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	<title>Willi Budich - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Willi_Budich&amp;diff=1437837&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Einzelnachweise */ Commons hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-04-14T17:12:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; Commons hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Willi Budich 1932.jpg|mini|hochkant|Willi Budich (um 1933)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willi Budich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. April]] [[1890]] in [[Sandow (Cottbus)|Sandow]] bei [[Cottbus]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stadtmuseum-cottbus.de/cottbus-lexikon-detail/Budich.html Willi Budich], Stadtmuseum Cottbus, Stadt Cottbus, stadtmuseum-cottbus.de, abgerufen am 20. Februar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;; †&amp;amp;nbsp;[[22. März]] [[1938]] in [[Moskau]]) (Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Dietrich&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutscher Politiker ([[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]). Budich wurde zur Zeit des [[Großer Terror (Sowjetunion)|Großen Terrors]] in der [[Sowjetunion]] Opfer [[Stalinistische Säuberungen|stalinistischer Säuberungen]] und 1938 erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Budich wurde 1890 als Sohn eines [[Sorben|sorbischen]] Bauern und Gastwirts geboren. Nach dem Besuch der [[Volksschule]] erlernte er das Schlosserhandwerk. Zu einem späteren Zeitpunkt studierte er fünf Semester Ingenieurwesen am [[Technikum Mittweida]], ohne einen Abschluss zu erwerben. Ab 1914 nahm er als Kanonier am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil und wurde mehrfach verletzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1910 gehörte Budich der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Sozialdemokratischen Partei Deutschlands]] (SPD) an. 1917 wechselte er in die [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]]. Nach der Gründung des [[Spartakusbund]]es im Herbst 1917 war Budich in den folgenden Monaten (unter dem Decknamen Brandt) einer der aktivsten Organisatoren für den Bund in Berlin und ein enger Mitarbeiter von [[Leo Jogiches]]. Im März 1918 wurde Budich verhaftet. Durch die Ereignisse der [[Novemberrevolution]] kam er wieder auf freien Fuß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Novemberrevolution von 1918 organisierte und leitete Budich den am 15. November 1918 gegründeten „[[Roter Soldatenbund|Roten Soldatenbund]]“ und die Zeitung „Der Rote Soldat“, der dazu aufrief, [[Offizier]]e aus den [[Soldatenrat|Soldatenräten]] auszuschließen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hajo Herbell: &amp;#039;&amp;#039;Staatsbürger in Uniform 1789 bis 1961&amp;#039;&amp;#039;, 1969, S. 243.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Retzlaw: &amp;#039;&amp;#039;Spartakus&amp;#039;&amp;#039; - Aufstieg und Niedergang, Erinnerung eines Parteiarbeiters, Verlag Neue Kritik, Frankfurt 1971, S. 117, ISBN 3-8015-0096-9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1918 beteiligte Budich sich an den zu dieser Zeit in Berlin stattfindenden Kampfhandlungen zwischen linksgerichteten Revolutionären und den neuaufgestellten [[Freikorps]] der Regierung. Am 6. Dezember 1918 wurde Budich bei einem Gefecht schwer verwundet und verlor einen Arm, weswegen er nicht an dem im selben Monat abgehaltenen Gründungsparteitag der [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei Deutschlands]] (KPD) teilnehmen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Weber: &amp;#039;&amp;#039;Der Gründungsparteitag der KPD&amp;#039;&amp;#039;, 1969, S. 312.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 1919 wurde ihm auf der 2. (illegalen) Reichskonferenz der KPD die Leitung des besonderen Apparates zur Informationsbeschaffung und Spitzelbekämpfung übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 wurde Budich von [[Eugen Levine]] von der KPD-Führung in Berlin nach München entsandt, um sich an der Errichtung und Verteidigung der [[Münchner Räterepublik|Bayerischen Räterepublik]] zu beteiligen, in der er als Mitglied des Exekutivkomitees (unter dem Decknamen Dietrich&amp;lt;ref&amp;gt;Görres-Gesellschaft: &amp;#039;&amp;#039;Literaturwissenschaftliches Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1992, S. 241.&amp;lt;/ref&amp;gt;) eine führende Rolle spielte. Levine und Dietrich hatten außerdem den Auftrag, die Organisation der Münchener KPD zu straffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 war Budich Mitverfasser des KPD-Aufrufes an die Arbeiterschaft während des [[Kapp-Lüttwitz-Putsch]]es. Im selben Jahr reiste er in die [[Sowjetunion]], wo er eine vertiefende militärische Ausbildung erhielt und auf Seiten der [[Rote Armee|Roten Armee]] am [[Russischer Bürgerkrieg|Russischen Bürgerkrieg]] teilnahm. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1921 wurde Budich am 21. Januar 1922 zusammen mit [[Arkadi Maslow]] verhaftet,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/V7V7OVQCO2W7DT5Z6SL3OHWERFLVKLP4?issuepage=3 Meldung Politisch-Parlamentatische Nachrichten] In: Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung vom 26. Januar 1922&amp;lt;/ref&amp;gt; konnte jedoch fliehen und in die Sowjetunion zurückkehren. Seine Rolle bei den kommunistischen Erhebungen in Deutschland im Jahr 1923 ist bislang ungeklärt. Es wird allerdings angenommen, dass er in den frühen [[1920er|Zwanziger Jahren]] heimlicher Leiter des KPD-Oberbezirks Nord-Ost (Mecklenburg-Danzig) war. In den folgenden Jahren lebte Budich als Sekretär der deutschen Abteilung der [[Internationale Rote Hilfe|Internationalen Roten Hilfe]] (IRH) in Moskau. Ab 1924 war er unter dem falschen Namen Gerbilski Direktor der ersten sowjetischen Handelsvertretung in [[Wien]]. 