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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Winkelhalbierende</id>
	<title>Winkelhalbierende - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T22:00:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Winkelhalbierende&amp;diff=58019&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Petrus3743: /*Siehe auch */neu hinzu mit Beispiel</title>
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		<updated>2026-04-06T17:56:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch: &lt;/span&gt;neu hinzu mit Beispiel&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Winkelhalbierende-w-gh.svg|mini|Winkelhalbierende eines Winkels bzw. zweier Geraden]]&lt;br /&gt;
In der ebenen [[Geometrie]] ist die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Winkelhalbierende&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eines [[Winkel]]s die [[Halbgerade]], die durch den [[Scheitelpunkt (Winkel)|Scheitelpunkt]] des Winkels läuft und das Winkelfeld in zwei [[Deckungsgleich|deckungsgleiche]] Teile teilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei sich schneidende [[Gerade|Geraden]] bestimmt zwei Winkelhalbierende, in diesem Falle Geraden, die zueinander [[Orthogonalität|orthogonal]] sind. Jede dieser Winkelhalbierenden ist eine [[Symmetrieachse]] der geometrischen Figur, die von den sich schneidenden Geraden gebildet wird. Aus dieser Symmetrieeigenschaft folgt eine Charakterisierung der beiden Winkelhalbierenden als [[geometrischer Ort]], die als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Winkelhalbierendensatz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Analytische Geometrie|analytischen Geometrie]] und in der [[Analysis]] spielen die Winkelhalbierenden der [[Koordinatenachse]]n eines [[Kartesisches Koordinatensystem|kartesischen Koordinatensystems]] eine besondere Rolle. Diejenige, die durch den I. und III. [[Quadrant (Mathematik)|Quadranten]] verläuft, heißt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. Winkelhalbierende&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. Mediane&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die andere &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2. Winkelhalbierende&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Synthetische Geometrie|synthetischen Geometrie]] werden die Winkelhalbierenden von sich schneidenden Geraden ebenfalls durch ihre Eigenschaft als [[Symmetrieachse]]n definiert. Die Existenz dieser Winkelhalbierenden ist dort eines der Axiome, die eine &amp;#039;&amp;#039;frei bewegliche [[präeuklidische Ebene]]&amp;#039;&amp;#039; kennzeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Winkelhalbierende in der ebenen Geometrie ==&lt;br /&gt;
=== Konstruktion ===&lt;br /&gt;
Ein [[Winkel]] ist durch seine beiden Schenkel, also die [[Halbgerade]]n mit gemeinsamen Anfang im Scheitel des Winkels, gegeben. Dann kann die Winkelhalbierende mit [[Zirkel und Lineal]] konstruiert werden: Um den Scheitelpunkt wird ein [[Kreis (Geometrie)|Kreis]] mit beliebigem [[Radius]] gezeichnet. An den [[Schnittpunkt]]en mit den Schenkeln des Winkels wird der Zirkel erneut angesetzt. Dann zeichnet man jeweils einen Kreis mit gleichem Radius. Die Schnittpunkte dieser zwei Kreise liegen auf der Winkelhalbierenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Konstruktion wird benutzt, dass die Winkelhalbierende zugleich [[Mittelsenkrechte]] in dem [[Gleichschenkliges Dreieck|gleichschenkligen Dreieck]] ist, das durch den Scheitel und die zwei ersten Hilfspunkte gegeben ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Bissectrice droites.png|mini|Die Winkelhalbierenden (rot) zweier Geraden sind zueinander orthogonal.]][[Datei:Winkelteilung.svg|zentriert|gerahmt|Konstruktion einer Winkelhalbierenden mit Zirkel und Lineal. Dazu müssen drei Kreise oder Kreisbögen gezeichnet werden.]