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	<title>Winzerla - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Winzerla&amp;diff=711395&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 2. Februar 2026 um 18:53 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-02T18:53:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum gleichnamigen Dorf bei Orlamünde siehe [[Winzerla (Orlamünde)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Jena&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50.89757&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 11.57648&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-TH&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = 170&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = 200&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 5.2&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 10605&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2024-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;amp;nbsp;[[Wohnsitz (Deutschland)|HW]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ortsteile.jena.de/de/einzerla |titel=Ortsteil Winzerla |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Jena |abruf=2025-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1922-10-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 07745&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 03641&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Winzerla.jpg|mini|Wohngebiet Winzerla]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Winzerla&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein im Südwesten gelegener Stadtteil der kreisfreien Stadt [[Jena]] in [[Thüringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Umgebung ==&lt;br /&gt;
Winzerla liegt zwischen der südlichen Vorstadt Jenas, mit der Winzerla durch die &amp;#039;&amp;#039;Ernst-Abbe-Siedlung&amp;#039;&amp;#039; im Norden, bestehend aus zahlreichen Reihenhäusern, verbunden ist, dem Stadtteil [[Burgau (Jena)|Burgau]] im Osten und dem Stadtteil [[Göschwitz]] im Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südwestlich, jenseits des alten Ortskernes, erreicht man das von Laubwäldern geprägte und von Kleingartenanlagen dominierte Landschaftsschutzgebiet [[Trießnitz]]. Wanderer gelangen von der Trießnitz, vorbei an weiteren Kleingartenanlagen, über einen Anstieg von etwa 270 Metern auf die Hochebene [[Mönchsberg (Jena)|Mönchsberg (ehemals „Rotheberg“)]] (399&amp;amp;nbsp;m [[Normalhöhennull|NHN]]). Ein Wanderweg führt zum höchsten Punkt in Jenas unmittelbarer Umgebung (422&amp;amp;nbsp;m NHN).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In westlicher Richtung unterliegt das Profil Winzerlas einem ständigen leichten Anstieg: Die 6-stöckigen Wohngebäude werden von Einfamilienhäusern, Garagenanlagen und Kleingärten abgelöst, unter anderem befindet sich hier das Wohngebiet &amp;#039;&amp;#039;Im Hahnengrund&amp;#039;&amp;#039;. Westlich der bebauten Zone erreicht man über unbebaute, teilweise landwirtschaftlich genutzte Flächen (unter anderem Weideland) die bewaldete Zone am Abhang der &amp;#039;&amp;#039;Ammerbacher Platte&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordwestlich von Winzerla liegt der kleine Stadtteil [[Ammerbach (Jena)|Ammerbach]] am gleichnamigen Gewässer, dessen dörflicher Charakter vollständig bewahrt ist. Durch den Ort führt die schmale [[Landesstraße|L 2308]], die weiter nach [[Bucha]] führt, für [[Personenkraftwagen|PKWs]] vor der Fertigstellung des [[Jagdbergtunnel]]s eine beliebte Ausweichstrecke bei Staus auf der [[Bundesautobahn 4|A 4]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gliederung ==&lt;br /&gt;
