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	<title>Winterkresse - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Winterkresse&amp;diff=437257&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
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		<updated>2024-12-24T15:17:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Zu Informationen über den Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Winterkresse&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Barbarea vulgaris&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[William Townsend Aiton|W.T.Aiton]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Barbarakräuter&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Barbarea&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Cardamineae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Kreuzblütler&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Brassicaceae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Kreuzblütlerartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Brassicales&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Eurosiden II&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Illustration Barbaraea vulgaris0.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Winterkresse (&amp;#039;&amp;#039;Barbarea vulgaris&amp;#039;&amp;#039;), Illustration&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Winterkresse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Barbarea vulgaris&amp;#039;&amp;#039;), auch genauer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Echte Winterkresse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb_Sstr&amp;quot; /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Barbenkraut&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Barbarakraut&amp;#039;&amp;#039;, genauer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gewöhnliches Barbarakraut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Echtes Barbarakraut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung [[Barbarakräuter]] (&amp;#039;&amp;#039;Barbarea&amp;#039;&amp;#039;) innerhalb der Familie der [[Kreuzblütler]] (Brassicaceae). Die Winterkresse kann als Salat oder Gemüse verwendet werden und ihr wird in der Naturheilkunde eine blutreinigende Wirkung nachgesagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:20170418Barbarea vulgaris1.jpg|mini|Gesamtblütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Barbarea vulgaris sl2.jpg|mini|Habitus und Blütenstände]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Barbarea vulgaris whorl 01.JPG|mini|Habitus im Winter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Das Gewöhnliche Barbarakraut wächst als [[Zweijährige Pflanze|zweijährige]] oder selten ausdauernde [[krautige Pflanze]] und erreicht Wuchshöhen von meist 30 bis 80 (20 bis 100) Zentimetern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt; Sie bildet im ersten Jahr ihre Blätter und im Frühjahr darauf erscheinen die Blütenstände.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt; Der aufrechte Stängel ist kantig und im oberen Bereich verzweigt. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl oder spärlich behaart.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind in grundständigen Rosetten und wechselständig am Stängel verteilt angeordnet. Die Grundblätter und die untersten Stängelblätter sind gestielt. Der Blattstiel ist meist 2 bis 8 (0,5 bis 12) Zentimeter lang und kahl oder bewimpert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Blatt (Pflanze)#Blattstellung|Grundblätter]] sind [[Blattform#Gliederung der Spreite|leierförmig]] fiederspaltig: Sie besitzen mehrere Paare von Seitenlappen und einen rundlichen, am Grunde oft [[Blattform#Spreitengrund|herzförmigen]] Endlappen. Die oberen Stängelblätter sind breit sitzend mit geöhrtem Spreitengrund.