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	<title>Willi Marzahn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T06:35:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Willi_Marzahn&amp;diff=1804282&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Coffins am 9. Oktober 2024 um 17:00 Uhr</title>
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		<updated>2024-10-09T17:00:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gedenktafel Stubenrauchstr 35 (Babelsberg) Willi Marzahn.jpg|mini|150 px|[[Gedenktafel]] in [[Babelsberg]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willi Marzahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Juni]] [[1944]] in [[Jüterbog]]; † [[19. März]] [[1966]] in [[Berlin]]) war ein [[Todesopfer an der Berliner Mauer]]. Er starb während eines Fluchtversuchs bei einer Schießerei mit Angehörigen der [[Grenztruppen der DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der gelernte Lokomotivschlosser lebte mit seiner Frau und seinem Kind in [[Schwedt/Oder]] und arbeitete dort als Maschinenschlosser im damaligen [[PCK-Raffinerie|Erdölverarbeitungswerk]] (EVW). 1964 verpflichtete er sich freiwillig für einen dreijährigen Dienst bei der Nationalen Volksarmee. Entgegen seiner Erwartung konnte er den Dienst nicht in der Nähe seines Heimatortes ableisten, sondern wurde nach [[Stahnsdorf]] bei Berlin versetzt. Da er befürchtete, dass sich seine Frau von ihm scheiden lassen würde, wenn er weiter von zu Hause fernbliebe, stellte er mehrere Versetzungsanträge bis hin zu einem Entpflichtungsgesuch. Die Armeeführung wies alle seine Anträge ab. Schließlich legte Willi Marzahn selbst seiner Frau die Scheidung ohne Angabe von Gründen nahe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit einem weiteren Soldaten hatte er die [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|Flucht in den Westen]] geplant, die sie am 18. März 1966 umsetzen wollten. Während ihrer dienstfreien Zeit besuchten sie zuerst eine Gaststätte in Potsdam und kehrten anschließend zu ihrer Kaserne zurück. Dort verschaffte sich Willi Marzahn Zugang zur Waffenkammer und reichte seinem Begleiter zwei [[AK-47]] und drei [[Makarow (Pistole)|Makarow]]-Pistolen samt Munition aus dem Fenster. Bewaffnet machten sich die beiden Soldaten zu Fuß auf den Weg von der Kaserne zur Grenze bei [[Kohlhasenbrück]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen 6 Uhr morgens erreichten sie die Grenze, überwanden einen Signalzaun und töteten zwei Wachhunde. An einer weiteren Signalanlage lösten sie eine Leuchtrakete aus und zogen so die Aufmerksamkeit der Besatzungen zweier Wachtürme in 250 und 500 m Entfernung auf sich. Es entwickelte sich eine Schießerei zwischen den Flüchtenden und den Grenzern, in deren Verlauf Willi Marzahn durch einen Kopfschuss verletzt wurde. Sein Begleiter konnte die [[Panzersperre]] überklettern und sich durch den letzten Zaun nach West-Berlin retten. Willi Marzahn verstarb gegen 8 Uhr in einem Armeelazarett in der Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristisch konnte der Tod von Willi Marzahn nicht aufgearbeitet werden, da weder das [[Ministerium für Staatssicherheit]] noch die Berliner Staatsanwaltschaft nach 1990 ermitteln konnten, wer die tödlichen Schüsse abgab. Zwei [[Obduktion]]en kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen: Erst wurde ein Gewehrschuss aus großer Entfernung angenommen, dann ein Pistolenschuss aus nächster Nähe. Das MfS legte einen Selbstmord nahe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Hermann Hertle]], [[Maria Nooke]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961 - 1989. Ein biographisches Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Stiftung Berliner Mauer. Links, Berlin 2009, ISBN 978-3-86153-517-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.chronik-der-mauer.de/todesopfer/171377/marzahn-willi?n Porträt von Willi Marzahn bei chronik-der-mauer.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=|NDL=|VIAF=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2024-10-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Marzahn, Willi}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer der Berliner Mauer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Diktatur in der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1966]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Marzahn, Willi&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsches Todesopfer der Berliner Mauer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Juni 1944&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Jüterbog]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. März 1966&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Coffins</name></author>
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