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	<title>Willy Gebhardt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T18:46:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Willy_Gebhardt&amp;diff=1959822&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wikijunkie: /* Literatur */ Klammer-WL korrigiert mit AWB</title>
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		<updated>2026-01-23T15:39:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Klammer-WL korrigiert mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willy Gebhardt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. Juni]] [[1901]] in [[Niedersynderstedt]]; † [[12. Mai]] [[1973]] in [[Erfurt]]), auch &amp;#039;&amp;#039;Willi Gebhardt&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;munzinger&amp;quot;/&amp;gt; war ein [[deutscher]] Parteifunktionär der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]], [[KZ Buchenwald|Buchenwald]]-Häftling, Thüringer [[Innenminister]] und [[Rat des Bezirkes|Ratsvorsitzender des Bezirks]] [[Bezirk Erfurt|Erfurt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gebhardt war der Sohn eines [[Schlosserei|Schlosser]]s und [[Kraftfahrer]]s. Nach der [[Volksschule]] besuchte er eine gewerbliche Fortbildungsschule. Danach trat er eine Lehre zum Schlosser an und arbeitete auch in diesem Beruf. Als Heranwachsender wurde er Mitglied in der [[Sozialistische Arbeiterjugend|Sozialistischen Arbeiterjugend]] (SAJ). Kurz nach der [[Novemberrevolution]] trat er der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Sozialdemokratischen Partei Deutschlands]] (SPD) bei, wechselte aber vier Jahre später zur [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei Deutschlands]] (KPD) über. In [[Jena]] wurde er bei dem linksgerichteten Blatt &amp;#039;&amp;#039;„Neue Zeitung“&amp;#039;&amp;#039; [[Volkskorrespondent]]. Im Jahre 1930 wurde er [[Lokaljournalist|Lokalredakteur]] dieser Zeitung. Aber schon im März wurde er vom [[Reichsgericht]] Leipzig wegen „Vorbereitung zum [[Hochverrat]]“ zu einem Jahr [[Festungshaft]] verurteilt, die er in [[Goleniów|Gollnow]] verbrachte. Nach einer weiteren Verhaftung und seiner nachfolgenden Entlassung betätigte er sich als Parteiinstrukteur. Besonders engagierte er sich im [[Freidenker|Proletarischen Freidenker-Verband]] von Thüringen. Nach dessen Verbot durch die [[Baum-Frick-Regierung]] (erste Landesregierung mit einer Beteiligung der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]) wurde er Organisationssekretär der [[Suhl]]er KPD. Für die KPD wurde er 1932 in den Thüringer Landtag gewählt. Erneut verhaftet, wurde er 1933 in das „frühe“ [[KZ Bad Sulza]] verbracht und erst im darauffolgenden Jahr wieder entlassen. Seither musste er unter strenger [[Polizeiaufsicht]] leben, arbeitete als Bauarbeiter und Hilfs[[Montage (Produktion)|monteur]], beteiligte sich aber trotzdem weiter an illegaler Parteiarbeit. Nach dem gescheiterten [[Attentat vom 20. Juli 1944]] wurde er ins KZ Buchenwald verschleppt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;munzinger&amp;quot;&amp;gt;{{Munzinger|00000001748|Willi Gebhardt||Internationales Biographisches Archiv 20/1948 vom 3. Mai 1948}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{WWW-DDR|id=willy-gebhardt|lemma=Gebhardt, Willy|autor=Andreas Herbst|band=1|idNum=950}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Befreiung vom Nationalsozialismus]] organisierte er den Neuaufbau der KPD in Jena. In dieser Zeit war er als [[Betriebsrat]]svorsitzender des Elektrizitätswerks tätig. Seit 1946 war er Sekretär der KPD- und nach der [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED|Zwangsvereinigung von SPD und KPD]] auch der SED-Kreisleitung Jena-Land, zugleich für [[Stadtroda]]. Hier wurde er später auch [[Landrat (Deutschland)|Landrat]]. Im Jahre 1947 wurde er zum Innenminister des Landes Thüringen bestimmt (Nachfolger von [[Werner Eggerath]]) und war nach der Auflösung der Länder 1952 zehn Jahre lang Vorsitzender des Rates des Bezirks Erfurt (Nachfolger: [[Richard Gothe]]). Während dieser Zeit absolvierte er ein [[Fernstudium]] an der SED-[[Parteihochschule „Karl Marx“]]. Gebhardt war auch [[Abgeordneter]] des Bezirkstages und von 1961 bis 1972 Bezirksvorsitzender der [[Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft]] (DSF).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Zeit als Thüringer Innenminister schaltete Gebhardt sich helfend ein in die Verwirklichung des Projektes zur Errichtung einer „Nationalen Mahn- und Gedenkstätte“ beim ehemaligen [[KZ Buchenwald]].&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Koch/Udo Wohlfeld: Das deutsche Buchenwaldkomitee. Die Periode von 1945 bis 1958, = Schriftenreihe „gefunden“ Heft 7 der Geschichtswerkstatt Weimar-Apolda, S. 34ff., ISBN 3-935275-14-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war auch verantwortlich für die Umsetzung der „[[Aktion Ungeziefer]]“ in Thüringen. Seine handschriftliche Notiz an [[Otto Funke (Politiker)|Otto Funke]] über die Anzahl der dabei aus den [[Innerdeutsche Grenze|Grenzgebieten]] in das Innere der DDR zwangsumzusiedelnden Menschen „&amp;#039;&amp;#039;Otto, diese Zahlen hat mir eben [[Erhard König|Gen. König]] durchgegeben. Das wäre das Ergebnis der Kommissionsarbeit zur Beseitigung des Ungeziefers.&amp;#039;&amp;#039;“ wird vielfach als Ausdruck der menschenverachtenden Sichtweise der DDR-Führung beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schulportal-thueringen.de/media/detail?tspi=1249 Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien: Der totgeschwiegene Terror – Zwangsaussiedlung in der DDR, Seite 18] (PDF; 28&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu DDR-Zeiten trugen die 26. [[Polytechnische Oberschule]] (POS) in Erfurt-Süd, heutige KGS Am Schwemmbach 10 und das Grenzregiment 4 mit Sitz in [[Heilbad Heiligenstadt|Heiligenstadt]] den Namen „Willy Gebhardt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Silber (1954) und in Gold (1966)&lt;br /&gt;
