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	<title>Winterkasten - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Winterkasten&amp;diff=214827&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;GSHD2023: Bild eingefügt: Blick vom Kaiserturm nach Winterkasten</title>
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		<updated>2026-01-17T10:00:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild eingefügt: Blick vom Kaiserturm nach Winterkasten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Dorf Winterkasten. Für den gleichnamigen Berg der [[Hohe Seite|Hohen Seite]] im Rothaargebirge siehe [[Winterkasten (Rothaargebirge)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Lindenfels&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Winterkasten.svg&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 49.707098&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 8.781676&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-HE&lt;br /&gt;
| Höhe-Präfix            = &lt;br /&gt;
| Höhe                   = 439 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 6.35&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 667&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2021-06-30&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lindenfels.de/buergerservice-der-stadt-lindenfels-im-odenwald/zahlen-daten-fakten/statistik |titel=Statistik |hrsg=Stadt Lindenfels |abruf=2025-02-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1971-12-31&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 64678&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 06255&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = &lt;br /&gt;
| Bild                   = Gersprenztal Böllsteiner Odenwald.JPG&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Winterkasten vom Birkenberg aus gesehen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Winterkasten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Stadtteil]] von [[Lindenfels]] im [[Südhessen|südhessischen]] [[Landkreis Bergstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Blick vom Kaiserturm nach Winterkasten und Katzenbuckel im Südosten.jpg|mini|Blick vom Kaiserturm nach Winterkasten ]]&lt;br /&gt;
Winterkasten liegt im [[Vorderer Odenwald|Vorderen Odenwald]] nördlich der Kernstadt Lindenfels am Oberlauf des [[Mergbach]]s, einem der beiden Quellbäche der [[Gersprenz]]. Der Ort liegt am Fuß der bewaldeten [[Neunkircher Höhe]] (605 m), die sich im Nordwesten der Ortschaft erhebt. Die Gemarkung erreicht ihren höchsten Punkt mit 590 Meter auf dem langgestreckten Höhenrücken der Neunkircher Höhe in der Nähe des [[Kaiserturm (Lautertal)|Kaiserturms]]. Nördlich davon reicht sie bis in die Nachbarschaft des [[Radarturm]]s mit der [[Parabolantenne]] ({{Höhe|592|DE-NN}}) der [[Deutsche Flugsicherung|Deutschen Flugsicherung (DFS)]]. Auch die [[Gersprenz-Quelle|Quelle der Gersprenz]] liegt hier oben in der Waldgemarkung von Winterkasten. Die Eleonorenklinik liegt am Waldrand in 490 Meter Höhe. Nordöstlich der Neunkircher Höhe reicht ein Ausläufer der Gemarkung über die &amp;#039;&amp;#039;Germannshöhe&amp;#039;&amp;#039; bis zum Westhang des [[Rimdidim]] ({{Höhe|498.5|DE-NN}}). Im Westen reicht die Gemarkung bis in die Gipfelnähe des [[Raupenstein]]s ({{Höhe|545.3|DE-NN}}) und im Südwesten bis auf [[Das Buch (Berg)|das Buch]] ({{Höhe|535.3|DE-NN}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächstgelegenen Ortschaften sind die Kernstadt Lindenfels im Süden, [[Winkel (Lindenfels)|Winkel]] im Südwesten, [[Kolmbach]] im Westen, [[Neunkirchen (Modautal)|Neunkirchen]] im Nordwesten, [[Laudenau]] im Nordosten [[Klein-Gumpen]] im Osten und [[Gumpen (Reichelsheim)|Gumpen]] im Südosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von den Anfängen bis zum 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Wintercasten&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Winterchasto&amp;#039;&amp;#039; wurde bereits im Jahr 773 in der Grenzbeschreibung der &amp;#039;&amp;#039;Mark Heppenheim&amp;#039;&amp;#039;, einem Verwaltungsbezirk des [[Fränkisches Reich|Frankenreichs]], benutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karl Josef Minst [Übers.] |url=https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/minst1966bd1/0064 |titel=Lorscher Codex (Band 1), Urkunde 6a, &amp;#039;&amp;#039;Über die Mark Heppenheim&amp;#039;&amp;#039; |werk=Heidelberger