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	<title>Will Grohmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Will_Grohmann&amp;diff=296535&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;F. Peter Müller: u. a. Adresse 1943/44</title>
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		<updated>2026-03-25T14:51:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;u. a. Adresse 1943/44&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hugo Erfurth Will Grohmann.jpg|mini|[[Hugo Erfurth]]: Will Grohmann]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Will Grohmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich Willy; * [[4. Dezember]] [[1887]] in [[Bautzen]]; † [[6. Mai]] [[1968]] in [[Berlin]]) (Pseudonym: Olaf Rydberg) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Kunsthistoriker]], [[Kunstkritiker]] und [[Hochschullehrer]] und -Rektor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Will Grohmann wurde als Sohn des Gebietsfeldwebels und späteren Postsekretärs in der Flinzstraße in Bautzen geboren. Die Familie zog später nach [[Dresden]], wo er bis zum Abitur die [[Kreuzschule]] besuchte. Er studierte in Leipzig und Paris Kunst- und Literaturgeschichte, Geschichte, Philosophie und Orientalistik. Das Staatsexamen bestand er mit Auszeichnung. 1914 wurde er [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Willy Grohmann: &amp;#039;&amp;#039;Vers oder Prosa im hohen Drama des achtzehnten Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1914 war er als Lehrer in Dresden tätig – hauptsächlich am [[König-Georg-Gymnasium]], wo er Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Latein, Hebräisch und [[Sanskrit]] lehrte. [[Erich Kästner]] und [[Fritz Löffler]] waren unter seinen Schülern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Abendkurse und Vorträge nahm er frühzeitig am Dresdner Kulturleben teil. Er suchte die Begegnung mit jungen Malern der Künstlergruppe „[[Brücke (Künstlergruppe)|Die Brücke]]“, wurde Förderer des [[Bauhaus]]es und holte die Tänzerin [[Mary Wigman]] nach Dresden. 1926 war er als Vorsitzender der [[Dresdner Sezession 1925/26|Dresdner Sezession]] ausgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Kunstmarktes. Kunstadressbuch für das Deutsche Reich, Danzig und Deutsch-Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Antiqua Verl.-Ges. Kalkoff, Berlin, 1926, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als engagierter Neuerer in allen Fragen der Kunst wurde er 1933 aus allen Ämtern entlassen. Er befasste sich mit archäologischen Themen bei der [[Reichsschrifttumskammer]] und schrieb u.&amp;amp;nbsp;a. über die Verbindungen zwischen den orientalischen und frühchristlichen Kulturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zu seiner Entlassung 1933 war er auch Assistent an der [[Gemäldegalerie Alte Meister|Gemäldegalerie Dresden]] und arbeitete an dem &amp;#039;&amp;#039;[[Thieme-Becker|Allgemeinen Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart]]&amp;#039;&amp;#039; mit. 1924 begründete er mit dem Band über die Zeichnungen [[Ernst Ludwig Kirchner]]s die Herausgabe seiner berühmten &amp;#039;&amp;#039;Künstlermonografien&amp;#039;&amp;#039;. Neben Kirchner schloss Grohmann Freundschaften mit den Malern [[Karl Schmidt-Rottluff]], [[Otto Dix]], [[Paul Klee]], [[Wassily Kandinsky]], [[Oskar Schlemmer]] und [[Willi Baumeister]], als die Öffentlichkeit noch kaum etwas von den sich anbahnenden neuen Kunstrichtungen ahnte. Er arbeitete rastlos für das bessere Verständnis der neuen Kunst, schrieb Kataloge für Ausstellungen, publizierte in internationalen Kunstzeitschriften wie den &amp;#039;&amp;#039;[[Cahiers d’Art]]&amp;#039;&amp;#039; und machte besonders den deutschen [[Expressionismus]] in Frankreich salonfähig. Damals lagen die Meinungen der Künstler von „Brücke“ und [[Bauhaus]] weit auseinander, und Grohmann gelang es, viele Fäden zu knüpfen. Am engsten war das Verhältnis zu Paul Klee, da sich beide als Kunstphilosophen sehr ähnlich waren. Grohmann verstand es, sich in die Gedankenwelt der Künstler hineinzuversetzen, und durch sein profundes Wissen die Künstler und das Publikum zu verknüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 schrieb er unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Olaf Rydberg&amp;#039;&amp;#039; eine Monografie über [[Gret Palucca]],&amp;lt;ref&amp;gt;Olaf Rydberg (d. i. Will Grohmann): &amp;#039;&amp;#039;Die Tänzerin Palucca.