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	<title>Willanzheim - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T20:05:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Willanzheim&amp;diff=342414&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eriosw: /* Gemeindegliederung */ fix ldbv</title>
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		<updated>2025-12-24T12:16:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gemeindegliederung: &lt;/span&gt; fix ldbv&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel| behandelt die politische Gemeinde Willanzheim im unterfränkischen Landkreis Kitzingen. Für Informationen zum Hauptort siehe [[Willanzheim (Willanzheim)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Markt&lt;br /&gt;
|Name              = Willanzheim&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Willanzheim COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 49/41//N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 10/14//E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Willanzheim in KT.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Bayern&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk  = Unterfranken&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Kitzingen&lt;br /&gt;
|Verwaltungsgemeinschaft= Iphofen&lt;br /&gt;
|Höhe              = 260&lt;br /&gt;
|PLZ               = 97348&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 09323, 09326&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 09675179&lt;br /&gt;
|Gliederung        = 3 [[Gemeindeteil]]e&lt;br /&gt;
|Adresse-Verband   = Marktplatz 28&amp;lt;br /&amp;gt;97346 Iphofen&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.willanzheim.de/ www.willanzheim.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Ingrid Reifenscheid-Eckert&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel= [[Bürgermeister#Bayern|Erste Bürgermeisterin]]&lt;br /&gt;
|Partei            = [[Wählergemeinschaft|WählerGemeinschaft Willanzheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:FeldkapelleWillanzheim.JPG|mini|Die Feldkapelle &amp;#039;&amp;#039;Zur schmerzhaften Mutter Gottes&amp;#039;&amp;#039; von 1727 in der Gemarkung Willanzheim]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willanzheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Marktgemeinde#Bayern|Markt]] im [[Unterfranken|unterfränkischen]] [[Landkreis Kitzingen]] und Mitglied der [[Verwaltungsgemeinschaft Iphofen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Willanzheim liegt in der Region Würzburg (Bayerische [[Regionalplanung|Planungsregion]] 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höhenlagen in der Gemeinde: Willanzheim {{Höhe|259.6|DE-NHN}}, Markt Herrnsheim {{Höhe|270.5|DE-NHN}}, Hüttenheim {{Höhe|281.8|DE-NHN}}, Hüttenheimer Tannenberg {{Höhe|382|DE-NHN}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort wird im Süden vom [[Breitbach (Main)|Breitbach]] durchflossen, nördlich entspringt der [[Buschgraben (Sickersbach)|Buschgraben]] und östlich der Sparnbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Willanzheim hat drei [[Gemeindeteil]]e (in Klammern ist der [[Siedlungstyp]] angegeben):&amp;lt;ref&amp;gt;{{BLO Ortsdatenbank|objekt=Gemeinde Willanzheim |val=1678|zugriff=2021-03-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BayernPortal Ortsteile |val=43551984770 |objekt=Markt Willanzheim |abruf=2021-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Hüttenheim in Bayern]] ([[Pfarrdorf]])&lt;br /&gt;
* [[Markt Herrnsheim]] (ehemaliger Markt)&lt;br /&gt;
* [[Willanzheim (Willanzheim)|Willanzheim]] (Hauptort)&lt;br /&gt;
