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	<title>Windisch AG - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärung Schweizer Kanton|AG|Aargau|Windisch}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| NAME_ORT = Windisch&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Windisch 2026.png&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = Wappen Windisch AG.svg&lt;br /&gt;
| BILD = Brugg Windisch 3366.jpg&lt;br /&gt;
| BESCHREIBUNG = Windisch&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-AG&lt;br /&gt;
| BEZIRK = Brugg&lt;br /&gt;
| IMAGEMAP = Bezirk Brugg&lt;br /&gt;
| BFS = 4123&lt;br /&gt;
| PLZ = 5210&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 47.47900&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 8.21815&lt;br /&gt;
| HÖHE = 361&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 4.91&lt;br /&gt;
| EINWOHNER = &amp;lt;!--wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = &amp;lt;!--wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GEMEINDEPRÄSIDENTIN = Luzia Capanni (SP)&lt;br /&gt;
| WEBSITE = www.windisch.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Windisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[schweizerdeutsch]]: {{IPA|ˈʋɪnˌdiʃ}})&amp;lt;ref name=&amp;quot;name&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Beat Zehnder | Herausgeber=Historische Gesellschaft des Kantons Aargau | Titel=Die Gemeindenamen des Kantons Aargau | Sammelwerk=Argovia | Band=Band 100 | Verlag=Verlag Sauerländer | Ort=Aarau | Jahr=1991 | Seiten=467–470 | ISBN=3-7941-3122-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine [[Politische Gemeinde|Einwohnergemeinde]] im [[Schweiz]]er [[Kanton Aargau]]. Sie gehört zum [[Bezirk Brugg]] und liegt unmittelbar südlich des Bezirkshauptorts [[Brugg]], zwischen der [[Aare]] im Norden und der [[Reuss (Fluss)|Reuss]] im Osten (und somit im Bereich des [[Wasserschloss der Schweiz|Wasserschlosses der Schweiz]]). Windisch ist bekannt als Standort des römischen [[Römisches Militärlager|Legionslagers]] [[Vindonissa]], des Klosters [[Königsfelden]] und der [[Fachhochschule Nordwestschweiz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde liegt zwischen der [[Aare]] im Norden und der [[Reuss (Fluss)|Reuss]] im Osten. Die Fläche des Gemeindegebiets beträgt 491 [[Hektar]]en, davon sind 122 Hektaren bewaldet und 233 Hektaren überbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/raum-umwelt/bodennutzung-bedeckung/gesamtspektrum-regionalen-stufen/gemeinden.assetdetail.6646410.html |titel=Arealstatistik Standard – Gemeinden nach 4 Hauptbereichen |hrsg=[[Bundesamt für Statistik]] |datum=2018-11-26 |abruf=2019-06-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Siedlungslandschaft von Windisch besteht aus mehreren Ortsteilen, die im 19. und frühen 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zu einer Ortschaft und bis zum Ende des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts mit den Nachbarorten [[Brugg]] und [[Hausen AG|Hausen]] zu einer geschlossenen städtischen Siedlung zusammengewachsen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem schmalen Hügelsporn über einer Flussschlaufe der Reuss, rund zwei Kilometer vor deren Mündung in die Aare, befindet sich der Kirchweiler mit der alten [[Reformierte Kirche Windisch|Pfarrkirche]]. Auf der Halbinsel östlich davon liegt rund vierzig Meter tiefer der haufenförmige Dorfteil Unterwindisch an der alten [[Fähre|Fährstelle]] über die Reuss. Mit einem rund 1600 Meter langen Fabrikkanal links der Reuss wurde um 1830 die [[Wasserkraft]] für die grosse [[Spinnerei Kunz]] verfügbar gemacht, aus deren Fabrikkraftwerk später das [[Kraftwerk Windisch]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Südosten fliesst die Reuss von [[Mellingen AG|Mellingen]] her in einer rund 30 Meter tiefen Schlucht durch das Schottergebiet des [[Birrfeld]]s, Die westliche Flanke der Schlucht liegt etwa auf zwei Kilometern, von der Chrüzhalde bis zum Gebiet Dägerli, im Gebiet von Windisch. Auch die Insel &amp;#039;&amp;#039;Meierislischache&amp;#039;&amp;#039; im Fluss und Abschnitte des natürlichen [[Auwald|Auenwalds]] gehören zum Gemeindegebiet. An der Chrüzhalde ist eine Felswand des vom ehemaligen [[Reussgletscher]] und vom Fluss erodierten Kalkgebirges freigelegt. Beim Fahrgut fliesst die Reuss in die schmale Ebene bei der Strassenbrücke der [[Hauptstrasse 3]] und danach in einer Flussschlaufe von fast 180 Grad zum grossen [[Wehr (Wasserbau)|Wehr]] des Kraftwerks, wo ein 1916 aus armiertem Beton gebauter Fussgängersteg den Fluss überquert. Nach etwas mehr als zwei Kilometern überspannt die [[SBB-Reussbrücke Turgi|Reussbrücke]] der [[Bahnstrecke Baden–Aarau|Strecke Baden-Brugg]] den Fluss, der unmittelbar danach in die Aare mündet. Direkt am Reussspitz steht ein Bunker der im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] errichteten Abwehrstellung «[[Limmatlinie]]».