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	<title>Willi Baumert - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-17T15:23:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willi Baumert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Mai]] [[1909]] in [[Osnabrück]]; † [[10. Februar]] [[1984]]) war ein deutscher [[Psychiater]], der während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] an [[Kinder-Euthanasie|Euthanasieverbrechen]] beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Baumert absolvierte nach dem Abschluss seiner Schulzeit ein [[Studium der Medizin|Medizinstudium]]. Er wurde Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaft Holzminda|Burschenschaft Holzminda Göttingen]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mitglieder-Nachrichten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaftliche Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;, 49. Jahrgang (März 1935), H. 6, S. 166.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits während seines Studiums trat Baumert zum 1. Februar 1932 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 930.392)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/1800998&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gedenkstätte NS-Psychiatrie&amp;quot;&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://www.pk.lueneburg.de/gedenkstaette/baumert.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Dr. Willi Baumert&amp;#039;&amp;#039; |archivebot=2019-05-23 20:48:58 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und im Zuge der [[Machtergreifung|Machtübernahme durch die Nationalsozialisten]] 1933 der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 86.126&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dws-xip.pl/reich/biografie/numery/numer86.html &amp;#039;&amp;#039;Willi Baumert&amp;#039;&amp;#039;] auf https://www.dws-xip.pl/&amp;lt;/ref&amp;gt;) bei. Er schloss sein Medizinstudium mit dem Staatsexamen ab und wurde 1935 an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]] nach Verteidigung seiner [[Dissertation]]sschrift &amp;#039;&amp;#039;Ablagerungen und Ausscheidungen im Bereich epithelialer Buchten der Halsgegend der Harnblase&amp;#039;&amp;#039; zum &amp;#039;&amp;#039;[[Doktor|Dr. med.]]&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Anschließend war am Pathologischen Institut der Universität Göttingen tätig. Baumert trat 1936 in den Provinzialdienst der [[Provinz Hannover]] ein und war von 1936 bis 1940 an der Landes-Heil- und Pflegeanstalt (LHP) Osnabrück, heute [[Ameos Klinikum Osnabrück]], tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denktag 2004&amp;quot;&amp;gt;[https://denktag2004.denktag-archiv.de/homes/27/regional02.htm &amp;#039;&amp;#039;NS-Euthanasie am Beispiel der Kinderfachabteilung der Landes-, Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg&amp;#039;&amp;#039;] auf denktag-archiv.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er ab 1940 als Arzt bei der [[Waffen-SS]] in [[Wunstorf]] eingesetzt und in diesem Rahmen für eine Wochenhälfte an die [[Psychiatrische Klinik Lüneburg|Landes-Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg]] abgeordnet, wo er ab 1943 unter dem Klinikdirektor [[Max Bräuner]] Leiter der euphemistisch [[Kinderfachabteilung]] genannten Stelle war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denktag 2004&amp;quot; /&amp;gt; In dieser Funktion veranlasste Baumert umfänglich die Tötung [[Psychische Störung|psychisch kranker]] Kinder. Über 300 Kinder wurden durch todbringende [[Phenobarbital|Luminal-]] und [[Morphin]]gaben zwischen Oktober 1941 und April 1945 Opfer der [[Kinder-Euthanasie]] in Lüneburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Step21 (Hrsg.): {{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://www.stiftung-evz.de/w/files/weisse-flecken/weisse_flecken_zeitung-ausgabe-1.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Ungedruckten. In Lüneburg ermordeten Nazi-Ärzte Kinder – alle wussten es, doch die öffentliche Stimme schwieg&amp;#039;&amp;#039; |archivebot=2019-05-23 20:48:58 InternetArchiveBot}}. In: [Weisse Flecken], Ausgabe Januar 2006, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zug der Erinnerung: [http://www.zug-der-erinnerung.eu/aktuell/lueneburg.html &amp;#039;&amp;#039;Die Mörder waren unter uns. „Ein guter Kamerad: Beruflich befähigt und untadelig in seiner Lebensführung“&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1944 wurde Baumert wieder zur Waffen-SS eingezogen, wo er zuletzt den Rang eines Obersturmbannführers innehatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee32&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 32&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende befand er sich in [[alliierte]]r [[Internierung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee32&amp;quot; /&amp;gt; Nach seiner Entlassung war er als Hilfsarbeiter tätig und erhielt 1947 die Anerkennung als Facharzt für Nerven- und Geisteskrankheiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denktag 2004&amp;quot; /&amp;gt; Vor dem Entnazifizierungs-Hauptausschuss der Stadt Göttingen wurde er 1948 nur als &amp;#039;&amp;#039;Unterstützer&amp;#039;&amp;#039; eingestuft und die Euthanasie spielte dabei keine Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Hannoversche Allgemeine Zeitung, 5. Juni 2018, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1948 war er Betriebsarzt der Physikalischen Werkstätten in [[Göttingen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denktag 2004&amp;quot; /&amp;gt; Ab Anfang November 1951 war er an der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Wunstorf, heute [[KRH Psychiatrie Wunstorf]], als Assistenzarzt beschäftigt, wo er Anfang Oktober 1953 zum ersten [[Oberarzt]] und Medizinalrat aufstieg. Anlässlich seiner Verbeamtung 1951 schrieb der Direktor der Lüneburger Heilanstalt, dass es ihm &amp;#039;&amp;#039;dauerhaft unverständlich&amp;#039;&amp;#039; bleibe, dass ein Arzt mit derartig schwerer ärztlich-ethischer Gewissensbelastung wieder tätig sein dürfe und sogar als Beamter im öffentlichen Dienst.