historische Bestände – digital |hrsg=Universitätsbibliothek Heidelberg |seiten=58 |abruf=2019-05-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit war allerdings die [[Neunkircher Höhe]] und nicht der heutige Ort Winterkasten gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Regesten der Stadt Heppenheim und Burg Starkenburg bis zum Ende Kurmainzer Oberherrschaft (755 bis 1461) |Datum= |Fundstelle=Nr. 5 |Kommentar=Im Auftrag des Stadtarchivs Heppenheim zusammengestellt und kommentiert von Torsten Wondrejz |Online=[http://www.heppenheim.de/fileadmin/_leben_in_hp/stadtarchiv/pdf/regesten_hp.pdf Digitale Ansicht] |Format=PDF |KBytes=2000}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früheste bekannte Erwähnung des Ortes Winterkasten stammt von 1354, als Pfalzgraf [[Ruprecht I. (Pfalz)|Rupprecht I.]] dem Heinrich [[Rodenstein (Adelsgeschlecht)|von Rodenstein]] ein Gut zu Winterkasten als Lindenfelser [[Burglehen]] überließ. Im 14. bis 16. Jahrhundert vergab Kurpfalz [[Lehnswesen|Lehen]] über Winterkasten, und die Hoheitsrechte wechselten mehrfach zwischen den Herren von Rodenstein, den [[Ulner von Dieburg]], den Grafen von [[Grafschaft Katzenelnbogen|Katzenelnbogen]], den [[Erbach (Adelsgeschlecht)|Schenken von Erbach]] und den Pfalzgrafen. Für das 17. Jahrhundert ist dann überliefert, dass unter der Herrschaft von Erbach acht, der Rodensteiner neun und der Ulner sieben [[Hausgesess]]ene dort lebten. Die Verwaltung wurde durch das Erbachische &amp;#039;&amp;#039;Amt Reichenberg&amp;#039;&amp;#039; ausgeübt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Gerichtsbarkeit wurde durch Kurpfalz mehrfach zum Lehen gegeben. Winterkasten gehörte zur [[Zent (historische Verwaltungseinheit)|&amp;#039;&amp;#039;Zent Reichelsheim&amp;#039;&amp;#039;]], dessen Untergericht den Erbachern und Rodensteinern je zur Hälfte gehörte. Die [[Grundherrschaft|Grundherrlichkeit]] wurde für die erbachischen [[Hubengut|Hubengüter]] wurde in Laudenau ausgeübt, während die Ulnerschen Güter zusammen mit [[Klein-Gumpen]] ein Untergericht bildeten. So ist für 1443 belegt, dass Pfalzgraf [[Ludwig IV. (Pfalz)|Ludwig IV.]] den Schenken Otto von Erbach mit dem halben Dorf, Gericht, [[Zehnt]]en usw. belehnte. Im 17. Jahrhundert gehörten zur Erbachischen &amp;#039;&amp;#039;Zent Reichelsheim&amp;#039;&amp;#039; die acht Erbachischen und neun Rothensteiner Hausgesesse, während für die sieben Ulnerschen Hausgesesse das &amp;#039;&amp;#039;Gericht zu Gumpen bei der Mühle&amp;#039;&amp;#039; zuständig war. Als letzter männlicher Rodensteiner starb 1671 Georg Friedrich von Rodenstein. Teile des Erbes fielen zunächst an [[Johann Rudolf Victor von Pretlack]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|DB=HB|ID=1790|titel=Pretlack, Johann Rudolf Victor Freiherr von|datum=2010-07-10}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; dessen Nachkommen es 1802 an die [[Gemmingen (Adelsgeschlecht)|Freiherren von Gemmingen-Hornberg]] verkauften. Somit kamen auch die Rodensteiner Rechte an Winterkasten an die Freiherren von Gemmingen. 1826 trat die Freifrau [[Gemmingen (Adelsgeschlecht)|von Gemmingen]] die ihr zustehende [[Patrimonialgericht]]sbarkeit an das Großherzogtum Hessen ab und dieses übergab es 1828 an die Grafen zu Erbach-Erbach. Die verbleibenden standesherrlichen Vorrechte wurde erst 1848 nach der [[Märzrevolution]] mit dem „Gesetz über die Verhältnisse der Standesherren und adeligen Gerichtsherren“ abgeschafft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1544 war in der gesamten Grafschaft Erbach die [[Reformation]] eingeführt und im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] (1618–1648) dürfte auch Winterkasten, wie der gesamte Odenwald, schwer gelitten haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alice Selinger |Titel=Odenwald, Bergstraße: Kultur &amp;amp; Genuss |Verlag=Peter Mayer Verlag |Ort=Frankfurt |Datum=2005 |ISBN=978-3-89859-300-7 |Seiten=10f |Online=[http://www.onleihe.de/static/content/pmv/20090203/978-3-89859-300-7/v978-3-89859-300-7.pdf Teilansicht] |Format=PDF |KBytes=156 |Abruf=2014-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch den Zehnten an Winterkasten gaben die Pfalzgrafen zu Lehen. Auch hier traten im 14. und 15. Jahrhundert die Schenken zu Erbach, die Herren von Rodenstein sowie die Herren von Lindenfels in Erscheinung, wobei letztere den Zehnten zum [[Afterlehen]] hatten. Für das 17. Jahrhundert ist überliefert, dass die Ulner, Rodensteiner und Erbacher den großen und kleinen Zehnten bezogen {{&amp;quot;|soweit ihre Güter gehen|Sprache=de-DE}} und der Pfarrer von Neunkirchen 1/3 des Zehnten hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Winterkasten zum erbachischen [[Amt Reichenberg (Erbach)|Amt Reichenberg]]. Das [[Patrimonialgericht Laudenau]], zu dem auch Klein-Gumpen gehörte, hatten allerdings die Freiherren von Gemmingen inne.