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Westlich der Pfarrkirche erstreckt sich auf einer eiszeitlich entstandenen Hochterrasse die Ebene mit dem Oberdorf, dem Ortsteil Oberburg und der Klosteranlage Königsfelden. Der [[Süssbach (Aare)|Süssbach]] durchquert vom Birrfeld her kommend das Tal bei [[Hausen AG|Hausen]] und danach die Windischer Weiermatt und verlässt das Gemeindegebiet von Windisch im Stollen unter dem Gleisfeld des Bahnhofs; in Brugg mündet er in die Aare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Aare liegt die Insel Geissenschachen, die von der [[Schweizer Armee]] als Kasernengelände genutzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Landeskarte der Schweiz, Blatt 1070, Swisstopo.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grössere Waldgebiete befinden sich im Südosten und im Nordosten der Gemeinde. Im Süden erstreckt sich das Gebiet von Windisch bei der Siedlung &amp;#039;&amp;#039;Lindhof&amp;#039;&amp;#039; bis auf die teilweise bewaldeten Hügel westlich der Reuss. Der höchste Punkt ist der Gipfel des Hölzli auf 468 Metern, der tiefste liegt am Zusammenfluss von Aare und Reuss auf 328 Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachbargemeinden von Windisch sind [[Brugg]] im Westen und Norden, [[Gebenstorf]] und [[Birmenstorf]] im Osten, [[Mülligen AG|Mülligen]] im Südosten sowie [[Hausen AG|Hausen]] im Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsname ===&lt;br /&gt;
Der Ortsname findet sich erstmals 104/109 als &amp;#039;&amp;#039;Vindonissa&amp;#039;&amp;#039; in [[Tacitus]]’ Geschichtswerk &amp;#039;&amp;#039;[[Historiae (Tacitus)|Historiae]]&amp;#039;&amp;#039; belegt. Die eingedeutschte Form lässt sich als &amp;#039;&amp;#039;Vindisso&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Windesch&amp;#039;&amp;#039; erstmals in einer Quelle von 1101/1150 (Kopie aus dem 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert) fassen; von 1248 datiert die Nennung &amp;#039;&amp;#039;de Windischo&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;-o&amp;#039;&amp;#039; ist die von der Präposition &amp;#039;&amp;#039;de&amp;#039;&amp;#039; «von» abhängige lateinische Ablativendung), im [[Habsburger Urbar]] von 1303/1308 die Form &amp;#039;&amp;#039;ze Windische&amp;#039;&amp;#039; (mit der deutschen Dativendung). Der Name ist entweder zum keltischen Personennamen &amp;#039;&amp;#039;Vindos&amp;#039;&amp;#039; oder zum keltischen Gattungswort &amp;#039;&amp;#039;*uindo-&amp;#039;&amp;#039; «weiss» gebildet, beides ergänzt um das Suffix &amp;#039;&amp;#039;-is(s)a,&amp;#039;&amp;#039; und bedeutet damit entweder «Ort des Vindos» oder aber «Weissbach». Da der männliche Personenname gut bezeugt ist, tendiert die Namenforschung zu ersterer Erklärung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;name&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen]].&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S.&amp;amp;nbsp;970&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Keltische und römische Zeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Windisch-Amphitheater.jpg|mini|Das römische [[Amphitheater von Windisch|Amphitheater Vindonissa]]]]&lt;br /&gt;
In der [[Kelten]]zeit bestand auf dem Geländevorsprung zwischen Aare und Reuss ein [[Oppidum (Kelten)|Oppidum]] der [[Helvetier]], von dem 2003 neben dem alten Dorfschulhaus eine Befestigungsanlage mit Graben, Erdwall und baumstarken Holzpfosten entdeckt wurde. Um 15 v.&amp;amp;nbsp;Chr. entstand auf der Ebene westlich davon eine kleine [[Römisches Reich|römische]] Militärstation, die dreissig Jahre später zum [[Römisches Militärlager|Legionslager]] [[Vindonissa]] ausgebaut wurde. Das Lager, von dem einige wiederhergestellte Ruinen heute besichtigt werden können, war von 14 n.&amp;amp;nbsp;Chr. bis 101 n. Chr. das Hauptquartier dreier verschiedener Legionen, der [[Legio XIII Gemina]], der [[Legio XXI Rapax]] und der [[Legio XI Claudia]]. Während einer längeren Zeit ohne die Anwesenheit römischer Truppen entwickelte sich Vindonissa zu einer zivilen Dorfsiedlung. Im späten 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entstand wieder ein Kastell, das die Römer 401 endgültig aufgaben. Eine der beiden für das Legionslager errichteten, grösstenteils unterirdischen [[Wasserleitungen von Vindonissa|Wasserleitungen]] ist die einzige noch funktionierende und wasserführende römische Leitung im Gebiet der Schweiz.