Die Einöden [[Brückenmühle (Willanzheim)|Brückenmühle]], [[Hagenmühle (Willanzheim)|Hagenmühle]], [[Weidenmühle (Willanzheim)|Weidenmühle]] und [[Zapfenmühle (Willanzheim)|Zapfenmühle]] zählen zum Gemeindeteil Willanzheim, die [[Herrnsheimer Mühle]] zum Gemeindeteil Markt Herrnsheim. Die [[Heim’sche Ziegelei]] und die [[Rahner’sche Ziegelei]] waren Gemeindeteile von Willanzheim, die mittlerweile [[Wüstung|wüst gefallen]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gemarkung]]en im Gemeindegebiet sind Hüttenheim i.Bay., Markt Herrnsheim und Willanzheim.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ldbv.bayern.de/service/publikationen/arbeitshilfen.html |titel=Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis |hrsg=Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung |werk=ldbv.bayern.de |datum=2025-04-17 |abruf=2025-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Nachbargemeinden sind (im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend): [[Mainbernheim]], [[Iphofen]], [[Sugenheim]], [[Ippesheim]], [[Seinsheim]] und [[Marktsteft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturräumliche Lage ===&lt;br /&gt;
Naturräumlich liegen Willanzheim und seine Gemeindeteile an der Grenze zweier Untereinheiten, die beide dem [[Steigerwaldvorland]] zugerechnet werden. Der Hauptort hat Anteil an der [[Mainbernheimer Ebene]] mit ihren flachwelligen [[Lettenkeuper]]höhen. Herrnsheim und Hüttenheim befinden sich in der [[Hellmitzheimer Bucht]], die wesentlich mehr von [[Keuper]]böden geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Weinbautradition in Hüttenheim reicht bis in das Jahr 1199 zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Gemeindeteile haben eine jahrhundertelange, sehr unterschiedliche Geschichte. Willanzheim war von 1628 bis 1803 im Besitz des Domkapitels Würzburg. Die Familie von [[Seinsheim (Adelsgeschlecht)|Seinsheim]] hatte im Mittelalter Besitz in Herrnsheim und Hüttenheim. Der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]] hatte von 1213 bis 1680 eine Niederlassung in Hüttenheim, die zur [[Deutschordensballei Franken|Ballei Franken]] gehörte. Im Jahr 1803 bzw. endgültig 1814 kam das Gebiet der heutigen Gemeinde zum [[Königreich Bayern]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Hüttenheimer Judenfriedhof.jpg|mini|[[Jüdischer Friedhof Hüttenheim]]]]&lt;br /&gt;
Im Ortsteil Hüttenheim waren mindestens seit dem 19. Jahrhundert [[Judentum|jüdische]] Familien ansässig, die einen [[Jüdischer Friedhof|Friedhof]] anlegten und eine [[Synagoge]] errichteten. Beim [[Novemberpogrom 1938]] wurde das jüdische Gotteshaus von der [[Sturmabteilung|SA]] geschändet und der Friedhof zerstört. Im Jahre 1950 errichteten Überlebende dort ein Denkmal für die [[Opfer des Faschismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. [[Bundeszentrale für politische Bildung]], Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 198&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1978 wurde im Zuge der [[Gebietsreform in Bayern|Gemeindegebietsreform]] aus den [[Zweites Gemeindeedikt|seit 1818 selbstständigen Gemeinden]] Markt Herrnsheim, Hüttenheim und Willanzheim der Markt Willanzheim gebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3170032631 | Seiten = 748}} &amp;lt;!--Gemeindeverzeichnis--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund des [[Marktrecht (historisch)|Marktrechtes]] von Herrnsheim erhielt die neue Gemeinde den Titel Markt.&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1373 auf 1613 um 240 Einwohner bzw. um 17,5 %.&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: BayLfStat&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Bürgermeisterin ===&lt;br /&gt;