&amp;lt;ref&amp;gt;Reus, [ohne Seitenzählung] Abschnitt: &amp;#039;&amp;#039;Standesherrliche Ämter und Patrimonialgerichte bis 1820 in Starkenburg&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom 19. Jahrhundert bis heute ===&lt;br /&gt;
Am 14. August 1806 erhob Napoleon die [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]], gegen den Beitritt zum [[Rheinbund]] und Stellung hoher Militärkontingente an Frankreich, zum [[Großherzogtum Hessen|Großherzogtum]]. Durch die [[Rheinbundakte]] wurde die Grafschaft Erbach [[Mediatisierung|mediatisiert]] und zum größten Teil in das Großherzogtum Hessen eingegliedert, dazu gehörte auch das „Amt Reichenberg“. Das Amt blieb vorerst als standesherrschaftliches Amt erhalten. 1816 wurden im Großherzogtum Provinzen gebildet. Dabei wurde das vorher als „Fürstentum Starkenburg“ bezeichnete Gebiet, das aus den südlich des [[Main]]s gelegenen alten hessischen und den ab 1803 hinzugekommenen rechtsrheinischen Territorien bestand, in [[Starkenburg (Provinz)|„Provinz Starkenburg“]] umbenannt. 1821/22 wurden die Amtsvogteien in den Provinzen [[Starkenburg (Provinz)|Starkenburg]] und [[Oberhessen (Provinz)|Oberhessen]] des Großherzogtums aufgelöst und [[Landratsbezirk]]e eingeführt, wobei 1822 Winterkasten zum [[Landratsbezirk Erbach]] kam. Im Rahmen dieser Reform wurden auch [[Landgericht (Großherzogtum Hessen)|Landgerichte]] geschaffen, die jetzt unabhängig von der Verwaltung waren. Für den Landratsbezirk wurden angesichts der Besitzverhältnisse zwei Landgerichtsbezirke geschaffen: das [[Landgericht Freienstein]] mit Sitz in Beerfelden und das [[Landgericht Michelstadt]] zu dem auch Winterkasten gehörte. Diese Reform ordnete auch die Verwaltung auf Gemeindeebene neu. So war die [[Bürgermeisterei (Großherzogtum Hessen)|Bürgermeisterei]] in [[Laudenau]] auch für Winterkasten zuständig. Entsprechend der Gemeindeverordnung vom 30. Juni 1821 gab es keine Einsetzungen von [[Schultheiß]]en mehr, sondern einen gewählten Ortsvorstand, der sich aus Bürgermeister, Beigeordneten und Gemeinderat zusammensetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3555013521|Seite=20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen&amp;#039;&amp;#039; berichtet 1829 über Winterkasten:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Winterkasten (L. Bez. Erbach) luth. Filialdorf; liegt 4 St. von Erbach in einem sehr hohen Thale, und gehört dem Grafen von Erbach-Erbach. Der Ort hat 60 Häuser und 480 Einw., die außer 15 Reform. lutherisch sind. Man findet 3 Mahl-, 2 Oel- und 1 Schneidemühle. Die Gegend ist gewöhnlich noch bis tief in den Mai mit Schnee bedeckt. - Der Ort kommt 773 in der Heppenheimer Markbeschreibung, so wie 1012 in der Beschreibung des Lorscher Wildbanns im Odenwald vor. Er gehörte theils dem Grafen von Erbach-Erbach theils der Freiherr Familie von Gemmingen. Im Jahr 1826 trat die Freifrau von Gemmingen die ihr zu gestandene Patrimonialgerichtsbarkeit an den Staat und dieser dieselbe 1828 wieder an den Grafen von Erbach-Erbach ab. Letzterer Theil gehörte früher zum Ritterkanton Odenwald. Das Ganze war 1806 unter Hess. Hoheit gekommen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW&amp;quot;&amp;gt;{{BibOCLC|312528080|Seite=264}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1832 wurden die Verwaltungseinheiten weiter vergrößert und [[Landkreis|Kreise]] geschaffen, wobei die Landratsbezirke mit standesherrschaftlichen Orten, wie der Landratsbezirk Erbach, aber ausgespart blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Neuestes und gründlichstes alphabetisches Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der deutschen Bundesstaaten&amp;#039;&amp;#039; von 1845 heißt es:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Winterkasten b. Erbach. — Dorf, zur evangel. Pfarrei Neunkirchen, resp. kathol. Pfarrei Lindenfels gehörig. 60 H. 480 evangel. E. — Großherzogthum Hessen. — Provinz Starkenburg. — Landrathsbezirk Erbach. — Landgericht Michelstadt. — Hofgericht Darmstadt. — Das Dorf Winterkasten,&lt;br /&gt;
