des Ministerialrates endet mit den Worten: „In seinem Sinne wollen wir weiterleben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktion ==&lt;br /&gt;
=== Dreharbeiten ===&lt;br /&gt;
Die Dreharbeiten begannen am 13. Mai 1958. Die Innenaufnahmen entstanden im [[Bavaria Film|Bavaria-Atelier]] München-Geiselgasteig, die Außenaufnahmen in [[München]], [[Verona]], auf [[Sizilien]] und in [[Dänemark]]. Szenen mit [[Helmut Brasch]] fanden im fertigen Film keine Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soundtrack ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zusammenbruch-Song&amp;#039;&amp;#039;, Musik: Franz Grothe, Text: Günter Neumann, Vortrag: Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Adolf-Tango&amp;#039;&amp;#039;, Musik und Text: wie zuvor, Vortrag: Michael Burk, Fritz Korn und Rainer Penkert&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marsch-Chanson&amp;#039;&amp;#039;, Musik und Text: wie zuvor, Vortrag: Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sammelbüchsen-Song&amp;#039;&amp;#039;, Musik, Text und Vortrag: wie zuvor&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chanson vom Wirtschaftswunder&amp;#039;&amp;#039;, Musik, Text und Vortrag: wie zuvor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veröffentlichung ===&lt;br /&gt;
Die Uraufführung des Films erfolgte am 28. Oktober 1958 in den Sendlinger Tor-Lichtspielen in München.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film]]&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;Kurt Hoffmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Volksrepublik Ungarn|Ungarn]] erschien der Film am 30. April 1959, in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] am 3. Mai 1959, und in der [[Sowjetunion]] wurde er erstmals im August 1959 beim [[Internationales Filmfestival Moskau|Moscow International Film Festival]] vorgestellt. In den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] wurde der Film am 15. Oktober 1959 unter dem internationalen Titel &amp;#039;&amp;#039;Aren’t We Wonderful!&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht, in [[Schweden]] erfolgte eine Veröffentlichung am 21. Dezember 1959. Im Jahr 1960 war der Film erstmals in [[Finnland]] und [[Dänemark]] zu sehen. Veröffentlicht wurde er zudem in [[Argentinien]], [[Brasilien]], [[Frankreich]], [[Italien]], [[Norwegen]], [[Volksrepublik Polen|Polen]], [[Franquismus|Spanien]] und im [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
=== Bewertung ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Wir Wunderkinder&amp;#039;&amp;#039; ist – neben &amp;#039;&amp;#039;[[Rosen für den Staatsanwalt]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Wolfgang Staudte]] und [[Bernhard Wicki]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Die Brücke (1959)|Die Brücke]]&amp;#039;&amp;#039; (beide 1959) – einer der wenigen westdeutschen Filme der 1950er Jahre, die sich kritisch mit dem [[Zeit des Nationalsozialismus|Dritten Reich]] beschäftigen. Der Film geht von einer Machtlosigkeit der Anständigen aus, die dem Aufstieg der unmoralischen und dummen [[Nazi]]s nichts entgegenzusetzen gehabt hätten. Dass selbst in der [[Nachkriegszeit in Deutschland|Nachkriegszeit]] „[[höhere Gewalt]]“ herhalten muss, um den Bösewicht Bruno Tiches in die Schranken zu weisen, ist sowohl als Kritik an der zeitgenössischen Gesellschaft als auch als Resignation vor den unweigerlich stärkeren [[Opportunismus|Opportunisten]] zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist die [[kabarett]]istische Rahmenhandlung der beiden Erzähler [[Wolfgang Neuss]] und [[Wolfgang Müller (Schauspieler, 1922)|Wolfgang Müller]]: Unter Verwendung alter [[Kino#Technik|Kinotechniken]] präsentieren sie, auf einer Bühne vor der Film-im-Film-[[Leinwand]] sitzend, kapitelweise die einzelnen Szenen aus Boeckels Geschichte: Neuss erläutert die Bilder, Müller untermalt sie am Piano musikalisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &amp;#039;&amp;#039;Illustrierten Film-Bühne/Vereinigt mit dem Illustrierten Film-Kurier&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4456 wurden Boeckel und Tiches auf Seite 4 folgendermaßen charakterisiert:&lt;br /&gt;
* Hans Boeckel wird als Mensch von „anständiger Gesinnung und heiterem Gemüt“ bezeichnet. Bruno Tiches hingegen, habe „die Gesinnung, die gerade gefragt sei, und ein Gemüt nur dann, wenn es ihm nütze“.&lt;br /&gt;
* Als Schuljunge habe Hans seine Aufgaben brav erledigt, aber auch Dummheiten begangen, für die er natürlich bestraft worden sei. Bruno hingegen habe seine Aufgabe darin gesehen, Dummheiten zu machen, für die er dann obendrein noch belohnt worden sei.&lt;br /&gt;