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liegen allgemeiner zwei [[Gerade]]n vor, die sich in einem [[Punkt (Geometrie)|Punkt]] schneiden, so haben wir vier [[Winkel]] und damit vier Winkelhalbierende. Die Winkelhalbierenden zweier Scheitelwinkel fallen zusammen, also bleiben nur zwei Winkelhalbierende übrig. Diese zwei Winkelhalbierenden – die zueinander [[orthogonal]] sind – nennt man die &amp;#039;&amp;#039;Winkelhalbierenden der zwei Geraden&amp;#039;&amp;#039; (siehe Abbildung rechts).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir wieder zu dem Fall eines [[Winkel]]s zurückkommen, der von zwei Schenkeln ([[Halbgerade]]n) begrenzt wird, und nun diese Schenkel zu [[Gerade]]n verlängern, dann bekommen wir zwei Geraden mit zwei Winkelhalbierenden. Die eine ist die Winkelhalbierende des ursprünglichen Winkels. Die andere ist die Winkelhalbierende seines [[Nebenwinkel]]s. Sie heißt &amp;#039;&amp;#039;Außenwinkelhalbierende&amp;#039;&amp;#039; des ursprünglichen Winkels.&lt;br /&gt;
=== Winkelhalbierendensatz ===&lt;br /&gt;
Die Winkelhalbierende ist die Menge aller [[Punkt (Geometrie)|Punkte]], die von den beiden Geraden gleich weit entfernt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Harald Scheid, Wolfgang Schwarz |Titel=Elemente der Geometrie |Auflage=5. |Verlag=Springer Spektrum |Ort=Berlin Heidelberg |Datum=2017 |ISBN=978-3-662-50322-5 |Seiten=13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das bedeutet, dass ein Punkt genau dann auf der Winkelhalbierenden liegt, wenn er von beiden Schenkeln denselben [[Abstand]] hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Benölken, Gorski, Müller-Philipp |Titel=Leitfaden Geometrie: Für Studierende der Lehrämter |Auflage=7. |Verlag=Springer Spektrum |Ort= |Datum=2018 |ISBN=978-3-658-23377-8 |Seiten=303}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winkelhalbierende im Dreieck ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Aussenwinkelhalbierende2.svg|mini|hochkant=1|Die drei Außenwinkelhablierenden:&amp;lt;br /&amp;gt;Die drei Schnittpunkte D, E, F liegen auf einer Geraden (rot) und es gelten die folgenden Streckenverhältnisse:&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;\begin{align} \frac{|EB|}{|EC|}&amp;amp;=\frac{|AB|}{|AC|} \\ \frac{|FB|}{|FA|}&amp;amp;=\frac{|CB|}{|CA|} \\ \frac{|DA|}{|DC|}&amp;amp;=\frac{|BA|}{|BC|}\end{align} &amp;lt;/math&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ist in der [[Dreieck]]slehre von Winkelhalbierenden die Rede, so bezieht sich dieser Begriff meist auf die [[Innenwinkel]], seltener auf die [[Außenwinkel]]. Hier wird die Winkelhalbierende eines Innenwinkels &amp;lt;math&amp;gt;\alpha&amp;lt;/math&amp;gt; oft als &amp;lt;math&amp;gt;w_\alpha&amp;lt;/math&amp;gt; abgekürzt. Dieses Kürzel steht dann zugleich auch für die Strecke auf der Winkelhalbierenden, die innerhalb des Dreiecks liegt, und in Konstruktionsaufgaben auch für deren [[Länge (Mathematik)|Länge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für diese Winkelhalbierenden gelten unter anderem folgende [[Satz (Mathematik)|Sätze]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die drei Winkelhalbierenden der Innenwinkel eines [[Dreieck]]s schneiden sich in einem Punkt. Dieser Punkt ist der Mittelpunkt des [[Inkreis]]es (siehe [[Ausgezeichnete Punkte im Dreieck]]).&lt;br /&gt;
* Jede Winkelhalbierende eines Innenwinkels im [[Dreieck]] teilt die gegenüberliegende Seite im [[Verhältnis (Mathematik)|Verhältnis]] der anliegenden Seiten. Diese Aussage wird auch als [[Winkelhalbierendensatz (Dreieck)|Winkelhalbierendensatz]] bezeichnet und lässt sich mithilfe [[Ähnlichkeit (Geometrie)|ähnlicher Dreiecke]] oder durch Anwendung des [[Sinussatz]]es beweisen.&lt;br /&gt;
