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	<title>Willi Tessmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T12:20:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Willi_Tessmann&amp;diff=2475892&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Weblink */ Mehrzahl Weblinks</title>
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		<updated>2025-06-10T05:58:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblink: &lt;/span&gt; Mehrzahl Weblinks&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Willi Tessmann.jpg|mini|Willi Tessmann, Gerichtsfoto]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willi Tessmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, vollständiger Name &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Bernhard Tessmann&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Januar]] [[1908]] in [[Hamburg]]; † [[29. Januar]] [[1948]] im [[Gefängnis Hameln]]) war ein deutscher Polizist und zur [[Zeit des Nationalsozialismus]] Kommandant des [[KZ Fuhlsbüttel#Polizeigefängnis von 1935 bis 1945|Polizeigefängnisses Hamburg-Fuhlsbüttel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Tessmann, Sohn eines Kutschers, engagierte sich in seiner Jugendzeit bei der evangelischen Kirchenjugend. Nach dem Abschluss seiner Schullaufbahn absolvierte er eine Ausbildung zum Gärtner, die er 1925 beendete. Anschließend arbeitete er als Gärtner, bis er betriebsbedingt Ende September 1933 arbeitslos wurde. Politisch betätigte sich Tessmann beim [[Jungdeutscher Orden|Jungdeutschen Orden]], dem er von 1925 bis 1930 angehörte. Am 1. Mai 1932 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und der [[Schutzstaffel]] (SS) bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wickert231&amp;quot;&amp;gt;Christl Wickert: &amp;#039;&amp;#039;Willi Tessmann – Kommandant des Polizeigefängnisses Hamburg-Fuhlsbüttel&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 2004, S. 231&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tessmann war mit Lieselotte, geborene Cohrs, verlobt. Das Paar heiratete Oktober 1935, aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wickert232&amp;quot;&amp;gt;Christl Wickert: &amp;#039;&amp;#039;Willi Tessmann – Kommandant des Polizeigefängnisses Hamburg-Fuhlsbüttel&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 2004, S. 232&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Im Februar 1934 bekam er auf Vermittlung seines Schwiegervaters eine Anstellung bei der Hamburger Schutzpolizei. Nach einem mehrwöchigen Lehrgang wurde Tessmann von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] im September 1934 als Wachmann im [[KZ Fuhlsbüttel]] eingesetzt. Ab 1937 arbeitete Tessmann als Fernschreiber für die Gestapo in Hamburg und ab 1938 im [[Geheimes Staatspolizeiamt (Berlin)|Geheimen Staatspolizeiamt]] in Berlin, wo er einen polizeilichen Lehrgang absolvierte. Ab 1940 war er wieder im Polizeigefängnis Hamburg-Fuhlsbüttel eingesetzt, wo er im April 1943 Stellvertreter des dortigen Kommandanten [[Johannes Rode (SS-Mitglied)|Johannes Rode]] wurde und Rode im November 1943 als Kommandant nachfolgte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wickert232f&amp;quot;&amp;gt;Christl Wickert: &amp;#039;&amp;#039;Willi Tessmann – Kommandant des Polizeigefängnisses Hamburg-Fuhlsbüttel&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 2004, S. 232f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tessmanns Stellvertreter wurde Hans Stange.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Fentsahm: [http://www.geschichtsverein-bordesholm.de/Veroeffentlichungen/Jahrbuecher/J06_7_Fentsahm_Evakuierungsmarsch.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der „Evakuierungsmarsch“ von Hamburg-Fuhlsbüttel nach Kiel-Hassee (12. - 15. April 1945)&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 2,0&amp;amp;nbsp;MB), S. 142&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tessmann soll Gefangene in Einzelhaft gebracht haben, wenn diese nicht im Sinne der Gestapo geständig waren. Mehrere Gefangene begingen aufgrund von Einzelhaft und Folter [[Suizid]]. Zudem misshandelte er Gefangene und nahm an Hinrichtungen teil, die unter seinem Kommando vollzogen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Christl Wickert: &amp;#039;&amp;#039;Willi Tessmann – Kommandant des Polizeigefängnisses Hamburg-Fuhlsbüttel&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 2004, S. 232, 234&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor der Befreiung Hamburgs durch die britischen Truppen ordnete Tessmann am 15. April 1945 die „Evakuierung“ der Fuhlsbüttler Häftlinge in das [[Arbeitserziehungslager Nordmark]] in [[Kiel-Hassee]] an. Tessmann gab den Wachmännern der Begleitmannschaft des [[Todesmärsche von KZ-Häftlingen|Todesmarsches]] die Anweisung, geschwächte oder flüchtende Häftlinge zu erschießen. Am 3. Mai 1945 begab sich Tessmann aus Hamburg nach Ipstedt bei [[Schleswig]], wo er sich einem [[Bataillon]] der [[Wehrmacht]] anschloss, das fünf Tage später zerfiel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wickert233f&amp;quot;&amp;gt;Christl Wickert: &amp;#039;&amp;#039;Willi Tessmann – Kommandant des Polizeigefängnisses Hamburg-Fuhlsbüttel&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 