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	<title>Wille - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Nina: keine sinnvolle Zwischenüberschrift, siehe WP:WSIGA#Überschriften und Absätze</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;keine sinnvolle Zwischenüberschrift, siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:WSIGA&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:WSIGA (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:WSIGA#Überschriften und Absätze&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wille&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Altsächsisch]]/[[Althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;willio&amp;#039;&amp;#039; = ‚Wille‘; vgl. {{laS|velle}}, ‚wollen‘, {{laS|voluntas}}, ‚Wille‘, {{laS|volitio}}, ‚Willensakt‘) ist ein in vielen [[Fachgebiet]]en unterschiedlich interpretierter Begriff, der allgemein das Umsetzen von [[Vorstellung]]en oder Zielen in die [[Realität]] durch [[Handeln|Handlungen]] bedeutet. Der Wille wird daher auch als [[Umsetzungskompetenz]] bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;F A Brockhaus Verlag (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Brockhaus Psychologie&amp;#039;&amp;#039;, Mannheim, 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff [[Willenskraft]] ({{enS|willpower}}) wird sowohl in der Umgangs- als auch in der [[Fachsprache]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Roy F. Baumeister/John Tierny, &amp;#039;&amp;#039;Willpower: Rediscovering the Greatest Human Strength&amp;#039;&amp;#039;, The Penguin Press/New York, 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Waldemar Pelz, &amp;#039;&amp;#039;Umsetzungskompetenz als Schlüsselkompetenz für Führungspersönlichkeiten&amp;#039;&amp;#039;, in: Corinna von Au (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Leadership und angewandte Psychologie&amp;#039;&amp;#039;, Berlin/Springer Verlag, 2017, S. 104 f. [https://www.management-innovation.com/download/Umsetzungskompetenz-Volition-Willenskraft.pdf Online verfügbar]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wille wird manchmal [[synonym]] mit dem Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Volition&amp;#039;&amp;#039; gebraucht, vor allem in der [[Volition (Psychologie)|Psychologie]] und der [[Volition (Management)|Wirtschaftswissenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort „Wille“ ist in der [[Sprachwissenschaft]] ein [[Abstraktum]], weil es etwas Nichtgegenständliches bezeichnet,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Traeger]], [https://books.google.de/books?id=E14uAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA164&amp;amp;dq=wille+Abstraktum&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjN5IK4vfHuAhXQ2qQKHf1mD1QQuwUwAHoECAUQBw#v=onepage&amp;amp;q=wille%20Abstraktum&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Wille, Determinismus, Strafe: eine rechtsphilosophische Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;, 1895, S. 164]&amp;lt;/ref&amp;gt; was seine lexikalische Verarbeitung erschwert. Bereits die [[Bibel]] ([[Tanach]]) erwähnt das Wort sehr häufig, stets im Zusammenhang mit dem Willen Gottes wie beim [[Prophet]]en [[Samuel (Prophet)|Samuel]]: „Der Wille des Herrn geschehe“ {{Bibel|2 Sam|10|12}}, {{heS|רָצוֹן|ratzon|de= Wille‘ ‚Gefallen‘ oder ‚Wunsch}}. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Islam]] verwendete später das ähnliche [[In schā&amp;#039; Allāh]] ({{deS|„[[so Gott will]]“}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wille ist zu unterscheiden vom &amp;#039;&amp;#039;Wollen&amp;#039;&amp;#039;, dem meist [[Triebtheorie|triebgesteuerten]] [[Verlangen]] nach etwas (siehe auch [[Bedürfnis]], [[Wunsch|Wünschen]], [[Begehren]], [[Sehnsucht|Sehnen]] oder [[Tanha]]). Dieser Artikel befasst sich nur mit dem obigen Begriffsverständnis des Willens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Wille&amp;#039;&amp;#039; wird in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet und kann Verschiedenes bedeuten: Sowohl den geistigen Akt, von dem ein Impuls zur Verwirklichung bestimmter Ziele ausgeht, als auch das Festlegen von [[Ziel]]en und das letztendliche Umsetzen dieser [[Person|persönlich]] oder gemeinschaftlich getroffenen [[Entscheidung]]en &amp;#039;&amp;#039;in die Tat&amp;#039;&amp;#039;, also in ein bewusstes und absichtsvolles oder gar [[Planung|geplantes]] &amp;#039;&amp;#039;[[Handeln]]&amp;#039;&amp;#039;. Volition ist entsprechend dieser letzten Bedeutung ein Begriff, der im Zusammenhang mit Handlungsplanung verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff des &amp;#039;&amp;#039;Willens&amp;#039;&amp;#039; wird in aller Regel ein Gefühl oder vages Bewusstsein, der Eindruck oder die mehr oder weniger feste Überzeugung verbunden, in seinem Wollen frei zu sein. Was genau unter dieser sogenannten Willensfreiheit zu verstehen ist und ob sie tatsächlich gegeben ist, ist umstritten, siehe hierzu den Artikel [[Freier Wille]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Willen wird nicht nur die nachhaltige und zielgerichtete Umsetzung von Entschlüssen durch konsequentes Handeln oder mündliche oder schriftliche Willensäußerungen gerechnet. Auch das Unterlassen einer Handlung, wie etwa zu rauchen, kann die Verwirklichung eines Willens sein. Dritte können ein Nichthandeln auch deuten ([[Kausalattribuierung]]) als Nichtstun z.&amp;amp;nbsp;B. wegen zu schwachem Willen, aus Faulheit oder aus Bequemlichkeit. Die Deutung kann zutreffend oder falsch sein. Zur Überwindung derartiger „Hindernisse“ auf dem Weg zur Zielerreichung wird [[Willenskraft]] benötigt; diese wird [[Volition (Psychologie)|in der Psychologie]] und [[Volition (Management)|im Management]] auch &amp;#039;&amp;#039;Volition&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Umsetzung des Willens in Zusammenhang stehen das Durchhaltevermögen und die [[Konzentration (Psychologie)|Konzentrationsfähigkeit]]. Verwandt mit dem Willen ist die Fähigkeit, mit auf dem Weg zur Zielerreichung auftretenden Hindernissen angemessen umzugehen sowie [[Frustrationstoleranz|mit dem Phänomen der „Entmutigung“ fertigzuwerden]]. In Zusammenhang mit Zielen, die nicht erreicht werden, kann es zum Erleben von [[Frustration]] oder [[Resignation]] kommen. Wird das Ziel erreicht, so kann Befriedigung eintreten. Das Maß, in dem eine Person an die Stärke ihres Willens glaubt und an die eigene Fähigkeit, Ziele zu erreichen, hat mit dem [[Selbstbewusstsein]] zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[Eigeninitiative]] unterscheidet sich der Wille vom (bloßen) [[Wunsch]], dessen Erfüllung durch andere Menschen oder durch den [[Zufall]] geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wille hat auch einen kreativen Aspekt. Denn um etwas zu wollen, muss zunächst einmal ein Ziel erschaffen werden. Der Wille entscheidet, was er haben möchte. Ein Mangel der Fähigkeit, zu wissen, was man will, also mit anderen Worten „nicht zu wissen, was man will“, kann als eine Störung oder Beschränkung des Willens angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso kann die Ausübung des Willens durch Erziehung, durch psychische Verletzungen, durch [[Indoktrination]], aber auch durch Störungen des Antriebs, [[Depression]]en oder&lt;br /&gt;
andere Verstimmungen des allgemeinen Lebenswillens behindert oder gestört sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim heranwachsenden Kind ist die Entwicklung des Willens ein grundlegender Aspekt. Die früher landläufige Meinung, der erwachende Wille des heranwachsenden Kleinkinds sei „zu beugen oder zu brechen“, wird heute zunehmend als überholt angesehen, da durch die entsprechenden Handlungen den Kindern oft Schaden zugefügt wurde. Wie auch bei anderen Aspekten der kindlichen Psyche sind hier stattdessen Liebe, Verantwortung und Sachkunde der Eltern und sonstigen Bezugspersonen sowie angemessene Reaktionen die beste Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wille ist stets ein innerer Vorgang, der sich anderen Individuen nicht äußert. Die &amp;#039;&amp;#039;Willensbildung&amp;#039;&amp;#039; ist ein gedanklicher Prozess, also ein an [[persönliches Ziel|persönlichen Zielen]] orientierter Vorgang, der Themen oder Probleme aufgreift, um diese in einer [[Meinung]] zu verdichten. Dieser Willensbildungsprozess wird oft mit der [[Politische Willensbildung|politischen Willensbildung]] assoziiert, die sich anderen Individuen erst äußert, wenn es zu [[Abstimmung]]en oder politischem Handeln kommt. Erst durch das auf den Willen mehr oder weniger zurückzuführende Handeln entsteht eine Willensäußerung. Auch die [[Menschenführung|Führung]] ist ein „Prozess der Willensbildung und Willensdurchsetzung mit und gegenüber anderen (weisungsgebundenen) Personen zur Erreichung eines Zieles…“.