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	<title>Willi Prinz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T18:27:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Willi_Prinz&amp;diff=2468728&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Wozniak: /* Leben */</title>
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		<updated>2026-04-18T07:34:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willi Prinz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. August]] [[1909]] in [[Köln-Kalk]]; † [[28. Dezember]] [[1973]] in [[Garmisch-Partenkirchen]]), eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Peter Prinz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, war ein deutscher Politiker. Er war von 1949 bis 1951 erster Vorsitzender der Hamburger [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sein Vater war als Anstreicher und Lackierer in einer Maschinenfabrik tätig. 1923 begann Prinz eine Lehre als Motorenschlosser. Seit 1927 war er KPD-Mitglied. 1928 trat er dem [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920)|KJVD]] bei und wurde 1930 für die &amp;#039;&amp;#039;Kommunistische Jugendinternationale&amp;#039;&amp;#039; nach Moskau berufen. In den parteiinternen Machtkämpfen zwischen [[Heinz Neumann (Politiker)|Heinz Neumann]] und [[Ernst Thälmann]] galt Prinz als Sympathisant Neumanns und verlor bei seiner Rückkehr nach Deutschland sämtliche Ämter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ruhrgebiet kämpfte er von Oktober 1932 bis Mai 1933 gegen den [[Nationalsozialismus]]. In [[Trier]] reorganisierte er die zerschlagene [[Kommunistische Partei|KP]]. 1935 wurde Prinz von seiner Partei nach [[Paris]] beordert. Anschließend übernahm er die Leitung der kommunistischen Emigration in den Niederlanden. Dort war er als Organisations- und Schulungsleiter tätig. Im Mai 1941 wurde er von der niederländischen Polizei bei einer Razzia verhaftet und kam in das [[KZ Sachsenhausen|Konzentrationslager Sachsenhausen]]. Nach Hochverratsprozess wurde er zu zwei Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilt. Er kam in das Zuchthaus Münster, wurde aber schon im November 1942 zur [[Strafdivision 999]] eingezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende geriet er in britische Gefangenschaft. 1947 kehrte er nach Deutschland zurück. Im April 1948 wurde er zweiter Vorsitzender des Zonensekretärs der KPD in der [[Französische Besatzungszone|französischen Besatzungszone]]. Im August 1949 wurde er zum Landesvorsitzenden der Hamburger KPD gewählt und war von 1949 bis 1952 Abgeordneter der [[Hamburgische Bürgerschaft|Hamburger Bürgerschaft]]. Die KPD fand sich in einem Umfragetief. Prinz sollte sich in Hamburg um die geringe Akzeptanz der KPD bei den Wählern und den Gewerkschaften kümmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entscheidender für seine Tätigkeit als Landesvorsitzender wurden jedoch die Forderungen nach einer „[[Politische Säuberung|Säuberung]]“ von „Parteifeinden“, denn vom Parteivorstand wurde der Hamburger KPD vorgeworfen, dass sie sich zu wohlwollend „gegenüber Vertretern antisowjetischer und anderer parteifeindlicher Auffassungen“&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Berlin: &amp;#039;&amp;#039;Willi Prinz (1909–1973). Ein Vorsitzender der Hamburger KPD als Opfer des Stalinismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 96, 2010, S. 101–139, hier: S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt; gezeigt habe. Prinz verhinderte jedoch die meisten [[Parteiausschluss|Parteiausschüsse]] der sogenannten „parteifeindlichen fraktionellen Gruppe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Berlin: &amp;#039;&amp;#039;Willi Prinz (1909–1973). Ein Vorsitzender der Hamburger KPD als Opfer des Stalinismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 96, 2010, S. 101–139, hier: S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegenüber der [[Ohne mich-Bewegung]], die sich gegen die [[Wiederbewaffnung]] der Bundesrepublik, und von der KPD ohne Vorbehalt unterstützt wurde, nahm Prinz eine abweichende Meinung zu seiner Partei ein. Zum Verhängnis wurde ihm seine Einordnung als politischer Abweichler vor 1933.