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	<title>Wilhelm von Schleinitz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Steppengras: wikilink</title>
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		<updated>2026-03-03T07:43:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum deutschen Verwaltungsjuristen und Politiker siehe [[Wilhelm Karl Ferdinand von Schleinitz]].}} &lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Johannes Heinrich Karl Freiherr von Schleinitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Juni]] [[1794]] in [[Blankenburg (Harz)|Blankenburg]]; † [[3. November]] [[1856]] in [[Braunschweig]]) war ein langjähriger führender Minister im [[Herzogtum Braunschweig]]. Er hat insbesondere als Innen- und Justizminister eine Reformpolitik verfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Er entstammte dem alten [[Markgrafschaft Meißen|meißnischen]] [[Adel]]sgeschlecht &amp;#039;&amp;#039;[[Schleinitz (Adelsgeschlecht)|von Schleinitz]]&amp;#039;&amp;#039;, das bereits im 16. Jahrhundert in den [[Freiherr|Reichsfreiherrnstand]] erhoben wurde, und war der Sohn des Blankenburger [[Regierungspräsident (Deutschland)|Regierungspräsidenten]] und späteren herzoglich braunschweigischen Ministers [[Wilhelm Karl Ferdinand von Schleinitz|Karl Ferdinand Freiherr von Schleinitz]] (1756–1837) und der Barbara von Hochstetter (1768–1819). Am 20. Dezember 1853 erhielt er als herzoglich braunschweigischer Staatsminister die Braunschweiger [[Freiherr]]nstandsbestätigung.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Franke et al.: &amp;#039;&amp;#039;[[Genealogisches Handbuch des Adels]],&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Adelslexikon]]&amp;#039;&amp;#039;, Band XII, Band 125 der Gesamtreihe &amp;#039;&amp;#039;GHdA,&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 2001, S. 466. ISBN 3-7980-0825-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war der älteste Bruder des preußischen [[Regierungspräsident (Deutschland)|Regierungspräsidenten]] [[Julius von Schleinitz]] (1806–1865) und des in den Grafenstand erhobenen preußischen Staatsministers [[Alexander von Schleinitz]] (1807–1885).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Schleinitz besuchte zunächst die Schule in seiner Geburtsstadt. Nach der Versetzung seines Vaters nach [[Halberstadt]] in der Zeit des [[Königreich Westphalen|Königreichs Westphalen]] besuchte er das dortige Domgymnasium. Seit 1812 studierte von Schleinitz [[Rechtswissenschaften]] in [[Göttingen]]. Unterbrochen wurde das Studium ab 1813 durch die Teilnahme als Freiwilliger in den [[Befreiungskriege]]n. Im Jahr 1814 wurde er vom Fähnrich zum Leutnant befördert. Ein Jahr später nahm er an der [[Schlacht bei Waterloo]] teil. Auf eigenen Wunsch wurde Schleinitz 1816 auf [[Wartegeld]] gesetzt und nahm seine Studien wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss des Studiums wurde Schleinitz 1818 [[Assessor]] am Landesgericht in [[Wolfenbüttel]]. Im Jahr 1823 wurde er Hofrat und damit ordentliches Mitglied des Landesgerichts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformpolitik ===&lt;br /&gt;
Nach der Vertreibung von Herzog [[Karl II. (Braunschweig)|Karl]] wurde Schleinitz von Herzog [[Wilhelm (Braunschweig)|Wilhelm]] 1830 in die Regierung geholt. Anfangs nur konsultatives Mitglied des Staatsministeriums, spielte er von Beginn an eine bedeutende Rolle. Bereits am 12. Oktober wurde er zum Ministerialrat ernannt und erhielt die Ressorts der Justiz und des Äußeren. Die Leitung der äußeren Angelegenheiten gab er bald wieder auf und übernahm stattdessen das Innenressort. Im Jahr 1831 wurde er zum Geheimen Rat und 1843 zum Staatsminister ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innenpolitisch unterstützte Schleinitz die Reform der Verfassung. Diese führte zu einer Neufassung der Landschaftsordnung von 1832, an deren Zustandekommen der Minister beteiligt war. Daneben begann er die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen. Zu diesem Zweck wurde das Verhältnis des Landesherren zu den Domänen per Gesetz geregelt. Danach hatte dieser keinen direkten Zugriff mehr, sondern erhielt nur noch eine [[Zivilliste]]. Daneben war Schleinitz auf zahlreichen anderen Gebieten im Sinne einer Reformierung des Staates tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu zählt insbesondere auch die Reform der Justizorganisation. In diesen Zusammenhang gehört die Durchsetzung des neuen Kriminalgesetzbuches von 1840. Eine Strafprozessordnung folgte 1849 und eine Zivilprozessordnung 1850.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schleinitz war bestrebt, die Reste der Feudalordnung zu beseitigen. Dazu dienten unter anderem die Ablösung- und Gemeinheitsteilungsordnung sowie ein Gesetz über die Allodifikation der Lehen. Durch diese und ähnliche Maßnahmen zog sich Schleinitz den Hass von Teilen des Adels zu. Deren Versuche, ihn aus dem Amt zu drängen, schlugen fehl, weil der Herzog seinem Minister das Vertrauen bewahrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutend war auch der Erlass einer Städte- und etwas später einer Gemeindeordnung. Dadurch erhielten die einzelnen Gemeinden Selbstverwaltungskompetenzen, wie sie in diesem Ausmaß nur in wenigen deutschen Staaten bestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftspolitisch wurde der Straßen- und Eisenbahnbau gefördert. In Braunschweig herrschte unter von Schleinitz Glaubensfreiheit, und er stand auch den Einigungsbestrebungen der deutschen Staaten aufgeschlossen gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Reaktionsära ===&lt;br /&gt;
