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	<title>Winzerhausen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Winzerhausen&amp;diff=917930&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yoursmile: +Wikt</title>
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		<updated>2025-06-22T06:10:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Wikt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Winzerhausen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Dorf im [[Landkreis Ludwigsburg]] im nördlichen [[Baden-Württemberg]], das seit 1971 zu [[Großbottwar]] gehört. Das Dorf hatte 2017 1459 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart Germany |url=https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.grossbottwar-zahl-der-einwohner-steigt-weiter-an.2bd577fd-6dab-481d-acef-03e9f9cdd71b.html |titel=Großbottwar: Zahl der Einwohner steigt weiter an |sprache=de |abruf=2023-11-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Winzerhausen 2013-03 (retuschiert).jpg|mini|Blick auf Winzerhausen vom Südhang des Wunnenstein]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Winzerhausen.jpg|mini|Blick auf Winzerhausen vom Benning]]&lt;br /&gt;
Das Dorf liegt südwestlich unterhalb des Bergs [[Wunnenstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Winzerhausen, Großbottwar LB - LABW - Hauptstaatsarchiv Stuttgart )H 107-14 Bd. 6 Bl. 15).jpeg|mini|Winzerhausen um 1685 im Kartenwerk von [[Andreas Kieser]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirchturm Winzerhausen 2010.jpg|mini|hochkant|Der Turm der Kirche von Winzerhausen]]&lt;br /&gt;
Winzerhausen wurde 1247 erstmals als &amp;#039;&amp;#039;Winzilhusen&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Besitzanteile am Dorf hatte damals bereits das Damenstift in [[Oberstenfeld]]. Der nahe [[Wunnenstein]] wird 1251 mit &amp;#039;&amp;#039;Wolfelin von Wunnenstein&amp;#039;&amp;#039; erstmals erwähnt. Auf dem Berg standen schon früh eine Burg und eine Michaelskirche. Während die Burg Sitz der [[Wunnenstein (Adelsgeschlecht)|Herren von Wunnenstein]] war, die nur einige Güter in Winzerhausen besaßen, lag die [[Grundherrschaft|Ortsherrschaft]] bei den [[Lichtenberg (Adelsgeschlecht)|Herren von Lichtenberg]], die auch die [[Vogt]]ei über das Kloster in Oberstenfeld hatten, ihre Besitztümer und Rechte jedoch 1357 an den württembergischen Grafen [[Eberhard II. (Württemberg, Graf)|Eberhard den Greiner]] verkauften. Über weitere Besitzerwechsel kam der Ort Winzerhausen 1415 an das Kloster in [[Murrhardt]] und 1425 an das nahe gelegene [[Stiftskirche Oberstenfeld|Stift Oberstenfeld]], dessen Äbtissin mit der [[Dorfordnung]] das jeweils im Ort geltende Recht erließ. Die letzte Dorfordnung von Winzerhausen wurde unter Äbtissin Anna von Degenfeld 1593 erlassen.&lt;br /&gt;
Als Kirche des Ortes diente zunächst die Michaelskirche auf dem Wunnenstein. Im 16. Jahrhundert wurde eine Kirche im Dorf errichtet und nach der [[Reformation]] die Kirche auf dem Wunnenstein bis auf den künftig als Wachturm genutzten Turm abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1610 verkaufte das Stift die Ortsherrschaft an [[Württemberg]], das den Ort dem Amt Bottwar zuschlug. Das Dorf war Teil des württembergischen [[Kammergut]]s, seine Einnahmen kamen direkt der Herrscherfamilie zugute. Im 17. Jahrhundert hatte der Ort an den Auswirkungen des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] und des [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzischen Erbfolgekrieges]] zu leiden. Der Ort war zeitweise entvölkert, Äcker und Weinberge lagen brach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1726 erhielt Freiherr [[Johann Heinrich von Schütz]] den Ort von Herzog [[Eberhard Ludwig (Württemberg)|Eberhard Ludwig]] als [[Mannlehen]]. Auf die Familie Schütz geht der Ausbau des Ortes zu einem freiherrlichen Gut zurück. 1728 wurde das &amp;#039;&amp;#039;Schlössle&amp;#039;&amp;#039; als Herrensitz errichtet, 1730 die Kelter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804 erwarb Württemberg den Ort von der Familie Schütz zurück. Der Ort blieb bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts noch an das Hofkammergut gebunden. Zu jener Zeit wurden Schulhaus (1821), Rathaus (1831), Kirchneubau (1833) und Gemeindebackhaus (1837) errichtet. 