Winzerla gliedert sich in den alten Dorfkern um die [[Dorfkirche Winzerla|Kirche]] und ein Wohngebiet in Fertigteil-Bauweise, auch Neu-Winzerla. Neu-Winzerla besteht aus einem Wohngebiet in Fertigteil-Bauweise ([[Plattenbau]]ten, 5-Etagen-Wohnblöcke) errichtet ab 1970 und einem Wohngebiet in Fertigteil-Bauweise mit 6-Etagen-Wohnblöcken errichtet ab 1980. An dieses schließt sich das Wohngebiet Hahnengrund (Gemarkung Ammerbach) an, das ab 2000 bebaut wurde. Seit Mitte der 1990er Jahre wurden einige Wohnblöcke modernisiert und deren Fassaden farbig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Mittelalter bis Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Winzerla wird 1325 erstmals sicher schriftlich erwähnt: Am 18. Oktober übergaben die Brüder Herrmann und Albrecht von [[Lobdeburg (Adelsgeschlecht)|Lobdeburg]], genannt von [[Leuchtenburg (Seitenroda)|Leuchtenburg]], Güter beim Dorf &amp;#039;&amp;#039;Wintzern&amp;#039;&amp;#039; an das [[Kloster Bürgel]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Jonscher |Titel=Von Ammerbuch bis Zwätzen. Geschichte der Jenaer Vororte |Verlag=Städtische Museen Jena |Ort=Jena |Datum=2012 |ISBN=978-3-942176-21-7 |Seiten=384}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Urkundenbuch von Stadt und Kloster Bürgel |Hrsg=Paul Mitzschke |Band=1: 1133–1454 |Verlag=Perthes |Ort=Gotha |Datum=1895 |Seiten=170f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1317 ist ein Ratsherr &amp;#039;&amp;#039;Heynrich Wincirl&amp;#039;&amp;#039; belegt, dessen Name genauso auf Winzerla als Herkunftsort wie auf den Beruf des Winzers hindeuten könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Jonscher |Titel=Von Ammerbach bis Zwätzen. Geschichte der Jenaer Vororte |Verlag=Städtische Museen Jena |Ort=Jena |Datum=2012 |Seiten=347}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Urkundenbuch der Stadt Jena und ihrer geistlichen Anstalten |Hrsg=Johann E.A. Martin |Band=1: 1182–1405 |Verlag=Verein für Thüringische Geschichte und Altertumskunde |Ort=Jena |Datum=1888 |Seiten=78-79}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Mitte des 14. Jahrhunderts ist die [[Würtzburg|Adelsfamilie von Würzburg]] unter anderem als Lehensträger der Lobdeburger und [[Landgrafen von Thüringen]] mit Besitz in Winzerla belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Jonscher |Titel=Von Ammerbach bis Zwätzen. Geschichte der Jenaer Vororte |Verlag=Städtische Museen Jena |Ort=Jena |Datum=2012 |Seiten=348f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die älteste Überlieferung von Hofbesitzern stammt aus der Zeit von 1421–1425.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrei Zahn: &amp;#039;&amp;#039;Die Einwohner der Ämter Burgau, Camburg und Dornburg: ein Beteregister aus der Zeit um 1421–1425.&amp;#039;&amp;#039; (= Schriftenreihe der AMF. 55). Mannheim 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit dem 14. Jahrhundert war Winzerla Teil der wettinischen Territorien und dem Amt Burgau zugeordnet. Im [[Sächsischer Bruderkrieg|Sächsischen Bruderkrieg]] kam es 1450 zu Plünderungen und Zerstörungen im Ort.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Jonscher |Titel=Von Ammerbach bis Zwätzen. Geschichte der Jenaer Vororte |Verlag=Städtische Museen Jena |Ort=Jena |Datum=2012 |Seiten=350}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namensgebend für den Ort war der Weinanbau, der bis ins 16. Jahrhundert den Lebensunterhalt der Winzerlaer sicherte. Bereits 1346 ist mit einem Weinberg &amp;#039;&amp;#039;Katzenstein&amp;#039;&amp;#039; erstmals örtlicher Weinanbau erwähnt. Um 1400 werden im Verwaltungsschriftgut der Stadt Jena mehrere Weingärten bei Winzerla genannt, u.