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	<title>Wilhelmsfeld - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zur Ortschaft in Sachsen siehe [[Wilhelmsfeld (Kringelsdorf)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Wilhelmsfeld COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 49/28/13/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 08/45/13/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Wilhelmsfeld in HD.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk  = Karlsruhe&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Rhein-Neckar-Kreis&lt;br /&gt;
|Höhe              = 386&lt;br /&gt;
|PLZ               = 69259&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 06220&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 08226099&lt;br /&gt;
|LOCODE            = DE 79A&lt;br /&gt;
|Straße            = Johann-Wilhelm-Straße 61&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.wilhelmsfeld.de/ www.wilhelmsfeld.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Tobias Dangel&lt;br /&gt;
|Partei            = CDU&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilhelmsfeld.jpg|miniatur|297px|Wilhelmsfeld]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine rund 3300 Einwohner zählende Gemeinde im [[Rhein-Neckar-Kreis]] im Nordwesten von [[Baden-Württemberg]]. Der staatlich anerkannte [[Luftkurort]] entstand zu Beginn des 18. Jahrhunderts im Rodungsgebiet des [[Odenwald]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Wilhelmsfeld liegt im Rhein-Neckar-Kreis, wenige Kilometer nordöstlich von Heidelberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturraum ===&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet befindet sich in 280 bis 530 Metern Höhe in der Hügellandschaft des südlichen [[Odenwald]]s, direkt hinter dessen [[Buntsandstein]]stufe. Die Lage ist geprägt vom Talgrund des Hilsbachs, in den der Belschbach einmündet, und von den umgebenden, bewaldeten Höhen. Der Hilsbach fließt nach Osten der [[Steinach (Neckar, Neckarsteinach)|Steinach]] zu. Im Westen öffnet sich ein Sattel zum Schriesheimer Tal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Das Klima unterscheidet sich signifikant von der nur wenige Kilometer westlich befindlichen [[Oberrheinische Tiefebene|Oberrheinischen Tiefebene]]. Es ist wesentlich ausgeglichener mit geringeren Temperaturschwankungen und im Schnitt 2&amp;amp;nbsp;°C kühler, was schwüle Hochsommertage fast ausschließt. Begünstigt durch den Sattel im Westen und die Höhenlage ist die Niederschlagsmenge relativ hoch.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kreisbeschreibung Bd. 2&amp;#039;&amp;#039;, S. 1039/1040.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemarkung ===&lt;br /&gt;
Die vergleichsweise kleine Gemarkung erstreckt sich über 475 Hektar. Davon sind 25,5 Prozent Siedlungs- und Verkehrsfläche, 19,6 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt und 54,3 Prozent sind bewaldet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://statistik.baden-wuerttemberg.de/ |titel=Startseite: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170324191834/http://statistik.baden-wuerttemberg.de/ |archiv-datum=2017-03-24 |abruf=2025-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Gemarkung gehört ein schmaler, nördlich verlaufender Streifen, auf dem der Belschbach fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet von Wilhelmsfeld grenzt im Westen an [[Schriesheim]], im Norden wird der Centwald, eine [[Exklave]] von [[Weinheim]], fast umschlossen, im Nordosten folgt [[Heiligkreuzsteinach]], im Osten [[Schönau (Odenwald)|Schönau]] und im Süden [[Heidelberg]]. Nachbarorte sind im Westen [[Altenbach (Schriesheim)|Altenbach]] (Schriesheim), im Norden [[Hinterheubach (Heiligkreuzsteinach)|Hinterheubach]] (Heiligkreuzsteinach), im Osten [[Altneudorf]] (Schönau) und im Süden [[Peterstal (Heidelberg)|Peterstal]] (Heidelberg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Wilhelmsfeld entwickelte sich ursprünglich aus drei kleinen Häusergruppen, dem Oberdorf, dem Mitteldorf und dem Unterdorf. Da erst sehr spät ein Bebauungsplan aufgestellt wurde, wurden immer wieder getrennt von der übrigen Siedlungsbebauung einzelne Häuser auf der Gemarkung gebaut, die sich später zum Teil zu kleinen Weilern wandelten. Erst mit dem Aufschwung in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg entstand ein relativ geschlossenes Ortsbild, das aber immer noch eine aufgelockerte Bebauung aufweist.