Wegen seiner anerkannt fortschrittlichen Gesinnung hat Schleinitz als einziger Minister in Deutschland die [[Deutsche Revolution 1848/1849|Märzrevolution von 1848]] unbeschadet überstanden. Nach dem Rücktritt des [[Veltheim|Grafen von Veltheim]] übernahm Schleinitz 1848 erneut das Außenministerium und seit 1851 auch das Departement für Militärangelegenheiten. Dafür gab er das Innenressort ab. 1850 war er Mitglied des Staatenhauses des [[Erfurter Unionsparlament]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Reaktionsära]] setzte er seine Politik zwar im Kern fort, musste aber insbesondere dem mächtigen Nachbarn [[Preußen]] einige Zugeständnisse machen. Am 1. Juni 1856 feierte er das 25-jährige Jubiläum einer ununterbrochenen Ministertätigkeit. Ein solches Ereignis war im damaligen Deutschland einzigartig. Am 3. November 1856 starb er an einem Nervenschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Seit 1824 war er mit Charlotte von [[Schrader (Patriziergeschlechter)|Schrader]] (1802–1884) verheiratet. Aus der Ehe stammten vier Söhne und drei Töchter&amp;lt;!----gibt es eien besonderen Grund, das hier soo ausführlich zu listen?&lt;br /&gt;
, darunter:&lt;br /&gt;
* Helene (* 28. Dezember 1824; † 11. April 1906) ⚭ 1846 [[Carl Albert von Kamptz (Gesandter)|Carl Albert von Kamptz]] (* 21. Oktober 1808; † 15. Juni 1870), Geheimer Legationsrat&lt;br /&gt;
* Wilhelm (* 15. Oktober 1826; † 21. März 1881) ⚭ 1857 Gräfin Rosa Toldallagi von Nagy-Ertse (* 18. Oktober 1834; † 3. Februar 1908)&lt;br /&gt;
* Charlotte  (* 22. Juni 1828; † 27. Mai 1913) ⚭ 1856 [[August von Geyso (Politiker)|August von Geyso]] (1802–1861)&lt;br /&gt;
* Albert (* 20. Dezember 1838; † 22. Februar 1927), preußischer Generalleutnant z.D. ⚭ 1874 Sophie [[Muschwitz (Adelsgeschlecht)|von Muschwitz]] (* 4. Oktober 1846; † 10. November 1927)&lt;br /&gt;
* [[Werner von Schleinitz|Werner]] (* 6. September 1842; † 5. September 1905) ⚭ 1876 Selma Bresselau von Bressensdorf (* 26. Juli 1844; † 16. Juni 1902)&lt;br /&gt;
--------&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Artikel &amp;#039;&amp;#039;Schleinitz, Wilhelm Freiherr von&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Joachim Rückert]] und Jürgen Vortmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Niedersächsische Juristen&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2003, S. 144–145.&lt;br /&gt;
* [[Erika Eschebach]]: &amp;#039;&amp;#039;Schleinitz, Wilhelm Johann Karl Heinrich Freiherr von.&amp;#039;&amp;#039; In: {{BibISBN|3775258388|Seite=523–524}}&lt;br /&gt;
* [[Jochen Lengemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Parlament (Erfurter Unionsparlament) von 1850. Ein Handbuch: Mitglieder, Amtsträger, Lebensdaten, Fraktionen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen.&amp;#039;&amp;#039; Große Reihe Bd. 6). Urban &amp;amp; Fischer, München 2000, ISBN 3-437-31128-X, S. 275–276.&lt;br /&gt;
* {{ADB|31|459|462|Schleinitz, Wilhelm|[[Paul Zimmermann (Historiker)|Paul Zimmermann]]|ADB:Schleinitz, Wilhelm Freiherr von}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genealogie ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gothaischer Hofkalender|Gothaisches Genealogisches Taschenbuch]] der Freiherrlichen Häuser 1914&amp;#039;&amp;#039;. Justus Perthes, Justus Perthes, Gotha 1913, [https://archive.org/details/gothaischesgenea642unse/page/738/mode/1up S. 738.]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser 1910&amp;#039;&amp;#039;. Justus Perthes, Justus Perthes, Gotha 1909, [https://archive.org/stream/gothaischesgenea602unse#page/703/mode/1up S. 703.], &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser (auf das Jahr) 1871&amp;#039;&amp;#039;. Justus Perthes, Justus Perthes, Gotha 1870, [https://books.google.de/books?id=OkYNAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA612 S. 612.], &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117324175|VIAF=74626838}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schleinitz, Wilhelm von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesminister (Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenminister (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Justizminister (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Staatenhauses des Erfurter Unionsparlaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Schleinitz|Wilhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiherr (Schleinitz)|Wilhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1794]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1856]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schleinitz, Wilhelm von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schleinitz, Wilhelm Johannes Heinrich Karl Freiherr von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker, Minister im Herzogtum Braunschweig&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Juni 1794&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Blankenburg (Harz)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. November 1856&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Steppengras</name></author>
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