in einem sehr hohen Thale liegend, gehört zur Standesherrschaft des Grafen von Erbach-Erbach. Der Ort hat 2 Oel-, 1 Schneide- und 3 Mahlmühlen, und hat den Namen nicht mit Unrecht, denn die Gegend ist gewöhnlich noch bis tief in den Mai mit Schnee bedeckt. Uebrigens gehört Winterkasten zu dem Großherzogthume erst seit dem J. 1806.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|162810705|Seite=798}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Juli 1848 wurden die Kreise und die Landratsbezirke des Großherzogtums abgeschafft und durch „Regierungsbezirke“ ersetzt, wobei Winterkasten zum [[Regierungsbezirk Erbach]] kam. Bereits vier Jahre später, im Laufe der [[Reaktionsära]], kehrte man aber zur Einteilung in Kreise zurück und Winterkasten wurde Teil des neu geschaffenen [[Kreis Lindenfels|Kreises Lindenfels]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Großherzoglich Hessisches Ministerium des Inneren |Titel=Verordnung, die Eintheilung des Großherzogtums in Kreise Betreffend vom 12. Mai 1852 |Sammelwerk=Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt 1852 Nr. 30 |Datum= |Seiten=224–229 |Online=[https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10510180_00232.html?zoom=0.7000000000000002 Online bei der Bayerischen Staatsbibliothek digital] |Format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Dezember 1852 aufgenommenen Bevölkerungs- und [[Kataster]]listen&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3110190567|Seite=172}}&amp;lt;/ref&amp;gt; für Winterkasten:&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039;, Band 8, S.&amp;amp;nbsp;505 ff, Historischer Verein für Hessen, Hessisches Staatsarchiv (Darmstadt) ({{Google Buch|BuchID=k1sAAAAAcAAJ |Linktext=Online bei google books |KeinText=1 |Seite=505}})&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei öffentliche Gebäude (Schul- und Rathaus); 60 Wohnhäuser mit 84 Familien und 570 Seelen, davon waren 561 lutheranisch, 6 reformatorisch und 3 katholisch. Von der Bevölkerung wurden weiterhin erfasst die Kinder mit 125 Knaben und 130 Mädchen und die Erwachsenen mit 148 Männern und 167 Frauen. Die Beschäftigung wurde angegeben mit 21 Ackerleuten, 25 Gewerbsleuten, 6 mit beides zugleich, 30 Taglöhnern und 33 Dienstboten. Die Gemarkung bestand aus 2358 [[Morgen (Einheit)|Morgen]], davon waren 1130 Morgen Ackerland, 454 Morgen Wiesen und 644 Morgen Wald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1853 wurde Winterkasten dem [[Landgericht Fürth (Hessen)|Landgericht Fürth]] zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Statistiken des Großherzogtums Hessen werden, bezogen auf Dezember 1867, für das Filialdorf Winterkasten mit eigener Bürgermeisterei, 64 Häuser, 513 Einwohnern, der Kreis Lindenfels, die evangelische Pfarrei Neunkirchen des Dekanats Reinheim und die katholische Pfarrei Lindenfels des Dekanats Heppenheim, angegeben. Die Bürgermeisterei in Winterkasten war außerdem für den Wohnplatz Schleich (5 Häuser, 41 Einw.) zuständig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WP&amp;quot;&amp;gt;{{BibOCLC|162355422|Seite=96}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1874 wurde eine Anzahl von Verwaltungsreformen beschlossen. So wurden die landesständige Geschäftsordnung sowie die Verwaltung der Kreise und Provinzen durch Kreis- und Provinzialtage geregelt. Die Neuregelung trat am 12. Juli 1874 in Kraft und verfügte auch die Auflösung der Kreise Lindenfels und Wimpfen und die Eingliederung von Winterkasten in den [[Kreis Bensheim]].&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Kukowski: &amp;#039;&amp;#039;Hessisches Staatsarchiv Darmstadt: Überlieferung aus dem ehemaligen Grossherzogtum und dem Volksstaat Hessen. Band 3.