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietger Hahn, &amp;#039;&amp;#039;PuK-Controllingkonzepte&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 40&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Wille (Philosophie)}}In der Philosophie ==&lt;br /&gt;
In der [[Philosophie]] ist Wille einer der drei Bereiche der [[Psyche]], neben der [[Kognition|Erkenntnis]] und dem [[Emotion|Fühlen]]. Der Wille umschließt Beweggrund, innerer Entschluss und Willenshandlung.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Apel/Peter Ludz, &amp;#039;&amp;#039;Philosophisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1958, S. 307&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Natur des Willens und insbesondere dessen Verhältnis zur [[Vernunft]] ist ein traditionelles Motiv [[Philosophie|philosophischer]] Forschung. Maßgeblich dafür war [[Aristoteles]], der die menschliche [[Seele]] als dreigeteilt beschrieb. Davon beinhaltet der „animalische“ Seelenteil das Streben. Für Aristoteles ist das Streben teilweise durch den genuin menschlichen Seelenteil, die Vernunft, steuerbar. Die aristotelische Theorie war Ausgangspunkt zahlreicher Arbeiten bis in die Neuzeit, die das Verhältnis zwischen Wille und Vernunft äußerst unterschiedlich bestimmten und das menschliche Streben zum Teil bei den natürlichen Trieben, zum Teil in der Vernunft verorteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Immanuel Kant]] beschreibt den Willen als „eine Art von Kausalität lebender Wesen, sofern sie vernünftig sind“.&amp;lt;ref&amp;gt;Immanuel Kant, &amp;#039;&amp;#039;Grundlegung zur Metaphysik der Sitten&amp;#039;&amp;#039;, 1870, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt; Freiheit und Wille sind für ihn unmittelbar miteinander verknüpft. Es ist die Idee von Freiheit, die einem Willen die Form gibt. Durch eine Wahlfreiheit erleben wir das Abwägen des Willens. Im moralischen Sinne ist der Wille dasjenige, was sich selbst Gesetz ist: Ich will jenes, weil ich mich dafür entschieden habe, es zu wollen. Der Entscheidungsprozess, durch die Maximen und den [[Kategorischer Imperativ|kategorischen Imperativ]] als Sittengesetz geleitet, bezeichnet die Freiheit des Willens für vernünftige Wesen bei Kant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arthur Schopenhauer]] hat 1819 eine Auffassung des Willens als allgemeines Element der Wirklichkeit vorgelegt (&amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt als Wille und Vorstellung]]&amp;#039;&amp;#039;), die – allerdings nicht im [[Mainstream]] der europäisch-nordamerikanischen Philosophie – bedeutende Wirkung auch auf andere Gebiete hatte, so auf die Musik bei [[Richard Wagner]], auf die [[Belletristik]] bei [[Thomas Mann]], auf die [[Soziologie]] bei [[Ferdinand Tönnies]] (s.&amp;amp;nbsp;u.) und auf die [[Psychoanalyse]] bei [[Sigmund Freud]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Wille (Rechtswissenschaft)}}In der Rechtswissenschaft ==&lt;br /&gt;
;Allgemeines&lt;br /&gt;
Der Wille ist das Ergebnis des vorangegangenen Prozesses der Willensbildung. Wille ist die Fähigkeit von einer [[Person]], sich für ein bestimmtes [[Verhalten (Psychologie)|Verhalten]] zu entscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Köbler]], &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Rechtswörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 468&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Willenserklärung]] als zentraler, sich mit dem Willen befassender [[Rechtsbegriff]] des [[Zivilrecht]]s zeigt, dass mit einem Willen stets auch eine [[Erklärung]] verbunden sein muss, um rechtserheblich zu wirken.