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	<title>Winrich von Kniprode - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Boonekamp: Wikilinks verbessert</title>
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		<updated>2025-12-20T12:57:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikilinks verbessert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum Bischof selben Namens siehe [[Winrich von Kniprode (Bischof)]] († 1419).}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Winrich von Kniprode.jpg|mini|Winrich von Kniprode in einer historisierenden Darstellung in der Marienburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Winrich von Kniprode Teichgräber.jpg|mini|Winrich von Kniprode, Lithographie von [[Heinrich Wilhelm Teichgräber]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arms of Winrich von Kniprode, Grand Master of the Teutonic Order.svg|miniatur|Hochmeisterwappen Winrichs von Kniprode]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cenotaph of Winrich von Kniprode.JPG|miniatur|Gedenkstein Winrichs von Kniprode in [[Monheim am Rhein]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Winrich von Kniprode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um 1310 in Kniprath, einem ehemaligen Ortsteil von [[Monheim am Rhein]]; † [[24. Juni]] [[1382]] bei [[Malbork|Marienburg]], poln. &amp;#039;&amp;#039;Malbork&amp;#039;&amp;#039;) war der 22. [[Hochmeister]] des [[Deutscher Orden|Deutschen Ordens]]. Er bekleidete dieses Amt in der Zeit von 1351 bis 1382. In diese Epoche fallen sowohl die Blütezeit des [[Rittertum]]s als auch die Glanzzeit des [[Deutschordensland|Ordensstaates]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Winrich von Kniprode entstammte einem niederrheinischen Rittergeschlecht. Geboren wurde er um 1310 in dem für die Familie namensgebenden Kniprath, einem vormaligen Ortsteil von [[Monheim am Rhein]].&amp;lt;ref&amp;gt;Veröffentlichungen der Ostdeutschen Forschungsstelle im Lande Nord-Westfalen, Ausgabe 11, 1966, [http://books.google.de/books?id=6IArAQAAIAAJ&amp;amp;q=knipprath++Monheim&amp;amp;dq=knipprath++Monheim&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=vz0WU5_0C4rZsgaNzIH4Cg&amp;amp;ved=0CFEQ6AEwBg books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Über den Zeitpunkt seines Ordenseintrittes ist nichts bekannt; seine erste Erwähnung als [[Kompan]] des [[Pfleger (Mittelalter)|Pflegers]] von [[Preußisch Holland]] datiert aus dem Jahr 1334. In der Zeit von 1338 bis 1341 war Winrich von Kniprode [[Komtur (Amt)|Komtur]] von [[Danzig]], im Jahr 1342 Komtur von [[Kommende Balga|Balga]]. Während der Zeit des Hochmeisters [[Ludolf König von Wattzau]] führte er von 1341 bis 1346 als [[Ordensmarschall des Deutschen Ordens|Ordensmarschall]] und Komtur von [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] das Ordensheer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vorgänger als Hochmeister, [[Heinrich Dusemer]], ernannte ihn im Jahr 1346 zum [[Großkomtur des Deutschen Ordens|Großkomtur]]. Als solcher siegte er gemeinsam mit dem Ordensmarschall Otto von Danfeld im Winter 1348 über eine Streitmacht des litauischen Großfürsten [[Kęstutis]] in der [[Schlacht an der Streva]] südöstlich von [[Kaunas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der krankheitsbedingten Abdankung Heinrich Dusemers wurde Winrich von Kniprode am 14. September 1351 zum Hochmeister gewählt. Bis zu seinem Tode 1382 blieb er in diesem Amt und war damit der am längsten amtierende Hochmeister des Deutschen Ordens. Seine Regierungszeit gilt als der Höhepunkt der Geschichte des [[Ordensstaat]]es. Es wurde damals beim westeuropäischen Adel zur Mode, zu sogenannten Kriegsreisen gegen [[Litauen]] aufzubrechen. So setzte man auf spezifische Art die Tradition der [[Kreuzzüge]] fort. Winrich gelang es, diese kriegerischen Ambitionen des abendländischen Adels in die Dienste des Ordens zu stellen (siehe: [[Preußenfahrt]]). Auch nahm der Orden unter Kniprodes Ägide Einfluss auf die innenpolitischen Verhältnisse der untereinander verfeindeten Litauer (z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Vertrag von Daudisken]] im Mai 1380 mit dem Großfürsten [[Jogaila]], dem späteren polnischen König Władysław II., gegen dessen Onkel und Rivalen [[Kęstutis]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwaltung wurde modernisiert und die Wirtschaft nachhaltig gefördert. So trat der Orden mit einer eigenen Handelsorganisation, vertreten durch sogenannte [[Großschäffer]], selbst als Mitbewerber der [[Hanse]] auf, was sich bei seinem Status als Landesherr mitsamt entsprechenden [[Regalien]] (Rechten) wie z.&amp;amp;nbsp;B. dem [[Bernstein]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;monopol als sehr Gewinn bringend erwies. Die Siedlungstätigkeit an der Weichsel und in der so genannten Wildnis (den Urwaldgebieten an den Grenzen zu Litauen) wurde planmäßig fortgesetzt. Nennenswerte Erfolge der Ordenswirtschaft waren vor allem in der Schaf- und Bienenzucht sowie im Weinanbau zu verzeichnen. Im Kampf gegen [[Zinswucher]] konnte der zulässige Höchstzins von 12,5 % auf 10 % gedrückt werden. Parallel dazu wurden neue Silbermünzen ausgegeben: der [[Moneta Dominorum Prussiae (Schilling)|Schilling]] zu 12 Pfennig, der Halbschoter zu 16 Pfennig und das Vierchen zu 4 Pfennig. Das preußische Münzsystem wurde endgültig wie folgt festgelegt: 1 preußische Mark = 60 Schillinge = 720 Pfennige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Litauerkriege des Deutschen Ordens|andauernden Krieg]] gegen [[Litauen]] errang das von ihm und dem Ordensmarschall [[Henning Schindekopf]] geführte Ordensheer am 17. Februar 