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	<title>Willy Schlieker - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Willy_Schlieker&amp;diff=528981&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Goesseln am 28. Januar 2026 um 13:29 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-28T13:29:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willy H. Schlieker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Januar]] [[1914]] in [[Hamburg]]; † [[12. Juli]] [[1980]] in [[Ramsau bei Berchtesgaden]]) war ein deutscher [[Unternehmer]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F013043-0004, Hamburg, Staatsbesuch Präsident von Zypern.jpg|mini|Besichtigung der Schlieker-Werft bei einem Staatsbesuch von Erzbischof [[Makarios III. (Zypern)|Makarios III.]] (Mitte) in Hamburg 1962; links Willy Schlieker]]&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Schlieker wurde als Sohn eines Hamburger [[Werft]]arbeiters und [[Kesselschmied]]s geboren und wurde schon früh [[Kommunist]]. Er ging einige Jahre vor dem Abitur, wohl aus Armut, von der Schule ab, tauchte aber im Februar 1933 dort in [[SS]]-Uniform wieder auf und hielt dreiste Reden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hellmut Kalbitzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Widerstehen oder Mitmachen.&amp;#039;&amp;#039; VSA Verlag, Hamburg 1987, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sammelte in den 1930er Jahren als [[Handelsvertreter]] Auslandserfahrung auf [[Haiti]] und dem [[Balkanhalbinsel|Balkan]]. Danach arbeitete er als Abteilungsleiter für den Stahlsektor im [[Reichsministerium für Bewaffnung und Munition]] von [[Albert Speer]]. Er beantragte am 26. September 1941 die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde zum 1. Oktober desselben Jahres aufgenommen ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 8.759.242).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/37720656&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Schlieker-Pleite: Eine deutsche Karriere...&amp;#039;&amp;#039; In: Werner Skrentny: &amp;#039;&amp;#039;Der Hafenführer.&amp;#039;&amp;#039; VSA Verlag, Hamburg 1989, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1943 referierte er auf der [[Posener Reden|Gauleitertagung in Posen]] zur Rüstungsproduktion im Sektor Eisen und Stahl.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Götz Aly]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945]]&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main: S. Fischer, 2025, S. 584&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 beriet er die Briten beim industriellen Wiederaufbau in Deutschland. Mit dem Kauf eines Anteils an des ehemaligen [[Schlesien|schlesischen]] Großhandelshauses &amp;#039;&amp;#039;Otto H. Krause&amp;#039;&amp;#039; zusammen mit [[Franz H. Kirchfeld]] begann 1948 sein Aufstieg. Kirchfeld gründete jedoch bereits in den 1950er Jahren ein eigenes Unternehmen und schied aus dem gemeinsamen Großhandel aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlieker kaufte das Walzwerk [[Neviges]] und baute als erster eine [[Elektroblech]]fertigung nach dem von ihm entwickelten [[Dimax]]-Verfahren auf, das eine Bandfertigung von nahtgeschweißten Elektroblechen ermöglichte. Da er frühzeitig die Gunst der Stunde, das &amp;#039;&amp;#039;„Kohle-Eisen-Geschäft“&amp;#039;&amp;#039; erkannte und nutzte, gelang es ihm, einen eigenen Konzern aus Eisenverarbeitung, Eisenhandel und zeitweise 15 [[Werft]]en aufzubauen, in denen Erzfrachter, [[Öltanker]] und [[Marine]]begleitschiffe gebaut wurden. Er zahlte neben anderen ehemaligen Mitarbeitern Speers in einen von [[Rudolf Wolters]] 1948 eingerichteten [[Fonds]] ein, der mit einem Gesamtvolumen 150.000 DM Speers Familie bis zu dessen Haftentlassung 1966 unterstützte.&amp;lt;ref&amp;gt;Magnus Brechtken: &amp;#039;&amp;#039;Albert Speer. Eine deutsche Karriere.