&amp;#039;&amp;#039; K.G. Saur, 1998, ISBN 3-598-23252-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hessischen Provinzen Starkenburg, [[Rheinhessen (Provinz)|Rheinhessen]] und [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Oberhessen]] wurden 1937 nach der 1936 erfolgten Auflösung der Provinzial- und Kreistage aufgehoben. Zum 1. November 1938 trat dann eine umfassende Gebietsreform auf Kreisebene in Kraft. In der ehemaligen Provinz Starkenburg war der Kreis Bensheim besonders betroffen, da er aufgelöst und zum größten Teil dem Kreis Heppenheim zugeschlagen wurde. Der Kreis Heppenheim übernahm auch die Rechtsnachfolge des Kreises Bensheim und erhielt den neuen Namen [[Landkreis Bergstraße]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.morgenweb.de/pdf/ba/175_Schlagzeilen.pdf |titel=Schlagzeilen aus Bensheim zum 175-jährigen Bestehen des „Bergsträßer Anzeigers“. |titelerg=Die Entstehung des Kreises Bergstraße |seiten=109 |datum=2007 |format=PDF; 9,0&amp;amp;nbsp;MB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20161005121532/http://www.morgenweb.de/pdf/ba/175_Schlagzeilen.pdf |archiv-datum=2016-10-05 |offline=1 |abruf=2015-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Einwohnerzahlen von 1939 bis 1950 zeigen, nahm auch Winterkasten nach dem Krieg viele [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945 bis 1950|Flüchtlinge und Vertriebene]] aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1961 wurde die Gemarkungsgröße mit 635&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]] angegeben, davon waren 196&amp;amp;nbsp;ha Wald.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Winterkasten am 31. Dezember 1971 auf freiwilliger Basis nach Lindenfels [[Eingemeindung|eingemeindet]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|180532844|Seiten=212}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Winterkasten wurde wie für alle nach Lindenfels eingegliederten Orte ein [[Ortsbezirk]] mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]] eingerichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lindenfels.de/fileadmin/media/Hauptsatzung_2014.pdf |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;5 |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Lindenfels |abruf=2019-09 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;37&amp;amp;nbsp;kB }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerichte in Hessen ===&lt;br /&gt;
Bis zur [[Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung]] nahmen die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] beide Funktionen, meist in Personalunion, wahr. Sie hatten in der Regel aber nur die [[Niedere Gerichtsbarkeit]] inne. Im Jahr 1826 trat die Familie von Gemmingen ihre Rechte am [[Patrimonialgericht Laudenau]], zu dem Winterkasten gehörte, an den Staat ab. Nach Auflösung des Patrimonialgerichts 1827 nahm die [[Instanz (Recht)|erstinstanzliche]] Rechtsprechung „provisorisch“ zunächst für ein Jahr das [[Landgericht Lichtenberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10510155_00037.html &amp;#039;&amp;#039;Bekanntmachung, die Abtretung der Patrimonial-Gerichtsbarkeit der Freifrau von Gemmingen in den Ortschaften Laudenau, Kleingumpen und Winterkasten an den Staat betreffend&amp;#039;&amp;#039;] vom 9. Februar 1827. In: [[Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt]] Nr. 6 vom 2. März 1827, s. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt;, dann ab 1828 das [[Landgericht Michelstadt]] wahr&amp;lt;ref&amp;gt;Reus, [ohne Seitenzählung] Abschnitt: &amp;#039;&amp;#039;Landgericht Lichtenberg&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;, ab 1853 das [[Landgericht Fürth (Hessen)|Landgericht Fürth]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10510181_00223.html &amp;#039;&amp;#039;Bekanntmachung, 1. die Errichtung neuer Landgerichte zu Darmstadt und Waldmichelbach,&amp;lt;br /&amp;gt;2. die künftige Zusammensetzung der Stadt- und Landgerichtsbezirke in der Provinz Starkenburg betreffend&amp;#039;&amp;#039;] vom 20. Mai 1853. In: &amp;#039;&amp;#039;Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt&amp;#039;&amp;#039; Nr. 19 vom 26. April 1853, S. 221–230 (223f).&amp;lt;/ref&amp;gt;, ab 1879 das [[Amtsgericht Fürth (Hessen)|Amtsgericht Fürth]]&amp;lt;ref&amp;gt;§§ 1, 3 [http://starweb.hessen.de/cache/hessen/regierungsblatt/hessisches_regierungsblatt_1879.pdf#page=197 &amp;#039;&amp;#039;Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze&amp;#039;&amp;#039;] vom 14. Mai 1879. In: &amp;#039;&amp;#039;Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt&amp;#039;&amp;#039; Nr. 15 vom 30. Mai 1879, S. 197f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, ab 1904 das [[Amtsgericht Reichelsheim im Odenwald|Amtsgericht Reichelsheim]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=HRBL |hrsg=Großherzogliches Ministerium der Justiz |titel=Bekanntmachung, die Errichtung eines Amtsgerichts in Reichelsheim i. O. betreffend |nr=6 |jahr=1904 |datum=1904-03-01 |seite=86 |seiten=84 |fundstelle= |kbytes=2810}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und nach dessen Auflösung 1968 das [[Amtsgericht Michelstadt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=GVBL |hrsg=Der Hessische Minister der Justiz |titel=Zweites Gesetz zur Änderung des Gerichtsorganisationsgesetzes (Ändert GVBl. II 210–16) |nr=4| jahr=1968 |datum=1968-02-12 |seite=1 |seiten=41–44 |fundstelle=Artikel 2, Abs. 1 d) |kbytes=298}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgeschichte im Überblick ===&lt;br /&gt;
