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	<title>Wilmersdorfer See - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T11:42:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilmersdorfer_See&amp;diff=333056&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Emmridet: /* Geologie und See */ Satzbau, Linkfix</title>
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		<updated>2025-09-05T16:16:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geologie und See: &lt;/span&gt; Satzbau, Linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Berlin Wilmerdorf Ansicht 1900.jpg|mini|Wilmersdorfer See um 1900]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin-Wilmersdorf Karte 1800-1850.png|mini|Wilmersdorf im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert mit den heutigen Straßennamen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilmersdorfer See&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lag im [[Berlin]]er Ortsteil [[Berlin-Wilmersdorf|Wilmersdorf]], nahe der Straße &amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsaue,&amp;#039;&amp;#039; dem ehemaligen Ortskern von Alt-Wilmersdorf. Der See wurde ab 1915 zugeschüttet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer von dem „[[Millionenbauern]]“ [[Otto Schramm]] gebauten Badeanstalt hatte das Gewässer in den 1880er Jahren den Ruf der damals selbständigen Gemeinde als &amp;#039;&amp;#039;Seebad Wilmersdorf&amp;#039;&amp;#039; begründet. Der &amp;#039;&amp;#039;Tanzpalast Schramm&amp;#039;&amp;#039; am See zählte in dieser Zeit zu einem der beliebtesten Vergnügungszentren für die Berliner Stadtbevölkerung und für benachbarte Orte wie [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]], [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]] oder [[Berlin-Schmargendorf|Schmargendorf]]: „Karlineken, wat meenste, morjen jehn wa bei Schramm, een danzen“, hieß es in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie und See ==&lt;br /&gt;
[[Datei:WildePark Karte.JPG|mini|links|See, Fenn und Wilmersdorf 1860]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geologie|Geologisch]] gehörte der Wilmersdorfer See zu einem sumpfigen [[Fenn (Geographie)|Fenn]] mit einem Graben, der die letzten Seen und Tümpel verband, die nach langen [[Verlandung]]sprozessen von einer [[Weichsel-Kaltzeit|eiszeitlichen]] [[Glaziale Rinne|glazialen Rinne]] ([[Grunewaldseenkette]]) verblieben waren. Da große Teile Wilmersdorfs aus [[Sumpf]]gelände bestanden, die eine Bebauung und Befestigung der Straßen unmöglich machten, und zur Beseitigung der Abwässer wurde das Gebiet gegen Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts im Rahmen des [[Hobrecht-Plan]]s durch den Bau und die Entwicklung einer [[Kanalisation]] mit [[Entwässerung]]sgräben trockengelegt. Mit dieser Aktion wurde die Eingliederung Wilmersdorfs in die Stadt [[Groß-Berlin]] vorbereitet. Eine entscheidende Rolle spielte hierbei der Ausbau des natürlichen [[Schwarzer Graben (Hopfensee)|Schwarzen Grabens]], später &amp;#039;&amp;#039;Haupt Graben&amp;#039;&amp;#039;. Dieser Graben wurde 1887 zugeschüttet. Danach sank der Wasserspiegel und der See trocknete zunehmend aus. Gegen 1920 wurde er endgültig zugeschüttet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1903-6c Berlin-Wilmersdorf Miethe.png|mini|Farb-Luftaufnahme von [[Berlin-Wilmersdorf]] mit dem Wilmersdorfer See von [[Adolf Miethe]] aus einem Heißluftballon um 1903–1906]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf seinem Gebiet befindet sich heute der westliche Teil im mittleren Bereich des [[Volkspark Wilmersdorf|Volksparks Wilmersdorf]] mit zwei Sportplätzen und weiteren Freizeitanlagen zwischen dem Straßenzug Mecklenburgische Straße – [[Uhlandstraße (Berlin)|Uhlandstraße]] – [[Bundesallee (Berlin)|Bundesallee]]. Gemeinsam mit dem benachbarten Schöneberger [[Rudolph-Wilde-Park]] bildet der Volkspark einen rund 2,5&amp;amp;nbsp;Kilometer langen und rund 150&amp;amp;nbsp;Meter breiten innerstädtischen Grünzug, dessen Charakter als verbliebene Niederung einer ehemaligen Wasserabflussrinne der tauenden [[Gletscher]] gut zu erkennen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Siedler]], die zum [[Landesausbau]] der jungen [[Mark Brandenburg]] im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in das Gebiet kamen, lebten neben der Landwirtschaft und der späteren Schafzucht lange vom Fischfang im Wilmersdorfer See.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Millionenbauern ===&lt;br /&gt;