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 256–260.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jan Frans van Douven 003.jpg|miniatur|hochkant|Kurfürst [[Johann Wilhelm (Pfalz)|Johann Wilhelm]] von der [[Kurpfalz|Pfalz]] ([[Jan Frans van Douven]], um 1700)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Die Odenwaldregion um das heutige Wilhelmsfeld wurde vermutlich ab dem Jahr 1100 besiedelt. Das Hilsbachtal blieb aber wohl wegen der steilen und unfruchtbaren Böden unberührt. Der hiesige [[Allmende|Centallmendwald]] diente den umliegenden Dörfern als Holzlieferant und Viehweide und den [[Kurpfalz|Heidelberger Kurfürsten]] als Jagdrevier. Vereinzelt ließen sich auch [[Köhler]] und [[Pottasche]]nsieder nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 15/16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts begann die Besiedlung von Wilhelmsfeld. Das genaue Jahr ist nicht bekannt. Erstmals schriftliche Erwähnung findet der Ort am 7.&amp;amp;nbsp;Juli 1710, als der Vogt der [[Kellerei (Amtsbereich)|Kellerei]] [[Herrschaft Waldeck (Odenwald)|Waldeck]] für Hans Adam Reinhard und vier weitere Bauern aus dem [[Steinach (Neckar, Neckarsteinach)|Steinachtal]] um die Genehmigung der Siedlung bei Kurfürst [[Johann Wilhelm (Pfalz)|Johann Wilhelm]] ersuchte, der am 23. Dezember auch zustimmte. Der Ort, der nach dem Kurfürsten Wilhelmsfeld genannt wurde (zu Beginn aber zeitweise auch als &amp;#039;&amp;#039;Neudorf&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld. Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;), gehörte zur [[Herrschaft Waldeck (Odenwald)|Kellerei Waldeck]] des [[Oberamt Heidelberg|Oberamtes Heidelberg]], deren [[Keller (Amt)|Keller]] oder [[Schultheiß]] in [[Heiligkreuzsteinach]] saß. Die Neugründung erhielt aufgrund der Erschwernisse, das Land musste erst [[Rodung|gerodet]] werden, für mindestens zehn Jahre Steuerfreiheit, was den Zuzug weiterer Siedler begünstigte. Im Jahr 1727 hatte das neue Dorf auch schon 108 Einwohner. Aus den Steuerlisten dieser Zeit geht jedoch hervor, dass der Ort besonders arm gewesen sein muss. In den nachfolgenden Jahren sind mehrfach große Ernteverluste wegen Wetterkapriolen verzeichnet, wie beispielsweise im Jahr 1754, in dem starke Regenfälle die [[Winterfrucht]] verdarben, oder 1778, als von einer erneuten Missernte berichtet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 17–35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
1803 wurde die Kurpfalz aufgelöst und Wilhelmsfeld gelangte zu [[Baden (Land)|Baden]], wo es 1807, wie die gesamte Kellerei Waldeck, dem badischen [[Oberamt Heidelberg (Baden)|Oberamt Heidelberg]] angegliedert wurde. 1810 wurde Wilhelmsfeld aus der Großgemeinde Heiligkreuzsteinach herausgelöst und selbstständige Gemeinde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 34–38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Kämpfen der Revolutionszeit von 1848/49 wirkten der Pfarrer [[Friedrich August Lehlbach]], der im Steinachtal drei Kompanien aufstellte, und der Bürgermeister Nikolaus Bauder aktiv mit. Nach der gewaltsamen Niederschlagung wurde der Bürgermeister abgesetzt, und die badischen Behörden legten ihm nahe, in die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] auszuwandern. Innerhalb kurzer Zeit verließen 48 Wilhelmsfelder den rund 700 Einwohner zählenden Ort in Richtung Amerika.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 70–73.