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Bis zur [[Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung]] waren die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] und frühen Gerichte sowohl [[Gericht]] als auch [[Öffentliche Verwaltung|Verwaltungsorgan]].&amp;lt;/ref&amp;gt; denen Winterkasten angehört(e):&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=land_hessen.html|name=Land Hessen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|894925483|Seiten=43ff|Seite=43}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* vor 1718: [[Heiliges Römisches Reich]], [[Erbach (Adelsgeschlecht)|Grafschaft Erbach]], [[Amt Reichenberg (Erbach)|Amt Reichenberg]]&lt;br /&gt;
* ab 1718: Heiliges Römisches Reich, [[Erbach (Adelsgeschlecht)#Mittlere Linie: Erbach-Erbach|Grafschaft Erbach-Erbach]], Anteil an der [[Erbach (Adelsgeschlecht)|Grafschaft]] Erbach, Amt Reichenberg&lt;br /&gt;
* ab 1806: [[Großherzogtum Hessen]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;[[Mediatisierung]] infolge der [[Rheinbundakte]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Starkenburg (Provinz)|Fürstentum Starkenburg]], Amt Reichenberg (Standesherrschaft Erbach)&lt;br /&gt;
* ab 1815: Großherzogtum Hessen, [[Starkenburg (Provinz)|Provinz Starkenburg]], Amt Reichenberg&lt;br /&gt;
* ab 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Reichenberg (Patrimonialgericht von Gemmingen)&lt;br /&gt;
* ab 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Landratsbezirk Erbach]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Gemminger Anteil 1827 [[Landratsbezirk Reinheim]], 1828 Landratsbezirk Erbach&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1848: Großherzogtum Hessen, [[Regierungsbezirk Erbach]]&lt;br /&gt;
* ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Kreis Lindenfels]]&lt;br /&gt;
* ab 1871: [[Deutsches Reich]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge [[Otto von Bismarck#Deutsch-Französischer Krieg und Reichsgründung|Bismarcks Politik]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Lindenfels&lt;br /&gt;
* ab 1874: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Kreis Bensheim]]&lt;br /&gt;
* ab 1918: Deutsches Reich, [[Volksstaat Hessen]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Provinz Starkenburg, Kreis Bensheim&lt;br /&gt;
* ab 1938: Deutsches Reich ([[Weimarer Republik]]), Volksstaat Hessen, [[Landkreis Bergstraße]]&amp;lt;ref name=RB1937 /&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Im Zuge der [[Volksstaat Hessen#Verwaltungsgliederung|Gebietsreform 1938]] wurde die Provinz Starkenburg aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1945: [[Amerikanische Besatzungszone]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Groß-Hessen]], [[Regierungsbezirk Darmstadt]], Landkreis Bergstraße&lt;br /&gt;
* ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, [[Hessen]], Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Bergstraße&lt;br /&gt;
* ab 1949: [[Bundesrepublik Deutschland]], Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Bergstraße&lt;br /&gt;
* ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Bergstraße, Stadt Lindenfels&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Am 31. Dezember 1970 wurde Winterkasten als Stadtteil in die Stadt Lindenfels eingegliedert.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Einwohnerstruktur 2011 ===&lt;br /&gt;
Nach den Erhebungen des [[Zensus 2011]] lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Winterkasten 708 Einwohner. Darunter waren 33 (4,7 %) Ausländer.&lt;br /&gt;