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Januar 1951 hatte [[Erich Mielke]] seine [[Liste von der Staatssicherheit der DDR entführter Personen|Verhaftung angeordnet]]. Im Februar befand sich Willi Prinz in Löwenberg in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] zu einer Tagung des KPD-Vorstands. Am 9. Februar wurde er überraschend von seinem Posten als KPD-Landesvorsitzender abgesetzt. Noch während der Tagung wurde er aufgefordert, zu einem „Kadergespräch nach Berlin“ zu kommen. Das Auto, das ihn abholte, lieferte ihn am 10. Februar 1951 in einem Gefängnis der DDR ab. Prinz sollte „Verbrechen“ gegen den Frieden, die [[Sowjetunion]], die DDR und deren Führung gestehen. Ihm wurde auch vorgeworfen, dass er [[Harry Naujoks]] und Walter Müller nicht aus der Partei ausgeschlossen habe. Unter Androhung von lebenslanger Haft, Schlafentzug und Verbot jeglichen Kontaktes mit seiner Frau sollte Prinz ein „Geständnis“ ablegen. Als Prinz dies verweigerte, wurde er nach mehreren Wochen psychischer Folter von Mitarbeitern des [[Innenministerium der UdSSR|MWD]] in die Mangel genommen. Diese drohten ihm Erschießung und Folter an. Als das nicht zum gewünschten Ergebnis führte, wurde Prinz ins MfS-Gefängnis Hohenschönhausen gebracht. Auch hier wurde unablässig versucht, Prinz zu einem Geständnis zu bringen. Prinz verlor ein Drittel seine Körpergewichts. Wegen Vitaminmangels bekam er Vereiterungen und erkrankte an den Zähnen. Zeitweise wurde er verrückt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Berlin: &amp;#039;&amp;#039;Willi Prinz (1909–1973). Ein Vorsitzender der Hamburger KPD als Opfer des Stalinismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 96, 2010, S. 125–132.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1954 wurde Prinz aus der Haft entlassen. Ungeklärt ist, wie es zur Haftentlassung kam. Laut einem SED-Mitarbeiter gebe es keine Anhaltspunkte, „dass der Genosse Prinz sich parteifeindlich betätigt hat oder sonstwie Verrat an der Partei übte“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Berlin: &amp;#039;&amp;#039;Willi Prinz (1909–1973). Ein Vorsitzender der Hamburger KPD als Opfer des Stalinismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 96, 2010, S. 101–139, hier: S. 132, Anm. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Willen der Partei sollte Prinz in der DDR leben, in die [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] eintreten und in der Redaktion einer sächsischen Parteizeitung arbeiten. Er [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|floh jedoch von Ost-Berlin nach West-Berlin]] und reiste von dort per Flugzeug weiter nach Hamburg. Ein politischer Neuanfang gelang ihm jedoch nicht. Er arbeitete fortan in einer Maschinenfabrik und betrieb später mit seinem Bruder ein Geschäft für Landmaschinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jörg Berlin: &amp;#039;&amp;#039;Willi Prinz (1909–1973). Ein Vorsitzender der Hamburger KPD als Opfer des Stalinismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte]].&amp;#039;&amp;#039; 96 2010, S. 101–139 ([https://agora.sub.uni-hamburg.de//subhh/cntmng?type=pdf&amp;amp;did=c1:61257 online]).&lt;br /&gt;
* [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Karl Dietz Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6 ([https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/wilhelm-willi-prinz?ID=4916 online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=|NDL=|VIAF=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-04-28}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Prinz, Willi}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der sowjetischen Besatzungsmacht in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betroffener der Noel-Field-Affäre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1973]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Prinz, Willi&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Prinz, Wilhelm Peter (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (KPD)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. August 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Köln-Kalk]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Dezember 1973&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Garmisch-Partenkirchen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Wozniak</name></author>
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