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwanzigstes Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] fielen 55 Soldaten aus Wilhelmsfeld, das damals um die 900 Einwohner hatte. Weitere 48 Todesopfer forderte die [[Spanische Grippe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen war wie fast überall durch Mangel, Inflation und politische Unruhen gekennzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 83–85.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch waren in Wilhelmsfeld meist die [[Nationalliberale Partei|Nationalliberalen]] führend, ehe Ende des 19. Jahrhunderts die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] an Stimmen gewann und 1912 stärkste Partei wurde. Sie behielt ihre Vormachtstellung auch in der [[Weimarer Republik]] bei. Bei der [[Reichstagswahl November 1932]] erhielt die [[NSDAP]] 40,1 Prozent der Stimmen, die SPD 35,1 Prozent und die [[KPD]] 10,5 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 42/43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] erfolgte eine „[[Gleichschaltung]]“ des öffentlichen Lebens. Die SPD und die KPD sowie mehrere als „Arbeitervereine“ eingestuften Vereine wurden im „roten“ Wilhelmsfeld verboten. Nach dem „[[Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses]]“ wurden zwei Wilhelmsfelder Bürger ermordet. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden 126 Wilhelmsfelder Soldaten getötet. Mit dem Einzug von US-Truppen am 29. März 1945 war der Krieg in Wilhelmsfeld zu Ende.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 91–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerungsentwicklung in Wilhelmsfeld war während der [[Industrialisierung]] zwischen 1875 und 1939 weit hinter der der Region zurückgeblieben. Die schlechte Verkehrsanbindung und die zahlreichen Arbeitsmöglichkeiten in den Städten der Rheinebene führten zu Wegzügen. Dann aber setzte eine rasante Entwicklung ein. Bereits während des Zweiten Weltkrieges wurden ausgebombte Städter im Ort einquartiert. Danach folgten zahlreiche Heimatvertriebene, in der Mehrzahl [[Sudetendeutsche]] und schließlich ermöglichte die zunehmende [[Automobil]]isierung den Zuzug von Pendlern, so dass sich die Einwohnerzahl zwischen 1939 und 1964 um 140 Prozent steigerte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kreisbeschreibung Bd. 2&amp;#039;&amp;#039;, S. 1046.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Infrastrukturmaßnahmen, die anderswo schon selbstverständlich waren, der Gemeinde Wilhelmsfeld aufgrund der weit verstreuten Besiedlung aber große finanzielle Aufwendungen abverlangten, wurden nun verwirklicht, wie Kanalisation, asphaltierte Straßen, Straßenbeleuchtung, Müllentsorgung und Wasserversorgung.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 269–292.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966 wurde die Gemeinde als Luftkurort staatlich anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gemeindereform in den 1970er Jahren konnte Wilhelmsfeld seine Selbstständigkeit wahren und wurde ein Mitglied des [[Gemeindeverwaltungsverband]]s Schönau. Der [[Landkreis Heidelberg]] hingegen wurde im Zuge der [[Kreisreform Baden-Württemberg 1973|Kreisreform 1973]] aufgelöst und die Gemeinde dem neu gegründeten Rhein-Neckar-Kreis mit Sitz in Heidelberg angegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 60/61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 hatte Wilhelmsfeld erstmals mehr als 3000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#e3e3e3&amp;quot;&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;left&amp;quot; | Jahr || 1727 || 1777 || 1818 || 1852 || 1905 || 1939 || 1950 || 1961 || 1970 || 1987 || 1991 || 1995 || 2000 || 2005 || 2010 || 2015&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Einwohner&amp;lt;ref&amp;gt;Einwohnerzahlen bis 1961: &amp;#039;&amp;#039;Kreisbeschreibung Bd. 2&amp;#039;&amp;#039;, S. 1046. Danach: {{Webarchiv|url=http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/SRDB/home.asp?H=1&amp;amp;U=02&amp;amp;R=GE226099 |wayback=20151221150006 |text=Statistisches Landesamt Baden-Württemberg |archiv-bot=2024-06-15 02:07:12 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
