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	<title>Willibald Beyschlag - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T03:34:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-09-30T13:44:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Willibald Beyschlag.jpg|mini|Willibald Beyschlag]]&lt;br /&gt;
[[File:Willibald Beyschlag 1860.jpg|mini|Willibald Beyschlag um 1860]]&lt;br /&gt;
[[Datei:14-06-28-Laurentiusfriedhof-Halle-RalfR-DSC 0404-64.jpg|mini|Grabstätte auf dem Laurentiusfriedhof Halle (Saale), 2014]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Heinrich Christoph Willibald Beyschlag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. September]] [[1823]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[25. November]] [[1900]] in [[Halle (Saale)]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Evangelischer Theologe|evangelischer]] [[Theologe]] (von 1860 bis 1900 ordentlicher [[Professor]] an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]]) und einflussreicher Kirchenpolitiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Beyschlag war der älteste Sohn des Kaufmanns Johann August Beyschlag (1787–1861) und seiner Ehefrau &amp;#039;&amp;#039;Elisabeth&amp;#039;&amp;#039; Maria Margaretha, geb. Deckenbach (1793–1858). Er hatte acht jüngere Geschwister. Beyschlag besuchte das [[Lessing-Gymnasium (Frankfurt am Main)|Frankfurter Gymnasium]] und studierte an den Universitäten [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonn]] – hier vor allem bei [[Karl Immanuel Nitzsch]], dessen erste Biographie er später schrieb – und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]]. Während seiner Bonner Studienzeit wurde er 1841 Mitglied des [[Bonner Wingolf]]. Daneben gehörte er auch dem [[Maikäferbund]] an. Er wechselte bereits zum Wintersemester 1841/1842 nach Berlin. Gemeinsam mit Albrecht Wolters, der wie er Mitglied des Bonner Wingolf war, gründete er in Berlin den Filial-Mau (Mau = Maikäfer). Von 1844 bis 1849 lebte er in Frankfurt am Main als Kandidat für das Predigeramt und als Privatlehrer. Ab 1850 arbeitete er als evangelischer Pfarrer in [[Trier]], einer vom Katholizismus dominierten Stadt. Er selbst erlebte zahlreiche Diskriminierungen der Protestanten, wie zum Beispiel, dass diese sich in der Selbstmörderecke des Friedhofs begraben lassen mussten, die ihn zu einer ersten öffentlichen Schrift veranlassten. Darin schrieb er &amp;#039;&amp;#039;Wir lieben die Katholiken, aber wir hassen den Katholizismus als das kunstvollste und eben darum machtvollste Gewebe von Wahrheit und Lüge, Gottesreich und Weltfürstentum, welches die Geschichte der Menschheit je hervorgebracht hat&amp;#039;&amp;#039;. Beyschlag wurde daraufhin angeklagt, aber im Berufungsverfahren freigesprochen. Nach seiner Zeit in Trier wurde er 1856 Hofprediger von Großherzog [[Friedrich I. (Baden, Großherzog)|Friedrich I. von Baden]] in [[Karlsruhe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er 1860 Professor für [[Praktische Theologie]] an der [[Theologische Fakultät Halle|Theologischen Fakultät Halle]] geworden war, las er regelmäßig auch über [[Neues Testament|neutestamentliche]] Themen und widmete diesen viele seiner Veröffentlichungen. Weitere Publikationen waren der kirchlichen Zeitgeschichte und aktuellen kirchlichen Fragen gewidmet. Im Sinne der [[Vermittlungstheologie]] versuchte er hier zwischen den kritischen Positionen, etwa der [[Zweiquellentheorie]], und einem unkritischen [[Biblizismus]] auszugleichen. 1866/67 und 1893/94 amtierte er als [[Rektor]] der Universität, die er auch im [[Preußisches Herrenhaus|Preußischen Herrenhaus]] vertrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beyschlags größte Bedeutung liegt in seinem kirchenpolitischen Engagement. Er kritisierte die [[Königreich Preußen|preußische]] Kirchenpolitik als zu katholizismusfreundlich und setzte sich für eine Vertiefung der [[Unierte Kirchen (evangelisch)|Union]] von [[Lutheraner]]n und [[Reformierte]]n ein. Ab 1862 war er Vorsitzender des [[Gustav-Adolf-Werk|Gustav-Adolf-Vereins]] in der [[Kirchenprovinz Sachsen]], der protestantische Gemeinden in der [[Diaspora]] unterstützte. Als Mitglied der sächsischen [[Synode (evangelische Kirchen)|Provinzialsynode]] gründete er 1873 die [[Evangelische Vereinigung]] als „Mittelpartei“ zwischen [[Liberale Theologie|Liberalen]] und Neuorthodoxen. Er leitete diese Kirchenpartei lange Zeit und gab bis zu seinem Tod ihre Zeitschrift, die &amp;#039;&amp;#039;Deutsch-Evangelischen Blätter&amp;#039;&amp;#039; heraus. 