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt; Ihre auffälligen Blattöhrchen sind bei einer Länge von bis zu 10 Millimetern und einer Breit von bis zu 5 Millimetern eiförmig oder schmal-länglich und oft bewimpert. Ihre ungeteilte Blattspreite ist eiförmig oder fast kreisförmig und grob gezähnt, gebuchtet oder selten fast ganzrandig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die anfangs [[Schirmtraube|schirmtraubigen]] und dann, durch Streckung der Blütenstandsachse bis zur Fruchtreife, [[Traube|traubigen]] [[Blütenstand|Blütenstände]] enthalten viele Blüten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt; Es sind keine [[Tragblatt|Tragblätter]] vorhanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwittrigen [[Blüte]]n sind vierzählig und bei einem Durchmesser 7 bis 9 Millimetern [[Disymmetrie|disymmetrisch]]. Die vier gelben, freien, aufrechten [[Kelchblatt|Kelchblätter]] sind bei einer Länge von meist 3 bis 3,6 (2,5 bis 4) Millimetern sowie einer Breite von 1 bis 1,5 Millimetern länglich mit breitem weißem Hautrand; das seitliche Paar ist an seiner Basis etwas ausgesackt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt; Die vier freien, goldgelben [[Kronblatt|Kronblätter]] sind bei einer Länge von 5 bis 6, selten bis zu 7 Millimetern sowie einer Breite von 1,5 bis 2 Millimetern schmal verkehrt-eiförmig mit keilförmiger Basis und seicht ausgerandetem oberen Ende&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt; oder spatelförmig mit spitz zulaufender Basis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt; Von den sechs [[Staubblatt|Staubblättern]] sind die äußeren 4 bis 5 Millimeter und die inneren 5 bis 6 Millimeter lang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt; Die gelben Staubfäden sind 3 bis 4,5 Millimeter lang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt; Die Staubbeutel sind bei einer Länge von 0,7 bis 1,2 Millimetern länglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die relativ dünnen, kahlen Fruchtstiele sind bei einer Länge von meist 4 bis 6 (3 bis 7) Millimetern stielrund oder etwas viereckig und stehen sparrig oder aufrecht-aufsteigend vom Stängel ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Schote (Frucht)|Schoten]] sind bei einer Länge von meist 15 bis 25 (7 bis 30) Millimetern sowie einem Durchmesser von 1 bis 1,5 Millimetern linealisch und stielrund sowie etwa abgeflacht oder vierkantig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt; Das obere Ende der Fruchtklappen ist stumpf oder etwas spitz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt; Auf der Frucht befindet sich der schlanke, selten 1,5 bis, meist 2 bis 3 Millimeter lange, haltbare [[Griffel (Botanik)|Griffel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen sind in der Frucht einreihig angeordnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt; Die dunkel-braunen [[Same (Pflanze)|Samen]] sind bei einer Länge von 1,2 bis 1,5 Millimetern sowie einem Durchmesser von 1 bis 1,2 Millimetern breit-eiförmig oder fast kugelig und ungeflügelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 16&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt; oder 18.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie und Phänologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Melitaea athalia - Keila.jpg|mini|Blüte mit [[Wachtelweizen-Scheckenfalter]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Winterkresse ist ein zweijähriger [[Hemikryptophyt]] und eine Halb[[rosettenpflanze]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Phänologie|Blütezeit]] reicht April bis Juli.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt; Bei sonnigem Wetter öffnet sich die Blütenkrone bis zu 9 Millimeter im Durchmesser. Auch die seitlichen Staubblätter spreizen dann weit nach außen und bieten ihre pollenbedeckte Innenseite fast waagrecht an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt; Die Staubbeutel der längeren Staubblätter drehen sich gegen die kürzeren hin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blütenökologisch handelt es sich um Nektarführende Scheibenblumen. Die beiden halbmondförmigen [[Disken]] scheiden reichlich [[Nektar (Botanik)|Nektar]] ab, der in den Aussackungen der [[Kelchblätter]] gesammelt wird. Auch [[Selbstbestäubung]] ist erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fruchtreife]] erfolgt von Mai bis Juli. Die Schotenfrüchte unterliegen der [[Windausbreitung]] und sind [[Selbststreuer]]. [[Menschenausbreitung]] findet als [[Kulturpflanze]] und [[Kulturfolger]] statt. Die [[Samen (Pflanze)|Samen]] haben etwa 30 % [[fettes Öl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Pflanzenteilen entwickeln sich unter anderem die Larven des [[Sumpfkresse-Stängelrüssler]]s.&lt;br /&gt;