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Berger, &amp;#039;&amp;#039;..als wäre nichts gewesen&amp;#039;&amp;#039;, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 5. Juni 2018, S. 8. Zur Vorstellung der Studie von Beyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Juni 1958 bis zu seinem vorzeitigen Ruhestand 1964 war er Direktor der Landesheilanstalt [[Königslutter am Elm|Königslutter]]. Zudem war er Vorsitzender des Verbandes Niedersächsischer Neurologen und Psychiater.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denktag 2004&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Staatsanwaltliche Ermittlungen 1948/49 im Vorfeld des 1950 durchgeführten „Gässner-Prozesses“, dessen Verfahrensgegenstand die Verlegung von Psychiatriepatienten in niedersächsische NS-Tötungsanstalten war, erbrachten keine Baumert belastenden Erkenntnisse. Baumert wurde 1962 erneut wegen des Vorwurfs der vorsätzlichen Tötung vernommen und räumte seine Verantwortung für die Tötung psychisch kranker Kinder ein. Im März 1962 wurde vor dem [[Landgericht Lüneburg]] ein Verfahren gegen Baumert eingeleitet. Baumert stritt zunächst alles ab, es gab aber Zeugen, so dass die Staatsanwaltschaft in mindestens 51 Fällen hinreichenden Tatverdacht auf gemeinschaftlichen Mord hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hannoversche Allgemeine Zeitung, 5. Juni 2018, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; Baumert, der einen Herzinfarkt erlitt, wurde im August attestiert, dass er vernehmungsunfähig sei. Dennoch arbeitete er als Klinikdirektor halbtags weiter. Wegen einer „bedrohlichen Herzerkrankung“ wurde Baumert 1964 vorzeitig pensioniert und im März 1966 wurde Baumert durch das [[Oberlandesgericht Celle]] aus gesundheitlichen Gründen außer Strafverfolgung gesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denktag 2004&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baumert wurde als „Herodes von Lüneburg“ bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee32&amp;quot; /&amp;gt; Er starb am 10. Februar 1984.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denktag 2004&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 2018 wurde eine Studie von Christof Beyer über personelle Kontinuitäten von Psychiatern in Niedersachsen aus der Zeit des Nationalsozialismus vorgestellt, die im Auftrag des Sozialministeriums erstellt wurde und die auch ausführlich auf den Fall Baumert einging und auf den Fall  [[Ernst Meumann (Mediziner)|Ernst Meumann]] (Direktor der Heil- und Pflegeanstalt Königslutter), der 420 Patienten in die [[Tötungsanstalt Bernburg]] der Heilanstalt in [[Bernburg (Saale)]] schickte, wo sie mit Kohlenmonoxid vergast wurden und der nach dem Krieg auch wieder im Staatsdienst war. Bei der spät wenn überhaupt einsetzenden Strafverfolgung spielte auch eine Rolle, dass sich die belasteten Ärzte gegenseitig deckten und ehemalige NS-Funktionäre auch wieder in den Ministerien angestellt waren. In Niedersachsen zählte dazu Otto Bauer, der in der NS-Zeit im [[Ghetto Krakau|Krakauer Ghetto]] für sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Gesundheitspolitik&amp;#039;&amp;#039; zuständig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Thorsten Sueße]], Heinrich Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Die Konfrontation niedersächsischer Heil- und Pflegeanstalten mit den „Euthanasiemaßnahmen“ des Nationalsozialismus. Schicksal der Patienten und Verhalten der Therapeuten und zuständigen Verwaltungsbeamten.&amp;#039;&amp;#039;  Dissertation. Medizinische Hochschule Hannover, 1984.&lt;br /&gt;
* [[Thorsten Sueße]], Heinrich Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Abtransport der „Lebensunwerten“. Die Konfrontation niedersächsischer Anstalten mit der NS-„Euthanasie“.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Ethnologie, Hannover 1988, ISBN 3-922556-74-4.&lt;br /&gt;
* [[Thorsten Sueße]], Heinrich Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Die „Kinderfachabteilung“ in Lüneburg: Tötung behinderter Kinder zwischen 1941 und 1945.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie.&amp;#039;&amp;#039; 42. Jg. (1993), {{ISSN|0032-7034}}.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|978-3-596-16048-8}}&lt;br /&gt;
* Raimond Reiter: &amp;#039;&amp;#039;Empirie und Methode in der Erforschung des „Dritten Reiches“ : Fallstudien zur Inhaltsanalyse, Typusbildung, Statistik, zu Interviews und Selbstzeugnissen&amp;#039;&amp;#039;. Lang, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-631-36367-2 (Kurzbiografie Baumert, S. 179f)&lt;br /&gt;
* Christof Beyer: &amp;#039;&amp;#039;Personelle Kontinuitäten in der Psychiatrie Niedersachsens nach 1945&amp;#039;&amp;#039;, Studie im Auftrag des niedersächsischen Sozialministeriums, 2018&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ms.niedersachsen.de/aktuelles/presseinformationen/sozialministerium-stellt-ergebnisse-der-medizinhistorischen-studie-zu-personellen-kontinuitaeten-in-der-psychiatrie-niedersachsens-nach-1945-vor--165229.html Sozialministerium stellt Ergebnisse der medizinhistorischen Studie zu personellen Kontinuitäten in der Psychiatrie Niedersachsens nach 1945], Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, 4. Juni 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126008795}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126008795|VIAF=32976951}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Baumert, Willi}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (NS-Krankenmorde)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lüneburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Baumert, Willi&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Psychiater und Euthanasietäter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Mai 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Osnabrück]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Februar 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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