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz B. Maier-Osterwalder: &amp;#039;&amp;#039;Die wasserführende römische Wasserleitung von Hausen nach Vindonissa.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologie der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 17, 1994, Nr. 4, S. 140–152 ([https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=ars-004:1994:17::223 Online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die reichen Bodenfunde der Ausgrabungen in der römischen Siedlung liegen mehrheitlich im [[Vindonissa-Museum]] in Brugg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 293 schlug der römische Militärführer [[Constantius Chlorus]] bei Vindonissa ein alemannisches Heer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Windisch Pfarrkirche Martinsinschrift.jpg|mini|Frühmittelalterliche Inschrift an der Pfarrkirche Windisch mit den Namen der Bischöfe Ursinus und Dietibaldes sowie des Baumeisters Linculfus&amp;lt;ref&amp;gt;Emil Egli: &amp;#039;&amp;#039;Die christlichen Inschriften der Schweiz vom 4.–9. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 1895, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Koenigsfelden1669.jpg|mini|Kloster [[Königsfelden]] im Jahr 1669]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Windisch-LBS H1-008521.tif|mini|Historisches Luftbild von Werner Friedli von 1939]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Psychiatrische Klinik Königsfelden - panoramio.jpg|mini|Hauptgebäude der Psychiatrischen Klinik Königsfelden]]&lt;br /&gt;
Für das 6. Jahrhundert sind ein [[Bischof]]ssitz in Vindonissa und eine [[Münzprägeanstalt|Münzprägestätte]] belegt. Der Bischofssitz bestand seit spätestens dem Jahre 517 und wurde ausweislich einer Bauinschrift in Vindonissa im Jahre 590 nach [[Konstanz]] verlegt. Namentlich belegt sind die Bischöfe [[Bubulcus (Bischof)|Bubulcus]] (517–534), [[Cromatius]] (534–552) und [[Ursinus von Konstanz|Ursinus]] (um 590). Die dörflichen Siedlungen, die in den Ruinen des Römerlagers entstanden, gehörten schon vor dem Jahr 1000 zum [[Eigenamt]], dem ältesten Besitz der [[Habsburg]]er im Aargau, deren [[Habsburg (Burg)|Stammsitz]] ca. zwei Kilometer südwestlich von Windisch auf dem Wülpelsberg steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1308 wurde König [[Albrecht I. (HRR)|Albrecht I.]] unweit des Reussübergangs von seinem Neffen Herzog [[Johann Parricida|Johann von Schwaben]] ermordet. Zum Gedenken an den Herrscher stiftete die Königswitwe [[Elisabeth von Görz und Tirol|Elisabeth von Görz-Tirol]] ein Kloster im Bereich des ehemaligen Kastells, das sie [[Königsfelden]] nannte. Das [[Doppelkloster]] mit [[Klarissen]] und [[Franziskanische Orden|Franziskanern]] erlebte unter Elisabeths Tochter [[Agnes von Ungarn]], der Witwe des ungarischen Königs [[Andreas III. (Ungarn)|Andreas&amp;amp;nbsp;III.]], seine Blütezeit. 1397 schenkten die Habsburger dem Kloster das Eigenamt mit sämtlichen dazugehörenden Herrschaftsrechten.&amp;lt;ref&amp;gt;Marcel Beck: &amp;#039;&amp;#039;Königsfelden. Geschichte, Bauten, Glasgemälde, Kunstschätze.&amp;#039;&amp;#039; Olten 1970.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Geschichte des Kantons Aargau#Eroberung des Aargaus|Eroberung des Aargaus]] durch die [[Alte Eidgenossenschaft|Eidgenossen]] im Jahr 1415 übernahm die Stadt [[Stadt und Republik Bern|Bern]] die Herrschaft; das Eigenamt war nun Teil der Untertanengebiete im [[Berner Aargau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
1528 führten die Berner die [[Reformation]] ein und lösten das Kloster Königsfelden auf. Sie wandelten das Eigenamt in die Landvogtei Königsfelden um und übernahmen sämtliche Rechtstitel in der Region; ein Hofmeister leitete die Verwaltung der ehemaligen Klostergüter. 60 Prozent der Bevölkerung fielen 1667 einer [[Pest]]epidemie zum Opfer. 1794 wurde an der Reuss die [[Gipsmühlen Mülligen und Windisch|Untere Gipsmühle]] errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Franzoseneinfall (Schweiz)|Franzoseneinfall]] im März 1798 entmachteten die Franzosen die «Gnädigen Herren» von Bern und riefen die [[Helvetische Republik]] aus, die 1803 aufgelöst wurde. Seither gehört Windisch zum Kanton Aargau. 1799 bauten die französischen Truppen eine Brücke über die Reuss, welche die Fähre an der Landstrasse [[Zürich]]–[[Basel]] ersetzte. 