* Ehrentitel [[Held der Arbeit]] (1961)&lt;br /&gt;
* [[Erinnerungsmedaille 20. Jahrestag der Bodenreform – demokratische Bodenreform|Erinnerungsmedaille 20. Jahrestag – demokratische Bodenreform]] (1965)&lt;br /&gt;
* Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden in Gold (1971)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nd-archiv.de/ausgabe/1971-06-26 ND-Archiv: Neues Deutschland vom 26. Juni 1971].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Steffen Kachel]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein rot-roter Sonderweg? Sozialdemokraten und Kommunisten in Thüringen 1919 bis 1949&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen, Kleine Reihe.&amp;#039;&amp;#039; Band 29). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2011, ISBN 978-3-412-20544-7, S. 550.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=willy-gebhardt|lemma=Gebhardt, Willy|autor=[[Andreas Herbst]]|band=1|idNum=950}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor=[[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], Andreas Herbst&lt;br /&gt;
| Titel=Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945&lt;br /&gt;
| Auflage=2., überarbeitete und stark erweiterte&lt;br /&gt;
| Verlag=Dietz&lt;br /&gt;
| Ort=Berlin&lt;br /&gt;
| Jahr=2008&lt;br /&gt;
| ISBN=978-3-320-02130-6&lt;br /&gt;
| Online=[http://bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3B-1424.html?ID=950 Online]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Thüringen-Handbuch. Territorium, Verfassung, Parlament, Regierung und Verwaltung in Thüringen 1920 bis 1995.&amp;#039;&amp;#039; [Veröffentlichung des Thüringischen Hauptstaatsarchivs Weimar]. Hrsg. von [[Bernhard Post]] und [[Volker Wahl]]. Red. Dieter Marek.  Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1999.  (Veröffentlichungen aus thüringischen Staatsarchiven ; 1). – ISBN 3-7400-0962-4, S. 582.&lt;br /&gt;
* Gabriele Baumgartner, [[Dieter Hebig]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der SBZ/DDR. 1945–1990&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Abendroth – Lyr&amp;#039;&amp;#039;. K. G. Saur, München 1996, ISBN 3-598-11176-2, S. 212.&lt;br /&gt;
* Andreas Herbst (Hrsg.), Winfried Ranke, Jürgen Winkler: &amp;#039;&amp;#039;So funktionierte die DDR.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Funktionäre&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;rororo-Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6350). Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1994, ISBN 3-499-16350-0, S. 99.&lt;br /&gt;
* [[Martin Broszat]] et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;SBZ-Handbuch: Staatliche Verwaltungen, Parteien, gesellschaftliche Organisationen und ihre Führungskräfte in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands 1945–1949&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1993, ISBN 3-486-55262-7, S. 907.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Innenminister von Thüringen&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Vorsitzende des Rats des Bezirks Erfurt&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-08-24}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gebhardt, Willy}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlosser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsitzender eines Rates des Bezirkes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Thüringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsrat (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenminister (Thüringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Land Thüringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Thüringen 1946–1952)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Held der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der Friedrich-Schiller-Universität Jena]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Bad Sulza]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Jena)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1973]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gebhardt, Willy&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gebhardt, Willi&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Redakteur und Politiker (SED)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Juni 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Niedersynderstedt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Mai 1973&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Erfurt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wikijunkie</name></author>
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