<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Willy_Papenkort</id>
	<title>Willy Papenkort - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Willy_Papenkort"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Willy_Papenkort&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T18:18:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Willy_Papenkort&amp;diff=2820115&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 6. Februar 2026 um 09:31 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Willy_Papenkort&amp;diff=2820115&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-06T09:31:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willy Eugen Papenkort&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. August]] [[1908]] in [[Sowetsk (Kaliningrad)|Tilsit]]; † [[1. Januar]] [[1973]] in [[Gelsenkirchen]]&amp;lt;ref&amp;gt; Sterberegister des Standesamtes Gelsenkirchen Nr. 30/1973.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sterbejahr nach [[Bert Hoppe]], Imke Hansen, Martin Holler (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, Band 8: &amp;#039;&amp;#039;Sowjetunion mit annektierten Gebieten&amp;#039;&amp;#039;, Teil 2: &amp;#039;&amp;#039;Generalkommissariat Weißruthenien und Reichskommissariat Ukraine&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter Oldenbourg, Berlin 2015, ISBN 978-3-486-78119-9, S. 103&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher Polizeioffizier und als [[Kompaniechef|Kompanieführer]] des [[Reserve-Polizei-Bataillon 11|Reserve-Polizei-Bataillons 11]] im Oktober 1941 an der Ermordung der jüdischen Bevölkerung im weißrussischen [[Sluzk]] beteiligt. Nach dem Krieg wurde er [[Amtsbezeichnungen der deutschen Polizei|Hauptkommissar]] der [[Kriminalpolizei|Kripo]] in [[Essen]] und organisierte eine „Kameradenhilfe“ für ehemalige Angehörige der [[Ordnungspolizei]], gegen die strafrechtlich wegen [[Kriegsverbrechen]] ermittelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Papenkort war der Sohn eines Metzgers in Tilsit, besuchte zunächst die [[Volksschule]], dann das [[Gymnasium]] und machte ein Volontariat in technischen Betrieben. Am 1. April 1927 ging er als Anwärter zur [[Schutzpolizei]], bestand im März 1931 das sogenannte Polizeiabitur und erwarb damit die Voraussetzung für den Eintritt in die Polizeioffizierslaufbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Papenkort trat zum 1. März 1930 in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 206.471)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/31681438&amp;lt;/ref&amp;gt; und war zeitweilig [[Blockleiter]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klemp395&amp;quot;&amp;gt;Stefan Klemp: &amp;#039;&amp;#039;Nicht ermittelt. Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 2005, S. 395.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gehörte der [[Schutzstaffel|SS]] an (SS-Nummer 313.915), wo er es 1944 bis zum [[SS-Sturmbannführer]] brachte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Norbert Podewin]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Braunbuch. Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik und in Berlin (West)&amp;#039;&amp;#039;. Edition Ost, Berlin 2002 (Reprint der Ausgabe des Staatsverlags der DDR, Berlin 1968), S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Heirat im Juni 1933 – aus der Ehe gingen drei Kinder hervor – wurde Papenkort zunächst zur kasernierten Landespolizei versetzt und 1935 in die [[Wehrmacht]] überführt, ehe er 1937 zur Polizei zurückkehrte und seine Prüfung als Polizeioffizier bestand. Anschließend tat er zunächst Dienst bei der Polizeiverwaltung [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]. 1939 wurde er zum [[Leutnant]] sowie zum Oberleutnant, 1941 zum [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] und 1944 zum [[Major]] der Schutzpolizei befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hauptmann führte Papenkort 1941 die 2. Kompanie des Reserve-Polizei-Bataillons 11 und leitete den Einsatz des Bataillons bei der Ermordung der jüdischen Bevölkerung in Sluzk am 27. Oktober 1941.