&amp;amp;nbsp;a. an der [[Trießnitz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Jonscher |Titel=Von Ammerbach bis Zwätzen. Geschichte der Jenaer Vororte |Verlag=Städtische Museen Jena |Ort=Jena |Datum=2012 |Seiten=349f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weinberge waren im Besitz adliger oder geistlicher Grundbesitzern oder Angehörigen der städtischen Elite aus Jena und zum Teil an die Winzerlaer Bauern verpachtet. Neben dem Weinanbau wurde spätestens seit dem 15. Jahrhundert [[Hopfen]] für die Bierbrauerei in Jena und in Winzerla angebaut und Bier im Ort ausgeschenkt. Da das städtische Recht im Jenaer Umfeld Bierausschank verbot, wurde 1425 vom Landgrafen von Thüringen als Landesherren die Schließung einer Winzerlaer Schankwirtschaft gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Jonscher |Titel=Von Ammerbach bis Zwätzen. Geschichte der Jenaer Vororte. |Verlag=Städtische Museen Jena |Ort=Jena |Datum=2012 |Seiten=351}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen 16. Jahrhundert war Winzerla aufgrund des Weinanbaus eines der wohlhabendsten Dörfer in der Jenaer Region.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Jonscher |Titel=Von Ammerbach bis Zwätzen. Geschichte der Jenaer Vororte |Verlag=Städtische Museen Jena |Ort=Jena |Datum=2012 |Seiten=350}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wurde 1637 die [[Dorfkirche Winzerla|Winzerlaer Kirche]] niedergebrannt. 1650 wurde der neue Kirchenbau geweiht, der 1716–1718 durch einen Neubau ersetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Jonscher |Titel=Von Ammerbach bis Zwätzen. Geschichte der Jenaer Vororte |Verlag=Städtische Museen Jena |Ort=Jena |Datum=2012 |Seiten=351f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Chronistik berichtet immer wieder über Brände im Ort. So wurden 1668 sechs Wohnhäuser und vierzehn Ställe und Scheunen durch Feuer zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Jonscher |Titel=Von Ammerbach bis Zwätzen. Geschichte der Jenaer Vororte |Verlag=Städtische Museen Jena |Ort=Jena |Datum=2012 |Seiten=355}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Vierten [[Vierter Koalitionskrieg|Koalitionskrieges]] fand am 12. Oktober 1806, im Vorfeld der [[Schlacht bei Jena und Auerstedt|Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt]], ein Gefecht bei Winzerla statt. Ein Schwerpunkt der militärischen Auseinandersetzungen zwischen französischen Kontingenten und verschanzten preußischen Truppen war der Wald zwischen [[Trießnitz]] und [[Mönchsberg (Jena)|Mönchsberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Jonscher |Titel=Von Ammerbach bis Zwätzen. Geschichte der Jenaer Vororte |Verlag=Städtische Museen Jena |Ort=Jena |Datum=2012 |Seiten=355f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Trießnitz]] und ein dortiger Gasthof waren Ende des 18. und im 19. Jahrhundert als Ausflugsziel bei der städtischen Jenaer Gesellschaft beliebt und wurde von bekannten Gästen wie [[August Wilhelm Schlegel]] besucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Jonscher |Titel=Von Ammerbach bis Zwätzen. Geschichte der Jenaer Vororte. Städtische Museen Jena |Ort=Jena |Datum=2012 |Seiten=357.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Trießnitz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1810 gründete sich ein örtlicher Männergesangsverein, zunächst mit Mitgliedern aus Winzerla und Burgau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Jonscher |Titel=Von Ammerbach bis Zwätzen. Geschichte der Jenaer Vororte |Verlag=Städtische Museen Jena |Ort=Jena |Datum=2012 |Seiten=356}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1900 ===&lt;br /&gt;
