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	<title>Willy Seidel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Willy_Seidel&amp;diff=14095&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WolfgangRieger: /* Weblinks */</title>
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		<updated>2024-11-24T09:35:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Schriftsteller Willy Seidel. Zum Beamten und Politiker siehe [[Willi Seidel]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willy Seidel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Januar]] [[1887]] in [[Braunschweig]]; † [[29. Dezember]] [[1934]] in [[München]]) war ein deutscher [[Schriftsteller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Willy Seidel war ein jüngerer Bruder der Lyrikerin [[Ina Seidel]] und ein Neffe des Ingenieurs und Schriftstellers [[Heinrich Seidel]]. Sein Vater [[Hermann Seidel (Mediziner)|Hermann Seidel]] war Leiter der [[Chirurgie|Chirurgischen Abteilung]] des [[Städtisches Klinikum Braunschweig|Herzoglichen Krankenhauses zu Braunschweig]]. 1895 zog die Familie nach dem Tod des Vaters von [[Braunschweig]] nach [[Marburg]] und von dort 1897 nach [[München]]. Dort besuchte Willy Seidel das Maximilian-Gymnasium. Nach dem Abitur [[Studium|studierte]] er an den [[Universität]]en in [[Freiburg im Breisgau|Freiburg]]/[[Breisgau]], [[Jena]], Marburg und München; nach fünf Semestern [[Biologie]] und [[Zoologie]] wechselte er zur [[Germanistik]]. 1911 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er in München mit einer Arbeit über [[Theodor Storm]] zum Doktor der Philosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits während des Studiums veröffentlichte Seidel belletristische Werke, in denen sich früh seine Vorliebe für exotische Themen äußerte. Die Unterstützung [[Anton Kippenberg]]s ermöglichte ihm eine Reise nach [[Ägypten]], die er in dem Roman &amp;#039;&amp;#039;Der Sang der Sakîje&amp;#039;&amp;#039; verarbeitete. Durch diesen Roman wurde man im Berliner [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]] auf ihn aufmerksam. 1914 bereiste Seidel in staatlichem Auftrag den [[Pazifischer Ozean|Pazifik]] mit dem Ziel, Material für literarische Kolonialpropaganda zu sammeln. Bei Ausbruch des&lt;br /&gt;
[[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] hielt der Autor sich in der [[Deutsch-Samoa|deutschen Kolonie Samoa]] auf und entging der [[Internierung]] durch britische Truppen, welche die Insel sofort besetzten, durch Flucht auf ein Schiff der damals noch neutralen [[Vereinigte Staaten|USA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seidel verbrachte den gesamten [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]]. Da sich ihm dort keine Möglichkeit zum Veröffentlichen seiner Texte bot, lebte er während dieser Jahre in großer materieller Not, hinzu kamen noch gravierende gesundheitliche Probleme. Im Juni 1915 heiratete er in New York eine britische Staatsbürgerin, die er während ihres Musikstudiums in München kennengelernt und von Amerika aus brieflich umworben hatte, bis sie ihm in sein Exil folgte. Erst 1919 konnte Seidel nach Deutschland zurückkehren. Seine Ehe, aus der zwei Kinder hervorgegangen waren, war damals bereits zerrüttet und wurde 1923 geschieden; 1924 heiratete er zum zweiten Mal. In den Zwanzigerjahren beschäftigte sich Seidel intensiv mit [[Okkultismus|okkultem]] Gedankengut, demgegenüber er allerdings stets eine gewisse Distanz bewahrte. 1925 finanzierte ihm der [[Ullstein Verlag]] eine Studienreise nach [[Java (Insel)|Java]]. 1929 wurde Seidel der [[Literaturpreis der Stadt München|Dichterpreis der Stadt  München]] verliehen. Nach einem gesundheitlichen Zusammenbruch im Jahre 1931 vermochte der Autor kein weiteres Werk mehr zu vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] war er einer der 88 Schriftsteller, die im Oktober 1933 das [[Gelöbnis treuester Gefolgschaft]] für [[Adolf Hitler]] unterzeichnet hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 565.