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Klemp: &amp;#039;&amp;#039;Nicht ermittelt. Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 2005, S. 110 f. u. S. 395; siehe dazu auch den Bericht von Heinrich Carl, Gebietskommissar von Sluzk vom 30. Oktober 1941 an den Generalkommissar für Weißruthenien [[Wilhelm Kube]], abgedruckt als &amp;#039;&amp;#039;Dok[ument] 19&amp;#039;&amp;#039; in der Quellensammlung: [[Bert Hoppe]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;[[Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945]]&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 8. &amp;#039;&amp;#039;Sowjetunion mit annektierten Gebieten II.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2016, ISBN 978-3-486-78119-9, S. 122–125 (zu Papenkort S. 123).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das der [[707. Infanterie-Division (Wehrmacht)|707. Infanterie-Division]] zugeordnete und [[Gustav Freiherr von Mauchenheim genannt Bechtolsheim|General Bechtolsheim]] unterstellte Polizei-Bataillon 11 hatte unter seinem Kommandeur [[Franz Lechthaler]] ab Anfang Oktober 1941, durch [[Litauer|litauische]] Hilfstruppen unterstützt, in einer dreiwöchigen „Aktion Judenrein“, beginnend bei Uzlany und anderen Ortschaften südöstlich von [[Minsk]] bis [[Sluzk]] und [[Klezk]], etwa 11.000 Juden ermordet, darunter allein in Sluzk mehr als 3000.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Gerlach (Historiker)|Christian Gerlach]]: &amp;#039;&amp;#039;Kalkulierte Morde. Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in Weißrussland 1941 bis 1944&amp;#039;&amp;#039;. [[Hamburger Edition]], Hamburg 1999, ISBN 3-930908-54-9, S. 610–613; [[Hannes Heer]]: &amp;#039;&amp;#039;Extreme Normalität: Generalmajor Gustav Freiherr von Mauchenheim gen. Bechtolsheim&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Geschichtsforschung&amp;#039;&amp;#039; 51, 2003, Heft 8, S. 729–753.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Befehl an das Bataillon sei, so Papenkort in einer Vernehmung am 16. Mai 1961, „seitens der [[Sicherungstruppen|Sicherungs-Division]]“ Bechtolsheims ergangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hannes Heer: &amp;#039;&amp;#039;Extreme Normalität: Generalmajor Gustav Freiherr von Mauchenheim gen. Bechtolsheim&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Geschichtsforschung&amp;#039;&amp;#039; 51, 2003, Heft 8, S. 729.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Aufgabe von Papenkorts 2. Kompanie des Bataillons bestand in erster Linie darin, die entsprechenden Absperrmaßnahmen für die [[Erschießung]]en durchzuführen, doch als sein Kommandeur Lechthaler sich am 27. Oktober 1941 bei dem [[Massaker]] in Sluzk von der Erschießungsstätte entfernte, übernahm Papenkort das Kommando.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Klemp: &amp;#039;&amp;#039;Nicht ermittelt. Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 2005, S. 110 f. und S. 395.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1942 wurde Papenkort zum Stab des [[Befehlshaber der Ordnungspolizei|Befehlshabers der Ordnungspolizei]] (BdO) in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] versetzt. Von April 1942 bis [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Kriegsende]] war er beim Stab des BdO im Wehrkreis 12 in [[Wiesbaden]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klemp395&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Bei Kriegsende geriet Papenkort in amerikanische [[Gefangenschaft]], aus der er Ende 1946 entlassen wurde. Bis Anfang der 1950er Jahre arbeitete er in verschiedenen Branchen als Vertreter. 