* Zur [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923|Zeit der Inflation]] habe Hans Zeitungen verkauft, „um recht und schlecht studieren zu können“. Ob diese zur „[[Politische Rechte (Politik)|Rechten]] oder zur [[Politische Linke|Linken]]“ gehört hätten, habe er nicht gewusst. Bruno hingegen habe während der Inflation Aktien und Devisen verkauft, „um gut und teuer leben zu können“. Verdient habe er reichlich, weil „seine Rechte nicht gewusst habe, was seine Linke gerade getan hätte“.&lt;br /&gt;
* Wenn Hans sich verliebte, hatte er es nicht leicht, da er sich nur in solche Mädchen verliebte, die es ernst meinten. Wenn Bruno hingegen sich verliebte, meinte er es nicht ernst. Denn seine Wahl fiel nur auf [[Dirne|leichte Mädchen]].&lt;br /&gt;
* Hans war [[Zivilperson|Zivilist]]. Sein Lieblingslied: &amp;#039;&amp;#039;[[An die Freude|Freude, schöner Götterfunken]]&amp;#039;&amp;#039;. Bruno schmückte sich mit einer prächtigen [[Uniform]]. Sein Lieblingslied war: &amp;#039;&amp;#039;[[Westerwald#Westerwaldlied|O du schöner Westerwald]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Hans verlor seine Stellung, „weil er nicht strammstehen konnte“ und wollte. Bruno „stand lange stramm, solange bis alle Stellungen verloren waren“.&lt;br /&gt;
* Nach dem Krieg konnte es Hans dank des [[Wirtschaftswunder|deutschen Wirtschaftswunders]] wieder zu etwas bringen. Aber auch der Nazi Bruno konnte das, das ist ein „deutsches Wunder“.&lt;br /&gt;
* Hans könnte man als „typischen Deutschen“ bezeichnen, aber auf Bruno trifft das ebenso zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)|Filmbewertungsstelle]], die dem Film das Prädikat „wertvoll“ verlieh, begründete ihre Entscheidung folgendermaßen: „Wenn der Film trotz der hier aufgezeigten stilistischen und formalen Mängel das Prädikat Wertvoll erhält, so deshalb, weil er in formaler Hinsicht eine geschlossene Leistung darstellt, wie sie historisierende Filme dieser Art selten erreichen. Der Film besitzt Witz und manche Treffsicherheit bei der Glossiereung zeitgeschichtlicher Erscheinungen, und er bringt diesen Witz auch in der Fotografie zum Ausdruck. Die Fäden der Handlung sind präzise geknüpft, und die Regie stellt ein gediegenes Ensemblespiel auf die Beine, das eine Fülle beachtlicher schauspielerischer Einzelleistungen enthält. Hier verdienen vor allem die Leistungen von Robert Graf, Johanna von Koczian, Elisabeth Flickenschildt und Hansjörg Felmy hervorgehoben zu werden. Die Besetzung ist bis in die Nebenrollen hinein durchdacht und gut getroffen. Auch vom Schnitt her beweist der Film seinen kabarettistischen Pfiff und seine gediegene dramaturgische Durchformung.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;kino&amp;quot;&amp;gt;[https://www.kino.de/film/wir-wunderkinder-1958/ &amp;#039;&amp;#039;Wir Wunderkinder&amp;#039;&amp;#039;] kino.de. Abgerufen am 12. April 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik ===&lt;br /&gt;
„Ein einfallsreicher ironischer Film mit gewichtigen Absichten und teilweise vorzüglichen Ansätzen zur Satire, im ganzen aber doch mehr der Belustigung des Publikums als seiner Zeit- und Selbsterkenntnis dienend. Immerhin sehenswert“, hieß es in &amp;#039;&amp;#039;6000 Filme. Kritische Notizen aus den Kinojahren 1945 bis 1958&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;6000 Filme. Kritische Notizen aus den Kinojahren 1945 bis 1958 – Handbuch V der katholischen Filmkritik&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wir Wunderkinder&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage, Verlag Haus Altenberg, Düsseldorf 1963, S. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Adolf Heinzlmeier]] und [[Berndt Schulz]] führten im &amp;#039;&amp;#039;Lexikon „Filme im Fernsehen“&amp;#039;&amp;#039; (erweiterte Neuausgabe) aus: „Unsentimentale, teils kabarettistische Studie der Vor- und Nachkriegszeit Deutschlands; nuanciertes Zeitbild und grandiose Parade von Alt- und Neustars des deutschen Kinos. […] Eine Stellungnahme zum ‚Wirtschaftswunder‘ voller Ernst und Ironie.“ (Wertung: 3½ Sterne – außergewöhnlich)&amp;lt;ref&amp;gt;In: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Filme im Fernsehen&amp;#039;&amp;#039; (erweiterte Neuausgabe): &amp;#039;&amp;#039;Wir Wunderkinder&amp;#039;&amp;#039; bei Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 936.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;[[Filmdienst]]&amp;#039;&amp;#039; lobte: „Ausgezeichnet gespielt, einfallsreich und treffsicher inszeniert, auch wenn es dem moritatenhaften Erzählton mitunter an Tiefe mangelt. – Sehenswert ab 14.