1804 übernahm der Kanton Aargau das ehemalige Kloster Königsfelden. Seit 1868 dient der westlich des Klosters neu gebaute Gebäudekomplex als [[Psychiatrische Klinik]]. Der erste Direktor der Klinik war ab 1871 [[Edmund Schaufelbühl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 errichtete der «Spinnerkönig» Heinrich Kunz in Unterwindisch die grosse [[Baumwollspinnerei]] [[Spinnerei Kunz|Kunz]] mit einer ausgedehnten Stauanlage in der Reuss, deren [[Wasserkraft]] er dank einer Wasserrechtskonzession des Kantons Aargau ausnutzen konnte. Damit begann in Windisch das industrielle Zeitalter. Am 15.&amp;amp;nbsp;Mai 1858 wurde die Eisenbahnlinie von [[Baden AG|Baden]] bis nach Windisch und Brugg weitergeführt. Östlich von Windisch führt sie über die [[SBB-Reussbrücke Turgi|Reussbrücke]]. Obwohl der Bahnhof auf Windischer Gebiet lag, erhielt er den Namen [[Bahnhof Brugg]]. Trotz des früh erfolgten Anschlusses an das Eisenbahnnetz ging es der Gemeinde finanziell schlecht. 1863 verkaufte sie deshalb ein 45 Hektar grosses Gebiet an [[Brugg]]. Heute stehen dort der Bahnhof, ein Einkaufszentrum und mehrere Industriebetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Windisch konnte diesen Bedeutungsverlust durch den Bau der Höheren Technischen Lehranstalt (aus der später die [[Fachhochschule Nordwestschweiz]] hervorging) wieder wettmachen. Mit fortschreitender Industrialisierung und Zuwanderung entstanden Wohnsiedlungen auf den freien Flächen zwischen den einzelnen Ortsteilen. 1986 wurde das 2000-jährige Bestehen von Vindonissa/Windisch gefeiert. Zwischen 1980 und 2000 nahm die Einwohnerzahl um über 12 % ab, hat sich seither jedoch wieder stabilisiert. Weil die Siedlungsgebiete von Brugg und Windisch vollständig zusammengewachsen sind und weil die beiden Gemeinden wegen des umfangreichen Projekts «Vision Mitte» (Erweiterung der Fachhochschule) ohnehin enger zusammenarbeiten müssen, wurde der Ruf nach einer [[Gemeindefusionen in der Schweiz|Gemeindefusion]] laut. Beide Gemeindeparlamente stimmten im Mai 2006 deutlich einer Volksinitiative zu, welche die Aufnahme von diesbezüglichen Verhandlungen verlangte. Doch gegen diesen Entscheid kam in Brugg ein Referendum zustande.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Referendum&amp;quot;&amp;gt;Fusions-Referendum steht, Aargauer Zeitung, 14. Juni 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Volksabstimmung fand am 24.&amp;amp;nbsp;September 2006 statt, die Initiative wurde mit einer Mehrheit von 63 % deutlich abgelehnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abstimmung&amp;quot;&amp;gt;Fusion mit Windisch bachab geschickt, Aargauer Zeitung, 25. September 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Windisch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Windisch-Koenigsfelden.jpg|mini|Klosterkirche [[Königsfelden]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Windisch Kirche.jpg|mini|Reformierte Pfarrkirche]]&lt;br /&gt;
Ruinenteile des Legionslagers [[Vindonissa]], das [[Amphitheater von Windisch|Windischer Amphitheater]] westlich davon und zwei [[Wasserleitungen von Vindonissa|Wasserleitungen aus dem 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]] (deren eine teilweise heute noch benutzt wird) sind erhalten geblieben. Aus der Römerzeit sind Spuren verschiedener Heiligtümer, eines Hafens, von vier Friedhöfen, einer [[Mansio]] und eines grossen Abfallhügels bekannt. Immer wieder stossen Bauarbeiter im Dorf auf römische Funde. Das [[Vindonissa-Museum]] in [[Brugg]] zeigt viele Objekte aus den zahlreichen Ausgrabungen von Windisch. Der [[Legionärspfad Vindonissa]] vermittelt den Alltag in einem römischen Legionärslager.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bedeutendste mittelalterliche Bauwerk ist das [[Königsfelden|Kloster Königsfelden]], dessen Bau 1308 auf Initiative der Habsburger erfolgte. Trotz der Aufhebung des Klosters in der [[Reformation]] und umfangreichen Abbrucharbeiten im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert sind die restlichen Bauwerke, der Klosterpark und vor allem die Klosterkirche mit den kunsthistorisch wertvollen [[Glasmalerei|Glasgemälden]] aus dem 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert noch heute sehenswert.&amp;lt;ref&amp;gt;Marcel Beck: &amp;#039;&amp;#039;Königsfelden. Geschichte, Bauten, Glasgemälde, Kunstschätze.&amp;#039;&amp;#039; Olten 1970.