* Für die [[Länge (Mathematik)|Länge]] &amp;lt;math&amp;gt;w_c&amp;lt;/math&amp;gt; der Halbierenden eines [[Innenwinkel]]s &amp;lt;math&amp;gt;\gamma&amp;lt;/math&amp;gt; und für die anliegenden Seiten der Länge &amp;lt;math&amp;gt;a&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;b&amp;lt;/math&amp;gt; gilt die Beziehung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;w_c=\frac{2ab}{a+b}\cos\left( \frac{\gamma}{2} \right)&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Victor Oxman |url=https://forumgeom.fau.edu/FG2004volume4/FG200425.pdf |titel=On the existence of triangles with given lengths of one side and two adjacent angle bisectors |hrsg=Forum Geometricorum 4 |datum=2004 |seiten=215 |format=PDF |abruf=2022-06-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sind hingegen alle drei Seiten gegeben, so gilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;w_c =  \sqrt{a \cdot b \left( 1-\frac{c^2}{(a+b)^2}\right)}&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{MathWorld |id=AngleBisector |title=Angle Bisector}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Halbierenden eines [[Innenwinkel]]s und der zu den beiden anderen Innenwinkeln gehörenden [[Außenwinkel]] eines [[Dreieck]]s schneiden sich jeweils in einem [[Punkt (Geometrie)|Punkt]]. Dieser Punkt ist der [[Mittelpunkt]] eines [[Ankreis]]es.&lt;br /&gt;
* Die [[Schnittpunkt]]e der Halbierenden der [[Außenwinkel]] mit den verlängerten Gegenseiten der entsprechenden [[Innenwinkel]] liegen, sofern sie existieren, auf einer [[Gerade]]n.&lt;br /&gt;
* Jede Winkelhalbierende schneidet die Mittelsenkrechte der dem Winkel gegenüberliegenden Seite auf dem Umkreis des (nicht-gleichschenkligen) Dreiecks. Dies ist der sogenannte [[Südpolsatz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Fußpunkte der Winkelhalbierenden (Schnittpunkte der Winkelhalbierenden mit den Seiten des Dreiecks) sind gegeben durch (baryzentrisch):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;W_a = \left( 0 : b : c \right)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;W_b = \left( a : 0 : c \right)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;W_c = \left( a : b : 0 \right)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winkelhalbierende im Viereck ===&lt;br /&gt;
Die Winkelhalbierenden eines [[Viereck]]s begrenzen im Allgemeinen ein [[Sehnenviereck]]. Beim [[Tangentenviereck]] ist es zu einem [[Punkt (Geometrie)|Punkt]] entartet. Beim Sehnenviereck ist das eingeschlossene Viereck [[Orthodiagonales Viereck|orthodiagonal]]. Die Winkelhalbierenden eines [[Parallelogramm]]s schließen im Allgemeinen ein [[Rechteck]] ein, die Winkelhalbierenden eines Rechtecks ein [[Quadrat (Geometrie)|Quadrat]], die Winkelhalbierende eines [[Gleichschenkliges Trapez|gleichschenkligen Trapezes]] ein [[Drachenviereck]], die Winkelhalbierende eines Vierecks mit gleichen gegenüberliegenden Winkeln ein gleichschenkliges Trapez.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gleichungen ===&lt;br /&gt;
Sind die [[Gleichung]]en &amp;lt;math&amp;gt;a_1x+b_1y+c_1=0,\  a_2x+b_2y+c_2=0&amp;lt;/math&amp;gt; zweier [[Gerade]]n gegeben, so ergeben sich die Gleichungen ihrer Winkelhalbierenden mit Hilfe ihrer [[Hessesche Normalform|Hesseschen Normalformen]]:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{a_1x+b_1y+c_1}{\sqrt{a_1^2+b_1^2}} = \pm \frac{a_2x+b_2y+c_2}{\sqrt{a_2^2+b_2^2}}.&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn die Winkelhalbierenden bilden die Gesamtheit der [[Punkt (Geometrie)|Punkte]], die von den beiden Geraden den gleichen [[Abstand]] besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Winkelhalbierende eines Koordinatensystems ==&lt;br /&gt;
