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	<title>Willy Peter Reese - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T00:04:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Willy_Peter_Reese&amp;diff=915005&amp;oldid=prev</id>
		<title>2001:A61:43B:F501:E830:FD45:32DF:81A3 am 19. Oktober 2024 um 09:04 Uhr</title>
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		<updated>2024-10-19T09:04:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Willy Peter Reese, Lesung in der Duisburger Zentralbibliothek, 2005.jpg|mini|Bühnendekoration mit dem postum erschienenen Buch „Mir selber seltsam fremd“ von Willy Peter Reese. Lesung in der [[Stadtbibliothek Duisburg|Duisburger Zentralbibliothek]] anlässlich des [[Tag der Befreiung|60.&amp;amp;nbsp;Jahrestages der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus]], 2005.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willy Peter Reese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Januar]] [[1921]] in [[Duisburg]]; † sehr wahrscheinlich zwischen dem 22. und 27. Juni [[1944]] bei [[Wizebsk]] in der [[Sowjetunion]] gefallen) war ein deutscher [[Schriftsteller]]. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] führte er als Wehrmachtsoldat an der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] über seine Erlebnisse Aufzeichnungen, die er in einem Manuskript literarisch bearbeitete. Es wurde 2003 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Mir selber seltsam fremd&amp;#039;&amp;#039; herausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugend ==&lt;br /&gt;
Willy Peter Reese besuchte die [[Mercator-Gymnasium|Mercator-Oberschule]] in Duisburg und machte 1939 sein Abitur. In seiner Jugendzeit stand er dem Nationalsozialismus kritisch gegenüber. Die ersten literarischen Versuche entstehen in dieser Zeit, unter anderem arbeitete er an einer Autobiographie. Während seiner Zeit am Gymnasium hatte sich Reese mit einem Mitschüler jüdischen Glaubens befreundet, der später nach Auschwitz deportiert wurde und dort den Tod fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reese trat nach seiner Schulzeit eine Banklehre beim Duisburger Bankverein an. Dies geschah hauptsächlich auf Wunsch seines Vaters. Die Lehrzeit gab Reese aber auch Raum für seine schriftstellerische Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriegseinsatz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-B17239, Lazarettzug von der Ostfront.jpg|mini|Lazarettzug von der Ostfront (Illustrationsphoto)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1941 wurde Reese zum Kriegsdienst beim [[Heer (Wehrmacht)|Heer]] nach [[Mülheim (Köln)|Köln-Mülheim]] eingezogen. Nach der Ausbildung mit einem Aufenthalt auf dem [[Truppenübungsplatz Elsenborn]] wurde er im August an die [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] abgestellt und gelangte in die Gegend von [[Kiew]]. Von dort rückte er mit seiner Panzerabwehreinheit in Richtung Osten vor und nahm nach Beginn des Winters an Kämpfen in der Gegend von [[Kursk]] teil. Reese wurde dabei verwundet und im März 1942 in ein [[Kriegslazarett]] in [[Offenbach am Main|Offenbach]] eingeliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Schmitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mir selber seltsam fremd&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2004. S. 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reeses nächster Kriegseinsatz im Osten begann im Herbst 1942. Er traf im Oktober in der Region [[Rschew]] ein, 200 Kilometer nordwestlich von Moskau. Im Februar 1943 wurde er am Oberschenkel verwundet und kam zur Genesung in Lazarett nach [[Oberhof]] in Thüringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1942 lassen sich deutlichere Spuren der Kritik an der nationalsozialistischen Gesellschaft in Reeses Schriften finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Schmitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mir selber seltsam fremd&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2004. S. 235.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch verweigerte er die Teilnahme an der Ausbildung neu eingezogener Soldaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Feste Plätze Ostfront 1944.png|miniatur|Verteidigungsstellungen an der Ostfront, Juni 1944]]&lt;br /&gt;
Im Juli 1943 musste er wieder an die Ostfront und nahm an der erfolglosen Sommeroffensive der Wehrmacht teil. Die Wehrmacht zog sich nach Westen zurück, wo sich Reese bis Anfang 1944 in Stellungen am Fluss [[Dnjepr]] aufhielt. Reese war seit der [[Operation Bagration|sowjetischen Offensive]] im Juni 1944 in der Nähe von [[Wizebsk|Witebsk]] im Norden Weißrusslands [[Vermisste Person#Vermisste des Zweiten Weltkriegs|vermisst]] und ist wahrscheinlich gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seines Fronturlaubs bzw. Rehabilitationszeiten hatte Reese bei seinen Eltern in Duisburg auf Grundlage seiner Aufzeichnungen, Briefe und Erinnerungen ein vorläufiges Manuskript verfasst. Er gab ihm den Titel &amp;#039;&amp;#039;Russische Abenteuer – ein Bekenntnis aus dem großen Kriege&amp;#039;&amp;#039;. In der Hoffnung, sein Buch veröffentlichen zu können, schrieb er schon während seines Militärdienstes mehrere Verlagshäuser an, allerdings ohne Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachlass ==&lt;br /&gt;
Zwischen 1941 und 1944 schrieb Reese mehrere hundert Gedichte, Prosaarbeiten und wahrscheinlich über tausend Briefe. Nach dem Tod von Reeses Mutter in den 1970er Jahren erbte seine Cousine Hannelore Kern Reeses mehrere Tausend Blatt umfassenden Aufzeichnungen. Lange Zeit blieb die Kiste mit diesen Dokumenten verschlossen. Erst Jahre später begann Hannelore Kern, die ungeordneten, oft schwer zu entziffernden Seiten zu sortieren und zu lesen. Alle Briefe und Handschriften schrieb sie ab. Im Jahr 2002 begann sie eine Institution zu suchen, die Reeses Schriften archivieren sollte, um sie für die Nachwelt zu retten.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Schmitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mir selber seltsam fremd&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2004. S. 221f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|&amp;lt;br&amp;gt;Die Information, wo der Nachlass sich heute befindet, also welche Institution ihn schließlich aufgenommen hat. Außerdem fehlen für den gesamten Abschnitt &amp;quot;Nachlass&amp;quot; Belege.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schrieb Universitäten und Verlage an, erhielt aber selten eine Antwort. Erst in Zusammenarbeit mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]]&amp;#039;&amp;#039;-Reporter Stephan Schmitz entstand das Buch &amp;#039;&amp;#039;Mir selber seltsam fremd&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
* Willy Peter Reese: &amp;#039;&amp;#039;Mir selber seltsam fremd. Die Unmenschlichkeit des Krieges. Russland 1941–44.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Stefan Schmitz. Claasen, München 2003, ISBN 3-546-00345-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|128604956}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128604956|LCCN=nb2003103779|VIAF=10154955}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reese, Willy Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriftsteller (Duisburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reese, Willy Peter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Angehöriger der Wehrmacht und Autor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Januar 1921&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Duisburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=nach 22. Juni 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei [[Wizebsk]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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