&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard Wieser, &amp;#039;&amp;#039;Wille und Verständnis bei der Willenserklärung&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Archiv für die civilistische Praxis]] 189, 1989, S. 114&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Friedrich Carl von Savigny]] stellte 1840 heraus: „Eigentlich muss der Wille an sich als das einzig Wichtige und Wirksame gedacht werden, und nur weil er ein inneres unsichtbares Ereignis ist, bedürfen wir eines Zeichens, woran er von anderen erkannt werden könne, und dieses Zeichen, wodurch sich der Wille offenbart, ist eben die Erklärung“.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Carl von Savigny, &amp;#039;&amp;#039;System des heutigen römischen Rechts&amp;#039;&amp;#039;, Band III, 1840, S. 258&amp;lt;/ref&amp;gt; Der einem [[Rechtssubjekt]] innewohnende subjektive Wille muss erklärt werden, indem er nach außen durch Willenserklärung gegenüber anderen Rechtssubjekten erkennbar gemacht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carl Creifelds]], &amp;#039;&amp;#039;[[Creifelds (Rechtswörterbuch)| Creifelds Rechtswörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 1578&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Willenserklärung&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Willenserklärung ({{laS|voluntatis declaratio}}) ist der Wille der innere Gedankenvorgang, der erst durch seine Erklärung auch äußerlich erkennbar gemacht werden muss. Für den [[Bundesgerichtshof]] (BGH) ist die Willenserklärung die „Äußerung eines Willens, der unmittelbar auf die Herbeiführung einer Rechtswirkung gerichtet ist; sie bringt einen [[Rechtsfolge]]willen zum Ausdruck, das heißt einen Willen, der auf die Begründung, inhaltliche Änderung oder Beendigung eines privaten [[Rechtsverhältnis]]ses abzielt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Rspr|BGHZ 145, 343}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hat einerseits den Willen zur Voraussetzung, also die zur Willenserklärung führende Handlung überhaupt vornehmen zu wollen, andererseits erfordert sie einen Erklärungswillen, durch Handeln bestimmte rechtsgeschäftliche Erklärungen abgeben zu wollen.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Creifelds, &amp;#039;&amp;#039;Creifelds Rechtswörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 1578&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem ist noch ein Kundmachungswille (Geschäftswille) notwendig, der auf einen bestimmten Rechtserfolg gerichtet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Komposita&lt;br /&gt;
Im [[Sachenrecht (Deutschland)|Sachenrecht]] ist der [[Besitzwille]] von Bedeutung, bei dem eine Person ihren [[Natürlicher Wille|natürlichen Willen]] durch Erlangung der tatsächlichen Gewalt über eine Sache ausübt ({{§|854|bgb|juris}} Abs. 1 [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. MünchKomm/Joost, BGB, 7. Aufl. 2017, § 854 Rn. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Geschäftswille]] bezeichnet den Willen, ein ganz bestimmtes [[Rechtsgeschäft]] abzuschließen. Beim [[Rechtsbindungswille]]n zielt eine Willensäußerung auf das Setzen einer Rechtsfolge ab. Die [[Willensfreiheit]] ist eine nur im Ausnahmefall ([[Geschäftsunfähigkeit]] nach {{§|104|bgb|juris}} Abs. 2 BGB) wegfallende Grundeigenschaft, die eine freie Willensbildung ermöglicht. Stimmen Wille und Erklärung nicht überein, liegt ein [[Willensmangel]] vor. Man unterscheidet zwischen dem &amp;#039;&amp;#039;bewussten&amp;#039;&amp;#039; Willensmangel ([[Scheingeschäft]], [[Scherzerklärung]], [[Geheimer Vorbehalt]], [[widerrechtliche Drohung]]), geregelt in {{§|116|bgb|juris|text= §§ 116 - 118}}, {{§|123|bgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Alt.&amp;amp;nbsp;2 BGB, und dem &amp;#039;&amp;#039;unbewussten&amp;#039;&amp;#039; Willensmangel ([[Irrtum]]), geregelt in den {{§|119|bgb|juris|text= §§ 119 - 122}}, {{§|123|bgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Alt.&amp;amp;nbsp;1 BGB. Ist eine Willensäußerung nicht möglich, so kann ein Vertreter ([[Vollmacht|Bevollmächtigter]] oder [[Betreuer (Recht)|Betreuer]]) die Willensäußerung vornehmen oder es ist der [[Mutmaßlicher Wille|mutmaßliche Wille]] entscheidend. [[Letzter Wille]] schließlich ist der umgangssprachliche Ausdruck für das [[Testament]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Willenstheorie/Erklärungstheorie&lt;br /&gt;