Seit 1. Mai 2008 ist Ingrid Reifenscheid-Eckert (Wählergemeinschaft Willanzheim) [[Bürgermeister#Bayern|Erste Bürgermeisterin]]. Diese wurde am 15. März 2020 mit 91,1 % der Stimmen für weitere sechs Jahre gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
 |Blasonierung = Unter rotem [[Schildhaupt]], darin drei gesenkte silberne Spitzen, siebenmal gespalten von Silber und Blau, belegt mit einem silbernen Schild, darin ein durchgehendes schwarzes Tatzenkreuz.&lt;br /&gt;
 |Zusatz = &lt;br /&gt;
 |Quelle = {{HdBG GKZ}}&lt;br /&gt;
 |Begründung = Nach der Gemeindegründung im Jahr 1978 führte Willanzheim zunächst kein Wappen. Erst 1986 wurde ein solches angenommen. Es verweist auf die drei ehemals selbständigen Gemeinden. Das Schildhaupt stellt den fränkischen Rechen dar, das Hochstift Würzburg herrschte von 1628 bis 1803 über das Dorf Willanzheim. Die Spaltung von Silber und Blau ist ein Hinweis auf die Herrschaft der Familie von Seinsheim in Markt Herrnsheim. Das Tatzenkreuz gibt dagegen Hinweise auf den Deutschen Orden, der in Hüttenheim eine Niederlassung unterhielt.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partnergemeinde ===&lt;br /&gt;
{{Partnerstadt|Zánka|Ungarn|, [[Komitat Veszprém]]|Hungary}}: Nach beiderseitigen Besuchen in den beteiligten Gemeinden wurde am 1. Mai 2001 der Partnerschaftsvertrag unterzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Bau- und Bodendenkmäler ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Baudenkmäler in Willanzheim|Liste der Bodendenkmäler in Willanzheim}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burganlagen ===&lt;br /&gt;
Zeitweise gab es in Willanzheim zwei Burganlagen. Die ältere, der heutige [[Burgstall Willanzheim]] lag am Rande der Siedlung. Im 14. Jahrhundert wurde das sogenannte Weiherhaus, der heutige [[Turmhügel Willanzheim]], errichtet. Wechselnde [[Geschlecht (Genealogie)|Geschlechter]] saßen auf den jeweiligen Burgen. Im Jahre 1428 gelang es Hans von Wenkheim, beide Burgen in seiner Hand zu vereinen. Heute erinnern kaum noch sichtbare Überreste an die beiden Burgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchenburganlagen ===&lt;br /&gt;
In allen drei Gemeindeteilen dominieren [[Kirchenburg]]anlagen die Ortsmitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Hüttenheimer Marktplatz.jpg|Marktplatz in Hüttenheim mit Eingang zur Kirchenburg&lt;br /&gt;
 Hüttenheimer Kirchenburg2.jpg|Gadenhäuschen in Hüttenheim&lt;br /&gt;
 Herrnsheim Kirche.jpg|Aufgang zur Kirchenburg in Herrnsheim&lt;br /&gt;
 Gaden1.jpg|Gadenhäuschen in Herrnsheim&lt;br /&gt;
 Torhaus Wi.jpg|Torhaus über dem Eingang zur Willanzheimer Kirchenburg&lt;br /&gt;
 Durchg Wi.jpg|Eingang zur Kirchenburg in Willanzheim&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hüttenheim ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kirchenburg Hüttenheim}}&lt;br /&gt;
Die Hüttenheimer Kirchenburg zählt zu den größten erhaltenen [[Gaden]]kirchenburgen in Franken. Das Rathaus und der Torbogen mit den anschließenden Gebäuden erinnern durch die bauliche Form vor dem Hauptzugang zur eigentlichen Anlage an einen [[Zwinger (Architektur)|Zwinger]], der  die Aufgabe hatte, durch Vortor und -mauer den Haupteingang zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai findet dort ein Kirchenburgmarkt mit kunstgewerblichem Angebot statt. Höhepunkt ist das Kirchenburgweinfest am dritten Augustwochenende in Hüttenheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Markt Herrnsheim ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kirchenburg Markt Herrnsheim}}&lt;br /&gt;