Um 1900 bestand Winzerla aus ungefähr 50 Häusern und hatte 250 Einwohner. Ab 1894 erhielt der Ort Trinkwasser über eine Wasserleitung von der Trießnitz. Im Jahrzehnt nach 1900 wurde Winzerla an das Jenaer Straßenbahnnetz und die städtische Stromversorgung angeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Jonscher |Titel=Von Ammerbach bis Zwätzen. Geschichte der Jenaer Vororte |Verlag=Städtische Museen Jena |Ort=Jena |Datum=2012 |Seiten=349f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1922 erfolgte trotz Widerstandes die [[Eingemeindung]] zu Jena.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] trafen bei einem amerikanischen Luftangriff auf den Eisenbahnknotenpunkt [[Göschwitz]] am 19. März 1945 Bomben auch das benachbarte Winzerla und töteten dort 19 Bewohner. Am 11. April 1945 zerstörten amerikanische Jagdbomber eine deutsche [[Flak]]stellung in der Winzerlaer Flur an der Oßmaritzer Straße. Dabei fanden sechs Soldaten den Tod, die auf dem Ortsfriedhof in der Oßmaritzer Straße nicht mehr vorhandene Einzelgräber erhielten. Der [[Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge]] setzte jedoch den Gefallenen nach der [[Wende (DDR)|Wende]] ein Erinnerungsdenkmal.&amp;lt;ref&amp;gt;Mathilde Menzel: &amp;#039;&amp;#039;Ich kenne meinen Vater nur von Fotos&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Thüringische Landeszeitung.&amp;#039;&amp;#039; 7. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Neu-Winzerla ====&lt;br /&gt;
Das generelle Wachstum Jenas und seiner Industrie hatte auch Auswirkungen auf Winzerla. Nachdem die [[Carl Zeiss (Unternehmen)|Carl-Zeiss-Werke]] in Jena immer mehr Fuß fassten, wurde 1967 der Grundstein für das [[Heizkraftwerk Jena]]-Süd gelegt. Der durch das Wachstum des [[VEB Carl Zeiss Jena]] bedingte wachsende Bedarf an Wohnfläche führte ab 1970 und als zweiten Bauabschnitt ab 1980 zum Bau von 5500&amp;amp;nbsp;Neubauwohnungen. So wohnten 2006 circa 11.200 Menschen in diesem ungefähr fünf Quadratkilometer großen Stadtteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winterhalbjahr 2007/08 wurde der Platz unterhalb des Sparkassengebäudes umgestaltet. Die Arbeiten wurden im Mai 2008 abgeschlossen. Am Ende der schon früher vorhandenen circa 300&amp;amp;nbsp;m langen Wasserrinne in West-Ost-Richtung wurde eine Terrasse mit breiten Treppenanlagen und Bänken, die zum Sitzen einladen, errichtet. Hinter der Terrasse lief das Wasser aus der Rinne über eine kaskadenartige Konstruktion in das Becken des bereits früher vorhandenen Springbrunnens mit einer Flößer-Figur. Der Brunnen wurde vergrößert und fasst circa 74 Kubikmeter Wasser bei einer Tiefe von ungefähr 30&amp;amp;nbsp;cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationalsozialistischer Untergrund ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Nationalsozialistischer Untergrund}}&lt;br /&gt;
Ende 2011 wurde Winzerla überregional bekannt als der Ort, an dem sich Anfang der 1990er Jahre im &amp;#039;&amp;#039;Winzerclub&amp;#039;&amp;#039; (heute „Hugo“) die [[Neonazi]]s [[Uwe Böhnhardt]], [[Uwe Mundlos]] und [[Beate Zschäpe]] kennenlernten, die später als [[Neonazismus|neonazistisches]] Netzwerk unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Nationalsozialistischer Untergrund]]&amp;#039;&amp;#039; [[NSU-Mordserie|neun rassistisch motivierte Morde]] begingen und beim [[Polizistenmord von Heilbronn]] die Polizistin [[Michèle Kiesewetter]] erschossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;faz-11541285&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/rechtsterrorismus-wo-alles-begann-11541285.html | titel=Wo alles begann | autor=Günter Platzdasch | werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung#FAZ.NET|FAZ.net]] | datum=25.&amp;amp;nbsp;November 2011 |zugriff=16.&amp;amp;nbsp;Dezember 2014}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mundlos und Zschäpe stammten direkt aus Winzerla.