1929 kehrte Budich, der seit 1923 verheiratet mit Luba Gerbilskaja war, nach Deutschland zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osmikon.de/themendossiers/muenchen-und-die-russische-revolution/biografien/willi-budich Biografie Willi Budich] Themendossiers: München und die Russische Revolution In: osmikon Forschungsportal zu Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war nun eine Zeit lang als Redakteur für die &amp;#039;&amp;#039;[[Die Rote Fahne|Rote Fahne]]&amp;#039;&amp;#039; tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Reichstagswahl November 1932|Reichstagswahlen im November 1932]] zog Budich als Reichswahlvorschlag der KPD in den [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] ein, dem er bis zum März 1933 angehörte. Bei einem der zu dieser Zeit häufigen gewalttätigen Tumulte im Reichstag erlitt Budich schwere Verletzungen, so dass er fortan gehbehindert war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der nationalsozialistischen „[[Machtergreifung]]“ wurde Budich als Veteran der Novemberrevolution und kommunistischer Reichstagsabgeordneter verfolgt. Nach zeitweiliger Inhaftierung in [[Zuchthaus]] und [[Konzentrationslager]]n emigrierte er im August 1933 über [[Prag]] in die Sowjetunion. Misshandlungen durch Angehörige der [[Sturmabteilung|SA]] hatten Budich indessen dauerhaft seh- und hörbehindert gemacht. Sehr wahrscheinlich wurden ihm diese Verletzungen während seiner Inhaftierung April 1933 im [[SA-Gefängnis Papestraße]] in [[Berlin-Tempelhof]] zugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine in Moskau lebende Frau organisierte über die &amp;#039;&amp;#039;[[Internationale Rote Hilfe]]&amp;#039;&amp;#039; und [[Jelena Dmitrijewna Stassowa]] eine Kampagne für seine Befreiung. Er durfte das Gefängnis einige Zeit später verlassen, war aber durch die erlittenen Misshandlungen schwer körperbehindert und kaum noch laufen. Seine Parteigenossen verhalfen ihm im August 1933 zur Flucht, die über Prag nach Moskau führte. Hier war er noch mehrere Jahre für das Exekutivkomitee der &amp;#039;&amp;#039;[[Internationale Rote Hilfe|Internationalen Roten Hilfe]]&amp;#039;&amp;#039; tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.osmikon.de/themendossiers/muenchen-und-die-russische-revolution/biografien/willi-budich?direct=1016&amp;amp;cHash=534099538c3f5c532da8f3b2e3fd022f |titel=osmikon: Themendossiers: München und die Russische Revolution: Biografien: Willi Budich |abruf=2025-07-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 wurde er im Zuge der [[Stalinsche Säuberungen|stalinistischen Säuberungen]] unter dem falschen Vorwurf verhaftet, mit der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] zusammengearbeitet zu haben. Budich wurde am 22. März 1938 zum Tode verurteilt und am gleichen Tag erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März 1938 wurde im [[Deutscher Reichsanzeiger|Deutschen Reichsanzeiger]] bekannt gegeben, dass Willy Budich, seiner Frau Lubow Budich, geb. Gerbilskaja (1897 in Moskau) und seinen zwei Töchtern Irene (geb. 1924 in Moskau) und Leonie (geb. 1930 in Berlin) die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/XHD6MLY7SBXTTNWXEFI5N4XECGI4DSOL?issuepage=1 Bekanntmachung über die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit] In: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger vom 28. März 1938&amp;lt;/ref&amp;gt; ihre letzte Anschrift in Berlin war Gäßnerweg 57 in Tempelhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Rehabilitierung erfolgte erst nach dem Tod Stalins im Jahr 1956. Diese erfolgte auf dem XX. Parteitag der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|KPdSU]]; zu diesem Anlass wurde er auch posthum wieder in die Partei aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Am 1. März 1970 erhielt das Fliegertechnische Bataillon 1 (FTB-1) der [[Nationale Volksarmee|NVA]] der [[DDR]] in Holzdorf-Ost den Ehrennamen „Willi Budich“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://home.snafu.de/veith/ftb.htm FTB-1 &amp;quot;Willy Budich&amp;quot;] auf home.snafu.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1981 wurde eine Straße in Cottbus nach Willi Budich benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/willi-budich?ID=4143 Budich, Willi]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|119024500}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119024500|VIAF=22942221}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Budich, Willi}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Novemberrevolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Russischen Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Roten Hilfe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Großen Terrors (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1938]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Antimilitärischen Apparat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Budich, Willi&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dietrich (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (KPD), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. April 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sandow (Cottbus)|Sandow]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. März 1938&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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