Nach dem Lebensalter waren 111 Einwohner unter 18 Jahren, 300 zwischen 18 und 49, 147 zwischen 50 und 64 und 150 Einwohner waren älter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt; Die Einwohner lebten in 306 Haushalten. Davon waren 87 [[Alleinstehender|Singlehaushalte]], 93 [[Ehe|Paare]] ohne Kinder und 99 Paare mit Kindern, sowie 24 [[Alleinerziehender|Alleinerziehende]] und 6 [[Wohngemeinschaft]]en. In 63 Haushalten lebten ausschließlich [[Senior]]en und in 201 Haushaltungen lebten keine Senioren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1829: || 480 Einwohner, 60 Häuser&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1867: || 513 Einwohner, 64 Häuser&amp;lt;ref name=&amp;quot;WP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Winterkasten|width=450|float=none|maxEinwohner=800&lt;br /&gt;
|470|493|494|570|504|530|502|517|547|538|691|757|627|632|878|881|703|819|833&lt;br /&gt;
|vor1834=(1829,480)&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,792)(1980,-1)(1990,-1)(2000,735)(2006,748)(2011,708)(2012,690)&lt;br /&gt;
|quelle=LAGIS&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; [https://web.archive.org/web/20020622204549/http://www.lindenfels.de/sites/daten/statistik.htm 2000]; [https://web.archive.org/web/20070929002431/http://www.lindenfels.de/sites/daten/statistik.htm 2006]; [https://web.archive.org/web/20190815101648/https://www.lindenfels.de/buergerservice/zahlen-daten-fakten/statistik/ 2012]: Stadt Lindenfels aus webarchiv. [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Religionszugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1829: || 465 [[Evangelisch-lutherische Kirchen|lutheranische]] (= 96,88 %) und 15 [[Reformierte Kirchen|reformierte]] (= 3,12 %) Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961: || 657 [[Evangelische Kirche in Deutschland#Geschichte|evangelische]] (= 80,22 %), 157 [[Römisch-katholische Kirche|katholische]] (= 19,17 %) Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Ortsbeirat ===&lt;br /&gt;
Für Winterkasten besteht ein [[Ortsbezirk]] (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Winterkasten) mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]]. Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot; /&amp;gt; Nach der Kommunalwahl 2021 setzt er sich aus sechs Vertretern der LWG/[[CDU]] und drei Vertretern der [[SPD]] zusammen. Nachfolger des langjährigen Ortsvorsteher Alfons Moritz (LWG / 1982–2021) ist Fabian Kopp (LWG / seit 2021).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lindenfels.de/buergerservice-der-stadt-lindenfels-im-odenwald/gremien-der-stadt-lindenfels/ortsbeiraete |titel=Ortsbeiräte nach der Kommunalwahl 2021 |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Lindenfels |datum=2021-12 |format=PDF; 75&amp;amp;nbsp;kB |sprache=de |abruf=2022-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
Am 30. Juli 1971 wurde der Gemeinde Winterkasten ein Wappen mit folgender [[Blasonierung]] verliehen: &amp;#039;&amp;#039;Unter einem roten, mit drei silbernen sechsstrahligen Sternen belegten Schildhaupt eine schwarze Scheune (stilisiert) in Gold.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=STAZ |hrsg=Der Hessische Minister des Inneren |titel=Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Winterkasten, Landkreis Bergstraße |fundstelle=Punkt 1165 |nr=33 |jahr=1971 |datum=1971-07-30 |seite=13 |seiten=1349 |kbytes=5440}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Waldhufenkirche ===&lt;br /&gt;
Etwas abseits der Hauptstraße liegt das „Evangelische Gemeindezentrum Waldhufenkirche“ der Evangelischen Kirchengemeinde Winterkasten/Laudenau. Es wurde 1973 fertiggestellt und umfasst neben einem Kirchensaal im Obergeschoss mehrere Versammlungs- und Funktionsräume. Hauptsehenswürdigkeit ist das „Auferstehungsfenster“ nach dem Entwurf von [[Manfred Stumpf]] aus der Glaswerkstatt Peter Hermans, das 2005 entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