Die (heterogenetische) &amp;#039;&amp;#039;Willenstheorie&amp;#039;&amp;#039; versucht die Entstehung des Willens aus psychischen Vorgängen zu erklären. Sie versteht unter dem Begriff „Wille“ die ihn prägenden Vorstellungen, die durch die Erklärung erkennbar gemacht werden sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=a4pYAAAAMAAJ&amp;amp;pg=PA441&amp;amp;dq=Willenstheorie&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiZzYjgxvDuAhVEP-wKHSZeC8IQuwUwBnoECAkQBw#v=onepage&amp;amp;q=Willenstheorie&amp;amp;f=false Wilhelm Max Wundt, &amp;#039;&amp;#039;Ethik: eine Untersuchung der Tatsachen und Gesetze des sittlichen Lebens&amp;#039;&amp;#039;, 1892, S. 441 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hält das Erklärungsbewusstsein für unverzichtbar und steht unter dem Dogma „ohne Wille keine Willenserklärung“.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Carl von Savigny, &amp;#039;&amp;#039;System des heutigen römischen Rechts&amp;#039;&amp;#039;, Band III, 1840, S. 258&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bindung an eine Erklärung, die der Erklärende insgeheim gar nicht gewollt hat, ist begründungsbedürftig. So zeigt {{§|116|bgb|juris}} BGB, dass der Gesetzgeber zwar von der Willenstheorie beeinflusst war, diese jedoch durch diese Rechtsnorm gerade nicht strikt verwirklicht hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Ymz1DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA31&amp;amp;dq=Willenstheorie&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjA4NPE7_DuAhVH-aQKHc5kBEo4HhC7BTAAegQIBBAH#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Peter Gröschler, &amp;#039;&amp;#039;BGB Allgemeiner Teil&amp;#039;&amp;#039;, 2019, S. 31]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demgegenüber steht die &amp;#039;&amp;#039;Erklärungstheorie&amp;#039;&amp;#039;, bei der aus Sicht des Erklärungsempfängers ausschließlich die Erklärung gelten soll. Die heutige [[herrschende Meinung]] in Fachliteratur und Rechtsprechung geht von einer Mischung beider Theorien aus, wie sie 1966 von [[Karl Larenz]] entwickelt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Larenz, &amp;#039;&amp;#039;Die Methode der Auslegung des Rechtsgeschäfts&amp;#039;&amp;#039;, 1966, S. 82 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das kommt in einem Urteil des BGH vom Juni 2010 zum Ausdruck, das die bloße [[Zahlung]] des [[Kaufpreis]]es nicht als Willenserklärung für den Abschluss des [[Kaufvertrag]]es ansah.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 11. Juni 2010, Az.: V ZR 85/09 = {{Rspr|NJW 2010, 2873}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Wille (Soziologie)}}In der Soziologie ==&lt;br /&gt;
In der [[Soziologie]] ist auf die Willenstheorie von [[Ferdinand Tönnies]] (1855–1936) zu verweisen, er unterscheidet in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Gemeinschaft und Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039; (zuerst 1887) Formen des Wesenwillens, der je zu [[Gemeinschaft]]en führt, von denen des Kürwillens, der je zu [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaften]] führt. Er prägte den Begriff [[Voluntarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Willensaxiomatik der Soziologie beeinflusste zumal auch [[Paul Barth (Philosoph)|Paul Barth]], [[Dimitrie Gusti]] oder [[Georg Jacoby (Soziologe)|Georg Jacoby]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Wille (Psychologie)}}In der Psychologie ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Wille&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet innerhalb der [[Psychologie]] den Entscheidungsakt &amp;#039;&amp;#039;(Willensakt)&amp;#039;&amp;#039; und die darauf folgende bewusste, willentliche Umsetzung von [[Ziel#Psychologie|Zielen]] und [[Motiv (Psychologie)|Motiven]] in Resultate (Ergebnisse) durch zielgerichtetes, willensgesteuertes Handeln eines Menschen durch ihn selbst. [[Wilhelm Wundt]] führte in seinen psychologisch-philosophischen Abhandlungen dafür den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Willenstätigkeit&amp;#039;&amp;#039; ein; siehe auch: [[Volition (Psychologie)]]. Wollen ist die bewusste [[Entscheidung]] eines Individuums für eine bestimmte Richtung des Handelns.