Mit dem [[Ökonomie|ökonomischen]] Boom der [[Gründerzeit]] kam es zu einem rasanten Wachstum der Bevölkerung Berlins, die sich zwischen 1861 und 1910 von 500.000 auf zwei Millionen vervierfachte. Das Wachstum brachte enorme [[städtebau]]liche und [[Verkehrstechnik|verkehrstechnische]] Probleme mit sich. Die Eisenbahn brauchte Platz und vermögende Berliner suchten zunehmend ruhigere und abgeschiedene Wohnbereiche, die sie in den 1870er Jahren in Deutsch-Wilmersdorf oder Schöneberg fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausschauende [[Investition|Bauinvestoren]] und [[Spekulation (Wirtschaft)|Spekulanten]] sowie [[Berliner Stadtbahn|Stadtbahn]] und [[Berliner Ringbahn|Ringbahn]] kauften große Landflächen an und überschütteten die Wilmersdorfer und Schöneberger [[Landwirt]]e förmlich mit Geld, weshalb diese als „[[Millionenbauern]]“ in die Geschichte eingingen. Der Schriftsteller [[Max Kretzer]] setzte ihnen 1891 mit dem zweiteiligen Roman &amp;#039;&amp;#039;Der Millionenbauer&amp;#039;&amp;#039; und dem gleichnamigen [[Bürgerliches Trauerspiel|bürgerlich-adligen Trauerspiel]] ein literarisch-[[Dramatik|dramatisches]] Denkmal. Max Kretzer lässt in seinem Roman zwei junge [[Adel]]ige berichten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Es war eine kleine [[Mark Brandenburg|märkische]] Idylle, der die Eisenbahn von Tag zu Tag immer mehr das städtische Gepräge gab. Die friedliche Ruhe wurde nur von dem Lärm der Gäste im oberen Teil des Gartens unterbrochen. Rechts zeigten sich die Buden der Badeanstalt. Als Heckenstett sie erblickte, fragte er sofort, ob das das berühmte Wilmersdorfer Seebad sei, von dem er bereits so viel gehört habe? Er erinnerte sich dabei, dass eine kleine [[Modist|Putzmacherin]] ihm scherzhafterweise erzählt hatte, sie pflege jeden Sommer ins Bad nach Wilmersdorf zu reisen.|Max Kretzer: &amp;#039;&amp;#039;Der Millionenbauer&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seebad Wilmersdorf ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Plan von Wilmersdorfer Fenn.jpg|mini|Wilmersdorfer Fenn, um 1800]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Seebad Wilmersdorf, AK um 1900, nachbearbeitet.JPG|mini|links|Ansichtskarte aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, geschrieben von Besuchern der Badeanstalt auf plattdeutsch]]&lt;br /&gt;
Einer dieser „Millionenbauern“ war der Wilmersdorfer [[Georg Blisse]], ein anderer der Großbauer Schramm, dessen Sohn [[Otto Schramm|Otto]] (1845–1902) sehr früh erkannte, dass für die Berliner ein großer Bedarf an Freizeit- und Vergnügungsmöglichkeiten entstehen würde und Wilmersdorf dafür wie geschaffen sein könnte. Otto Schramm investierte daher 1879 einen Teil des Millionenvermögens in den Ankauf eines rund 2500&amp;amp;nbsp;m² großen Areals am Südufer des Wilmersdorfer Sees, auf dem er eine Badeanstalt und einen Kaffeegarten errichten ließ. Bad und Lokal wurden von der Berliner Bevölkerung begeistert aufgenommen und begründeten den Ruf des Ortes als &amp;#039;&amp;#039;Seebad Wilmersdorf&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tanzpalast Schramm ===&lt;br /&gt;