Der Pilz &amp;#039;&amp;#039;[[Puccinia isiaca]]&amp;#039;&amp;#039; bildet seine Aecidien auf der Winterkresse und die Teleuto- und [[Uredospore]]n auf [[Schilfrohr]] (&amp;#039;&amp;#039;Phragmites australis&amp;#039;&amp;#039;). Die Gallmücke &amp;#039;&amp;#039;[[Dasyneura sisymbrii]]&amp;#039;&amp;#039; bewirkt Geschwulste an Blattstiele, Stängel und Blütenknospen. &amp;#039;&amp;#039;[[Xanthomonas barbareae]]&amp;#039;&amp;#039; erzeugt eine Bakterien-Schwarzfäule.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Barbarea vulgaris&amp;#039;&amp;#039; ist in der gemäßigten Gebieten inzwischen weltweit verbreitet. Sie ist ursprünglich in Europa, in den gemäßigten Gebieten Asiens, auf dem indischen Subkontinent und in Nordafrika verbreitet. Es gibt Fundortangaben für [[Deutschland]], [[Österreich]], die [[Schweiz]], [[Italien]], [[Sardinien]], [[Sizilien]], [[Korsika]], [[Frankreich]], [[Portugal]], [[Spanien]], [[Algerien]], [[Tunesien]], das [[Vereinigtes Königreich|Vereinigte Königreich]], [[Irland]], [[Dänemark]], das südliche [[Schweden]], [[Estland]], [[Litauen]], [[Lettland]], den europäischen Teil [[Russland]]s, [[Belarus]], die [[Ukraine]], die [[Krim]], [[Moldawien]], die [[Niederlande]], [[Polen]], [[Belgien]], [[Ungarn]], [[Tschechien]], die [[Slowakei]], [[Bosnien und Herzegowina]], [[Kroatien]], [[Montenegro]], [[Serbien]], [[Slowenien]], [[Albanien]], [[Bulgarien]], [[Rumänien]], [[Nordmazedonien]], [[Griechenland]], die [[Türkei]], [[Ciskaukasien]], [[Armenien]], [[Aserbaidschan]], [[Georgien]], [[Dagestan]], [[Iran]], den [[Irak]], [[Sibirien]], [[Kasachstan]], [[Tadschikistan]], [[Turkmenistan]], [[Kirgisistan]], [[Afghanistan]], die [[Mongolei]], die chinesischen Provinzen [[Heilongjiang]], [[Jiangsu]], [[Jilin]] sowie [[Xinjiang]], die japanischen Inseln [[Hokkaidō]], [[Honshu]], [[Kyushu]], [[Shikoku]] sowie die [[Ryūkyū-Inseln]], [[Sri Lanka]], [[Indien]], [[Kaschmir]], die pakistanischen Bundesstaaten [[Himachal Pradesh]], [[Jammu]], [[Tamil Nadu]], [[Uttar Pradesh]], [[Arunachal Pradesh]] und [[Sikkim]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot; /&amp;gt; In Nordamerika, Argentinien und Neuseeland ist &amp;#039;&amp;#039;Barbarea vulgaris&amp;#039;&amp;#039; ein [[Neophyt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wächst in Mitteleuropa an Wegrändern, Äckern, Spülsäumen von Gewässern, Kiesgruben und Bahndämmen. Sie wächst meist auf stickstoffhaltigen [[Boden (Bodenkunde)|Böden]]. Sie ist in Mitteleuropa eine [[Charakterart]] des Verbands Agropyro-Rumicion, kommt aber auch in [[Pflanzengesellschaft]]en der Klasse Artemisietea vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den Allgäuer Alpen steigt sie in Vorarlberg an der [[Diedamskopf]]-Seilbahn bis in eine Höhenlage von 2040 Metern auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörr-Lippert2001&amp;quot; /&amp;gt; In den [[Zentralalpen (Dreiteilung)|Zentralalpen]] steigt das Gewöhnliche Barbarakraut bis in Höhenlagen von 1700 Metern auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ökologischen [[Zeigerwerte]] nach [[Elias Landolt (Botaniker)|Landolt]] [[et al.]] 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3+w+ (feucht aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan und ober-kollin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die [[Erstbeschreibung]] von &amp;#039;&amp;#039;Barbarea vulgaris&amp;#039;&amp;#039; erfolgte 1812 durch [[William Townsend Aiton]] in &amp;#039;&amp;#039;Hortus kew&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, 4, S. 109.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt; Synonyme für &amp;#039;&amp;#039;Barbarea vulgaris&amp;#039;&amp;#039; {{Person|W.T.Aiton}} sind: &amp;#039;&amp;#039;Erysimum barbarea&amp;#039;&amp;#039; {{Person| L.}}, &amp;#039;&amp;#039;Barbarea hirsuta&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Weihe}}, &amp;#039;&amp;#039;Barbarea iberica&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Willd.) DC.}}, &amp;#039;&amp;#039;Barbarea lepuznica&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Nyár.}}, &amp;#039;&amp;#039;Barbarea lyrata&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Gilib.) Asch.}}, &amp;#039;&amp;#039;Barbarea macrophylla&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Halácsy) Halácsy}}, &amp;#039;&amp;#039;Barbarea pyrenaica&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Jord.}}, &amp;#039;&amp;#039;Barbarea rivularis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Martrin-Donos ex Loret}}, &amp;#039;&amp;#039;Barbarea stolonifera&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Pomel}}, &amp;#039;&amp;#039;Barbarea sylvestris&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Jord.