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	<title>Willi Wallstab - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T00:15:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Willi_Wallstab&amp;diff=2876730&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wikijunkie: Klammer-WL korrigiert mit AWB</title>
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		<updated>2026-01-25T09:21:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klammer-WL korrigiert mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willi Wallstab&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Februar]] [[1888]] in [[Leopoldshall]]; † [[15. Dezember]] [[1956]] in [[Bahrendorf]]) war ein deutscher [[Politiker]] ([[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]/[[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]). Er war Abgeordneter des [[Provinziallandtag (Preußen)|Provinziallandtages]] [[Provinz Sachsen|Sachsen]] und nach 1945 [[Polizeipräsident]] von [[Magdeburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wallstab, Sohn eines [[Schneider]]s, erlernte in [[Berlin]] den Beruf des [[Friseur]]s. Anschließend war er Friseurgeselle in [[Hannover]]. Von 1910 bis 1932 hatte er ein eigenes Friseurgeschäft in Leopoldshall. Wallstab schloss sich 1908&amp;lt;ref&amp;gt;Laut Weber, Herbst (2008) erst 1911.&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] an und ging 1917 zur [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]]. Mit Andreas Bohne, Richard und Karl Roth bildete er den linken Flügel innerhalb der [[Staßfurt]]er USPD. Sie versorgten während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] ihnen bekannte Arbeiter mit [[Antimilitarismus|antimilitaristischem]] Agitationsmaterial. Im Januar 1917 wurde er als Rüstungsarbeiter nach [[Magdeburg]] dienstverpflichtet. Während der [[Novemberrevolution]] gehörte Wallstab dem Staßfurter [[Arbeiter- und Soldatenrat]] an. Im Mai 1919 war er Mitbegründer der KPD-Ortsgruppe. Wallstab überführte dabei die Mehrheit der USPD-Ortsgruppe in die KPD, deren Vorsitzender er bis 1933 blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Kapp-Putsch]]es im März 1920 leitete Wallstab den paritätisch zusammengesetzten Vollzugsrat in Staßfurt. Angesichts der Geschlossenheit der Arbeiterfront mussten das mit [[Wolfgang Kapp|Kapp]] und [[Walther von Lüttwitz|Lüttwitz]] sympathisierende Zeitfreiwilligen-Bataillon Staßfurt-Leopoldshall und die aus [[Bernburg]] eingerückte Kompanie des Bataillons Wülfing kapitulieren, die Waffen abliefern und die Stadt verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Erwin Könnemann: &amp;#039;&amp;#039;Arbeiterklasse siegt über Kapp und Lüttwitz&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. (= &amp;#039;&amp;#039;Archivalische Forschungen zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung&amp;#039;&amp;#039;, Band 7,1) Akademie-Verlag, Berlin 1971, S. 391.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1920 bis 1933 war Wallstab Mitglied der Staßfurter [[Stadtvertretung|Stadtverordnetenversammlung]] und Abgeordneter des preußischen Provinziallandtages Sachsen. Auf dem VIII. Parteitag der KPD im Januar 1923 in [[Leipzig]] wurde Wallstab, der auch Mitglied der KPD-Bezirksleitung Magdeburg-Anhalt war, als Vertreter dieses Bezirks in den Zentralausschuss gewählt. Nach der [[Ruhrbesetzung]] durch französische Truppen 1923 rief Wallstab zu Demonstrationen gegen die „Verelendungspolitik des [[Hugo Stinnes|Stinnes]]-Kapitals“ und zum Kampf gegen [[Wilhelm Cuno|Cuno]] und [[Raymond Poincaré|Poincaré]] auf. Im August 1923 weitete sich der [[Cuno-Streiks|Streik]] der Kaliarbeiter des [[Salzgewinnung am Staßfurter Sattel|Berlepsch-Schachtes]] auch wegen der Agitation Wallstabs in Staßfurt und Umgebung weiter aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Ersil: &amp;#039;&amp;#039;Aktionseinheit stürzt Cuno. Zur Geschichte des Massenkampfes gegen die Cuno-Regierung 1923 in Mitteldeutschland&amp;#039;&amp;#039;. Dietz, Berlin 1963, S. 77, 79 und 200.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1923 war Wallstab mit den Vorbereitungen für den [[Deutscher Oktober|Aufstand]] in Staßfurt betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|Nationalsozialisten]] war Wallstab weiterhin illegal für die KPD aktiv. Am 17. März 1933 wurde er festgenommen und verblieb bis Ende September 1933 in „[[Schutzhaft]]“. Am 27. April 1936 wurde er – zusammen mit [[Franz Vollbring]] und [[Paul Illhardt]] – erneut verhaftet.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Miethe (1974), S. 253.