&amp;lt;ref&amp;gt;James Drever/Werner D. Fröhlich, &amp;#039;&amp;#039;dtv Wörterbuch zur Psychologie&amp;#039;&amp;#039;, 1970, S. 288&amp;lt;/ref&amp;gt; Das, was man im Allgemeinen als den Willen bezeichnet, stellt nichts anderes als jene [[kognitiv]] verarbeitete [[Motivation]] dar, der das „[[Ich]]“ den Vorzug vor anderen Motivationen gegeben hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Karl Arnold|Arnold, Wilhelm]] et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Psychologie&amp;#039;&amp;#039;. Bechtermünz Verlag/Augsburg, 1996, ISBN 3-86047-508-8, Stichwort: &amp;#039;&amp;#039;Motivation&amp;#039;&amp;#039;, Sp. 1411&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Brockhaus Psychologie&amp;#039;&amp;#039; unterscheidet zwischen dem psychischen (inneren) Akt des Wollens und der (Willens-)Handlung, die dazu dient, ein Handlungsziel zu erreichen. Letzteres nennt er „äußere Willenshandlung“. Verwandt mit dem Begriff „Wille“ sind [[Widerwille]] und [[Innere Hemmung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Freier Wille]]&lt;br /&gt;
* [[Selbstdisziplin]]&lt;br /&gt;
* [[Selbstregulation]]&lt;br /&gt;
* [[Selbststeuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Akrasia]] (Handeln wider besseres Wissen)&lt;br /&gt;
* [[Innerer Schweinehund]] (in Bezug auf Willensstärke, Willensschwäche)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Augustinus von Hippo|Augustinus, Aurelius]]: &amp;#039;&amp;#039;Der freie Wille&amp;#039;&amp;#039; (Aurelius Augustinus’ Werke Bd. 5) (Übersetzt von Carl Johann Perl). 4. Aufl. Schöningh, Paderborn 1986, ISBN 3-506-70462-1.&lt;br /&gt;
* [[Arthur Schopenhauer|Schopenhauer, Arthur]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt als Wille und Vorstellung&amp;#039;&amp;#039; (2 Bde.). Zweite, durchgängig verb. und sehr verm. Aufl. Brockhaus, Leipzig 1844; jetzt auch: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt als Wille und Vorstellung&amp;#039;&amp;#039; (2 Bde.). (Sämtliche Werke Bd. 1 und Bd. 2. Textkritisch bearb. und hrsg. von Wolfgang Frhr. von Löhneysen). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-518-28261-1 und ISBN 3-518-28262-X.&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Tönnies|Tönnies, Ferdinand]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Tatsache des Wollens.&amp;#039;&amp;#039; (Aus dem Nachlass hrsg. von [[Jürgen Zander (Soziologe)|Jürgen Zander]]). Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1982, ISBN 3-428-05242-0.&lt;br /&gt;
* [[Peter Bieri|Bieri, Peter]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Handwerk der Freiheit.&amp;#039;&amp;#039; Über die Entdeckung des eigenen Willens. Hanser, München 2001, ISBN 3-596-15647-5; auch im Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 978-3-596-15647-4.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Steinvorth|Steinvorth, Ulrich]]: „Willensfreiheit“. In: Ulrich Steinvorth: &amp;#039;&amp;#039;Was ist Vernunft? – Eine philosophische Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2002, ISBN 3-406-47634-1. (Kap. 8, S. 222 ff.; siehe auch ebd. Kap. 9 „Willensschwäche“, S. 256 ff.)&lt;br /&gt;
* [[Roberto Assagioli|Assagioli, Roberto]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Schulung des Willens.&amp;#039;&amp;#039; Methoden der Psychotherapie und der Selbsttherapie. Junfermann, Paderborn 1982 (9. Aufl. 2003), ISBN 3-87387-202-1.&lt;br /&gt;
* Heinze, Martin u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Willensfreiheit – eine Illusion?&amp;#039;&amp;#039; Naturalismus und Psychiatrie. Pabst, Berlin 2006, ISBN 978-3-938880-07-4.&lt;br /&gt;
* Lukas Held: &amp;#039;&amp;#039;Angst und Antrieb: Verwissenschaftlichung des Willens und Politik der Selbststeuerung in Deutschland und den USA, 1874–1974&amp;#039;&amp;#039;, Konstanz UP, Konstanz 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Nina</name></author>
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