Das alljährliche &amp;#039;&amp;#039;Scheeserenne&amp;#039;&amp;#039; findet auf dem Sportplatz in Winterkasten statt. Die Aufgabe ist es dabei, selbstgebaute Rennwagen und Autos über einen Hindernisparcours zu steuern und diesen heil zu überstehen. Die Veranstaltung lockt jährlich viele Zuschauer und Besucher in den kleinen Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Natur und Schutzgebiete ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mergbach bei Winterkasten 2021.JPG|mini|Am Mergbach unterhalb von Winterkasten (2021)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefasste Quelle des Mergbachs ist als [[Naturdenkmal]] „Gersprenzquelle“ geschützt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NBA&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle|url=https://www.kreis-bergstrasse.de/pics/medien/1_1325834323/ND-VO-KB-30.11.2011-KORREKTUR040112Anlage-1-Liste-der-Naturdenkmale.pdf |titel=Liste der Naturdenkmale des Kreises Bergstraße|hrsg=Der Kreisausschuss des Kreises Bergstraße -untere Naturschutzbehörde-|datum=2011-11-30|zugriff=2021-04-29|format=PDF; 4,82&amp;amp;nbsp;MB}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verlauf des Mergbachs mit seinen Zuflüssen ist Teil des [[Natura2000]]-Schutzgebiets „[[Oberläufe der Gersprenz]]“ (FFH-Gebiet DE 6319-302).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.rpda.de/01%20Natura%202000-Verordnung/Natura2000-VO-RPDA/Anlagen1-3-4/FFH/6319-302.html |titel=6319-302 Oberläufe der Gersprenz, Natura 2000 - Verordnung FFH-Gebiet |hrsg=Regierungspräsidium Darmstadt |zugriff=2021-04-29 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210429104450/http://www.rpda.de/01%20Natura%202000-Verordnung/Natura2000-VO-RPDA/Anlagen1-3-4/FFH/6319-302.html |archiv-datum=2021-04-29 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eleonorenklinik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Eleonoren-Klinik in Lindenfels - panoramio.jpg|mini|Eleonorenklinik (2012)]]&lt;br /&gt;
Durch die Eleonorenklinik ist Winterkasten ein weitbekannter [[Kurort|Luftkurort]]. Sie ist eine [[Medizinische Rehabilitation|Reha]]-Klinik, die sich auf die Behandlung hauptsächlich von [[Stoffwechselerkrankung]]en und gastroenterologischen Erkrankungen spezialisiert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gelände der Eleonorenklinik befindet sich außerdem ein Bildungszentrum der [[Deutsche Rentenversicherung Hessen|Deutschen Rentenversicherung Hessen]], das für Aus- und Weiterbildungszwecke genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heribert Reus: &amp;#039;&amp;#039;Gerichte und Gerichtsbezirke seit etwa 1816/1822 im Gebiete des heutigen Landes Hessen bis zum 1. Juli 1968&amp;#039;&amp;#039;. Hg.: [[Hessisches Ministerium der Justiz]], Wiesbaden 1984.&lt;br /&gt;
* {{HessBib |PPN=116321016 |GND=4615399-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Winterkasten (Lindenfels)}}&lt;br /&gt;
* [https://www.lindenfels.de/buergerservice/zahlen-daten-fakten/stadtteile/ &amp;#039;&amp;#039;Winterkasten.&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Stadt Lindenfels.&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|ID=13170|titel=Winterkasten, Landkreis Bergstraße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einzelnachweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{BibOCLC|614375103|Seiten=752f}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{LAGIS|ref=lagis|ID=13170|titel=Winterkasten, Landkreis Bergstraße| abruf=2014-03-10| datum=2014-01-07}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;RB1937&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{HessAmtsBL&lt;br /&gt;
| typ      = HRBL&lt;br /&gt;
| hrsg     = Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler&lt;br /&gt;
| jahr     = 1937&lt;br /&gt;
| nr       = 8&lt;br /&gt;
| datum    = 1937-04-01&lt;br /&gt;
| titel    = Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen&lt;br /&gt;
| seiten   = 121 ff&lt;br /&gt;
| seite    = 125&lt;br /&gt;
| kbytes   = 11200&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=14|seiten=10 und 64 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |abruf=2022-06 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,8&amp;amp;nbsp;MB |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210711150906/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=12 |archiv-datum=2021-07-11 |offline=ja}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Lindenfels}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4615399-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Bergstraße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Lindenfels)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bergstraße)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1354]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1971]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Odenwald]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GSHD2023</name></author>
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