                      ||  108 ||  293 ||  491 ||  727 ||  868 ||  962 || 1418 || 2002 || 2584 || 2831 || 3073 || 3297 || 3305 || 3336 || 3258 || 3197&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilhelmsfeld-Ev-Kirche.jpg|miniatur|Evangelische Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilhelmsfeld-Ev-Pfarrhaus.jpg|miniatur|hochkant|Evangelisches Pfarrhaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
Durch die späte Gründung hatte Wilhelmsfeld zunächst offiziell keine eigene Gemarkung. Erst 1790 wurde das waldfreie Gebiet im Hilsbachtal dem Ort zugesprochen und der Centallmentwald unter den älteren Gemeinden aufgeteilt. Wilhelmsfeld klagte dagegen und erhielt 1815 ein 25 Hektar großes Waldgebiet zugesprochen. Weiterhin aber reichten die Gemarkungen von den Nachbargemeinden zum Teil bis an die Ortsbebauung heran. Erst 1930 wurde der Staatswald der [[Ziegelhausen]]er Waldgemarkung aufgeteilt und Wilhelmsfeld erhielt 220 Hektar zugesprochen. Über den nördlich gelegenen Wald von [[Weinheim-Lützelsachsen|Lützelsachsen]] konnte aber keine Einigung erzielt werden. Einen Eingemeindungsantrag lehnte das badische Innenministerium 1924 ab.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 38/39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 40 Einwohner zählende [[Peterstal (Heidelberg)|Peterstal]] versuchte 1840 zu Wilhelmsfeld eingemeindet zu werden, was vom Bezirksamt Heidelberg aber abgelehnt wurde. In den 1920er Jahren hingegen sollte Peterstal seine Selbständigkeit verlieren, weil der arme Ort nach Ansicht der Behörden nicht lebensfähig sei. Wilhelmsfeld stellte einen Eingemeindungsantrag, obwohl es mit der Herstellung der Infrastruktur vermutlich überfordert gewesen wäre. Daraufhin beantragte Wilhelmsfeld einen Zusammenschluss mit Peterstal und Ziegelhausen. Ziegelhausen befürchtete aber zu hohe finanzielle Lasten, die es für die beiden armen Odenwaldgemeinden zu tragen hätte, weswegen Wilhelmsfeld den Antrag 1930 zurückzog und Peterstal im Jahr 1936 schließlich an Ziegelhausen angeschlossen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 41, 61/62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt am Ortskern befand sich der Schriesheimer Hof. Da dessen Einwohner die Einrichtungen von Wilhelmsfeld nutzten, beantragte die Gemeinde erstmals 1885 die Eingemeindung. Der Versuch schlug aber genauso wie 1927 fehl. 1963 unterlag die Gemeinde gar vor dem [[Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg|Verwaltungsgerichtshof]]. Erst am 1. Januar 1977 wurde der Schriesheimer Hof durch einen Erlass des Innenministers an Wilhelmsfeld angeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=487}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Wilhelmsfeld-Panorama.jpg|780px|border]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | Wilhelmsfeld, Blick vom [[Teltschikturm]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionen ==&lt;br /&gt;
Seit der Gründung von Wilhelmsfeld war die Bevölkerung nahezu ausschließlich [[Reformierte Kirche|reformiert]] und gehörte zur Pfarrei von Heiligkreuzsteinach. 1867 erhielt Wilhelmsfeld eine eigene Pfarrei und ein Jahr später wurde die Kirche eingeweiht. Von 1872 bis Anfang der 1990er Jahre war [[Altenbach (Schriesheim)|Altenbach]] Filiale der Wilhelmsfelder Gemeinde, die zum [[Kirchenbezirk Neckargemünd-Eberbach]] der [[Evangelische Landeskirche in Baden|Evangelischen Landeskirche in Baden]] gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunächst nur wenigen [[Römisch-katholische Kirche|Katholiken]] konnten ihre Zahl durch die Zuzüge nach dem Zweiten Weltkrieg steigern und stellten 1961 27 Prozent der Einwohner. Seit 1909 hat die Gemeinde, die zum [[Dekanat Heidelberg-Weinheim]] des [[Erzbistum Freiburg|Erzbistums Freiburg]] gehört, eine eigene Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 errichtete die [[Neuapostolische Kirche|neuapostolische]] Gemeinde eine Kirche.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kreisbeschreibung Bd. 2&amp;#039;&amp;#039;, S. 1045/1046.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilhelmsfeld-Rathaus.jpg|miniatur|Rathaus]]&lt;br /&gt;
