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	<title>Willy Lessing - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willy Lessing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[19. Januar]] [[1881]] in [[Bamberg]]; gestorben am [[17. Januar]] [[1939]] ebenda; vollständiger Name &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Heinrich Lessing&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutscher [[Unternehmer]]. Von 1938 bis zu seinem Tod war er Vorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde in Bamberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Willy Lessing wurde als Sohn des [[Brauer und Mälzer|Großbrauers]] Simon Lessing und dessen Frau Clara&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joseph Walk]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918–1945.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Leo Baeck Institute, Jerusalem. Saur, München 1988, ISBN 3-598-10477-4, S. 223.&amp;lt;/ref&amp;gt; geboren. Er trat am Eröffnungstag, dem 1.&amp;amp;nbsp;Oktober 1890, in das [[Neues Gymnasium Bamberg|Neue Gymnasium]] in Bamberg ein und legte dort das Abitur ab. Nach dem frühen Tod seines Vaters übernahm er als 22-Jähriger zusammen mit seiner Mutter die Leitung der [[Hofbräu Bamberg|Hofbräu Bamberg AG]]. 1919 fusionierte die Brauerei mit dem Brauhaus &amp;#039;&amp;#039;Erlwein &amp;amp; Schultheiß&amp;#039;&amp;#039; in Erlangen und entwickelte sich in der Folge zu einer der größten Brauereien [[Franken (Region)|Frankens]]. Lessing blieb Mehrheitsaktionär des Unternehmens. Vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] leitete er das Lokalbüro der Bamberger Sektion des [[Deutscher Flottenverein|Deutschen Flottenvereins]]. Nach seiner Kriegsteilnahme wurde er in der Weimarer Republik Mitglied der liberalen [[Deutsche Demokratische Partei|Deutschen Demokratischen Partei]] in Bamberg und wurde 1932 für sein bürgerschaftliches Engagement mit dem [[Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes]] ausgezeichnet. Seine erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit brachte ihm 1924 den [[Nichtakademischer Titel|Ehrentitel]] eines [[Kommerzienrat]]s ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Wenzel: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Wirtschaftsführer]]. Lebensgänge deutscher Wirtschaftspersönlichkeiten. Ein Nachschlagebuch über 13000 Wirtschaftspersönlichkeiten unserer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg/Berlin/Leipzig 1929, {{DNB|948663294}}, Sp. 1342 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bamberg Jüdischer Friedhof 037.JPG|miniatur|hochkant|Grab von Willy Lessing auf dem [[Jüdischer Friedhof (Bamberg)|jüdischen Friedhof in Bamberg]]]]&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten wurden Lessings Aktien 1936 [[Arisierung|zwangsenteignet]]. Mehreren Warnungen zum Trotz und obwohl seine Frau mit dem Sohn schon nach Großbritannien geflüchtet war, blieb Lessing in Bamberg. 1938 übernahm er den Vorsitz der bereits dezimierten [[Kehillah|jüdischen Gemeinde]] der Stadt. Als beim Sturm auf die [[Synagoge Bamberg|Bamberger Synagoge]] in der Nacht der [[Novemberpogrome 1938|Pogrome]] am 9. und 10.&amp;amp;nbsp;November 1938 das Gebäude in Flammen stand, eilte Lessing dorthin. Er wurde beim Versuch, die [[Tora|Torarolle]] zu retten, von den Brandstiftern erkannt und schwer misshandelt. Als er zu Hause blutüberströmt am Boden lag, drang der Mob in seine Wohnung ein und setzte auch diese in Brand. Lessing selbst wurde wieder auf die Straße gezerrt und bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen. Zwei Monate später erlag er den Folgen der Misshandlungen. Lessings Frau Paula (1888–1944) gelang 1939 die Flucht nach Großbritannien. In [[Newcastle-on-Tyne]] lebte der 1934 emigrierte Sohn Friedrich Wilhelm Lessing (1915–1990), der später als Fred W. Lessing Industriemanager in den USA wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lessing, Fred William&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München 1980, S. 435.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden am 26.&amp;amp;nbsp;November 1946 bzw. 11.&amp;amp;nbsp;April 1949 der Sturm auf die Synagoge und die Ermordung Lessings juristisch aufgearbeitet. Die beiden Haupttäter wurden zu sieben (Otto Körk) bzw. sechs (Hans Stadler) Jahren Zuchthaus verurteilt; Kreisleiter [[Lorenz Zahneisen]] erhielt vier Jahre Zuchthaus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url = https://andreas-stenglein.de/zeitgeschehen/reichspogromnacht-in-bamberg/ |titel = Reichspogromnacht in Bamberg - Andreas Stenglein |werk = Andreas Stenglein |sprache = de |zugriff = 2016-05-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 beschloss der Stadtrat von Bamberg, die Sophienstraße, in der die Familie Lessing gelebt hatte, nach Willy Lessing zu benennen. Hier liegt auch ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] für ihn.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.stolpersteine-bamberg.de/stolperstein/160 | titel=&amp;#039;&amp;#039;Stolpersteine Bamberg, Willy Lessing (* 19. Januar 1881 in Bamberg); Willy-Lessing-Straße 8, 96047 Bamberg&amp;#039;&amp;#039; | abruf=2024-04-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerhard C. Krischker]]: &amp;#039;&amp;#039;Bambergs unbequeme Bürger.&amp;#039;&amp;#039; Bamberg 1987, ISBN 3-926946-00-8.&lt;br /&gt;
* [[Horst Göppinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Juristen jüdischer Abstammung im „Dritten Reich“&amp;#039;&amp;#039; 2.,&amp;amp;nbsp;völlig neubearbeitete Auflage. Beck München 1990, ISBN 3-406-33902-6, S.&amp;amp;nbsp;252.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Willy Lessing&amp;#039;&amp;#039;, in: [[E. G. Lowenthal]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bewährung im Untergang. Ein Gedenkbuch&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart : Deutsche Verlags-Anstalt, 1965, S.&amp;amp;nbsp;111f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bamberg-guide.de/bamberg/magazin/artikel.php?id=2087 Kurzbiografie von Jörg Stuhlmüller, Mai 2005, bei Bamberg-Guide]&lt;br /&gt;
* [https://andreas-stenglein.de/zeitgeschehen/reichspogromnacht-in-bamberg/ Reichspogromnacht in Bamberg, Andreas Stenglein]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Film&lt;br /&gt;
[http://cnd-storage.br.de/b7/2016-11/07/f2596204a52411e52411e6bca2984be109059a_B.mp4 ARD] &amp;#039;&amp;#039;Prost und L&amp;#039;Chaim&amp;#039;&amp;#039;, 7.&amp;amp;nbsp;November 2016, 20:15&amp;amp;nbsp;Uhr, 44&amp;amp;nbsp;min., ab 8.&amp;amp;nbsp;min., abgerufen am 12.&amp;amp;nbsp;November 2016.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122868897|VIAF=55040750}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lessing, Willy}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bier, Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bier (Bamberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bamberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Bamberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Bamberg ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ehrenzeichens des Deutschen Roten Kreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1881]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lessing, Willy&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lessing, Wilhelm Heinrich (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer, Opfer des Holocaust&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Januar 1881&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bamberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Januar 1939&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bamberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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