1886 gründete er in [[Erfurt]] den &amp;#039;&amp;#039;Evangelischen Bund zur Wahrung der deutsch-protestantischen Interessen&amp;#039;&amp;#039; (heute [[Evangelischer Bund]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beyschlag war ab 1852 mit Maria Clemen aus Lemgo verheiratet. Zu seinen Kindern gehörten Helene Beyschlag, verheiratet mit dem Theologen [[Karl Hermann Pahncke]], und der Berliner Geologe [[Franz Beyschlag]] (Vater des Theologen [[Karlmann Beyschlag]]). Sein Grab befindet sich auf dem &amp;#039;&amp;#039;[[St. Laurentius (Halle)|Laurentiusfriedhof]]&amp;#039;&amp;#039; in Halle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1860: Theologische [[Ehrendoktor]]würde der [[Albertus-Universität Königsberg|Universität Königsberg]]&lt;br /&gt;
* [[Roter Adlerorden]] 3. Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Leben eines Frühvollendeten, des evangelischen Pfarrers Franz Wilhelm Traugott Beyschlag. Ein christliches Lebensbild aus der Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Rauh, Berlin 1858.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Christologie des Neuen Testaments. Ein biblisch-theologischer Versuch.&amp;#039;&amp;#039; Rauh, Berlin 1866.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die paulinische Theodicee: Römer IX – XI. Ein Beitrag zur biblischen Theologie.&amp;#039;&amp;#039; Rauh, Berlin 1868.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Karl Immanuel Nitzsch. Eine Lichtgestalt der neueren deutsch-evangelischen Kirchengeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Rauh, Berlin 1872.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur johanneischen Frage. Beiträge zur Würdigung des vierten Evangeliums gegenüber den Angriffen der kritischen Schule.&amp;#039;&amp;#039; Perthes, Gotha 1876.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erkenntnißpfade zu Christo. Auswahl akademischer Predigten.&amp;#039;&amp;#039; Rauh, Berlin 1877.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur deutsch-christlichen Bildung. Gesammelte popular-theologische Vorträge.&amp;#039;&amp;#039; Strien, Halle 1880.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Altkatholicismus. Eine Denk- und Schutzschrift an das evangelische Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Strien, Halle a. S. 1882, 3. Aufl. 1883 ([https://community.logos.com/forums/p/186903/1078998.aspx#1078998 Möglichkeit zum Download]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Leben Jesu.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Strien, Halle 1885/1886.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Reformation in Italien.&amp;#039;&amp;#039; H. Klein, Barmen 1886.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Godofred. Ein Märchen fürs deutsche Haus.&amp;#039;&amp;#039; Strien, Halle a. S. 1888.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neutestamentliche Theologie oder geschichtliche Darstellung der Lehren Jesu und des Urchristenthums.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Strien, Halle a. S. 1891/92.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus meinem Leben.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Strien, Halle a. S. 1896/99.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Philipp Melanchthon]] und sein Antheil an der deutschen Reformation. Festschrift zum vierhundertjährigen Geburtstag des Reformators.&amp;#039;&amp;#039; Waetzel, Freiburg im Breisgau 1897.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Christenlehre auf Grund des Kleinen Lutherischen Katechismus. Hülfsbuch zur Ertheilung des Confirmadenunterrichts und zum Selbstunterricht von Erwachsenen.&amp;#039;&amp;#039; Strien, Halle a. S. 1900.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zum Gedächtnis Willibald Beyschlags, geb. 5. Sept. 1823, gest. 25. Nov. 1900. Eine Auswahl seiner wissenschaftlichen Aufsätze.