Der [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] hat außer dem vorsitzenden Bürgermeister 14 Mitglieder, die alle fünf Jahre [[Direktwahl|direkt]] gewählt werden. Die [[Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2024|Kommunalwahl 2024]] führte zu folgendem Ergebnis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Partei          || Sitze&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot;| [[Freie Wähler Landesverband Baden-Württemberg|Freie Wähler]]      || 3&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot;| [[Bündnis 90/Die Grünen|Grüne Initiative Wilhelmsfeld]] || 3&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot;| [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU Wilhelmsfeld]]   || 3&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot;| [[Wählergruppe|Bürgergemeinschaft Wilhelmsfeld]]   || 5&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Seit der Selbständigkeit 1810 hatte Wilhelmsfeld einen [[Vogt]]. Im Jahr 1831 wurde die Amtsbezeichnung Bürgermeister eingeführt. Heute wird der – seit 1965 hauptamtliche – [[Bürgermeister (Baden-Württemberg)|Bürgermeister]] für acht Jahre direkt von der Bevölkerung bestimmt. Am 23. April 2017 wurde Christoph Oeldorf zum neuen Bürgermeister gewählt. Er trat am 1. Juli 2017 sein neues Amt an. Am 28. November 2021 wurde Oeldorf in der Nachbargemeinde [[Schriesheim]] zum neuen Bürgermeister gewählt. Am 1. Februar 2022 trat er dort seinen neuen Posten an. Damit wurde die Bürgermeisterstelle in Wilhelmsfeld zu diesem Termin frei. Eine Neuwahl wurde vom Gemeinderat auf den 24. April 2022 terminiert. Nach Abschluss der Bewerbungsfrist hatten sich drei Kandidaten für das Amt des Wilhelmsfelder Bürgermeisters beworben. Unter diesen setzte sich bei der Wahl der parteilose Kandidat Tobias Dangel mit 57,5 % der Wählerstimmen gleich im ersten Wahlgang durch. Er trat das Amt am 1. Juli 2022 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisherige Gemeindeoberhäupter:&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1810–1821: Georg Adam Beckenbach&lt;br /&gt;
* 1822–1828: Michael Reibold&lt;br /&gt;
* 1828–1836: Peter Reinhard&lt;br /&gt;
* 1837–1841: Caspar Kling&lt;br /&gt;
* 1841–1847: Nikolaus Beckenbach&lt;br /&gt;
* 1847–1849: Nikolaus Bauder&lt;br /&gt;
* 1849–1852: Adam Erhard&lt;br /&gt;
* 1852–1868: Adam Kling&lt;br /&gt;
* 1868–1894: Michael Laier&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1894–1917: Michael Beckenbach&lt;br /&gt;
* 1918–1927: Valentin Reinhard I&lt;br /&gt;
* 1928–1933: Valentin Reinhard II&lt;br /&gt;
* 1933–1945: Jakob Ehrhard&lt;br /&gt;
* 1945–1965: Ernst Bößendörfer&lt;br /&gt;
* 1965–1985: Manfred Holtzmann&lt;br /&gt;
* 1985–2017: Hans Zellner&lt;br /&gt;
* 2017–2022: Christoph Oeldorf&lt;br /&gt;
* 2022-    : Tobias Dangel&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
Die [[Blasonierung]] des Wappens lautet: &amp;#039;&amp;#039;In Blau eine schräggestellte, gestürzte silberne Sichel (Schneide nach oben) mit schwarzem Griff, überdeckt mit einem linksgekehrten silbernen Beil mit schwarzem Griff.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1810. Das Wappen wurde nach dessen Vorbild 1911 vom badischen Generallandesarchiv entworfen. Die Sichel und das Beil stehen für die Landwirtschaft und die Waldarbeit, die wichtigsten Erwerbszweige Wilhelmsfelds im 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Flagge ===&lt;br /&gt;