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Juni 2000 wurde der Neonazi und spätere [[NPD]]-Funktionär [[Ralf Wohlleben]] mit 111 Stimmen in den Ortschaftsrat von Jena-Winzerla gewählt, wo er bis Ende 2002 die Zuständigkeit für den Bereich Jugend übernahm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.jena.de/fm/415/amt25_00.pdf |wayback=20081206172637 |text=Jenaer Amtsblatt mit Bekanntgabe der Ergebnisse der Wahl des Ortschaftsrates (PDF; 500&amp;amp;nbsp;kB)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wohlleben wird verdächtigt, die NSU-Terroristen unterstützt zu haben und wurde wegen [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] zum [[Mord (Deutschland)|Mord]] rechtskräftig zu zehn Jahren Haft verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/politik/deutschland/article233230727/NSU-Prozess-Urteile-gegen-Beate-Zschaepe-und-zwei-Helfer-rechtskraeftig.html |titel=Urteile gegen Beate Zschäpe und zwei Helfer rechtskräftig |werk=Die Welt |datum=2021-08-19 |abruf=2023-08-18 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Beschluss des Kulturausschusses vom 6. März 2020 wurde der Platz oberhalb der Straßenbahn-Haltestelle Damaschkeweg im September 2020 als „[[Enver Şimşek|Enver-Şimşek-Platz]]“ benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.mdr.de/thueringen/ost-thueringen/jena/nsu-opfer-simsek-platz-100.html Platz in Jena nach NSU-Opfer benannt]&amp;#039;&amp;#039;, mdr.de, erschienen und abgerufen am 19. September 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Blumenhändler war das erste Opfer der Terrorgruppe NSU.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Streit-um-Enver-Simsek-Platz-Stadtverwaltung-Jena-lehnt-Benennung-nach-NSU-Opf-159353895 |titel=Streit um „Enver-Simsek-Platz“ – Stadtverwaltung Jena lehnt Benennung nach NSU-Opfer ab |abruf=2019-04-02 |sprache=de |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://rathaus.jena.de/sites/default/files/2020-03/10_20.pdf |titel=Amtsblatt der Stadt Jena |werk= |hrsg=Stadt Jena |datum=2020-03-12 |abruf=2020-07-08 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
In Winzerla gibt es zwei Einkaufszentren (WIN-Center, Columbus-Center), zwei Jugendclubs und verschiedene Bildungseinrichtungen (ein Gymnasium, eine Gemeinschaftsschule und zwei Grundschulen). Dazu kommen noch zwei Hotels und zwei Seniorenheime. Im alten Ortskern existieren zudem eine Kirche und ein Friedhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der dem Wohngebiet gegenüberliegenden Seite der [[Bundesstraße 88]] befindet sich ein kleines Gewerbegebiet, unter anderem bestehend aus dem [[Heizkraftwerk Jena]]-Süd, einem Verwaltungsgebäude der [[Thüringer Energie]], dem Hauptgebäude der [[Stadtwerke Energie Jena-Pößneck]], dem [[Jenaer Bäder#Freizeitbad GalaxSea|Freizeitbad &amp;#039;&amp;#039;GalaxSea&amp;#039;&amp;#039;]], einem Sportzentrum und einem Wäschereibetrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das markanteste Gebäude von Winzerla ist das [[Heizkraftwerk Jena]]-Süd mit seinen 225&amp;amp;nbsp;m (ab 2019 im Rückbau) und 185&amp;amp;nbsp;m hohen Schornsteinen, welche seit der Umstellung von Kohle auf Erdgas im Jahre 1996 stillgelegt sind. Das Kraftwerk mit einer Leistung von 199 MW&amp;lt;sub&amp;gt;el&amp;lt;/sub&amp;gt; produziert Elektroenergie, die für das Netz der Thüringer Energie bereitgestellt wird und versorgt das Stadtgebiet Jena mit Fernwärme und Warmwasser (225 MW&amp;lt;sub&amp;gt;th&amp;lt;/sub&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Nahverkehr in Jena}}&lt;br /&gt;