In diesem Ort steht die kleinste, renovierte Kirchenburg des Landkreises Kitzingen. Die gesamte Anlage befindet sich wie viele Kirchenburgen auf einem Hügel am Ortsrand mit dem zum Ort gerichteten Aufgang. Der romanische Kirchturm aus der Zeit um 1200 ist massiv gebaut und besitzt Schießscharten. Er war nur wenig höher als das Langhaus. Von ihm aus konnte der besonders gefährdete Eingang verteidigt werden. Eine wehrhafte Ummauerung schützte die Kirche St. Martin und die kleinen Wohn- und [[Gaden|Vorratshäuschen]] der Dorffamilien bei Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An das Marktrecht erinnert der jährlich stattfindende Markt am Sonntag vor Jakobi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Willanzheim ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kirchenburg Willanzheim}}&lt;br /&gt;
Die ehemalige Kirchenburganlage dominiert die sie umgebenden Gebäude. Beim Betreten des Kirchhofs durch das Torhaus ist die Stärke der Ummauerung zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagen ===&lt;br /&gt;
Einige [[Sage]]n haben das sogenannte Greutholz zwischen Iphofen und Willanzheim zum Thema. Es wurde erzählt, dass dort ein verwunschener Mann umgehe, der laut „hu hu“ rufen soll. Ebenso soll dort eine Frau gesehen worden sein, die ihre weiße Wäsche schüttelte und an einem Baum aufhängte. Während der Adventszeit und um Ostern wurden die Menschen auch im Wald oft in die Irre geführt und kam erst am nächsten Morgen wieder nach Willanzheim zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Kitzingen|Kitzinger]] Metzgersfrau soll nach ihrem Tod in den Wald verbannt worden sein. Sie hatte beim Fleischabwiegen ihren Daumen auf die Waage gelegt, weshalb sie noch als Verwunschene immer wieder rief: „Drei Viertel und a Damma it a a [[Pfund]]!“ Außerdem wurde im Wald ein altes Kloster vermutet, welches im [[Hunnensturm|Hunnenkrieg]] zerstört worden sein soll. Wahrscheinlich spielt diese Sage auf ein altes Schanzwerk an, das dort verortet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Klarmann, Johann Ludwig (u. a.): &amp;#039;&amp;#039;Sagen und Skizzen aus dem Steigerwald&amp;#039;&amp;#039;. S. 261.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
Der Markt Willanzheim mit seinen Gemeindeteilen bietet verschiedene Freizeitmöglichkeiten, wie zum Beispiel ausgewiesene Rad- und Wanderwege, Rasthütten, Kneippbecken, Aussichtspunkte und Gästeführungen. Im Ort befinden sich mehrere fränkische Gaststätten, Heckenwirtschaften und Weinprobierstuben. Mit Urlaub auf dem Winzerhof, Ferienwohnungen, Gästezimmern und dem Winzerhof werden Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchenburganlage, die stilreine [[Neugotik|neugotische]] Kirche St. Johannes, die ehemalige Synagoge und historische Hofanlagen prägen den Weinort. Der Hüttenheimer Dorfspaziergang führt zu den Sehenswürdigkeiten. Dazu werden Führungen angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museum und Ausstellungen in Hüttenheim ===&lt;br /&gt;
* Fahrradmuseum Hüttenheim: Sammlung ausgefallener und historischer Räder&lt;br /&gt;
* Sammlung Därr: Tante-Emma-Laden um 1940 und große Sammlung alter Waschmittel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
* Erster Samstag im März: kulinarischer Dorfspaziergang Hüttenheim (mit Anmeldung)&lt;br /&gt;
* Christi Himmelfahrt: Marktplatzfest in Hüttenheim&lt;br /&gt;
* Dritter oder vierter Sonntag im Mai: Kirchenburgmarkt in Hüttenheim&lt;br /&gt;
* Sonntag vor Jakobi (25. Juli): Herrnsheimer Markt&lt;br /&gt;
* Zweites Wochenende im August: Dorffest Willanzheim&lt;br /&gt;
* Drittes Wochenende im August: Kirchenburgweinfest Hüttenheim&lt;br /&gt;
* Letzter Sonntag im September: Streuobstfest in Markt Herrnsheim (gerade Jahre)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrpfade ===&lt;br /&gt;
