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	<title>Willi Mentz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T03:35:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Willi_Mentz&amp;diff=1773095&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 2. Februar 2026 um 19:27 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willi Bruno Mentz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. April]] [[1904]] in [[Pritzwalk|Schönhagen]] (heute ein Ortsteil von Pritzwalk in [[Brandenburg]]); † [[25. Juni]] [[1978]] in [[Paderborn]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister des Standesamtes Paderborn Nr. 705/1978.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[SS-Unterscharführer]] und wurde für seine im [[Vernichtungslager Treblinka]] begangenen Verbrechen vom [[Landgericht Düsseldorf]] am 3. September 1965 in den [[Treblinka-Prozesse]]n zu lebenslangem [[Zuchthaus]]aufenthalt verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Willi Mentz besuchte eine [[Volksschule]], die er in der vorletzten Klasse verließ. Anschließend arbeitete er – wie auch sein Vater – in einem Sägewerk. 1922 war er in [[Lichterfelde (Barnim)|Lichterfelde]] bei [[Finsterwalde]] in der [[Niederlausitz]] anderthalb Jahre lang in einem Bergwerk für [[Braunkohle]] beschäftigt. 1923 zog er für eine Melkerausbildung nach [[Mecklenburg]] und schloss diese mit der Gesellenprüfung ab. Als Melker arbeitete er bis 1926 und legte in diesem Beruf die [[Meisterprüfung]] im Jahre 1929 ab. Mentz heiratete 1929 und hatte vier Töchter. Zum 1. März 1932 trat Mentz der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 968.008).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/28311061&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1933 ===&lt;br /&gt;
Von 1934 bis 1940 war er als Melkermeister tätig. Anfang 1940 bewarb sich Mentz erfolglos bei der Polizei. Daraufhin schlug ihn die [[Landwirtschaftskammer (Deutschland)|Landwirtschaftskammer]] als Melkermeister in der [[Tötungsanstalt Grafeneck]] im [[Schloss Grafeneck]] bei [[Münsingen (Württemberg)|Münsingen]] vor. Dort war er anderthalb Jahre für den Kuh- und Schweinebestand zuständig. Anschließend kam er zur [[NS-Tötungsanstalt Hadamar|NS-Tötungsanstalt]] in [[Hadamar]] bei [[Limburg an der Lahn|Limburg]] an der Lahn, wo er bis zum Frühsommer 1942 in der Gärtnerei arbeitete und für die Anstaltszentralheizung verantwortlich war. In der Anstalt Hadamar wurden Geisteskranke ermordet und ihre Leichen in Krematorien verbrannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Juni oder Anfang Juli 1942 wurde er mit [[August Miete]] nach Lublin abkommandiert, wo er zum SS-[[Unterscharführer]] befördert wurde. Zu dieser Zeit waren [[Irmfried Eberl]] Lagerkommandant und [[Otto Stadie]] Verwaltungsleiter im [[Vernichtungslager Treblinka]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Land&amp;quot;&amp;gt;Landgericht Düsseldorf: {{Webarchiv|url=http://www.holocaust-history.org/german-trials/treblinka-urteil.shtml |archive-is=20140321212050 |text=Treblinka-Prozess-Urteil vom 3. September 1965, 8 I Ks 2/64}}, abgerufen am 2. Oktober 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mentz war mit August Miete und anderen SS-Männern später im unteren Lager, wo ihm das etwa 20 bis 30 Mann starke Landwirtschaftskommando unterstand. Mentz war alle zwei Wochen zuständig für das sogenannte „Lazarett“ im Lager, in dem kranke und gebrechliche Juden durch Genickschüsse getötet wurden, da sie die Weiterleitung der sogenannten „Transportjuden“ in die Gaskammern behinderten. Die Juden mussten sich entkleiden und auf einen Erdwall setzen. Dort erschoss Mentz die Opfer, die nach der Erschießung in die Lazarettgrube fielen, in der sie verbrannten. Wenn die Anzahl der zu Erschießenden zu groß war, wurden die [[Trawniki-Männer]] des Lagers herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Menschen, die Mentz im Lazarett durch Genickschuss getötet hat, ließ sich nicht genau ermitteln. Das Landgericht Düsseldorf führte in seinem Urteil aus: „Fest steht lediglich, dass die Zahl der von ihm eigenhändig getöteten Transportjuden in die Tausende geht und dass er darüber hinaus einige Hundert Arbeitsjuden liquidiert hat.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Land&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seines Aussehens mit langem braunen Gesicht und spitzen Zähnen hatte er unter den Lagerhäftlingen den Spitznamen &amp;#039;&amp;#039;Frankenstein&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Willenberg: &amp;#039;&amp;#039;Lager Treblinka.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;29 (siehe Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mentz blieb bis zur Schließung des Lagers Ende November 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1943 ===&lt;br /&gt;