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{LdiF|36464|Abruf=2023-04-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kritik auf der Seite &amp;#039;&amp;#039;[[Kino.de]]&amp;#039;&amp;#039; fiel positiv aus. Dort ist zu lesen: „Auf Festivals in Ost und West mit Preisen überhäuftes Filmprodukt der Adenauer-Ära. Wenngleich es dem Film mitunter am dem Thema angemessenen Tiefgang mangelt, zeichnet sich Kurt Hoffmanns Auseinandersetzung mit vier Jahrzehnten deutscher Geschichte durch einen unterhaltsamen Stil, großen Einfallsreichtum und eigentümlichen Charme aus. Von vielen Kritikern als zu oberflächlich eingestuft, wurde „Wir Wunderkinder“ dennoch ein Publikumserfolg, was wohl auch der vordergründig-optimistischen Grundhaltung, die der Film vermittelt, zuzuschreiben ist.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;kino&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Autor Dieter Wunderlich fasste seine Kritik auf seiner Seite folgendermaßen zusammen: „In seiner unterhaltsamen, hochkarätig besetzten und formal überzeugenden Verfilmung des Romans ‚Wir Wunderkinder‘ von Hugo Hartung stellt Kurt Hoffmann das Verhalten eines Opportunisten im ‚Dritten Reich‘ und in der Nachkriegszeit kritisch dar.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dieterwunderlich.de/Hoffmann_wunderkinder.htm (c) Dieter Wunderlich: &amp;#039;&amp;#039;Wir Wunderkinder&amp;#039;&amp;#039;] dieterwunderlich.de. Abgerufen am 12. April 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auszeichnungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wir Wunderkinder&amp;#039;&amp;#039; erhielt 1960 den [[Golden Globe Award]] in der Kategorie [[Golden Globe Award/Bester fremdsprachiger Film|Bester fremdsprachiger Film]].&lt;br /&gt;
* Bereits 1959 wurde der Film mit dem [[Deutscher Filmpreis|Deutschen Filmpreis]] in Silber und einem Preisgeld von 80.000,- DM ausgezeichnet. Robert Graf erhielt für seine darstellerische Leistung ebenfalls den Bundesfilmpreis in Silber ([[Deutscher Filmpreis/Bester Nachwuchsdarsteller|Bester Nachwuchsdarsteller]]).&lt;br /&gt;
* Goldmedaille des I. Internationalen Filmfestivals Moskau 1959.&lt;br /&gt;
* [[Filmprädikat|Prädikat]] „wertvoll“ der Filmbewertungsstelle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hugo Hartung (Schriftsteller)| Hugo Hartung]]: &amp;#039;&amp;#039;Wir Wunderkinder. Der dennoch heitere Roman unseres Lebens&amp;#039;&amp;#039;. Piper, München und Zürich 2000, ISBN 3-492-22960-3.&lt;br /&gt;
* Dieter Krusche, [[Jürgen Labenski]]: &amp;#039;&amp;#039;Reclams Filmführer.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage, Reclam, Stuttgart 1987, ISBN 3-15-010205-7, S. 617f.&lt;br /&gt;
* Michael Wenk: &amp;#039;&amp;#039;„Aren’t we Wonderful?“ Kurt Hoffmanns Filmsatire „Wir Wunderkinder“, die „dennoch heitere Geschichte unseres Lebens“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Wir Wunderkinder. 100&amp;amp;nbsp;Jahre Filmproduktion in Niedersachsen&amp;#039;&amp;#039;. Gesellschaft für Filmstudien, Hannover 1995, S.&amp;amp;nbsp;65–78.&lt;br /&gt;
* [[Karina Urbach]]: {{Internetquelle |url=https://taz.de/Filmschaffende-im-Kalten-Krieg/!5823403/ |titel=Filmschaffende im Kalten Krieg: Nicht jeder war, was er vorgab |werk=[[Die Tageszeitung]] |abruf=2022-01-04}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IMDb|tt0052400}}&lt;br /&gt;
* {{Filmportal|479d5209c54b452a85f79c4139b902be}} (u. a. Uraufführungsplakat, Fotos)&lt;br /&gt;
* {{filmposter|8915|&amp;#039;&amp;#039;Wir Wunderkinder&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* [https://i.ebayimg.com/images/g/A1oAAOSwjXRXY-SZ/s-l1600.jpg &amp;#039;&amp;#039;Wir Wunderkinder&amp;#039;&amp;#039;] Abb. jeweiliges Titelbild drei verschiedener Filmprogramme&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20070927224933/http://www.deutscher-tonfilm.de/ww1.html &amp;#039;&amp;#039;Wir Wunderkinder: Stab- und Besetzungsliste&amp;#039;&amp;#039;] deutscher-tonfilm.de (web.archive.org)&lt;br /&gt;
* [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Wir_Wunderkinder_(Kurt_Hoffmann,_1958) &amp;#039;&amp;#039;Wir Wunderkinder&amp;#039;&amp;#039; (Kurt Hoffmann, 1958)] bei historisches-lexikon-bayerns.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Filme von Kurt Hoffmann}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=7843956-5|VIAF=237535675}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmtitel 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Film]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwarzweißfilm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Satirefilm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hugo-Hartung-Verfilmung]]&lt;/div&gt;</summary>
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