1804 war auch eine Schmiede erbaut worden, die heute noch besteht, und die eine Zeitlang ein wichtiger Betrieb in Winzerhausen war. 1856 gelangte der Weiler Holzweiler Hof an die Gemeinde Winzerhausen. 1902 wurde ein neues Schulhaus errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbständigkeit der Gemeinde endete 1971 mit der Eingemeindung nach Großbottwar, Winzerhausen behielt jedoch einen eigenen Ortschaftsrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Winzerhausen ist über die Autobahn A 81, Abfahrt Mundelsheim erreichbar. Die Kreisstraße K 1676 verbindet den Ort mit [[Großbottwar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DEU Winzerhausen COA.svg|rechts|50px|Wappen Winzerhausens]]&lt;br /&gt;
Die Blasonierung des ehemaligen Gemeindewappens lautet: &amp;#039;&amp;#039;Unter silbernem Schildhaupt, darin eine blaue Hirschstange, in Blau drei silberne Streitäxte.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke ==&lt;br /&gt;
=== Evangelische Michaelskirche ===&lt;br /&gt;
Winzerhausen gehörte kirchlich im Mittelalter zur Michaelskirche auf dem [[Wunnenstein]]. 1556 erhielt der Ort eine eigene Kirche. Die heutige &amp;#039;&amp;#039;Michaelskirche&amp;#039;&amp;#039; wurde 1832/34 als [[Querkirche]] im [[Kameralamtsstil]] erbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegwart Rupp: &amp;#039;&amp;#039;Über protestantischen Kirchenbau in Württemberg&amp;#039;&amp;#039;; in: Schwäbische Heimat, Heft 2/1974, Stuttgart 1974, Seite 132&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd-Peter Vogel: &amp;#039;&amp;#039;Die Baugeschichte der Kirche von Winzerhausen von 1791–1834&amp;#039;&amp;#039;; Typoskript, unveröffentlicht; Zulassungsarbeit zur 1. Dienstprüfung an der PH Esslingen 1973/74&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Abbildungen siehe [http://www.kirchbau.de/php/300_datenblatt.php?id=3310&amp;amp;name=keiner]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum 1. Januar 2017 wurden die Kirchengemeinden Großbottwar und Winzerhausen aufgelöst. Auf dem Gebiet der beiden aufgelösten Gemeinden wurde gleichzeitig eine neue Kirchengemeinde Großbottwar gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Rio“ als Name für Winzerhausen ==&lt;br /&gt;
In vielen Orten der Umgebung wird der Name &amp;#039;&amp;#039;Rio&amp;#039;&amp;#039; als Synonym für Winzerhausen verwendet. Die Bezeichnung geht mindestens auf die Zeit des Autobahnbaus in den Jahren 1938 bis 1940 zurück, hat aber auch mit der Jugendkultur in Winzerhausen seit dem 18. Jahrhundert zu tun. Seit der Gründung des nahen [[Pfahlhof]]s im Jahr 1722, auf dem nicht nur Pfähle gehandelt werden, sondern sich auch Spielleute aufhalten durften, entwickelte sich Winzerhausen zu einem regionalen Zentrum mit großer Anziehungskraft auf mehrere Generationen Jugendlicher der Umgebung. Der Pfahlhandel war für sie Nebensache, stattdessen wurde der Tanzplatz zur Attraktion. Die Wegstrecke von Großbottwar nach Winzerhausen galt gar als &amp;#039;&amp;#039;Tal der Liebe&amp;#039;&amp;#039;. Als 1938 der Bau der Autobahn von Ludwigsburg nach Weinsberg einsetzte, durchschnitt die Autobahntrasse den Tanzplatz. Gleichzeitig wurden in dessen Umgebung eine große Versorgungsbaracke errichtet, in der sich die Kantine und die Zahlstelle für unzählige junge Männer und Frauen befand, die auf den Baustellen und in den anhängigen Versorgungseinrichtungen beschäftigt waren. Die Organisation [[Kraft durch Freude]] organisierte ein umfangreiches Kulturprogramm, an dem auch die Einheimischen gerne teilnahmen. An den Wochenenden bot die Autobahnbaustelle viel Unterhaltung und ersetzte den verlorenen Tanzplatz. Der damals im Unterhaltungsprogramm gezeigte Film &amp;#039;&amp;#039;[[Stern von Rio (1940)|Stern von Rio]]&amp;#039;&amp;#039; war außerordentlich erfolgreich. In ihm zeigte [[La Jana]] gewagte erotische Ausdruckstänze und das Titellied des Films, &amp;#039;&amp;#039;Stern von Rio&amp;#039;&amp;#039; von [[Rudi Schuricke]], wurde zum Erfolg. Zu jener Zeit kam die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Rioaner – Autobahner&amp;#039;&amp;#039; für die bei Winzerhausen versammelten Menschen auf. Findige Gastronomen aus Winzerhausen nutzten die Nachfrage nach Unterhaltung längs der Autobahnbaustelle: die &amp;#039;&amp;#039;Taverne Gipshütte&amp;#039;&amp;#039; und der Gastronomiebetrieb auf dem Wunnenstein sind Gründungen