Weihnachten 1943 wurde Mentz zur „[[Sonderabteilung Einsatz R]]“ nach [[Udine]] in Norditalien abkommandiert, wo er gegen [[Partisan]]en kämpfte und zur Sicherung von Verkehrswegen eingesetzt wurde. Im Frühjahr 1945 wurde er verwundet und verbrachte einige Wochen in einem Udiner Lazarett. Er geriet in britische Kriegsgefangenschaft, aus der er im Sommer 1945 entlassen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1946 ===&lt;br /&gt;
Ab 1946 arbeitete Mentz wieder als Melkermeister, was er im Jahr 1952 wegen einer Erkrankung an [[Tuberkulose]] aufgeben musste. Von 1952 bis zu seiner Verhaftung im Jahre 1960 lebte er von einer Invalidenrente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhaftung und Verurteilung ==&lt;br /&gt;
Mentz wurde am 23. Juni 1960 in seinem Wohnort in Niedermeien im [[Kalletal]] in [[Landkreis Lemgo]] verhaftet. Am 3. September 1965 wurde er vom Landgericht Düsseldorf wegen gemeinschaftlichen [[Mord]]es an mindestens 300.000 Menschen und [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] zum Mord an mindestens 25 Menschen zu lebenslanger Zuchthaushaft verurteilt. Am 31. März 1978 wurde er aus der Haft entlassen und starb am 25. Juni 1978.&amp;lt;ref&amp;gt;Willenberg: &amp;#039;&amp;#039;Lager Treblinka.&amp;#039;&amp;#039; Anm. 10, S. 218&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Richard Glazar]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Falle mit dem grünen Zaun. Überleben in Treblinka.&amp;#039;&amp;#039; Mit einem Vorwort von [[Wolfgang Benz]]. Fischer-Verlag, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-596-10764-4.&lt;br /&gt;
* [[Samuel Willenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Treblinka Lager. Revolte. Flucht. Warschauer Aufstand.&amp;#039;&amp;#039; [[Unrast-Verlag]], Münster 2009, ISBN 978-3-89771-820-3, S.&amp;amp;nbsp;95–96.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;LG Düsseldorf, 3. September 1965&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Justiz und NS-Verbrechen]]. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945–1966&amp;#039;&amp;#039;, Bd. XXII, bearbeitet von Irene Sagel-Grande, Adelheid L. Rüter-Ehlermann, H.&amp;amp;nbsp;H. Fuchs, [[C. F. Rüter]]. University Press, Amsterdam 1981, Nr. 596, S. 1–238 ([https://web.archive.org/web/20010217003415/http://www1.jur.uva.nl/junsv/brd/files/brd596.htm &amp;#039;&amp;#039;Verfahrensgegenstand: Vergasung von mindestens 700.000 überwiegend jüdischer&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; Männer, Frauen und Kinder, sowie, in der Minderzahl, auch von Zigeunern. Tödliche Misshandlung, Erschiessung, Erschlagung und Erhängung einzelner Häftlinge sowie Zerfleischung durch ‚Barry‘, den Hund des Lagerkommandanten&amp;#039;&amp;#039;]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mentz, Willi}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aktion T4)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im Vernichtungslager Treblinka]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Sonderabteilung Einsatz R)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1978]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mentz, Willi&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Mentz, Willi Bruno (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Unterscharführer und verurteilter Kriegsverbrecher im Treblinka-Prozess&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. April 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Schönhagen bei [[Pritzwalk]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Juni 1978&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paderborn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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