2004, S. 233f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit, Prozesse und Todesurteil ==&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende verdingte er sich auf einem Hof bei [[Heide (Holstein)|Heide]] und wurde als angeblicher ehemaliger Wehrmachtssoldat nicht weiter von den [[Britische Besatzungszone|britischen Militärbehörden]] behelligt. Am 27. Juli 1945 lebte er wieder bei seiner Familie in [[Hamburg-Langenhorn]]. Aufgrund der Anzeige einer Nachbarin wurde Tessmann am 29. Juli 1945 durch Angehörige der [[Royal Military Police|britischen Militärpolizei]] verhaftet und in das [[Untersuchungshaftanstalt Hamburg|Untersuchungsgefängnis Hamburg]] eingewiesen. Nach mehreren Verhören wurde er in das [[Internierungslager Neuengamme]] verlegt, wo er zu ehemaligen inhaftierten SS- und Polizeikollegen Kontakt aufnehmen konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wickert233f&amp;quot;/&amp;gt; Tessmann wurde in zwei [[Curiohaus-Prozesse]]n zum Tatkomplex Verbrechen im Polizeigefängnis Hamburg-Fuhlsbüttel angeklagt. In beiden Prozessen stand er mit weiteren Angeklagten vor Gericht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wickert234f&amp;quot;&amp;gt;Christl Wickert: &amp;#039;&amp;#039;Willi Tessmann – Kommandant des Polizeigefängnisses Hamburg-Fuhlsbüttel&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 2004, S. 234f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Während meiner Dienstzeit fanden ungefähr 10 Abtransporte nach Neuengamme zu Erschießungen statt. An diesen Erschießungen nahm Teßmann teil. Die Nationalität dieser abtransportierten Häftlinge weiß ich nicht, außer in einem Fall, wo es sich um ca. 20 bis 30 Ostarbeiter handelte. Diese kamen von Schirrmeiers Station. Ich erinnere diesen Fall besonders, da Teßmann mir den Befehl gab, an dieser Erschießung teilzunehmen. Ich weigerte mich und Wachmann Rusche bekam den Befehl, aber er weigerte sich auch.|Autor=Zeugenaussage von Johann Leitzbach, der im Polizeigefängnis Fuhlsbüttel als Wachmann eingesetzt war, nach Kriegsende vor englischen Untersuchungsoffizieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert bei Gertrud Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Nacht über Hamburg. Berichte und Dokumente 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1971, S. 132&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Hinrichtung von sowjetischen Zwangsarbeiterinnen wurde Tessmann am 6. August 1947 zu sieben Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Am 24. September 1947 wurde er wegen Misshandlungen, der Erschießung von elf Polen sowie seiner Verantwortung für den Todesmarsch [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]] und am 29. Januar 1948 wurde er im [[Gefängnis Hameln|Zuchthaus Hameln]] [[Hinrichtung|hingerichtet]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wickert234f&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christl Wickert]]: &amp;#039;&amp;#039;Willi Tessmann – Kommandant des Polizeigefängnisses Hamburg-Fuhlsbüttel&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Klaus-Michael Mallmann]] &amp;amp; [[Gerhard Paul (Historiker)|Gerhard Paul]]: &amp;#039;&amp;#039;Karrieren der Gewalt. Nationalsozialistische Täterbiographien.&amp;#039;&amp;#039; [[Wissenschaftliche Buchgesellschaft|WBG]], Darmstadt 2004, ISBN 3-534-16654-X.&lt;br /&gt;
* [[Gertrud Meyer (Autorin)|Gertrud Meyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Nacht über Hamburg. Berichte und Dokumente 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Bibliothek des Widerstandes, Röderberg-Verlag, Frankfurt am Main 1971.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Uwe Fentsahm: [http://www.geschichtsverein-bordesholm.de/Veroeffentlichungen/Jahrbuecher/J06_7_Fentsahm_Evakuierungsmarsch.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der „Evakuierungsmarsch“ von Hamburg-Fuhlsbüttel nach Kiel-Hassee (12. - 15. April 1945)&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 2,0&amp;amp;nbsp;MB). Dieser Aufsatz ist zuerst erschienen in &amp;#039;&amp;#039;Informationen zur Schleswig-Holsteinischen Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (Kiel) Nr. 44. Oktober 2004. S. 66–105.&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/196 Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128951036|LCCN=|NDL=|VIAF=10911797}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tessmann, Willi}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ Fuhlsbüttel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Lagerkommandant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Jungdeutschen Orden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Curiohaus-Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tessmann, Willi&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Tessmann, Wilhelm Bernhard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Polizist und Kommandant des Polizeigefängnisses Hamburg-Fuhlsbüttel&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Januar 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Januar 1948&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Gefängnis Hameln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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