* Willanzheimer Dorfkulturweg ([[Ortolan]], Mittelwaldbewirtschaftung, keltische Viereckschanze)&lt;br /&gt;
* Streuobst-Erlebnisweg Markt Herrnsheim (konzipiert für Schulklassen, Kindergruppen und Familien mit Kindern, einmalig in Bayern)&lt;br /&gt;
* Hüttenheimer Dorfspaziergang (Kirchenburg, katholische Kirche, ehemalige Synagoge, Burgstall der Deutschordenskommende, Ebracher Hof)&lt;br /&gt;
* Auf alten Pfaden um den Tannenberg (naturkundlicher Weg)&lt;br /&gt;
* Weinparadiesweg (durch die Weinberge, ca. 20&amp;amp;nbsp;km)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
Die Wälder westlich und östlich des Ortes sind Bestandteil des [[Natura 2000|Natura-2000]]-Netzwerkes und als Schutzgebiet &amp;#039;&amp;#039;DE6327372, Wälder zwischen Willanzheim, Mainbernheim und Tiefenstockheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://natura2000.eea.europa.eu/Natura2000/SDF.aspx?site=DE6327372 Natura 2000: DE6327372, Gemeindewälder um Willanzheim] (Abgerufen am 25. Juni 2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.stmuv.bayern.de/themen/naturschutz/biodiversitaet/natura2000/doc/natura2000_anlage_1.pdf |wayback=20180131023155 |text=Anlage 1 zur BayNat2000V |archiv-bot=2024-06-15 03:48:51 InternetArchiveBot }} (abgerufen am 30. Jan. 2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; ausgewiesen. Das Gebiet nordöstlich des Ortes ist als Vogelschutzgebiet &amp;#039;&amp;#039;DE6227-471, Südliches Steigerwaldvorland&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://natura2000.eea.europa.eu/Natura2000/SDF.aspx?site=DE6227471 Natura 2000: DE6227471, Südliches Steigerwaldvorland] (Abgerufen am 25. Juni 2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Weinbau ===&lt;br /&gt;
In zwei Ortsteilen der Marktgemeinde wird heute Weinbau betrieben. Mit einer Fläche von etwa 75 [[Hektar]] ist Hüttenheim der eigentliche Weinort im Gemeindegebiet. Willanzheim besitzt dagegen nur eine kleine Rebfläche, die keiner [[Lage (Weinbau)|Einzellage]] zugeordnet wurde. Seit den 1970er Jahren werden die Hüttenheimer Weine unter dem Namen Tannenberg vermarktet. Die [[Gipskeuper]]böden um Willanzheim eignen sich ebenso für den Anbau von Wein, wie die Lage in der Maingauklimazone, die zu den wärmsten Deutschlands gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit dem [[Frühmittelalter]] betreiben die Menschen um Willanzheim Weinbau. Die [[Franken (Volk)|fränkischen]] Siedler brachten wohl im 7. Jahrhundert die Rebe mit an den Main. Der Weinbau erlebte nach der [[Säkularisation]] zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen umfassenden Niedergang. Vor allem klimatisch weniger begünstige Lagen wurden vollständig aufgegeben. Zusätzlich erschwerte das Aufkommen von Schädlingen wie der [[Reblaus]] den Anbau. Konsolidieren konnte sich die Weinbauregion Franken erst wieder in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Einsatz von Düngern und verbesserte Anbaumethoden hatten dazu ebenso beigetragen wie die Organisation in Genossenschaften und die [[Flurbereinigung]] der 1970er Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;Ambrosi, Hans (u. a.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Vinothek: Franken&amp;#039;&amp;#039;. S. 50–52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst seit den 2000er Jahren wird in Willanzheim wieder in begrenztem Umfang Weinbau betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Weinlage&amp;lt;ref&amp;gt;Regierung von Unterfranken: {{Webarchiv|url=https://www.regierung.unterfranken.bayern.de/assets/7/4/die_weinbergslagen_in_bayern_-_gegliedert_nach_bereichen.pdf |wayback=20180728035639 |text=&amp;#039;&amp;#039;Weinbergslagen in Bayern gegliedert nach Bereichen&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2023-02-14 23:26:13 InternetArchiveBot }}, PDF-Datei, abgerufen am 16. Mai 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;  !! Größe 1993&amp;lt;ref&amp;gt;Ambrosi, Hans (u. a.