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der frühere Bischofssitz von Vindonissa ist nicht erhalten geblieben. Um die Wende des 14. zum 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entstand die heutige [[Reformierte Kirche Windisch|Reformierte Kirche]], wobei verschiedene Teile von einem Vorgängerbau stammen. Das Ortsmuseum Schürhof zeigt Wohnkultur und Gebrauchsgegenstände des Mittelalters, die im Haushalt, in der Landwirtschaft und im Gewerbe eingesetzt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.museum-schuerhof.ch/ Museum Schürhof]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Zeugnissen der Industriegeschichte zählen die frühklassizistischen Zwillingsgebäude der ehemaligen Spinnerei Kunz. Die symmetrisch angelegte Anlage mit Fabrikkanal und der charakteristischen Rosskastanienallee bildet zusammen mit der von [[Fritz Pulfer]] entworfenen Spinnereibrücke ein Ensemble. Diese baulichen Strukturen veranschaulichen die Entwicklung der frühen Industrialisierung an der Reuss und stehen in engem Zusammenhang mit der Nutzung der Wasserkraft. In ihrer Gesamtheit bilden sie eine industrielle Flusslandschaft von nationaler Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 | url=https://www.alte-spinnerei.ch/alte-spinnerei.html&lt;br /&gt;
 | titel=IG Kulturerbe alte Spinnerei&lt;br /&gt;
 | abruf=23. April 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Die [[Blasonierung]] des Gemeindewappens lautet: «In Gelb auf fünf grünen Bergen schwarze Burg, links begleitet von steigendem rotem Löwen.» Das Wappenmotiv erschien erstmals 1872 auf einer Glasscheibe; der Schildgrund war allerdings rot, der Löwe gelb. 1950 wurden die Farben vertauscht, das Wappen entspricht seither den heraldischen Farbregeln. Die Burg erinnert an das römische Legionslager Vindonissa, der Löwe an die Herrschaft der Habsburger. Der Fünfberg im Schildfuss weist auf die erhöhte Lage über den Tälern der Aare und der Reuss hin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Joseph Galliker, Marcel Giger | Titel=Gemeindewappen des Kantons Aargau | Verlag=Lehrmittelverlag des Kantons Aargau | Ort=Buchs | Jahr=2004 | Seiten=316 | ISBN=3-906738-07-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Die Einwohnerzahlen entwickelten sich wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Bevoelkerungsentwicklung_Kantone_seit1850.xls |titel=Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden des Kantons Aargau seit 1850 |hrsg=Statistik Aargau |werk=Eidg. Volkszählung 2000 |datum=2001 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181008114614/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Bevoelkerungsentwicklung_Kantone_seit1850.xls |archiv-datum=2018-10-08 |abruf=2019-06-11 |format=Excel}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 1736 || 1815 || 1850 || 1900 || 1930 || 1950 || 1960 || 1970 || 1980 || 1990 || 2000 || 2010 || 2020&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 402 || 661 || 1287 || 2389 || 3585 || 4363 || 5377 || 7444 || 7598 || 6915 || 6650 || 6598 || 7733&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am {{EWD|CH-AG}} lebten {{EWZ CH|CH-AG|4123}} Menschen in Windisch, der Ausländeranteil betrug {{FormatZahl|{{Metadaten Ausländeranteil CH-AG|4123}} }} %. Bei der Volkszählung 2015 bezeichneten sich 27,9 % als [[Römisch-katholische Kirche in der Schweiz|römisch-katholisch]] und 25,2 % als [[Evangelisch-reformierte Kirchen der Schweiz|reformiert]]; 46,9 % waren [[Konfessionslosigkeit|konfessionslos]] oder gehörten anderen Glaubensrichtungen an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2010/STATPOP2015_Bevoelkerung_Haushalte.xlsx |titel=Wohnbevölkerung nach Religionszugehörigkeit, 2015 |werk=Bevölkerung und Haushalte, Gemeindetabellen 2015 |hrsg=Statistik Aargau |abruf=2019-06-11 |format=Excel |archiv-url=https://web.archive.org/web/20191020011839/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2010/STATPOP2015_Bevoelkerung_Haushalte.xlsx |archiv-datum=2019-10-20 |offline=ja |archiv-bot=2023-02-15 16:28:18 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; 80,6 % gaben bei der Volkszählung 2000 [[Deutsche Sprache|Deutsch]] als ihre Hauptsprache an, 4,9 % [[Italienische Sprache|Italienisch]], 3,2 % [[Serbokroatische Sprache|Serbokroatisch]], 2,9 % [[Türkische Sprache|Türkisch]], 2,2 % [[Albanische Sprache|Albanisch]], 0,9 % [[Portugiesische Sprache|Portugiesisch]] und 0,8 % [[Spanische Sprache|Spanisch]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Wohnbevoelkerung_nach_Hauptsprache_und_Gemeinden.xls |titel=Eidg. Volkszählung 2000: Wirtschaftliche Wohnbevölkerung nach Hauptsprache sowie nach Bezirken und Gemeinden |hrsg=Statistik Aargau |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181008114554/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Wohnbevoelkerung_nach_Hauptsprache_und_Gemeinden.xls |archiv-datum=2018-10-08 |abruf=2019-06-11 |format=Excel}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Recht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Legislative ===&lt;br /&gt;
{{Sitzverteilung&lt;br /&gt;
| Beschriftung = Sitze&lt;br /&gt;
| Land = CH&lt;br /&gt;