In einem [[Kartesisches Koordinatensystem|kartesischen Koordinatensystem]] spielen die beiden Winkelhalbierenden der Koordinatenachsen eine besondere Rolle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;1. Winkelhalbierende&amp;#039;&amp;#039; (Winkelhalbierende des I. und III. [[Quadrant (Mathematik)|Quadranten]]) bezeichnet man die [[Gerade]] mit der [[Gleichung]] &amp;lt;math&amp;gt;y = x&amp;lt;/math&amp;gt;. Dieser [[Funktionsgraph]] ist die [[Ursprungsgerade]] mit der [[Steigung]] 1. Sie heißt in Österreich &amp;#039;&amp;#039;1. Mediane&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;2. Winkelhalbierende&amp;#039;&amp;#039; (Winkelhalbierende des II. und IV. Quadranten) bezeichnet man die Gerade mit der Gleichung &amp;lt;math&amp;gt;y = -x&amp;lt;/math&amp;gt;. Dieser Funktionsgraph ist die Ursprungsgerade mit der Steigung −1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verallgemeinerungen ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Dreiteilung des Winkels}}&lt;br /&gt;
Mithilfe von [[Iteration|iterativer]] Winkelhalbierung kann ein [[Winkel]] auch in &amp;lt;math&amp;gt;2 \cdot 2 = 2^2 = 4&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;2 \cdot 2 \cdot 2 = 2^3 = 8&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;2 \cdot 2 \cdot 2 \cdot 2 = 2^4 = 16&amp;lt;/math&amp;gt; oder allgemein in &amp;lt;math&amp;gt;2^k&amp;lt;/math&amp;gt; [[Deckungsgleich|deckungsgleiche]] Teile geteilt werden. Dazu werden die halbierten Winkel jeweils erneut halbiert. Um einen Winkel zum Beispiel in &amp;lt;math&amp;gt;2 \cdot 2 \cdot 2 \cdot 2 = 2^4 = 16&amp;lt;/math&amp;gt; gleiche Teile zu teilen, müssen nacheinander 4 Winkelhalbierende konstruiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Verfahren lässt sich verallgemeinern: Ist ein Winkel &amp;lt;math&amp;gt;\alpha&amp;lt;/math&amp;gt; gegeben, dann kann der Winkel &amp;lt;math&amp;gt;\frac{n}{2^k} \cdot \alpha&amp;lt;/math&amp;gt; konstruiert werden, wenn &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;k&amp;lt;/math&amp;gt; [[Natürliche Zahl|natürliche Zahlen]] sind. Dabei hilft die [[Zahldarstellung]] im [[Dualsystem|Binärsystem]], denn der [[Quotient]] &amp;lt;math&amp;gt;\frac{n}{2^k}&amp;lt;/math&amp;gt; hat eine endliche Darstellung mit höchstens &amp;lt;math&amp;gt;k&amp;lt;/math&amp;gt; binären [[Nachkommastelle]]n. Soll zum Beispiel der Winkel &amp;lt;math&amp;gt;\frac{5}{8} \cdot \alpha&amp;lt;/math&amp;gt; konstruiert werden, dann hilft die [[Dualsystem|binäre]] Darstellung &amp;lt;math&amp;gt;\frac{5}{8} = [0{,}101]_2&amp;lt;/math&amp;gt;. Daraus ergibt sich &amp;lt;math&amp;gt;\frac{5}{8} \cdot \alpha = \alpha \cdot \left(\frac{1}{2} + \left(\frac{1}{4} - \frac{1}{8}\right)\right) = \frac{\alpha}{2} + \frac{\alpha}{4} - \frac{\alpha}{8}&amp;lt;/math&amp;gt;. Der Winkel &amp;lt;math&amp;gt;\frac{5}{8} \cdot \alpha&amp;lt;/math&amp;gt; kann also konstruiert werden, indem am [[Scheitelpunkt]] nacheinander der Winkel &amp;lt;math&amp;gt;\frac{\alpha}{2}&amp;lt;/math&amp;gt; im Uhrzeigersinn, der Winkel &amp;lt;math&amp;gt;\frac{\alpha}{4}&amp;lt;/math&amp;gt; im Uhrzeigersinn und der Winkel &amp;lt;math&amp;gt;\frac{\alpha}{8}&amp;lt;/math&amp;gt; gegen den Uhrzeigersinn konstruiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt folgender Satz: Ist ein Winkel &amp;lt;math&amp;gt;\alpha&amp;lt;/math&amp;gt; gegeben und sind &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;q&amp;lt;/math&amp;gt; [[Natürliche Zahl|natürliche Zahlen]], dann kann der Winkel &amp;lt;math&amp;gt;\frac{p}{q} \cdot \alpha&amp;lt;/math&amp;gt; genau dann mit [[Konstruktion mit Zirkel und Lineal|Zirkel und Lineal]] konstruiert werden, wenn &amp;lt;math&amp;gt;q&amp;lt;/math&amp;gt; eine [[Zweierpotenz]] ist, also &amp;lt;math&amp;gt;q = 2^k&amp;lt;/math&amp;gt;. Für alle anderen natürlichen Zahlen &amp;lt;math&amp;gt;q&amp;lt;/math&amp;gt; ist das nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephen Buckley, Desmond MacHale, Department of Mathematics, University College, Cork: [https://archive.maths.nuim.ie/staff/sbuckley/Papers/divide_angle.pdf Dividing an angle into equal parts]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Geometrisch|geometrische]] Problem der [[Dreiteilung des Winkels]], das seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. bekannt ist, kann daher nicht mit Zirkel und Lineal gelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Synthetische Geometrie ==&lt;br /&gt;