&amp;#039;&amp;#039; Siedler Verlag, München 2017, ISBN 978-3-8275-0040-3, S. 313 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Dach der &amp;#039;&amp;#039;Willy H. Schlieker KG&amp;#039;&amp;#039; (Hamburg / Düsseldorf) entstand so ein Konzern mit 25 [[Tochtergesellschaft]]en, der bis zu 7000 Mitarbeiter beschäftigte. Diesen krönte er 1952 durch die Übernahme der &amp;#039;&amp;#039;[[Ottensener Eisenwerk]]e&amp;#039;&amp;#039;, die aus einer [[Gießerei]] und einer [[Werft]] bestanden, in der sein Vater einst als Kesselschmied gearbeitet hatte. Schlieker baute sie zu einer der modernsten Werften, der [[Schlieker-Werft]] um, in der auch kleine Kriegsschiffe gebaut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlieker gehörte zu den „Wirtschaftswunderknaben“, die wie [[Max Grundig]], [[Gustav Schickedanz]], [[Josef Neckermann]] und [[Carl F. W. Borgward]] untrennbar zum Mythos vom deutschen [[Wirtschaftswunder]] gehörten. 1961 erreichte seine Unternehmensgruppe einen Jahresumsatz von 200 Mio. [[US-Dollar]]. In feinen Hamburger Kreisen, aber auch in der Stahl- und Werftenbranche an [[Ruhr]] und [[Saar]] galt Schlieker als Außenseiter und neureicher Emporkömmling, der nur über eine geringe [[Eigenkapital]]decke verfügte und dem die Banken 1962, als Schlieker in eine [[Liquidität]]skrise geriet, sofort seine gesamte [[Kreditlinie]] entzogen und ihn aufforderten, seine Kredite glattzustellen, woraufhin Schlieker nichts anderes übrig blieb, als [[Insolvenz|Konkurs]] anzumelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlieker lebte danach in dem Jagdhaus seiner Frau in [[Ramsau bei Berchtesgaden]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/1966/10/nicht-einmal-der-name-blieb &amp;#039;&amp;#039;Nicht einmal der Name blieb.&amp;#039;&amp;#039;] u.&amp;amp;nbsp;a. zum Aufenthalt Schliekers in der [[Ramsau bei Berchtesgaden]] in: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 10/1966.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war noch als Unternehmensberater tätig, saß im [[Aufsichtsrat]] des Flugzeugbauers [[Dornier-Werke|Dornier]] und widmete sich dem Aufbau des Ramsauer Skigebiets „[[Schwarzeck (Ramsau)|Hochschwarzeck]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigt wurde er auf dem [[Friedhof (Ramsau bei Berchtesgaden)|Ramsauer Bergfriedhof]] – während seiner Beerdigung starb auf dem Friedhof der als Trauergast geladene ehemalige Landrat [[Karl Theodor Jacob]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|23|83||Schlieker, Willy Hermann|Werner Bührer|119558653}}&lt;br /&gt;
* [[Richard H. Tilly]]: &amp;#039;&amp;#039;Willy H. Schlieker. Aufstieg und Fall eines Unternehmers (1914–1980).&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Beiheft 14.) Akademie Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-05-004477-4.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tim Schanetzky]]: [https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-12126 &amp;#039;&amp;#039;Rezension zu: Tilly, Richard: Willy H. Schlieker. Aufstieg und Fall eines Unternehmers (1914–1980)&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2008.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[H-Soz-Kult|H-Soz-u-Kult]]&amp;#039;&amp;#039;, 17. März 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kilian Gassner: [https://www.zeit.de/1969/04/schneekoenig-schlieker &amp;#039;&amp;#039;Schneekönig Schlieker. Seine Kassen klingeln wieder. Der Hamburger Ex-Reeder zieht Ski-fahrer bergan.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 4 vom 24.&amp;amp;nbsp;Januar 1969&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119558653|LCCN=no/2008/133234|VIAF=19501343}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schlieker, Willy}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Schiffbau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Landkreis Berchtesgadener Land)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ramsau bei Berchtesgaden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schlieker, Willy&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schlieker, Willy H.&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Januar 1914&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Juli 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ramsau bei Berchtesgaden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Goesseln</name></author>
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