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	<title>Willy van Heekern - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T04:52:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-08-20T07:01:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willy van Heekern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1898]] in [[Kevelaer]]; † [[1989]] in [[Essen]]) war ein im [[Ruhrgebiet]] tätiger freier [[Fotograf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Van Heekern wurde als das älteste von fünf Kindern des Kirchenmalers und Gemälderestaurators &amp;#039;&amp;#039;Arnold van Heekern&amp;#039;&amp;#039; geboren. 1908 siedelte die Familie nach Essen über. Die Fotografie und Laborarbeit lernte van Heekern im Atelier seines Vaters kennen. 1916 wurde er in den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] einberufen, 1918 erlitt er eine [[Kampfgas]]vergiftung in [[Flandern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine ersten veröffentlichten Aufnahmen machte van Heekern 1920 vom [[Kapp-Putsch]] mit einer 13×18 Reisekamera. Seine Bilder wurden in einem Schreibwarenladen ausgestellt. In den folgenden Jahren fotografierte van Heekern für Betriebe und Geschäfte, seine Aufnahmen wurden für die Produktwerbung in Prospekten und für den Postkartenverkauf von Städtebildern verwendet. Gegen Ende der 1920er Jahre verkaufte er Bilder von Sportereignissen bis ins Ausland. Seine erste wichtige Veröffentlichung war ein Bericht 1930 über das Grubenunglück der [[Grube Anna]] in [[Alsdorf]] mit 304 Verletzten und 271 Toten – das Gelände war kurz nach seinen Aufnahmen abgesperrt worden. Er fotografierte auch gern Politiker, weil sich deren Bilder überregional gut verkaufen ließen, etwa [[Aristide Briand]] 1925, [[Heinrich Brüning]] im [[Stadion Rote Erde]] 1932 oder [[Engelbert Dollfuß]] 1932.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er heiratete 1930 Ellinore Mathia, 1931 wurde ihre Tochter Dorothea Antonie Marie geboren. Zu diesem Zeitpunkt konnte er sich von seinem Beruf bereits ein Auto leisten. Ab 1930 machte van Heekern erste Versuche auf einer [[Leica Camera|Leica]] mit dem Kleinbildformat, verwendete weiter aber auch eine Schlitzverschlusskamera von [[Contessa-Nettel]], eine [[Ermanox]] und eine 18×24 bzw. 13×18 Reisekamera.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1933–1945 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1933 musste van Heekern Mitglied des [[Reichsverband der Deutschen Presse|Reichsverbandes der Deutschen Presse]] werden. Er arbeitete zu diesem Zeitpunkt für die der [[Zentrumspartei]] nahestehende [[Essener Volkszeitung]] und wurde deshalb des Öfteren als &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;schwarze Sau&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; beschimpft. Im März 1933 versuchte er Aktionen von [[Sturmabteilung|SA]]-Angehörigen in der &amp;#039;&amp;#039;Kettwiger Straße&amp;#039;&amp;#039; zu fotografieren, als jüdische Geschäfte boykottiert wurden. Er wurde verhaftet, seine belichteten Platten beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1936 arbeitete van Heekern für die Essener Verlagsgesellschaft &amp;#039;&amp;#039;Dr. v. Chamier&amp;#039;&amp;#039; und wurde als offizieller Reporter der verlagseigenen &amp;#039;&amp;#039;Essener Volkszeitung&amp;#039;&amp;#039; zu den [[Olympische Sommerspiele 1936|Olympischen Spielen von Berlin]] zugelassen. Im gleichen Jahr fotografierte er [[Adolf Hitler]] bei einer Rede vor der Belegschaft der [[Krupp AG]], 1938 [[Benito Mussolini]] und Hitler gemeinsam auf dem Bahnhofsvorplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine späteren Reportagethemen waren zum Beispiel 1941 die [[Nationalsozialistische Volkswohlfahrt]], 1942 die [[Kinderlandverschickung]] und 1944 das [[Winterhilfswerk]] im Ruhrgebiet. Er erhielt von offizieller Seite teilweise unbezahlte Dokumentationsaufträge, die ihn aber vor der Einberufung in den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] schützten. Er fotografierte auch die Kriegszerstörungen, so nach der ersten schweren Bombardierung Essens 1943 bis hin zur schwersten Bombardierung am 11. März 1945, neben den Aufnahmen rauchender Trümmerlandschaften auch tote Frauen und Kinder einer Bombennacht, Zwangsarbeiterinnen, die Trümmerbeseitigung durch Häftlinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1945–1970 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg fotografierte er 1946 die [[Demontage (Reparation)|Demontage]] bei Krupp, den Wiederaufbau und [[Trümmerfrau|Trümmerfrauen]] in der Ruine der [[Lichtburg (Essen)|Lichtburg]]. Die Nachforschungen der Historikerin Leonie Treber im Zusammenhang mit ihrem Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Mythos Trümmerfrauen]]&amp;#039;&amp;#039; von 2014 legen nahe: Bei dem am häufigsten reproduzierten Foto, das vier Frauen zeigt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martin Spletter und Hubert Wolf |url=https://www.waz.de/staedte/essen/article10366879/essener-historikerin-entzaubert-den-mythos-der-truemmerfrauen.html |titel=Essener Historikerin entzaubert den Mythos der Trümmerfrauen |datum=2015-02-21 |sprache=de |abruf=2025-08-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; handelte es sich nicht um eine Alltagssituation, sondern um eine gestellte Presseaufnahme: Weder Kleidung noch Frisur oder Hände der zurechtgemacht wirkenden Frauen passen zur harten Arbeit der Trümmerräumung, drei von ihnen lachen in die Kamera. Es besteht die Vermutung, dass der Fotograf Fotomodelle engagierte und in Szene setzte. In van Heekerns Nachlass fand sich ein weiteres Foto, auf dem zwei der hier gezeigten Frauen in einem anderen Bildmotiv ähnlich abgebildet sind. Andere Bilder des Fotografen zur Dokumentation der Trümmerräumung, die jedoch nur Männer bei den Arbeiten zeigen, wirkten, so Treber, viel weniger gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Leonie Treber |Hrsg=Stefan Berger, Ulrich Borsdorf, Ludger Claßen, Heinrich Theodor Grütter, Dieter Nellen |Titel=Trümmerfrauen und Bergleute. Erinnerungsort Wiederaufbau. |Sammelwerk=Zeit-Räume Ruhr. Erinnerungsorte des Ruhrgebiets. |Verlag=Klartext Verlag |Ort=Essen |Datum=2019 |ISBN=978-3-8375-1928-0 |Seiten=805–821;820–821}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren fotografierte van Heekern Heimkehrer, Oberbürgermeister [[Gustav Heinemann]] beim Tauziehen mit seinen Ratsherren 1950, den Tenor [[Beniamino Gigli]] 1952, die Spieler [[Rot-Weiss Essen]]s als Deutsche Meister 1955, [[Theodor Heuss]] 1955, [[Maria Callas]] 1962 im [[Saalbau Essen|Saalbau]], [[Pina Bausch]] in der [[Folkwangschule]], [[Konrad Adenauer]] bei seinem letzten Besuch in Essen [[1961]], [[Willy Brandt]] als Bundeskanzlerkandidat 1965. Dazu kamen viele Aufnahmen aus dem Alltag, Aufnahmen von Sportveranstaltungen, Kundgebungen, Ostermärschen usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu van Heekerns Kunden zählten die [[Ruhr-Nachrichten]], die [[Westdeutsche Allgemeine Zeitung]], die [[Rheinische Post]] und viele andere Zeitungen und Zeitschriften. 1970 ging van Heekern in den Ruhestand. Dem [[Museum Folkwang]] gelang es mit Mitteln der [[Kulturstiftung Ruhr]] im Herbst 1984 sein Bildarchiv zu erwerben. Es umfasst ungefähr 10.000 [[Diapositiv]]e, ferner Glasplattennegative, Roll- und Kleinbildfilme. Andere Teile seines Archivs waren nach dem Zweiten Weltkrieg geplündert worden. Van Heekern begrüßte es, dass sein Lebenswerk nicht geteilt wurde: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Mein Archiv gibt Auskunft über Zeitgeschehen, wie ich es erlebt und gesehen habe.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine letzte Ruhestätte fand Willy van Heekern auf dem städtischen Friedhof [[Essen-Rellinghausen]], Am Glockenberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Willy van Heekern: &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre Lokalreporter im Revier 1920–1970.&amp;#039;&amp;#039; Eine Ausstellung im Fotografischen Kabinett Museum Folkwang Essen, 11. August bis 22. September 1985. Kulturstiftung Ruhr. Enecke Druck, Essen 1985.&lt;br /&gt;
* Helga Mohaupt, Willy van Heekern: &amp;#039;&amp;#039;Essen, Ein verlorenes Stadtbild.&amp;#039;&amp;#039;  Wartberg, Gudensberg-Gleichen 1994. ISBN 3-86134-182-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130003425|LCCN=nr90008815|VIAF=71239160}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Heekern, Willy van}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (Essen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Heekern, Willy van&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Fotograf&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kevelaer]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Essen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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