jener Jahre. Der Zweite Weltkrieg unterbrach die fröhliche Feierkultur. Doch gerade aus der Kriegszeit ist die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Rio&amp;#039;&amp;#039; 1942 auch als Codewort für geheime unbeschwerte Treffen junger Leute in der &amp;#039;&amp;#039;Gipshütte&amp;#039;&amp;#039; belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Fuchs: &amp;#039;&amp;#039;Warum sechs Burschen so gern nach Rio wollten&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Marbacher Zeitung&amp;#039;&amp;#039; 01/2004&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Kempf: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.in-rio-ist-die-geschichte-der-eierleger-verschollen.354bf982-6246-4a4e-a6f3-ba16a4755955.html |text=In Rio ist die Geschichte der Eierleger verschollen |wayback=20140420075703 |archiv-bot=2019-05-24 02:34:57 InternetArchiveBot}}&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Stuttgarter Nachrichten&amp;#039;&amp;#039; vom 7. September 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;Gipshütte&amp;#039;&amp;#039; hat nach dem Zweiten Weltkrieg die einstige Rolle des Tanzplatzes als regionaler Treffpunkt übernommen. Auch die amerikanischen Soldaten, die nach dem Zweiten Weltkrieg im nahen Heilbronn stationiert waren, haben die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Rio&amp;#039;&amp;#039; für die &amp;#039;&amp;#039;Gipshütte&amp;#039;&amp;#039; oder allgemein für Winzerhausen gebraucht. Der Film &amp;#039;&amp;#039;Stern von Rio&amp;#039;&amp;#039; war nach Kriegsende weiterhin populär, so dass der Titel auch zum Motto des ersten nach dem Krieg in Winzerhausen 1947 abgehaltenen Tanzkurses wurde. Und schließlich gab es ab 1945 die in Winzerhausen überaus populäre Tanzkapelle &amp;#039;&amp;#039;Rio Grande&amp;#039;&amp;#039;, die bis 1950 bestand und vor allem im Gasthaus &amp;#039;&amp;#039;Traube&amp;#039;&amp;#039; auftrat. Winzerhausen wurde &amp;#039;&amp;#039;Rio&amp;#039;&amp;#039;. Im Lauf der Zeit hat sich die Bedeutung des Begriffs gewandelt. War &amp;#039;&amp;#039;Rioaner – Autobahner&amp;#039;&amp;#039; zunächst noch abschätzig gemeint, war &amp;#039;&amp;#039;Rio&amp;#039;&amp;#039; spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Begriff geworden, der Unterhaltung und Treffen mit Gleichaltrigen versprach. Der Begriff blieb bis in die Gegenwart Synonym für Winzerhausen, so hat sich 1980 ein örtlicher Skiclub den Namen &amp;#039;&amp;#039;Skiclub Rio&amp;#039;&amp;#039; gegeben&amp;lt;ref&amp;gt;Gerfried O. Wegner: &amp;#039;&amp;#039;Warum nur heißt Winzerhausen RIO?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichtsblätter aus dem Bottwartal&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 10, 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Patricia Rapp: &amp;#039;&amp;#039;Warum der Ortsteil Winzerhausen eigentlich „RIO“ heißt&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Oberes Bottwartal. Journal der Ludwigsburger Kreiszeitung&amp;#039;&amp;#039;, Januar 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;, außerdem gibt es einen &amp;#039;&amp;#039;Lauftreff Rio&amp;#039;&amp;#039; im Ort.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://tgv-winzerhausen.de/sport/lauftreff/ |titel=Lauftreff Rio – TGV Turn- und Gesangverein „Liederkranz“ Winzerhausen e. V. |sprache=de-DE |abruf=2021-11-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{OberamtWürtt |Oberamt=Marbach |Titel=Winzerhausen |Seite=309–316 |Wikisource=Kapitel B 26}}&lt;br /&gt;
* Heinz Mahr: &amp;#039;&amp;#039;Winzerhausen – Daten aus der Geschichte und die Dorfordnung von 1593&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichtsblätter aus dem Bottwartal&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 7, 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=49.024325|EW=9.263413|type=city|region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4665736-8}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Ludwigsburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ludwigsburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großbottwar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1247]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1971]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yoursmile</name></author>
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