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wallstab wurde am 22. März 1937 vom [[Kammergericht Berlin]] zu viereinhalb Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Nach Ende der Haftzeit, die er im Zuchthaus [[Coswig (Anhalt)|Coswig]] verbracht hatte, wurde er 1941 in das [[Arbeitserziehungslager]] [[Süplingen]] bei [[Haldensleben]] in den [[Steinbruch]] geschickt. Anfang 1942 wurde Wallstab in das [[KZ Neuengamme]] verbracht. Im Frühjahr 1945 zusammen mit anderen Häftlingen des KZ Neuengamme auf die &amp;#039;&amp;#039;[[Cap Arcona (Schiff, 1927)|Cap Arcona]]&amp;#039;&amp;#039; verschleppt, konnte er sich beim Untergang des Schiffes retten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wallstab kehrte im Juni 1945 nach Staßfurt zurück und wurde Leiter des KPD-Unterbezirks. Am 1. September 1945 wurde Wallstab von der [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|SMAD]] als Polizeipräsident von Magdeburg eingesetzt. Bis zu seiner Ablösung im März 1949 betrieb Wallstab eine Personalpolitik, die nach Abschluss der [[Entnazifizierung]] auch zur Verdrängung von Sozialdemokraten und anderen als politisch unzuverlässig Erachteten aus dem Polizeidienst sowie zur Besetzung sämtlicher verantwortlicher Stellen mit linientreuen kommunistischen Kadern führte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mi.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MI/MI/1._Ministerium/Geschichte_des_Hauses/Geschichte_des_Hauses/Tafeln_Korrekturansicht4_01.pdf &amp;#039;&amp;#039;Halberstädter Straße Nr. 2 – (Volks)Polizeipräsidium Magdeburg (1945 bis 1952)&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 3,8&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Wallstab wurde im Frühjahr 1949 von seiner Funktion als Polizeipräsident entbunden, da Gerüchte über seine unrühmliche Rolle als [[Kapo (KZ)|Kapo]] im Arbeitserziehungslager Süplingen aufkamen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerda Meyer-Eberhard: [http://www.meyerware.de/pub/rudolf-eberhard/buch.htm#_ftn98 &amp;#039;&amp;#039;Ein sozialdemokratischer Oberbürgermeister in der Diktatur. Rudolf Eberhard&amp;#039;&amp;#039;]. Wiesbaden 2000, ISBN 3-89811-726-X, S. 123, Fußnote 98.&amp;lt;/ref&amp;gt; Man warf ihm vor, sich nicht kameradschaftlich verhalten zu haben, was aber nicht zutraf. Er wurde daraufhin ins [[Justizministerium]] nach [[Halle (Saale)]] versetzt und war dort bis 1951 Oberreferent im Strafvollzug des Ministeriums für Justiz [[Sachsen-Anhalt]], anschließend war er stellvertretender Leiter der Justizhaftanstalt Magdeburg-[[Sudenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wallstab verstarb am 15. Dezember 1956 an den Folgen der langjährigen Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* In Staßfurt war zu Zeiten der DDR eine Straße nach ihm benannt, am Haus Willi-Wallstab-Straße 29 befand sich zudem eine Gedenktafel.&lt;br /&gt;
* In [[Löderburg]] war die [[Polytechnische Oberschule]] „Willi Wallstab“ nach ihm benannt. Sie wurde unter anderem auch von Kindern des [[SWAPO]]-Kinderheims in [[Schloss Bellin|Bellin]] besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
*Anna Dora Miethe: &amp;#039;&amp;#039;Gedenkstätten. Arbeiterbewegung. Antifaschistischer Widerstand. Aufbau des Sozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Urania-Verlag, Leipzig/Jena/Berlin 1974, S. 255f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3B-1424.html?ID=5367 Wallstab, Willi]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. 2. überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Karl Dietz Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wallstab, Willi}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizeipräsident (Magdeburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages der Provinz Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Neuengamme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Novemberrevolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wallstab, Willi&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wallstab, Willy (Falschschreibung)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (KPD, SED)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Februar 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leopoldshall]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Dezember 1956&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bahrendorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wikijunkie</name></author>
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