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Vinothek: Franken&amp;#039;&amp;#039;. S. 237.&amp;lt;/ref&amp;gt; !! Himmelsrichtung !! Hangneigung !! Hauptrebsorten !! Großlage&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tannenberg || 75 ha || Süden, Südwesten || 25–30 % || [[Müller-Thurgau]], [[Silvaner]] || [[Schloss Frankenberg|Frankenberger]] Schloßstück&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;ohne Namen&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;unklar&amp;#039;&amp;#039; || Süden || &amp;#039;&amp;#039;unklar&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;unklar&amp;#039;&amp;#039; || [[Iphöfer Burgweg]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Markt Willanzheim ist über die Bundesstraßen [[Bundesstraße 8|8]] und [[Bundesstraße 13|13]] zu erreichen und hat dadurch auch eine Anbindung zu den Autobahnen [[Bundesautobahn 3|3]] und [[Bundesautobahn 7|7]]. Außerdem besteht über die Bahnhöfe von [[Kitzingen]] und [[Iphofen]] an der [[Bahnstrecke Fürth–Würzburg]] eine Anbindung im [[Öffentlicher Personennahverkehr|ÖPNV]] mit öffentlichen [[Linienbus]]sen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
In den Gemeindeteilen Willanzheim und Hüttenheim befindet sich eine Grundschule und jeweils ein Kindergarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Kunz von Iphofen]] (1460–1523), frühneuzeitlicher Montanunternehmer, geboren im Hauptort&lt;br /&gt;
* [[Leonhard Rosen]] († 1591), Abt von [[Kloster Ebrach]] (1563–1591), geboren im Hauptort&lt;br /&gt;
* [[Philipp Joseph Frick]] (auch Frike, 1742–1798), Hoforganist in Baden-Baden, Musiktheoretiker, geboren im Hauptort&lt;br /&gt;
* Meinrad Sprenke (geboren als Georg Joseph Stephan Anton, 1755–1837), Kapuziner, theologischer Schriftsteller, geboren im Hauptort&lt;br /&gt;
* Anton Franz Jaeger (1788–1851), Oberst und Kommandeur des 14. Infanterie-Regiments, geboren im Hauptort&lt;br /&gt;
* Michael Störcher (1817–1888), Pfarrer und Maler, geboren im Hauptort&amp;lt;ref&amp;gt;Klarmann, Johann Ludwig: &amp;#039;&amp;#039;Der Steigerwald in der Vergangenheit&amp;#039;&amp;#039;. S. 216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Hildmann]] (1907–1992), Theologe und Politiker, geboren in Markt Herrnsheim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Ambrosi]], Bernhard Breuer: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Vinothek: Franken. Begleiter zu den Weinberg-Lagen, Winzern und ihren Küchen&amp;#039;&amp;#039;. Herford&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; 1993.&lt;br /&gt;
* Johann Ludwig Klarmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Steigerwald in der Vergangenheit. Ein Beitrag zur fränkischen Landeskunde&amp;#039;&amp;#039;. Gerolzhofen&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; 1909.&lt;br /&gt;
* Johann Ludwig Klarmann, Karl Spiegel: &amp;#039;&amp;#039;Sagen und Skizzen aus dem Steigerwald. Nachdruck der Ausgabe 1912&amp;#039;&amp;#039;. Neustadt an der Aisch 1982.&lt;br /&gt;
* Björn-Uwe Abels: Die Viereckschanze bei Willanzheim In: Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern 27  (1975) S. 248&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.willanzheim.de/ Markt Willanzheim]&lt;br /&gt;
* {{LStDV GKZ|9675179}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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