&amp;#039;&amp;#039; Reissner, Dresden 1935.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit der er zu dieser Zeit liiert war. Exemplare von Buchpublikationen Grohmanns über [[Friedrich Karl Gotsch]], Wassily Kandinsky und [[Ernst Ludwig Kirchner]], die in den Verlagen [[Galerie Arnold|Ernst Arnold]], Dresden, und [[Klinkhardt &amp;amp; Biermann]], Leipzig, erschienen waren, wurden aus dem [[Museum Bautzen|Stadtmuseum Bautzen]], dem [[Schlesisches Museum der Bildenden Künste|Schlesischen Museum der Bildenden]] Künste Breslau,  der Kunstsammlung der Stadt Düsseldorf und dem Museum [[Folkwang Kammerorchester Essen|Folkwang]] Essen beschlagnahmt und anschließend vernichtet,&amp;lt;ref&amp;gt;Datenbank zum Beschlagnahmeinventar der Aktion „Entartete Kunst“, Forschungsstelle „Entartete Kunst“, FU Berlin&amp;lt;/ref&amp;gt; weil die behandelten Künstler den Nationalsozialisten als [[Entartete Kunst|„entartet“]] galten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichwohl nahm er im „Dritten Reich“ eine ambivalente Haltung ein. Zum einen pflegte er den Kontakt zu den als „entartet“ verfemten Künstlern und blieb für sie eine wichtige Vertrauensperson und Informationsquelle. Zum anderen arrangierte er sich mit dem politischen System, indem er den Weg der politischen Opportunität einschlug und das Einverständnis mit dem nationalsozialistischen Kunstschriftstellertum suchte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Schieder]]: &amp;#039;&amp;#039;“To be on the spot”. Will Grohmann und der Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Konstanze Rudert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Im Netzwerk der Moderne. Kirchner, Braque, Kandinsky, Klee … Richter, Bacon, Altenbourg und ihr Kritiker Will Grohmann&amp;#039;&amp;#039; (Ausstellungskatalog, Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden). Hirmer, München 2012, ISBN 978-3-7774-5461-0, S. 35–41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dresdner Adressbuch verzeichnete ihn 1943/44 als Studienrat a. D. in der Reicker Straße 33.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 wurde er zum Rektor der [[Staatliche Hochschule für Werkkunst|Hochschule für Werkkunst]] in Dresden berufen, für die er im September 1945 [[Charles Crodel]] gewann. Wegen politischer Differenzen zog er 1947 in den West-Teil [[Berlin]]s. Er wurde an der [[Universität der Künste Berlin|Hochschule für Bildende Künste]] in [[Berlin-Charlottenburg]] Professor für Kunstgeschichte. Für die Berliner Ausgabe der &amp;#039;&amp;#039;Neuen Zeitung&amp;#039;&amp;#039; schrieb Grohmann ab 1947 über Themen des zeitgenössischen Kunstbetriebes. Von besonderer Bedeutung und unmittelbaren Einfluss waren dabei seine Besprechungen von Ausstellungen in West-Berlin, die er mehrfach pro Monat bis zur Einstellung des Blattes 1955 verfasste. Die in den späten 40er- und frühen 50er-Jahren führenden West-Berliner Galerien [[Gerd Rosen|Rosen]], [[Rudolf Springer (Galerist)|Springer]], [[Anja Bremer|Bremer]], [[Galerie Schüler|Schüler]] und auch [[Galerie Franz|Franz]] förderte er durch Eröffnungsreden bei Ausstellungen, Katalogbeiträge u.&amp;amp;nbsp;ä. Als Mitglied des &amp;#039;&amp;#039;documenta-Rates&amp;#039;&amp;#039; war er beteiligt an den [[Documenta]]-Ausstellungen in [[Kassel]], den Biennalen in Venedig, an internationalen Ausstellungen als Berater von den USA bis Japan. Er wurde als der &amp;#039;&amp;#039;Papst und Doyen der deutschen Kunstkritik&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. In den 1950er Jahren lieferte er sich teilweise erbitterte Debatten mit dem gegenständlichen Maler und Vorsitzenden des wiedergegründeten [[Deutscher Künstlerbund|Deutschen Künstlerbundes]], [[Karl Hofer]], um die Bewertung der gegenständlichen gegenüber der abstrakten Kunst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=31969912 |Titel=Hofer / Kunst |Jahr=1955 |Nr=16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztere betrachtete Grohmann für die einzig zukunftsfähige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er spürte auch neue Talente auf, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Gerhard Richter]]. Das [[Museum of Modern Art]] in [[New York City|New York]] ernannte ihn zum Ehrenmitglied. Grohmann erhielt 1960 