Die Flagge ist Weiß-Blau, sie wurde 1956 vom Innenministerium verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Herwig John, Gabriele Wüst: &amp;#039;&amp;#039;Wappenbuch Rhein-Neckar-Kreis&amp;#039;&amp;#039;. Ubstadt-Weiher 1996, ISBN 3-929366-27-4, S.&amp;amp;nbsp;135.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Farben Weiß-Blau waren die Hausfarben der [[Wittelsbach]]er, denen auch Kurfürst Johann Wilhelm angehörte. Aus dieser Tradition entwickelte sich nicht nur die Fahne Wilhelmsfelds, sondern auch die des Freistaates [[Bayern]], der über viele Jahrhunderte von Mitgliedern der Wittelbacher Dynastie regiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Seit 2008 besteht eine Partnerschaft zwischen Wilhelmsfeld und [[Calamba City|Calamba]], der Geburtsstadt von [[José Rizal]] auf den [[Philippinen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturdenkmale in Wilhelmsfeld}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Jose Rizal statue in Wilhelmsfeld, Germany.jpg|miniatur|hochkant|[[José Rizal|José-Rizal]]-Statue]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Teltschik2.jpg|miniatur|hochkant|[[Teltschikturm]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die evangelische Kirche wurde 1867 erbaut. Die einschiffige Hallenkirche aus Buntsandstein besitzt 13 Spitzbogenfenster. Die [[G. F. Steinmeyer &amp;amp; Co.|Steinmeyer]]-Orgel stammt aus dem Jahr 1903. Das Geläut besteht aus vier Glocken, die 1949 von [[Glockengießerei Bachert|Bachert]] ([[Bad Friedrichshall]]-Kochendorf) gegossen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ev-kirche-wilhelmsfeld.de/ |titel=Die Webseite ev-kirche-wilhelmsfeld.de wird zur Zeit umgestaltet. |abruf=2025-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste kleine katholische Kirche wurde 1909 erbaut und St. [[Bonifatius]] geweiht. Sie wurde wegen ihrer geringen Größe teilabgerissen. Der Neubau von 1975 integriert Apsis, Süd- und Westwand der alten Kirche.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 365–368.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Rathaus]] geht zurück auf einen Bau aus dem Jahr 1911. 1963 und 2001 wurde es großzügig erweitert und erfuhr mehrfach einen Nutzungswechsel. Im Laufe der Zeit befanden sich in ihm Klassenzimmer, Dienstwohnungen und Räumlichkeiten der Polizei und der Sparkasse. Heute beherbergt das Rathaus neben der Verwaltung einen Bürgersaal. Nebenan befindet sich die Freiwillige Feuerwehr.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 64/65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Odenwaldhalle wurde 1974 eingeweiht. Als Mehrzweckhalle dient sie dem Schulsport, Konzerten und Festivitäten. Daneben befindet sich der 1978 eingeweihte [[José Rizal|José-Rizal]]-Park mit einer Rizal-Statue von [[Anastacio Caedo]]. 2003 wurden von vier Weggefährten Rizals Büsten aufgestellt: Pfarrer Ullmer, [[Otto Becker (Mediziner)|Otto Becker]], [[Ferdinand Blumentritt]] und [[Rudolf Virchow]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 241/242, 264/265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Teltschikturm]], ein 41 Meter hoher Aussichtsturm, steht auf dem Schriesheimer Kopf in 530 Metern Höhe. Er wurde durch eine Spende der Familie Teltschik finanziert. Vom Turm hat man einen Rundblick auf [[Eichelberg (Odenwald)|Eichelberg]], [[Tromm]], [[Krehberg]] und [[Melibokus]] im Norden, die Odenwaldberge mit dem [[Katzenbuckel]] im Osten, den [[Königstuhl (Odenwald)|Königstuhl]] im Süden und die Rheinebene mit den angrenzenden [[Pfälzerwald|Pfälzer Bergen]] im Westen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.teltschik.de/Teltschikturm/ www.teltschik.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage im [[Naturpark Neckartal-Odenwald]] ermöglicht variantenreiche Wanderungen. Am Parkplatz des Sportplatzes von Wilhelmsfeld beginnen drei Langlaufloipen von 4&amp;amp;nbsp;km, 5&amp;amp;nbsp;km und 10&amp;amp;nbsp;km Länge (375–534&amp;amp;nbsp;m Höhe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Karneval, Fastnacht und Fasching|Fastnachtsdienstag]] entzündet die Freiwillige Feuerwehr das Fastnachtsfeuer mit [[Feuerrad]]. Der Winter wird – wie traditionell in der Kurpfalz – mit dem [[Sommertagszug]] verabschiedet. Die [[Kerwe]] findet immer am ersten Juliwochenende statt. Am Kerwesonntag wird der Kerwelauf mit Halbmarathon veranstaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kerwelauf.de/ |titel=Wilhelmsfelder Kerwelauf am 6. Juli 2025 – Halbmarathon – 10 Kilometer – 6,4 Kilometer – Walking |sprache=de-DE |abruf=2025-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gibt es ein reges Vereinsleben in Wilhelmsfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wilhelmsfeld.de/freizeit-tourismus/vereine-und-organisationen/vereinsliste |titel=Vereinsliste - Gemeinde Wilhelmsfeld |abruf=2025-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Lange Zeit lebten die Wilhelmsfelder von der Landwirtschaft und der Waldarbeit. Vorrangig angebaut wurden Getreide, Kartoffeln und Obst. Wichtig war auch die Viehhaltung. Heute aber spielt die Landwirtschaft keine Rolle mehr. 1966 gab es noch 88 landwirtschaftliche Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe, 2007 nur noch einen Nebenerwerbsbetrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 373–378.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://statistik.baden-wuerttemberg.de/ |titel=Startseite: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170324191834/http://statistik.baden-wuerttemberg.de/ |archiv-datum=2017-03-24 |abruf=2025-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 schlug das Bezirksamt Heidelberg vor, dass Wilhelmsfeld Luftkurort werden könnte. Ab den 1950er Jahren entwickelte sich der Ort im Sommer zum beliebten Wochenendziel für Stadtbewohner der Rheinebene. Auch die Übernachtungszahlen stiegen an. Ein Jahr nach der Ernennung zum Luftkurort 1966 konnten 27.000 Übernachtungen gezählt werden. Ein geändertes Reiseverhalten der Bevölkerung führte dann aber zu einem Nachlassen des Tourismus. Heute ist Wilhelmsfeld hauptsächlich Ziel für Tagesausflüge von Wanderern oder im Winter von Langläufern.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 447–451.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wilhelmsfeld gibt es kein Industrie- oder Gewerbegebiet. Fast 90 Prozent der erwerbstätigen Einwohner sind [[Pendler|Auspendler]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/SRDB/Tabelle.asp?03025006GE226099 |text=Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stand: 30. Juni 2007 |archivebot=2019-05-23 20:10:36 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
In Wilhelmsfeld kreuzen sich die [[Landesstraße]]n L 536 und L 596. Neun Kilometer südlich verläuft im [[Neckar]]&amp;amp;shy;tal die [[Bundesstraße 37]] (Mannheim–Heilbronn). Genauso weit westlich befinden sich an der [[Bergstraße]] die [[Bundesstraße 3]] (Darmstadt–Heidelberg) und die [[Bundesautobahn 5]] (Frankfurt–Karlsruhe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilhelmsfeld-Schule.jpg|miniatur|Christian-Morgenstern-Grundschule]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der beschwerlichen Wege war die Einführung der [[Kraftpost]]&amp;amp;shy;linie nach Heidelberg 1927 eine große Erleichterung. Heute führen Buslinien nach Heidelberg, Heiligkreuzsteinach, Schriesheim und Mannheim. Wilhelmsfeld gehört zum Tarifgebiet des [[Verkehrsverbund Rhein-Neckar|Verkehrsverbunds Rhein-Neckar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
In Wilhelmsfeld gibt es die Christian-Morgenstern-Grundschule und eine Bücherei. Weiterführende Schulen können in den Nachbargemeinden besucht werden. Ferner gibt es eine Kinderkrippe, einen Kindergarten und einen Waldkindergarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
Die höchste Auszeichnung der Gemeinde Wilhelmsfeld ist die [[Ehrenbürgerschaft]]. Neben den 1933 in der Zeit des Nationalsozialismus ernannten [[Paul von Hindenburg]], [[Adolf Hitler]] und [[Robert Wagner (Gauleiter)|Robert Wagner]] (nach dem Zweiten Weltkrieg widerrufen) wurde viermal die Ehrenbürgerwürde verliehen:&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;93–94, 228.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1957: Andreas Schmitt, Ratschreiber&lt;br /&gt;
* 1990: Georg Bauder&lt;br /&gt;
* 2008: Manfred Holtzmann, Bürgermeister 1965–1985&lt;br /&gt;