1370 einen entscheidenden Sieg über ein litauisches Heer in der [[Schlacht bei Rudau]] (nördlich von [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Zeit gewann ein starker weltlicher Geist im Orden Einfluss. Winrich bekämpfte diesen, indem er eine Art Rotationssystem innerhalb der mittleren und höheren Ordenämter einführte inklusive strenger Rechenschaftspflicht bei Amtswechsel. Außerdem wurden in den einzelnen Komtureien unangekündigte Visitationen durchgeführt. Des Weiteren wurden Maßnahmen zur Festigung von Disziplin und Ordnung der Ordensmitglieder unternommen. So wurde zum Beispiel der aufkommenden Neigung zu Prunk mit einer verschärften Kleiderordnung entgegengetreten. Um die Wehrtüchtigkeit der Bürger aufrechtzuerhalten, wurden von Zeit zu Zeit Reservistenübungen durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig versuchte Winrich, den allgemeinen Bildungsstand zu heben. In den Städten kam es zur Errichtung allgemeinbildender Schulen. In Marienburg erfolgte die Errichtung einer Lehranstalt zur höheren Bildung der Ordensmitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1366 empfing Kniprode als erster Hochmeister auf der Marienburg den polnischen König [[Kasimir III. (Polen)|Kasimir III.]] Auch unterstützte er den Kampf der [[Hanse]] gegen die Dänen, der im [[Friede von Stralsund|Frieden von Stralsund]] erfolgreich für jene endete. Er setzte den Bau des Mittelschlosses fort und ließ die [[Stadtmauer]]n um [[Malbork|Marienburg]] errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winrich von Kniprode starb am 24. Juni 1382 und wurde in der Annenkapelle in der [[Ordensburg Marienburg|Marienburg]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkung ==&lt;br /&gt;
Nachhaltig bedingt durch seine lange Regierungszeit in Zeiten relativer ökonomischer und militärischer Stabilität, ging Winrich von Kniprode neben [[Hermann von Salza]] als der bekannteste Hochmeister des Deutschen Ordens in die Geschichte ein. Noch in den 1930er Jahren trug ein Schnelldampfer seinen Namen. In einigen deutschen Städten sind Straßen nach Winrich von Kniprode benannt, so zum Beispiel in [[Wilhelmshaven]], [[Langenfeld (Rheinland)]] oder im [[Berlin]]er Ortsteil [[Berlin-Prenzlauer Berg|Prenzlauer Berg]]. Auch eine katholische Grundschule in seinem vermutlichen Geburtsort [[Monheim am Rhein]] führt seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Strehlke]]:  &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Herkunft des Hochmeisters Winrich von Kniprode&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Preußische Geschichte und Landeskunde&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, Berlin 1868, S. 401–405 ([https://books.google.de/books?id=1k-WPHn47TQC&amp;amp;pg=PA401 online]).&lt;br /&gt;
* Friedrich Borchert: &amp;#039;&amp;#039;Die Hochmeister des Deutschen Ordens in Preußen&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Preußische Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 27. Oktober 2001.&lt;br /&gt;
* {{ADB|16|295|297|Kniprode, Winrich von|[[Karl Lohmeyer (Historiker)|Karl Lohmeyer]]|ADB:Kniprode, Winrich von}}    &lt;br /&gt;
* [[Hans Prutz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Ritterorden&amp;#039;&amp;#039;. Bechtermünz Verlag, Berlin 1908&lt;br /&gt;
* Wolfgang Sonthofen: &amp;#039;&amp;#039;Der Deutsche Orden&amp;#039;&amp;#039;. Weltbild Verlag, Augsburg 1995&lt;br /&gt;
* Arnold Woltmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Hochmeister Winrich von Kniprode und seine nordische Politik&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, Universität Berlin 1901 ([https://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/doccontent?id=18733 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* Dieter Zimmerling: &amp;#039;&amp;#039;Der Deutsche Ritterorden&amp;#039;&amp;#039;. ECON Verlag, München 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://wiki.genealogy.net/wiki/Deutscher_Orden/Hoch-_und_Deutschmeister/Winrich_von_Kniprode Artikel] im [[GenWiki]]&lt;br /&gt;
* {{OstdtBio|kniprode-winrich-von}}&lt;br /&gt;
* Udo Arnold: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/persoenlichkeiten/K/Seiten/WinrichvonKniprode.aspx Winrich von Kniprode]&amp;#039;&amp;#039; im Portal Rheinische Geschichte&lt;br /&gt;
* Illustration von Heinrich Wilhelm Teichgräber von 1838 ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-141858}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Heinrich Dusemer]]|NACHFOLGER=[[Konrad Zöllner von Rotenstein]]|AMT=[[Liste der Hochmeister des Deutschen Ordens|Hochmeister des Deutschen Orden]]|ZEIT=1351–1382}}--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Hochmeister des Deutschen Ordens (1303–1511)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118633791|VIAF=74646330}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Winrich #Kniprode}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochmeister des Deutschen Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marschall (Deutscher Orden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1382]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Winrich von Kniprode&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Hochmeister des Deutschen Ordens&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1310&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Monheim am Rhein]], ehemaliger Ortsteil Knipprath&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Juni 1382&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei [[Malbork|Marienburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Boonekamp</name></author>
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