Winzerla wird im [[Öffentlicher Personennahverkehr|ÖPNV]] durch die Straßenbahnlinien 2 und 3 sowie durch die Buslinien 10, 12 und 18 bedient. Alle Linien verkehren werktags mindestens im 20-Minuten-Takt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die durch Winzerla führende Rudolstädter Straße ist der Ort in circa 2&amp;amp;nbsp;km Entfernung in Südrichtung mit der [[Bundesautobahn 4|A&amp;amp;nbsp;4]] (Auffahrt Jena-Göschwitz) verbunden. Nach Norden verbindet der Straßenzug Rudolstädter Straße/Kahlaische Straße Winzerla mit dem Stadtzentrum von Jena. Die Lobedaer Straße verknüpft den Ort mit der östlich verlaufenden [[Bundesstraße 88|B&amp;amp;nbsp;88]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Dorfkirche Winzerla]], frühbarocke Kirche, erbaut 1716–1718&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mir hat der Ort immer gefallen. Geschichte und Geschichten aus Winzerla.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Eberhard Warncke-Seithe, Stadtteilbüro Winzerla; Bearbeitung der Texte: Reinhard Jonscher. Jena 2005, {{OCLC|254971911}}&lt;br /&gt;
* Reinhard Jonscher: &amp;#039;&amp;#039;Von Ammerbach bis Zwätzen. Geschichte der Jenaer Vororte.&amp;#039;&amp;#039; Jena 2012 (Bausteine zur Jenaer Stadtgeschichte; 15), ISBN 978-3-942176-21-7&lt;br /&gt;
* Barbara Aehnlich: &amp;#039;&amp;#039;Die Flurnamen um Ammerbach&amp;#039;&amp;#039; (Magister-Arbeit Uni Jena 2004) – Gemeinsame Flurgrenze zwischen Ammerbach und Winzerla&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schriften zur Stadtentwicklung Nr. 8: Dörfer in Jena, Entwicklungskonzeption für die ländlichen Ortsteile und historischen Ortskerne der Stadt Jena.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Stadt Jena, Dezernat Stadtentwicklung und Umwelt, Jena 2016 (Winzerla S. 136–141). [https://planen-bauen.jena.de/sites/default/files/2019-03/Laendliche_Ortschaften_Webversion_Einzelseiten_0.pdf PDF; 38,9 MB]&lt;br /&gt;
* Werner Marckwardt: &amp;#039;&amp;#039;Die Grenzen der Burgauer Flur.&amp;#039;&amp;#039; In: Burgauer Almanach, 2013, S. 44–55&lt;br /&gt;
* Dietmar Ebert: &amp;#039;&amp;#039;Winzerlas „lebende Chronik“. Gudrun Wohlfeld erzählt.&amp;#039;&amp;#039; In: Cornelia Amlacher/Dietmar Ebert/Gisela Horn (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Anpassung. Verfolgung. Widerstand. Frauen in Jena 1933-1945.&amp;#039;&amp;#039; Jena 2007, S. 269–285, ISBN 978-3-940265-07-4&lt;br /&gt;
* Ortsteilrat Winzerla (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Ein Spaziergang durch Vergangenheit und Gegenwart des Dorfes Winzerla&amp;#039;&amp;#039; (Festschrift 700 Jahre Gemeinde Winzerla), Jena 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Winzerla (Jena)}}&lt;br /&gt;
* [http://www.winzerla.de/ Jena-Winzerla]&lt;br /&gt;
* [http://www.winzerla.com/wordpress/70-jahre-kriegsende-und-die-amerikanische-besatzung-in-winzerla/ Stele mit Namen der 1945 gefallenen Flak-Soldaten]&lt;br /&gt;
* https://www.yumpu.com/de/document/read/10023563/chronik-burgau (Chronik von Burgau mit vielen Bezügen zum benachbarten Winzerla)&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://norbert-nail.de/Bierdorf-Winzerla-bei-Jena.pdf |titel=Das Bierdorf Winzerla bei Jena |autor= Norbert Nail |werk=Studenten-Kurier 1 / 2022 |format=pdf |abruf=2023-08-18 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* Norbert Nail: Zum Dialekt des Dorfes Winzerla bei Jena https://www.sprachspuren.de/winzerla/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Jenaer Stadtteile}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4750511-4}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteil von Jena]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Jena)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Siedlung (Städtebau) in Thüringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Plattenbausiedlung (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1325]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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