Eine [[präeuklidische Ebene]] ist in der [[Synthetische Geometrie|synthetischen Geometrie]] eine [[affine Ebene]] &amp;lt;math&amp;gt;K^2&amp;lt;/math&amp;gt; über einem [[Körper (Algebra)|Körper]] &amp;lt;math&amp;gt;K&amp;lt;/math&amp;gt;, dessen [[Charakteristik (Algebra)|Charakteristik]] nicht 2 ist, zusammen mit einer [[Präeuklidische Ebene#Orthogonalität|Orthogonalitätsrelation ohne isotrope Geraden]] &amp;lt;math&amp;gt;\perp&amp;lt;/math&amp;gt; zwischen den Geraden der Ebene. In einer solchen Ebene können (senkrechte) Achsenspiegelungen definiert werden (siehe [[Spiegelung (Geometrie)#Achsenspiegelung|Spiegelung (Geometrie) – Achsenspiegelung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Winkelhalbierenden-Axiom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird die folgende Aussage bezeichnet:&lt;br /&gt;
* Zu zwei [[Gerade]]n &amp;lt;math&amp;gt;a,b&amp;lt;/math&amp;gt; existiert eine Gerade &amp;lt;math&amp;gt;w&amp;lt;/math&amp;gt;, so dass bei der [[Achsenspiegelung]] an &amp;lt;math&amp;gt;w&amp;lt;/math&amp;gt; die Gerade &amp;lt;math&amp;gt;a&amp;lt;/math&amp;gt; auf die Gerade &amp;lt;math&amp;gt;b&amp;lt;/math&amp;gt; abgebildet wird.&lt;br /&gt;
Sind die Geraden &amp;lt;math&amp;gt;a,b&amp;lt;/math&amp;gt; parallel und verschieden, so ist deren [[Mittelparallele]] eine Gerade, die die geforderte Symmetrieeigenschaft hat. Da Mittelparallelen in einer präeuklidischen Ebene immer existieren, ist die wesentliche Forderung die nach einer [[Symmetrieachse]] für die sich schneidenden Geraden, also nach einer Winkelhalbierenden. Aus der Existenz &amp;#039;&amp;#039;einer&amp;#039;&amp;#039; Winkelhalbierenden folgt stets die Existenz genau einer zweiten, die senkrecht zur ersten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine präeuklidische Ebene, die das [[Axiom]] für Winkelhalbierende erfüllt, wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;frei bewegliche Ebene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Tangente (Winkelhalbierende)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Bachmann (Mathematiker)|Friedrich Bachmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Aufbau der Geometrie aus dem Spiegelungsbegriff.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Springer, Berlin, Göttingen, Heidelberg 1973, ISBN 978-3-642-65538-8.&lt;br /&gt;
:Zusammenfassung: [https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN235181684_0123?tify={%22pages%22:%5B345%5D} Zur Begründung der Geometrie aus dem Spiegelungsbegriff.] Mathematische Annalen, Bd. 123, 1951, S. 341ff.&lt;br /&gt;
* Wendelin Degen und Lothar Profke: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der affinen und euklidischen Geometrie&amp;#039;&amp;#039;, Teubner, Stuttgart, 1976, ISBN 3-519-02751-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Angle bisection|Winkelhalbierende}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Winkelsymmetrale}}&lt;br /&gt;
* [http://hydra.nat.uni-magdeburg.de/math4u/var/PD1.html Klassische Transversalen] – Innen- und Außenwinkelhalbierende unter D.7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ebene Geometrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Synthetische Geometrie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Petrus3743</name></author>
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