| float = right&lt;br /&gt;
| GPS|SPS|EVP|GLP|DM|FDP||SVP&lt;br /&gt;
| GPS = 5&lt;br /&gt;
| SPS = 12&lt;br /&gt;
| EVP = 3&lt;br /&gt;
| GLP = 3&lt;br /&gt;
| DM = 4&lt;br /&gt;
| FDP = 8&lt;br /&gt;
| SVP = 5&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anstelle einer in kleineren Gemeinden üblichen [[Gemeindeversammlung]] vertritt seit 1974 das von den Windischer Stimmberechtigten gewählte Gemeindeparlament, der [[Gemeindeparlament|Einwohnerrat]], die Anliegen der Bevölkerung. Er besteht aus 40 Mitgliedern, die für jeweils vier Jahre im [[Proporz]]wahlverfahren gewählt werden. Ihm obliegt das Genehmigen des [[Steuerfuss]]es, des Voranschlages, der Jahresrechnung, des Geschäftsberichts und der Kredite. Ebenso erlässt er Reglemente, kontrolliert die Amtsführung der Exekutive und entscheidet über [[Schweizer Bürgerrecht#Einbürgerung|Einbürgerungen]]. Die Einwohnerräte können parlamentarische Vorstösse ([[Motion (Schweiz)|Motion]], [[Postulat (Schweiz)|Postulat]], [[kleine Anfrage]]) einreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rechts stehende Grafik zeigt die Sitzverteilung nach der Wahl vom 30. November 2025.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.windisch.ch/public/upload/assets/4825/Protokoll%20Einwohnerratswahlen.pdf?fp=1 |titel=Protokoll der Einwohnerratswahlen 2026/2029 vom 30. November 2025 |hrsg=Gemeinde Windisch |datum=2025-11-30 |abruf=2025-12-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den letzten sieben Wahlen erzielten die Parteien folgende Sitzzahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;#EFEFEF&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Partei !! 2001 !! 2005 !! 2009 !! 2013 !! 2017 !! 2021 !! 2025&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]] || 11 || 13 || 14 || 14 || 18 || 12 || 12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Freisinnig-Demokratische Partei|FDP]] || {{0}}8 || {{0}}7 || {{0}}6 || {{0}}8 || {{0}}7 || {{0}}8 || {{0}}8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Schweizerische Volkspartei|SVP]] || 10 || 10 || 11 || {{0}}9 || {{0}}7 || {{0}}6 || {{0}}5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Grüne Schweiz|Grüne]] || {{0}}– || {{0}}– || {{0}}– || {{0}}– || {{0}}– || {{0}}5 || {{0}}5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Die Mitte]] (bis 2020 [[Christlichdemokratische Volkspartei|CVP]]) || {{0}}6 || {{0}}6 || {{0}}5 || {{0}}5 || {{0}}5 || {{0}}3 || {{0}}4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Grünliberale Partei|glp]] || {{0}}– || {{0}}– || {{0}}– || {{0}}– || {{0}}– || {{0}}3 || {{0}}3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Evangelische Volkspartei|EVP]] || {{0}}5 || {{0}}4 || {{0}}4 || {{0}}4 || {{0}}3 || {{0}}3 || {{0}}3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf der Ebene der [[Politische Gemeinde|Einwohnergemeinde]] finden sich verschiedene Elemente der [[Direkte Demokratie|direkten Demokratie]]. So stehen der Bevölkerung [[Fakultatives Referendum|fakultative]] und obligatorische [[Referendum#Schweiz|Referenden]] sowie die [[Volksinitiative (Schweiz)|Volksinitiative]] zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exekutive ===&lt;br /&gt;
Ausführende Behörde ist der fünfköpfige [[Gemeinderat (Schweiz)|Gemeinderat]]. Er wird vom Volk für jeweils vier Jahre im [[Mehrheitswahl|Majorzverfahren]] gewählt. Der Gemeinderat führt und repräsentiert die Einwohnergemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse des Einwohnerrates und die Aufgaben, die ihm vom Kanton zugeteilt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fünf Gemeinderäte der Amtsperiode 2026–2029 sind:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.windisch.ch/politik-verwaltung/politik/gemeinderat.html/33 |titel=Gemeinderat - Gemeinde Windisch |sprache=de |abruf=2026-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Luzia Capanni (SP), [[Gemeindepräsident]]in, Ressort &amp;quot;Präsidiales und Gesellschaft&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Anita Bruderer (FDP), Vizepräsidentin, Ressort &amp;quot;Tiefbau&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Reto Candinas (SP), Ressort &amp;quot;Planung und Hochbau&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Patrick Gloor (Mitte), Ressort &amp;quot;Bildung&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Philipp Umbricht (FDP), Ressort &amp;quot;Finanzen&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Judikative ===&lt;br /&gt;