das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Tagesspiegel&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4588, S. 4 erschienen am 12. Oktober 1960. [http://willgrohmann.de/zeitungs-archiv/articles/Z2040.pdf Zeitungsausschnitt] (PDF; 1,5&amp;amp;nbsp;MB), abgerufen am 30. Dezember 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anlässlich seines 80. Geburtstags wurde der [[Will-Grohmann-Preis]] gestiftet. Nach seinem Tod 1968 wurde das [[Grohmann-Archiv]] in der [[Staatsgalerie Stuttgart]] eingerichtet und ein Stipendium für Nachwuchskünstler gestiftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er förderte mit seinen Schriften die [[Abstrakte Kunst]] in Deutschland. Er veröffentlichte unter anderem [[Monografie]]n über Paul Klee, [[Willi Baumeister]], [[Henry Moore]], [[Heinz Trökes]], Wassily Kandinsky und Ernst Ludwig Kirchner. Grohmann pflegte eine langjährige Freundschaft zum griechisch-französischen Kunstkritiker [[Christian Zervos]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Vorwort zum Ausstellungskatalog: &amp;#039;&amp;#039;Japanische Malerei der Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Akademie der Künste, Berlin 1961.&lt;br /&gt;
* Karl Gutbrod (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Lieber Freund…“ Künstler schreiben an Will Grohmann.&amp;#039;&amp;#039; Verlag M. DuMont Schauberg, Köln 1968.&lt;br /&gt;
* [[Rainer Zimmermann (Kunsthistoriker)|Rainer Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Expressiver Realismus. Malerei der Verschollenen Generation.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl. München 1994, ISBN 3-7774-6420-1.&lt;br /&gt;
* Martin Schieder: &amp;#039;&amp;#039;Der Kritiker ist für die Kunst. Will Grohmann und die Moderne, 1914–1968.&amp;#039;&amp;#039; In: Regula Krähenbühl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Avantgarden im Fokus der Kunstkritik. Eine Hommage an Carola Giedion-Welcker (1893–1979).&amp;#039;&amp;#039; Zürich 2011, S. 205–222.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;In Memoriam Will Grohmann. 1887-1968. Wegbereiter der Moderne.&amp;#039;&amp;#039; Ausstellungskatalog Staatsgalerie Stuttgart 1987/88.&lt;br /&gt;
* Konstanze Rudert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Will Grohmann. Im Netzwerk der Moderne. Katalog zur Ausstellung in den Staatlichen Kunstsammlungen – Kunsthalle im Lipsiusbau Dresden.&amp;#039;&amp;#039; Hirmer Verlag, München, 2012&lt;br /&gt;
* Konstanze Rudert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Will Grohmann. Texte zur Kunst der Moderne.&amp;#039;&amp;#039; Hirmer Verlag, München 2012.&lt;br /&gt;
* Konstanze Rudert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Intuition und Gewissheit. Will Grohmann und die Rezeption der Moderne in Deutschland und Europa 1918–1968.&amp;#039;&amp;#039; Sandstein Verlag, Dresden 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118698028}}* [http://www.willgrohmann.de/biography.php Biographie Grohmanns] sowie umfangreiche Hintergrundinformationen aus einem Forschungsprojekt der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden&lt;br /&gt;
* Deutschlandfunk (DLF) Sonntag, 30. September 2012 Kulturfragen: [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturfragen/1880417/ &amp;#039;&amp;#039;Kalter Krieg im Museum? Der Kunsthistoriker Eckhart Gillen über den umstrittenen Kunstkritiker Will Grohmann&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118698028|LCCN=n/50/32798|NDL=00467614|VIAF=22142747}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grohmann, Will}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstkritiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Museums in Dresden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität der Künste Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (HfBK Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Documenta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Grohmann, Will&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Grohmann, Willy; Olaf Rydberg (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kunsthistoriker und Kunstkritiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Dezember 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bautzen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Mai 1968&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;F. Peter Müller</name></author>
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