1952 gelang es ihm, in Essen wieder in den Polizeidienst eingestellt zu werden; er gehörte, zuletzt als Hauptkommissar, bis 1960 der Kreispolizeibehörde Essen an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klemp395&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Mai 1960 wurde er verhaftet und verbrachte fast ein Jahr in [[Untersuchungshaft (Deutschland)|Untersuchungshaft]], bevor er zusammen mit seinem Bataillonskommandeur Lechthaler wegen der Mordaktionen in Sluzk angeklagt wurde. Während Lechthaler wegen „[[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] zum [[Totschlag (Deutschland)|Totschlag]]“ zu dreieinhalb Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt wurde, erhielt Papenkort einen [[Freispruch]] mangels Beweisen. Da der [[Bundesgerichtshof]] (BGH) das Urteil aufhob, nachdem sowohl [[Staatsanwaltschaft]] als auch Verteidigung in [[Revision (Recht)|Revision]] gegangen waren, brachte die neue Hauptverhandlung Lechthaler eine Verkürzung der Haftstrafe auf zwei Jahre und Papenkort einen erneuten Freispruch. In der Urteilsbegründung hielt das Gericht fest, es sei nicht zu klären gewesen, ob der Angeklagte Papenkort den Unrechtsgehalt des Sicherungsbefehls zur Absperrung erkannt habe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klemp111&amp;quot;&amp;gt;Stefan Klemp: &amp;#039;&amp;#039;Nicht ermittelt. Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 2005, S. 111.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alter von 55 Jahren beantragte Papenkort die Feststellung der [[Dienstunfähigkeit]] und wurde 1963 in den Ruhestand versetzt. Ab Oktober 1964 arbeitete er bei der [[Handwerkskammer]] in [[Arnsberg]] als Beauftragter für das Lehrlingswesen. Zu diesem Zeitpunkt begann er, ein „Netzwerk der Ehemaligen“, eine sogenannte Kameradenhilfe, aufzubauen und zu organisieren. Die „Kameradenhilfe“ leistete unter anderem eine „gezielte Rechtsberatung“ für ehemalige Ordnungspolizisten, gegen die nun wegen Kriegsverbrechen ermittelt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Klemp: &amp;#039;&amp;#039;Nicht ermittelt. Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 2005, S. 390.&amp;lt;/ref&amp;gt; Urheber der „Kameradenhilfe“ waren die Obersten der Schutzpolizei [[Hanns Wirth]] aus [[Leverkusen]] sowie [[Fritz Göhler (Polizeioffizier)|Fritz Göhler]] aus [[Neuss]]. Ihre „Hauptfigur“ war Papenkort, der den Großteil der Arbeit leistete. Unterstützung erfuhr die Organisation von Generalleutnant der Ordnungspolizei a.&amp;amp;nbsp;D. [[Adolf von Bomhard]], gelegentlich half auch der ehemalige SS-Obergruppenführer [[Werner Best]]. Sie arbeitete mit der sogenannten [[Stille Hilfe für Kriegsgefangene und Internierte|Stillen Hilfe]] zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Klemp: &amp;#039;&amp;#039;Nicht ermittelt. Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 2005, S. 390–396 (zur „Kameradenhilfe“ und Papenkorts Rolle insgesamt), S. 391 (zur Zusammenarbeit mit Bests „Stiller Hilfe“).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem Sommer 1967 ermittelte die Staatsanwaltschaft [[Dortmund]] gegen Papenkort als Hauptakteur der „Kameradenhilfe“, nachdem im Zuge eines Gerichtsverfahrens des [[Landgericht Bochum|Landgerichts Bochum]] gegen ehemalige Angehörige der [[Hauptamt Sicherheitspolizei|Sicherheitspolizei]] belastendes Material gefunden worden war. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft Dortmund und der [[Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen|Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen]] in [[Ludwigsburg]] bedeutete die Aktivität Papenkorts eine rechtswidrige Beratung, weil er unter anderem vorgeschlagen habe:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das Berufen auf [[Befehlsnotstand]]. […] Die Anleitung zu simulieren. Verfahren sollten durch Vortäuschen von Krankheit sabotiert werden. […] Die Anleitung sich nicht erinnern zu können. […] Zeugenbeeinflussung, Druck ausüben: ‚Nicht gegen ehemalige Kameraden aussagen, das gehört sich nicht.‘ […] Das Unmöglichmachen von bestimmten Zeugen, sie als unglaubwürdig erscheinen lassen. Beispiel Dr. [[Klaus Hornig]], der als Oberleutnant und Kompanieführer beim Polizeibataillon 306 die Teilnahme an der Ermordung von Kriegsgefangenen verweigerte.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Klemp: &amp;#039;&amp;#039;Nicht ermittelt. Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 2005, S. 390 ff. (Zitat S. 393).