Für Rechtsstreitigkeiten ist in erster Instanz das [[Bezirksgericht (Schweiz)|Bezirksgericht]] Brugg zuständig. Windisch gehört zum Friedensrichterkreis VIII (Brugg).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/de/gerichte/schlichtungsbehoerden/friedensrichter/friedensrichterkreise/friedensrichterkreise_1.jsp |titel=Friedensrichterkreise |hrsg=Kanton Aargau |abruf=2019-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Windisch Villa.jpg|mini|Fabrikantenvilla neben der Spinnerei Kunz]]&lt;br /&gt;
In Windisch gibt es gemäss der im Jahr 2015 erhobenen Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) rund 4700 Arbeitsplätze, davon 1 % in der Landwirtschaft, 16 % in der Industrie und 83 % im Dienstleistungssektor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/statistische_daten_3/statistische_daten_nach_themen/07/arbeitsstaetten__beschaeftigte/STATENT_Gemeinden_Sektor.xlsx |titel=Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) |hrsg=Statistik Aargau |datum=2016 |abruf=2019-06-11 |format=Excel, 157 kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190508143920/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/statistische_daten_3/statistische_daten_nach_themen/07/arbeitsstaetten__beschaeftigte/STATENT_Gemeinden_Sektor.xlsx |archiv-datum=2019-05-08 |offline=ja |archiv-bot=2023-02-15 16:28:18 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Windisch ist Sitz des Tourismus- und Transportunternehmens [[Knecht Gruppe]], ausserdem besitzt die [[itemis|itemis AG]] hier eine Niederlassung. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler und arbeiten in [[Brugg]] oder in der Region [[Baden AG|Baden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Windisch liegt an wichtigen überregionalen Verkehrslinien. Die nationale [[Hauptstrasse 3]] passiert von Brugg her kommend die Ortschaft und überquert östlich davon die Reuss. Die Kantonsstrasse 280 führt durch das Birrfeld in Richtung [[Wohlen]], die Kantonsstrasse 296 westlich der Reuss nach [[Mellingen AG|Mellingen]]. Der Anschluss Birrfeld der Autobahn [[Autobahn 3 (Schweiz)|A3]] liegt knapp drei Kilometer südlich von Windisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue «Südwestumfahrung Brugg» (im Bau von 2019 bis 2021) verbindet die Kantonsstrassen K112 (Aarauerstrasse) in Brugg und K 118 bei Hausen und durchquert das Gebiet Weiermatt von Windisch.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ag.ch/de/verwaltung/bvu/mobilitaet_verkehr/strasseninfrastruktur/strassenprojekte/brugg___suedwestumfahrung/neu__brugg___suedwestumfahrung.jsp?sectionId=1721395&amp;amp;accordId=0 Brugg – Südwestumfahrung] auf www.ag.ch, abgerufen am 26. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bahnhof Brugg]] der [[Schweizerische Bundesbahnen|SBB]] liegt an der Gemeindegrenze; er ist ein wichtiger Schnellzugshalt von Zügen nach [[Basel]], [[Bern]] und [[Zürich]] sowie die Endstation der Linie S12 der [[S-Bahn Zürich]]. An Wochenenden verkehrt ein Nachtbus von Brugg über Windisch und Birr nach [[Habsburg AG|Habsburg]] bzw. [[Mülligen AG|Mülligen]]. Die Bahnlinie nach Baden überquert nordöstlich des &amp;#039;&amp;#039;Rüssschache&amp;#039;&amp;#039; von Windisch die Reuss auf der [[SBB-Reussbrücke Turgi]]. Seit 1969 ist die Verbindungsstrecke von Villnachern westlich des Bahnhofs Brugg nach Hausen in Betrieb; sie dient vor allem dem internationalen [[Güterverkehr]] durch den [[Gotthardtunnel|Gotthard]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Postauto]]linien führen vom Bahnhof Brugg nach [[Birr AG|Birr]], [[Birrhard]], [[Scherz AG|Scherz]], [[Bahnhof Mellingen Heitersberg|Mellingen Heitersberg]], [[Thalheim AG|Thalheim]], [[Mönthal]], [[Frick]], [[Bad Zurzach]], [[Linn AG|Linn]], [[Döttingen]], [[Schinznach-Bad]] und Unterwindisch. Durch Windisch führt die Veloroute 5 ([[Mittelland-Route (Schweiz)|Mittelland-Route (Schweiz)Mittelland-Route]]) im Verkehrsnetz von [[SchweizMobil]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.veloland.ch/de/routen/route-05.html Mittelland-Route auf veloland.ch]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei überregionale [[Wanderweg]]e durchqueren das Gemeindegebiet: der [[Jurahöhenweg]] (Nationale Route 5) und der Wanderweg 42 «Aarauer Weg», der in sechs Etappen von Frick nach Muri führt. SchweizMobil verzeichnet ausserdem in Windisch die Skatingroute 3, mehrere für Mountainbike markierte Parcours und die Kanustrecken 1 auf der Aare und 90 auf der Reuss, die bei Unterwindisch endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