* 2024: Hans Zellner, Bürgermeister 1985–2017&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Söhne und Töchter der Gemeinde === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Cesarzowa Elżbieta 1890.jpg|miniatur|hochkant|Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Am 5. April 1885 machten die Kaiserin [[Elisabeth von Österreich-Ungarn]] und ihre Tochter [[Marie Valerie von Österreich|Valerie]] nach einer Wanderung in Wilhelmsfeld Rast und besuchten die evangelische Kirche.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 242/243.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um an diese Begebenheit zu erinnern, wurde am Kleinen Philosophenweg eine Gedenkstätte errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der [[Philippinen|philippinische]] Arzt, Dichter und [[Nationalhelden der Philippinen|Nationalheld]], [[José Rizal]], verbrachte einen wichtigen Lebensabschnitt in Wilhelmsfeld. Er logierte im Jahre 1886 mehrere Monate bei der Pfarrersfamilie Ullmer im evangelischen Pfarrhaus, während er an der [[Universitätsklinikum Heidelberg|Universitäts-Augenklinik in Heidelberg]] studierte, und schrieb hier am Roman „[[Noli me tangere (Roman)|Noli me tangere]]“. Daran erinnern in Wilhelmsfeld eine Gedenktafel am Pfarrhaus, eine nach José Rizal benannte Straße sowie der Rizal-Park bei der Odenwaldhalle. Der alte Pfarrbrunnen wurde der philippinischen Regierung geschenkt, die ihn im Luneta-Park in [[Manila]] aufstellen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. S. 238–242.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Historiker [[Meinrad Schaab]] lebte mit seiner Familie in Wilhelmsfeld. Er war Mitbegründer des [[CDU]]-Ortsverbands, gehörte dem Gemeinderat an und war CDU-Fraktionsvorsitzender.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fred Ludwig Sepaintner]] in &amp;#039;&amp;#039;Baden-Württembergische Biographien Band 3&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 2002, ISBN 3-17-017332-4, S.&amp;amp;nbsp;340–344.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Fernsehmoderator [[Otto Höpfner (Moderator)|Otto Höpfner]] verbrachte seinen Lebensabend in seinem Haus in der Bergstraße in Wilhelmsfeld. Nach seinem Tod im Jahr 2005 in Paris wurde er auf dem Wilhelmsfelder Friedhof beigesetzt. Das Grab ist bis heute (2025) noch erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Theologieprofessor [[Norbert Scholl]] wohnt in Wilhelmsfeld,&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.imprimatur-trier.de/2022/Imprimatur-2022-02_7.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenso der Erziehungswissenschaftler [[Georg Eberhard Becker]].&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Harald Gomille: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsfeld: Die Geschichte der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-267-4.&lt;br /&gt;
* Staatl. Archivverwaltung Baden-Württemberg in Verbindung mit d. Städten u.d. Landkreisen Heidelberg u. Mannheim (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039; Die Stadt- und die Landkreise Heidelberg und Mannheim: Amtliche Kreisbeschreibung&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
** Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeiner Teil&amp;#039;&amp;#039;. Karlsruhe 1966.&lt;br /&gt;
** Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Stadt Heidelberg und die Gemeinden des Landkreises Heidelberg&amp;#039;&amp;#039;. Karlsruhe 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wilhelmsfeld.de/ Gemeinde Wilhelmsfeld]&lt;br /&gt;
* [http://www.phieler.net/panorama Panorama]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4418439-6}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wilhelmsfeld| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Johann Wilhelm (Pfalz) als Namensgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Rhein-Neckar-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindegründung 1803]]&lt;/div&gt;</summary>
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