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seidel starb ein Jahr später nach einem unfallbedingten, längeren Krankenhausaufenthalt an einem Herzanfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willy Seidels erzählerisches Werk hat mehrere Facetten: In seinen frühen Arbeiten war er als Schilderer ferner Länder ein typischer Vertreter des wilhelminischen [[Exotismus]]; allerdings ging Seidel bald darüber hinaus und übte Kritik am [[Kolonialismus]]. Die Schilderung seines Amerika-Aufenthalts &amp;#039;&amp;#039;Der neue Daniel&amp;#039;&amp;#039; ist ausgesprochen [[Antiamerikanismus|amerikakritisch]]. In den Zwanzigerjahren schrieb Seidel vorwiegend [[Roman]]e und [[Erzählung]]en, die der [[Phantastische Literatur|phantastischen Literatur]] zuzurechnen sind. Wegen dieser Werke genießt der ansonsten weitgehend in Vergessenheit geratene Autor auch heute noch in Fachkreisen einiges Interesse. Daneben war Seidel auch Verfasser von satirischen und humoristischen Werken wie der Jenseitsgroteske &amp;#039;&amp;#039;Der Weg zum Chef&amp;#039;&amp;#039; und dem [[Schwabing]]-Roman &amp;#039;&amp;#039;Jossa und die Junggesellen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dingseidel.jpg|mini|Das älteste Ding der Welt, Originalausgabe in 550 Exemplaren, Musarion Verlag, München 1923]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der schöne Tag.&amp;#039;&amp;#039; München 1908.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Absalom.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1911.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Natur als Darstellungsmittel in den Erzählungen Theodor Storms.&amp;#039;&amp;#039; München 1911.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Garten des Schuchân.&amp;#039;&amp;#039; Insel Verlag, Leipzig 1912.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Sang der Sakîje.&amp;#039;&amp;#039; Insel Verlag, Leipzig 1914.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Yali und sein weißes Weib.&amp;#039;&amp;#039; Insel Verlag, Leipzig 1914 ([[Insel-Bücherei]] 133/1).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Buschhahn.&amp;#039;&amp;#039; Insel Verlag, Leipzig 1921.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der neue Daniel.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1921.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das älteste Ding der Welt.&amp;#039;&amp;#039; München 1923.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die ewige Wiederkunft.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Gott im Treibhaus.&amp;#039;&amp;#039; München 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Käfig.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alarm im Jenseits.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schattenpuppen.&amp;#039;&amp;#039; München 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Uhrenspuk und andere Geschichten.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1928.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Larven.&amp;#039;&amp;#039; München 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die magische Laterne des Herrn Zinkeisen.&amp;#039;&amp;#039; München 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Himmel der Farbigen.&amp;#039;&amp;#039; München 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jossa und die Junggesellen.&amp;#039;&amp;#039; München 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Otto Nückel]].&amp;#039;&amp;#039; München 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Tod des Achilleus und andere Erzählungen.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1936.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Nacht der Würde.&amp;#039;&amp;#039; München 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Michael Arlen]]: &amp;#039;&amp;#039;Der grüne Hut.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1927.&lt;br /&gt;
* [[Percival Wilde]]: &amp;#039;&amp;#039;Die gefallenen Engel und andere englische Erzähler.&amp;#039;&amp;#039; München 1931.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Edgar Buschkiel: &amp;#039;&amp;#039;Exotismus des Geistes.&amp;#039;&amp;#039; Freiburg im Breisgau 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119037742}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|545}}&lt;br /&gt;
* {{ISFDB name|id=227873}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119037742|LCCN=n/88/145856|VIAF=32797791}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Seidel, Willy}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Ludwig-Maximilians-Universität München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phantastische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Satire]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Seidel, Willy&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Januar 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Dezember 1934&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WolfgangRieger</name></author>
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