In fünf Schulhäusern werden alle Volksschulstufen angeboten ([[Primarschule]], [[Realschule]], [[Sekundarschule]], [[Bezirksschule]]). Die nächstgelegenen Gymnasien sind die [[Kantonsschule Baden]] und die [[Kantonsschule Wettingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997 entstand aus der Höheren Technischen Lehranstalt Brugg-Windisch (HTL) die technische Abteilung der Fachhochschule Aargau (ab 2006 [[Fachhochschule Nordwestschweiz]]). Seit 2013 umfasst der Campus Brugg-Windisch die Pädagogische Hochschule FHNW, die Hochschule für Technik FHNW, die Hochschule für Wirtschaft FHNW, die Campusbibliothek sowie das Direktionspräsidium und die Services FHNW. Das Angebot am Standort Brugg-Windisch umfasst 14 Bachelor- und Masterstudiengänge für 3000 Studierende. Rund 1000 Mitarbeitende arbeiten auf dem Campus Brugg-Windisch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.fhnw.ch|titel=FHNW - Fachhochschule Nordwestschweiz|hrsg=|werk=Fachhochschule Nordwestschweiz|datum=|sprache=de|zugriff=2016-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Industriekulturpfad Limmat–Wasserschloss]] informiert über die Technikgeschichte der Region und der [[Legionärspfad Vindonissa]] über das Leben in einem römischen Legionärslager. Die [[Stiftung Historisches Erbe der SBB|Stiftung SBB historic]] in Windisch dokumentiert die Geschichte der Eisenbahn in der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Um 1967 errichtete der Abwasserverband der Region Brugg die Kläranlage Brugg-Birrfeld – «ARA Wasserschloss» – im Aareschachen von Windisch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.arawindisch.ch/abwasserverband-klaeranlage-brugg-birrfeld.html |wayback=20161104203011 |text=Kläranlage Brugg |archiv-bot=2023-02-15 16:28:18 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Um den gestiegenen Anforderungen gerecht werden zu können, wurde die Anlage 2016 um einen [[Biofilter|Biofiltrationsteil]] erweitert. Der Spatenstich für dieses Projekt war am 19. Juni 2014.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.arawindisch.ch/ara-wasserschloss/geschichte-chronologie Sanierungsmassnahmen der ARA Wasserschloss - eine permanente Aufgabe] Abwasserverband ARA Wasserschloss, abgerufen am 29. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Agnes von Ungarn]] (um 1281–1364), Königin von Ungarn, Gründerin des Klosters Königsfelden&lt;br /&gt;
* [[Johannes Huldrich Ragor]] (1534–1604), Geistlicher, Theologe, Kalendermacher&lt;br /&gt;
* [[Hans Schatzmann (Jurist)|Hans Schatzmann]] (1849–1923), Bundeskanzler&lt;br /&gt;
* [[Ernst Linck]] (1874–1935), Maler&lt;br /&gt;
* [[Arthur Kielholz]] (1879–1962), Klinikdirektor&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wernli]] (1942–2023), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Andreas Pritzker]] (* 1945), Physiker und Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Stephan Leimgruber]] (* 1948), Theologe&lt;br /&gt;
* [[Urs Odermatt]] (* 1955), Regisseur&lt;br /&gt;
* [[Raimondo Ponte]] (* 1955), Fussballspieler und -trainer&lt;br /&gt;
* [[Rita Ernst]] (* 1956), Künstlerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
WindischAG01.JPG|[[Wehr (Wasserbau)|Reusswehr]] bei der ehemaligen Baumwollspinnerei Heinrich Kunz&lt;br /&gt;
WindischAG04.jpg|Baumwollspinnerei Heinrich Kunz mit der Spinnereibrücke von Fritz Pulfer&lt;br /&gt;
Bosshardhaus (Windisch).jpg|Bossartschür: ehemalige Speisewirtschaft von 1801&lt;br /&gt;
Windisch03.JPG|Fachhochschule Nordwestschweiz (früher Technikum Brugg-Windisch)&lt;br /&gt;
Lindhofscheune Windisch.jpg|Lindhofscheune&lt;br /&gt;
Rohrhängebrücke Aufeld über die Aare, Brugg AG – Windisch AG 20230603-jag9889.jpg|Rohrhängebrücke Aufeld über die Aare&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|1715|Windisch|Autor=Max Baumann}}&lt;br /&gt;
* Max Baumann: Die Geschichte von Windisch. Vom Mittelalter zur Neuzeit. Windisch 1983.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Michael Stettler]], [[Emil Maurer]] |Herausgeber=[[Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte]] |Titel=Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau | Sammelwerk=Kunstdenkmäler der Schweiz |Band=Band II: Die Bezirke Lenzburg und Brugg |Verlag=Birkhäuser Verlag |Ort=Basel |Jahr=1953 |DNB=750561750}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Windisch}}&lt;br /&gt;
* [http://www.windisch.ch/ Website der Gemeinde Windisch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bezirk Brugg Aargau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4066271-8|LCCN=n84056017|VIAF=167542847}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsname keltischer Herkunft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Aare]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschul- oder Universitätsstadt in der Schweiz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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