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	<title>Willi Mai - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Willi_Mai&amp;diff=407762&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 5. Dezember 2024 um 17:43 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Volkskundler Willi Mai. Zum Fußballspieler siehe [[Willi May]]; zum Schachkomponisten siehe [[Willy May]]; zu anderen Personen siehe [[Wilhelm May]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm Mai&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. November]] [[1912]] in [[Pirmasens]]; † [[9. März]] [[1945]] in [[Székesfehérvár]]) war ein deutscher [[Volkskunde|Volkskundler]] in der [[Zeit des Nationalsozialismus]]. Als Wissenschaftler lebte er in [[Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Willi Mai legte 1938 die wissenschaftliche Staatsprüfung für das höhere Lehrfach in [[Deutsche Sprache|Deutsch]], [[Geschichte]] und [[Geographie|Erdkunde]] ab und wurde im selben Jahr aufgrund der [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Die pfälzischen Volkssagen und ihre gestaltenden Kräfte; Teil I: Sagen aus religiösem Erlebnis&amp;#039;&amp;#039; nach der mündlichen Prüfung [[summa cum laude]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ging dann auf Empfehlung seines Referenten Otto Maußer, Professor der [[Albertus-Universität Königsberg]], an das „Zentralarchiv der deutschen Volkserzählung, Berlin“, um dort den zweiten Teil seiner Doktorarbeit als Vorbereitung auf die [[Habilitation]] weiterzuverfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Angliederung des Zentralarchivs an die „[[Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe]]“ trat Mai zum 1. August 1938 der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 309.456).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/124584&amp;lt;/ref&amp;gt; Hieraus resultierten jedoch auch private Probleme im Zusammenhang mit der geplanten Hochzeit mit Marianne Direder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen September 1938 und April 1939 wurde Willi Mai mehrfach aufgefordert, „vormilitärischen Dienst“ in der SS zu tun, was er mit der Begründung ablehnte, er sei erstens Leutnant der Reserve und habe ein Jahr freiwilligen Heeresdienst abgeleistet und zweitens wissenschaftliche Arbeit zugesagt bekommen und gedenke zu arbeiten. Nach weiterer Weigerung und einem schriftlichen Verweis wurde er im Mai 1939 fristlos entlassen und gleichzeitig zum einfachen Soldaten degradiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde er für die „Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe e.&amp;amp;nbsp;V.“ weiterhin als Mitarbeiter eingesetzt und erhielt hierbei auch den Auftrag, unter der Gesamtleitung von [[Wolfram Sievers]] bei der im Juli 1940 konstituierten „Kulturkommission Südtirol“ als Leiter der Abteilung „Volkerzählung“ tätig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Kulturkommission Südtirol“ wurde von [[Heinrich Himmler]] eigens dazu eingerichtet, gemäß dem [[Hitler]]-[[Mussolini]]-Abkommen die Umsiedlung der [[Südtirol]]er im Rahmen der [[Option in Südtirol]] zu organisieren und hierzu wichtiges „[[Volksgut]]“ zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Anfang März 1941 sammelte Mai ca. 2000 Belege von Volkserzählungen. Er zog hierzu mit Notizblock oder Tonbandaufnahmegerät durch Südtirol, um Erzählungen, wie [[Sage]]n, [[Schwank|Schwänke]], [[Schwank|Schnurren]] und Witze, aus Südtirol und dem [[Kanaltal]] aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die als Makel empfundene Degradierung und die darauf folgenden Überwachungen (viele seiner [[Feldpost]]briefe kamen geöffnet an) brachten ihn dazu, sich 1941 freiwillig für die [[Leibstandarte SS Adolf Hitler]] für den Fronteinsatz zu melden. Er wurde daher im Dezember 1941 eingezogen und nahm am [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Krieg gegen die Sowjetunion]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab September 1942 war Mai im „Germanischen Wissenschaftseinsatz“ für die „Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe e.&amp;amp;nbsp;V.“ auf der Suche nach [[Ausländische Freiwillige der Waffen-SS|Freiwilligen für die Waffen-SS]] in den [[Deutsche Besatzung der Niederlande 1940–1945|besetzten Niederlanden]] tätig, bevor er im Frühjahr 1943 erneut eingezogen wurde. Zum 20. April 1943 wurde er zum [[SS-Untersturmführer]] und zum 21. Juni 1944 zum [[SS-Obersturmführer]] befördert.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/541794&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Mai fiel am 9. März 1945 als Oberleutnant in Székesfehérvár in Ungarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Südtiroler Sagen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* [[Leander Petzoldt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sagen, Märchen und Schwänke aus Südtirol&amp;#039;&amp;#039;. Tyrolia-Verlag, Innsbruck, Wien 2000/2002 (2 Bde., im Auftrag der Gesellschaft für Tiroler Volkskultur).&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Wipptal, Pustertal, Gadertal&amp;#039;&amp;#039;. 2000, ISBN 3-7022-2227-8.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Bozen, Vinschgau und Etschtal&amp;#039;&amp;#039;. 2002, ISBN 3-7022-2228-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die pfälzischen Volkssagen und ihre gestaltenden Kräfte. Sagen aus religiösem Erlebnis&amp;#039;&amp;#039;. Noske, Borna 1940 (zugleich Dissertation, Universität Königsberg), {{Digitalisat|IA=mai_sagen_pfalz|LT=Digitalisat im Internet Archive}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Max Siller: &amp;#039;&amp;#039;Verirrt im Sagenwald. Überlegungen zu einer volkskundlichen Publikation von Südtiroler Sagen&amp;#039;&amp;#039;. In: Fabula 38 (1997), S. 65–81 ([https://www.academia.edu/7478848/ Academia.edu]).&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Olt]]: [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/politik/rezension-sachbuch-volksueberlieferung-als-politikum-117352.html &amp;#039;&amp;#039;Volksüberlieferung als Politikum. Die Sammlung Willi Mai; Auftrag des „Ahnenerbes der SS“&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039;, 20. März 2001.&lt;br /&gt;
* [[Leander Petzoldt]]: &amp;#039;&amp;#039;Wie politisch sind Sagen? Anmerkungen zur Edition der in der Optionszeit gesammelten Volkserzählungen aus Südtirol&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Schlern]]. Monatszeitschrift für Südtiroler Landeskunde&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 75 (2001), Heft 1, {{ISSN|0036-6145}}&lt;br /&gt;
* Heinz Degle: &amp;#039;&amp;#039;Erlebte Geschichte. Südtiroler Zeitzeugen erzählen, 1918–1945&amp;#039;&amp;#039;. Verlagsanstalt Athesia, Bozen 2009, ISBN 978-88-8266-334-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1037662679|LCCN=nb2001056933|VIAF=22424070}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mai, Willi}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskundler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Niederlande 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Südtirol)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Pirmasens)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mai, Willi&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Mai, Friedrich Wilhelm&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Volkskundler in der Zeit des Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. November 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pirmasens]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. März 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Székesfehérvár]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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