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Eine derartige „Beratung“ führte Papenkort bei mindestens 32 Beschuldigten durch. Unter ihnen waren 19 Ordnungspolizisten und zwei Angehörige der [[Hauptamt Sicherheitspolizei|Sicherheitspolizei]], so der ehemalige Leiter des Sonderkommandos 4b der [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD#Einsatzgruppe C|SS-Einsatzgruppe C]], [[Waldemar Krause (SS-Mitglied)|Waldemar Krause]]. Papenkorts Tätigkeit betraf mindestens 21 Ermittlungs- und Gerichtsverfahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klemp397&amp;quot;&amp;gt;Stefan Klemp: &amp;#039;&amp;#039;Nicht ermittelt. Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 2005, S. 397.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1968 wurde diese Tätigkeit zu einer Affäre, als das Nachrichtenmagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; sie öffentlich machte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=46106824 |Titel=Justiz / NS-Prozesse. In Härte und Größe |Jahr=1968 |Nr=17 |Datum=1968-04-22 |Seiten=96, 98}}; dazu auch Stefan Klemp: &amp;#039;&amp;#039;Nicht ermittelt. Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 2005, S. 391.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreh- und Angelpunkt von Papenkorts Beratung war dabei die Berufung auf den „Befehlsnotstand“, der „zu einer Art Weltanschauung der ‚Kameradenhilfe‘ [wurde]“. Dabei war Papenkort insbesondere „Klaus Hornig, der die Verweigerung eines Mordbefehls überlebt hatte“ und nun in Prozessen gegen die Berufung auf diesen angeblichen Notstand aussagte, „ein Dorn im Auge“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klemp395&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem bei Papenkort richterlich angeordnete Hausdurchsuchungen durchgeführt worden waren, versuchte er, bis zum Gang vor das [[Bundesverfassungsgericht]] dagegen vorzugehen, jedoch erfolglos. Vor dem [[Landgericht Essen|Essener Landgericht]] kam es 1970 zum Verfahren wegen [[Begünstigung]], Täter der Strafe zu entziehen, [[Anstiftung (Deutschland)|Anstiftung]] zu Falschaussagen und Verstößen gegen Artikel 1 §&amp;amp;nbsp;8 des [[Rechtsberatungsgesetz|Gesetzes zur Verhütung von Missbräuchen auf dem Gebiet der Rechtsberatung]]. Wegen solcher Verstöße wurde Papenkort zu einer Geldbuße von 600 [[Deutsche Mark|DM]] verurteilt. Von den ersten beiden Anklagepunkten wurde er freigesprochen, da ihm weder nachzuweisen war, dass er mit seiner Hilfe für die „Kameraden“ diese einer gerechten Bestrafung entziehen wollte, noch seine Beratung zu einer konkreten Falschaussage geführt habe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klemp397&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Stefan Klemp]]: &amp;#039;&amp;#039;Nicht ermittelt. Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 2005, ISBN 3-89861-381-X.&lt;br /&gt;
* Stefan Klemp: &amp;#039;&amp;#039;„Nicht ermittelt“. Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; 3., korrigierte, erweiterte und überarbeitete Auflage. Metropol Verlag, Berlin 2022, ISBN 978-3-86331-588-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=46106824|Titel=Justiz. NS-Prozesse. In Härte und Größe|Nr=17|Jahr=1968|Datum=1968-04-22|Seiten=96,98}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-04-16}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Papenkort, Willy}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist der Ordnungspolizei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalpolizist (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angeklagter in NS-Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1973]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Papenkort, Willy&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Papenkort, Willy Eugen (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kriminalpolizist, SS-Polizeioffizier und Leiter der 2. Kompanie des Polizei-Bataillons 11&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. August 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sowetsk (Kaliningrad)|Tilsit]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Januar 1973&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Gelsenkirchen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
	</entry>
</feed>