}}, &amp;#039;&amp;#039;Barbarea vulgaris&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;macrophylla&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Halácsy}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Autor gibt es in Europa drei Unterarten:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Barbarea vulgaris&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;arcuata&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Opiz) Hayek}} (Syn.: &amp;#039;&amp;#039;Barbarea arcuata&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Opiz) Rchb.}}, &amp;#039;&amp;#039;Barbarea vulgaris&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;arcuata&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Opiz ex J.Presl &amp;amp; C.Presl) Fr.}}): Zu ihrem disjunkten Areal gehören Fundorte in Deutschland, Österreich, Bulgarien, Korsika, Tschechien, Ungarn, Nordmazedonien, der Slowakei, Spanien und im europäischen Teil der Türkei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Barbarea vulgaris&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;rivularis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Martrin-Donos) Sudre}} (Syn.: &amp;#039;&amp;#039;Barbarea rivularis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Martrin-Donos}}): Sie kommt nur in Deutschland vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med_rivularis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Barbarea vulgaris&amp;#039;&amp;#039; {{Person|W.T.Aiton}} subsp. &amp;#039;&amp;#039;vulgaris&amp;#039;&amp;#039;: Sie kommt in Deutschland, Österreich, auf Korsika, in Tschechien, Ungarn, Nordmazedonien, Rumänien und in der Türkei vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft und deutschsprachige Trivialnamen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Barbarea vulgaris&amp;#039;&amp;#039; ist der [[Heilige Barbara|Heiligen Barbara]] gewidmet, der Schutzpatronin der Bergleute und Steinbrucharbeiter. In vielen Gegenden wird sie daher auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Barbarakraut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt. Auch die Nutzung der Blätter als [[Wildgemüse]] bis in den Dezember (Barbaratag – 4. Dezember) gilt als mögliche Namensherkunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere deutschsprachige Trivialnamen statt Winterkresse sind: &amp;#039;&amp;#039;Echtes Barbarakraut&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Gemeine Wasserkresse&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Frühlingsbarbarakraut&amp;#039;&amp;#039;. Darüber hinaus bestehen bzw. bestanden für diese Pflanzenart, zum Teil auch nur regional, die weiteren deutschsprachigen [[Trivialname]]n: St. Barbarakraut, St. Barbelkraut, Barbenkraut, Gelber Beifuß, Falsche Bumac, Habichtskraut ([[Schlesien]]), Saurer Hederich ([[Eifel]] bei [[Dreis]]), Racketenkraut, Räbkressich, Rapuntzel ([[Ostpreußen]]), Schnödsenf (Schlesien), Senfkraut, Steinkraut, Wassersenf und Wild Öl ([[St. Gallen]] bei [[Werdenberg SG|Werdenberg]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pritzel1882&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Die frischen Blätter der Winterkresse stehen bis in den Winter hinein als vitaminreiche Salatpflanze zur Verfügung. Fischgerichten verleiht es eine scharfe und würzige Note. Am besten schmecken die jungen Blätter der Grundrosette. Sie haben ein würzig bis pfeffrig-scharfes Aroma, das mit Kresse oder [[Brunnenkresse]] vergleichbar ist. Das frische Grün kann für Salate, Pesto, Kräuterbutter und -quark und Smoothies verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blätter schmecken auch, wenn man sie ähnlich wie Spinat dünstet. Das strenge Aroma lässt sich lindern, indem man das Wildgemüse kurz in kochendem Wasser blanchiert. Im April können die Knospen und frischen Blüten mit verwendet werden. Gedünstet erinnert der Geschmack entfernt an Brokkoli. Während der Blütezeit sollten die Blätter nicht gesammelt werden, da sie einen bitteren Geschmack annehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundeszentrale für Ernährung, [https://www.bzfe.de/inhalt/barbarakraut-35511.html  Winterkresse]. Abgerufen am 29. April 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhaltsstoffe ===&lt;br /&gt;
Winterkresse enthält viele [[Vitamine]] sowie [[Glucosinolate]], [[Flavonoide]] und [[Saponine]] in unterschiedlichen Profilen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vanLeur2006&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Agerbirk2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dalby-Brown2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kuzina2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anwendung als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