Aus dem Kaffeegarten entwickelte sich schnell ein großer [[Biergarten]] mit dem riesigen &amp;#039;&amp;#039;Tanzpalast Schramm&amp;#039;&amp;#039; – „Gehn wir zu Schramm“ wurde zu einem [[Geflügeltes Wort|geflügelten Wort]] der vergnügungssüchtigen Berliner. „Karlineken, wat meenste, morjen jehn wa bei Schramm, een danzen“ hieß es im [[Berliner Dialekt]] dieser Zeit, lässt uns der Schriftsteller [[Hanns Fechner]] wissen. „Wie elektrisiert“ habe sich manch junge Berlinerin von diesem Angebot gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere junge Offiziere und verarmte [[Adel|Adelige]] verlegten sich darauf, „mit den Dorfschönen ein Tänzchen zu wagen“, nicht immer ohne Hintergedanken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|An den Sonntagen sah man die Dorfschönen […] in die schwersten seidenen Stoffe gekleidet, mit kostbarem Schmuck behangen, sich bei Schramms […] im Kreise drehen. Manch eine Millionenbauerntochter wurde von dort frisch weggeheiratet.|Hanns Fechner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niedergang des Seebades ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts bekamen Seebad und Tanzpalast erhebliche Konkurrenz. 1904 eröffneten rund vier Kilometer entfernt die &amp;#039;&amp;#039;Terrassen am [[Halensee]]&amp;#039;&amp;#039;, und ihrem Ausbau 1910 zum attraktiven &amp;#039;&amp;#039;[[Lunapark (Berlin)|Lunapark]]&amp;#039;&amp;#039; mit aus damaliger Sicht sensationeller Spitzenunterhaltung hatte das Seebad nichts vergleichbar Attraktives entgegenzusetzen. Zudem wuchs Wilmersdorf seit 1890 immer schneller nach Berlin hinein, mehrgeschossige Wohnhäuser ersetzten die Landhäuser und der Vorort verlor seinen dörflichen Charakter und die beschauliche Ruhe. In kurzer Zeit erhöhte sich die Einwohnerzahl Wilmersdorfs von 5.000 auf großstädtische 100.000 und dem Ort wurden dementsprechend 1906 die [[Stadtrecht]]e verliehen. Das Interesse der gutsituierten Berliner an stadtnahen Immobilien im Grünen verlagerte sich auf Häuser in [[Berlin-Grunewald|Grunewald]] oder im Schöneberger [[Bayerisches Viertel|Bayerischen Viertel]]. Hinzu kam das Problem der zunehmenden Verschmutzung und [[Verlandung]] des Sees, der deshalb ab 1915 zugeschüttet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schrammblock ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schrammblock1.JPG|mini|Schrammblock, Ansicht Hildegardstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Schrammschen Fläche von Badeanstalt und Tanzpalast entstand zwischen 1925 und 1928 nach Plänen des Architekten [[Jürgen Bachmann (Architekt)|Jürgen Bachmann]] der sogenannte „Schrammblock“. Die riesige Wohnanlage mit einer der ersten unterirdischen Großgaragen, mit Hofterrassen und Vorgärten füllt das gesamte Viereck zwischen den Straßen Am Volkspark, Schrammstraße, Hildegardstraße und Livländische Straße in einem Gebäudezug. An den beiden längeren Straßenseiten beträgt die Blocklänge rund 200&amp;amp;nbsp;m und an den Seiten rund 50&amp;amp;nbsp;m. Das gesamte Areal, das seit 2006 einer Totalsanierung unterzogen wurde, steht heute unter der Verwaltung des kommunalen Wohnungsbauunternehmens [[Gesobau|GESOBAU]]&amp;amp;nbsp;AG (bis 1949 &amp;#039;&amp;#039;Aktiengesellschaft für Bahnen und Tiefbauten&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Block gegenüber im Volkspark liegen die Sportplätze auf der Fläche des ehemaligen Wilmersdorfer Sees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolph-Wilde-Park]]&lt;br /&gt;
* [[Grunewaldseenkette]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Max Kretzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Millionenbauer.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände, Leipzig 1891 (auch als Theaterstück 1891).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/bezirk/lexikon/geschichtewilmersdorf.html Geschichte Wilmersdorfs im Überblick] auf den Seiten des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf. Abgerufen am 1. Januar 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52/29/1/N |EW=13/19/27/E |type=landmark |region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Grunewaldseenkette}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger See]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parkanlage in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin im Deutschen Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Wilmersdorf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Emmridet</name></author>
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