&amp;#039;&amp;#039; W. Gronau, Jena 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613084200/http://www.bautz.de/bbkl/b/beyschlag_w.shtml|autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|band=1|spalten=571–572}}&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Bechtel]]: &amp;#039;&amp;#039;Johann Heinrich Christoph Willibald Beyschlag&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Friedrich von Weech]], [[Albert Krieger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Badische Biographien&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 5. Carl Winter, Heidelberg 1906, S. 77–90 ([https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:31-226511/fragment/page=251207 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 1: &amp;#039;&amp;#039;A–E.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 1996, ISBN 3-8253-0339-X, S. 94.&lt;br /&gt;
* [[Stefan Heid]]: Art. &amp;#039;&amp;#039;Willibald Beyschlag&amp;#039;&amp;#039;. In: Stefan Heid, Martin Dennert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039; [[Personenlexikon zur Christlichen Archäologie|Personenlexikon zur Christlichen Archäologie. Forscher und Persönlichkeiten vom 16. bis zum 21. Jahrhundert]].&amp;#039;&amp;#039; Schnell &amp;amp; Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2620-0, Bd. 1, S. 180.&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|209|210|Beyschlag, Johann Heinrich Christoph Willibald|[[Peter Meinhold]]|119133431}}&lt;br /&gt;
* [[Karl Hermann Pahncke]]: &amp;#039;&amp;#039;Willibald Beyschlag: ein Gedenkblatt zur 5jährigen Wiederkehr seines Todestages (am 25. November 1900); auf Grund von Tagebüchern, Briefen und eigenen Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039;. Mohr, Tübingen 1905.&lt;br /&gt;
* Max Pahncke: &amp;#039;&amp;#039;Willibald Beyschlag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Lebensbilder.&amp;#039;&amp;#039; 1. Band: &amp;#039;&amp;#039;Lebensbilder des 19. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Magdeburg 1926, S. 271–281.&lt;br /&gt;
* Joachim Weinhardt: &amp;#039;&amp;#039;Willibald Beyschlag&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Religion in Geschichte und Gegenwart]], 4. Aufl. Bd. 1, 1998, Sp. 1400f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119133431}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|119133431}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS |DB=HBN |titel=Beyschlag, Johann Heinrich Christoph Willibald |ID=119133431}}&lt;br /&gt;
* [[Sabine Hock]]: {{Frankfurter Personenlexikon|1626|Beyschlag, Willibald}} (Stand des Artikels: 7. November 1986), auch in: {{BibISBN|3-7829-0444-3|Seiten=69}}&lt;br /&gt;
* {{RPPD Vw|nr=pta0095}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kulturfalter.de/index.php?id=willibald_beyschlag Die &amp;quot;Fleißperson&amp;quot; im Dienste des Protestantismus], stadtgeschichtlicher Beitrag im [http://www.kulturfalter.de/ Kulturfalter], im März 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119133431|LCCN=no00048652|VIAF=69732411}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beyschlag, Willibald}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Geistlicher (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Praktischer Theologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neutestamentler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Herrenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Gustav-Adolf-Werk)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im Wingolf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Albertus-Universität Königsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1823]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Beyschlag, Willibald&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Beyschlag, Johann Heinrich Christoph Willibald (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelischer Theologe und Professor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. September 1823&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. November 1900&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Halle (Saale)|Halle]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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