In der Naturheilkunde findet das Kraut aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehalts Anwendung. Es kann als Tee aufgebrüht werden, um die Abwehrkräfte zu stärken und Erkältungen vorzubeugen. Die enthaltenen Bitterstoffe regen Appetit, Stoffwechsel und Verdauung an. Die Wirkungen sind nicht wissenschaftlich bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultivierung ===&lt;br /&gt;
Winterkresse kann im Frühjahr oder Herbst ausgesät werden und vermehrt sich dann als anspruchslose Pflanze meist selbst. Sie gedeiht am besten im Halbschatten auf feuchten und lehmigen Böden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Oskar Sebald]]: &amp;#039;&amp;#039;Wegweiser durch die Natur. Wildpflanzen Mitteleuropas.&amp;#039;&amp;#039; ADAC Verlag, München 1989, ISBN 3-87003-352-5.&lt;br /&gt;
* Andreas Rausch, Brigitte Lotz: &amp;#039;&amp;#039;Dumonts Kleines Kräuter Lexikon. Anbau, Küche, Kosmetik Gesundheit.&amp;#039;&amp;#039; Nebel verlag, Eggolsheim, ISBN 3-89555-205-4&lt;br /&gt;
* [[Ruprecht Düll]], [[Herfried Kutzelnigg]]: &amp;#039;&amp;#039;Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Porträt.&amp;#039;&amp;#039; 7., korrigierte und erweiterte Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.&lt;br /&gt;
* Tai-yien Cheo, Lianli Lu, Guang Yang, Ihsan Al-Shehbaz, Vladimir Dorofeev: &amp;#039;&amp;#039;Brassicaceae.&amp;#039;&amp;#039; In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Flora of China.&amp;#039;&amp;#039; Volume 8: &amp;#039;&amp;#039;Brassicaceae through Saxifragaceae&amp;#039;&amp;#039;, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2001, ISBN 0-915279-93-2. [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&amp;amp;taxon_id=200009242 &amp;#039;&amp;#039;Barbarea vulgaris R. Brown in W. T. Aiton.&amp;#039;&amp;#039; S. 111 - textgleich online wie gedrucktes Werk].&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{GRIN|ID=6491|WissName=Barbarea vulgaris|Abruf=2022-08-29}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{InfoFlora|ID=1006450|WissName=Barbarea vulgaris R. Br.|Abruf=2022-08-29}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb_Sstr&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{FloraWeb|33617|Barbarea vulgaris R. Br., s. str., Echte Winterkresse (Artengruppe)}}&lt;br /&gt;
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Karol Marhold 2011+: &amp;#039;&amp;#039;Brassicaceae.&amp;#039;&amp;#039; [https://europlusmed.org/cdm_dataportal/taxon/b24edaa2-b385-4a2c-b9d0-20d39908e526 Datenblatt &amp;#039;&amp;#039;Barbarea vulgaris&amp;#039;&amp;#039;  subsp. &amp;#039;&amp;#039;rivularis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Euro+Med Plantbase – the information ressource for Euro-Mediterranean plant diversity&amp;#039;&amp;#039;].&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Lea Dalby-Brown, Carl Erik Olsen, Jens Kvist Nielsen, Niels Agerbirk: &amp;#039;&amp;#039;Polymorphism for Novel Tetraglycosylated Flavonols in an Eco-model Crucifer, Barbarea vulgaris.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Agricultural and Food Chemistry.&amp;#039;&amp;#039; Volume 59, 2011, S.&amp;amp;nbsp;6947, [[doi:10.1021/jf200412c]].&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Barbarea vulgaris|Winterkresse  (&amp;#039;&amp;#039;Barbarea vulgaris&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|804|Barbarea vulgaris R. Br., s. l., Echte Winterkresse}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|6469|Barbarea vulgaris subsp. vulgaris, Echte Winterkresse (Unterart)}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|20745|Barbarea vulgaris subsp. rivularis (Martrin-Donos) Sudre, Ufer-Winterkresse}}&lt;br /&gt;
* {{BIB|804}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Kreuzbluetler/barbarakraut.htm#Echtes%20Barbarakraut Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Seiten-Koordinaten|linked=1}}&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4582120-3|LCCN=sh/00/005528}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreuzblütengewächse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blattgemüse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;YMS</name></author>
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