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	<title>Wilhelm von Kardorff - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_von_Kardorff&amp;diff=804520&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;David Wintzer: /* Einzelnachweise */ kat. verb.</title>
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		<updated>2026-02-17T15:02:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; kat. verb.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wilhelm von Kardorff (BerlLeben 1903-02).jpg|mini|Wilhelm von Kardorff (1903)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Carl Friedrich August Hellmuth Ludwig von Kardorff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Januar]] [[1828]] in [[Neustrelitz]]; † [[21. Juli]] [[1907]] auf Gut Nieder Wabnitz, [[Landkreis Oels]], [[Provinz Niederschlesien|Niederschlesien]]) war ein deutscher Politiker und Unternehmer in Preußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wilhelm von Kardorff stammte aus dem alten mecklenburgischen Adelsgeschlecht [[Kardorff (Adelsgeschlecht)|von Kardorff]]. Seine Eltern waren der in [[Dänemark|dänischen]] Diensten stehende [[Kammerjunker]] und [[Amtmann]] Wilhelm von Kardorff (1792–1827), der allerdings kurz vor Wilhelms Geburt verstarb, und dessen Ehefrau Mathilde, geborene [[Dalwigk|von Dalwigk]] (1803–1883). Nach dem [[Jurastudium]] von 1846 bis 1849 in [[Berlin]], [[Halle (Saale)]] und [[Heidelberg]] wurde er 1851 als Referendar in den preußischen Staatsdienst übernommen, nahm aber als Regierungsassessor in [[Stralsund]] bereits 1855 seinen Abschied, kaufte und bewirtschaftete als [[Rittergut]]sbesitzer Gut Wabnitz (heute  &amp;#039;&amp;#039;Wabienice&amp;#039;&amp;#039;, Polen) im Kreis Oels in Schlesien. Dort übernahm er von 1884 bis 1895 das Amt des königlich preußischen [[Landrat (Deutschland)|Landrats]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 wurde Kardorff in das [[Preußisches Abgeordnetenhaus|Preußische Abgeordnetenhaus]] gewählt, dem er bis 1876 und von 1888 bis 1907 angehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernhard Mann (Historiker)|Bernhard Mann]] (Bearb.) unter Mitarbeit von [[Martin Doerry]], [[Cornelia Rauh]], [[Thomas Kühne]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 207; zu den Wahlergebnissen siehe Thomas Kühne: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867–1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5182-3, S. 314–318.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als konservativer Anhänger von [[Otto von Bismarck|Bismarcks]] Politik gehörte er zu den Mitbegründern der [[Freikonservative Partei|Freikonservativen Partei]]. Ab 1867 war er Mitglied der freikonservativen Fraktion im [[Reichstag (Norddeutscher Bund)]], dann im [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernd Haunfelder]], [[Klaus Erich Pollmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867–1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Droste, Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-5151-3, Foto S. 190, Kurzbiographie S. 424.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Reichsebene nannte sich diese Partei Deutsche Reichspartei.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Specht, Paul Schwabe: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 66–67.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kardorff pflegte enge Beziehungen zu [[Gerson Bleichröder]] und war während der [[Gründerzeit]] [[Aufsichtsratsvorsitzender]] der [[Vereinigte Königs- und Laurahütte|Vereinigten Königs- und Laurahütte AG]] und [[Verwaltungsrat (Deutschland)|Verwaltungsratsmitglied]] weiterer Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der schweren Wirtschaftskrise ab 1873 ([[Gründerkrach]]) wurde er zu einem der Wortführer, die eine Aufgabe des [[Freihandel|freihändlerischen]] Kurses forderten. Seine Argumente schrieb und publizierte er 1875 in einer Broschüre mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Gegen den Strom&amp;#039;&amp;#039;. 1876 gründete er den [[Centralverband deutscher Industrieller]], einen der einflussreichsten [[Unternehmerverband|Unternehmerverbände]] dieser Zeit. Auch der Verband setzte sich für die Einführung von [[Schutzzoll|Schutzzöllen]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Reichstagswahl 1887|Kartellreichstag von 1887]] gehörte er, dank der engen Zusammenarbeit mit Bismarck, faktisch zur Führung des parlamentarischen Regierungsblocks. Nach der Absetzung Bismarcks entzog er dessen Nachfolger [[Leo von Caprivi]] die Unterstützung. Zu einer Zusammenarbeit mit der Regierung kam es erst wieder unter dem Reichskanzler [[Bernhard von Bülow]]. Das Zustandekommen des Zolltarifes vom Dezember 1902 – es wurde eine weitere Erhöhung der Schutzzölle beschlossen – ging im Wesentlichen auf seine Initiative zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kardorff heiratete am 16. Juli 1856 auf [[Möllenbeck (bei Neustrelitz)|Gut Möllenbeck]] Sophie von Borck (* 11. November 1836 auf Gut Möllenbeck; † 21. Mai 1914 in [[Oleśnica|Oels]]), die Tochter des [[Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz|großherzoglich mecklenburg-strelitzschen]] [[Kammerherr]]n Karl August von Borck, Gutsherr auf Möllenbeck und Klosterhauptmann von [[Malchow]], und der Karoline von Behr-Negendanck (Haus Torgelow). Sohn [[Siegfried von Kardorff|Siegfried]] (1873–1945) wurde ebenfalls Landrat und später Vizepräsident des deutschen Reichstags, Sohn [[Konrad von Kardorff|Konrad]] (1877–1945) wurde Maler und Professor der Künste, Enkel Jürgen (1918–1943) fiel als Oberleutnant einer Aufklärungsabteilung bei [[Slowjansk|Slawjansk]] in der Ostukraine.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ursula von Kardorff]]: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Aufzeichnungen 1942 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. Unter Verwendung der Original-Tagebücher neu herausgegeben und kommentiert von [[Peter Hartl]]. München: C. H. Beck 1992, S. 67&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm von Kardorff war Ehrenritter des [[Johanniterorden]]s und Mitglied des [[Corps Saxo-Borussia Heidelberg]] (1847) und des [[Corps Marchia Halle]] (1848).&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Korpslisten 1910, Hrsg. [[Karl Rügemer]], Verlag der [[Academische Monatshefte|Academischen Monatshefte]], Druckanstalt und Verlag Carl Gerber GmbH München, Starnberg 1910, 99/178, 120/343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kardorff (Adelsgeschlecht)]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Abgeordneten des ersten ordentlichen Reichstags des Norddeutschen Bundes]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Reichstagsabgeordneten des Deutschen Kaiserreichs (1. Wahlperiode)]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Reichstagsabgeordneten des Deutschen Kaiserreichs (2. Wahlperiode)]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Reichstagsabgeordneten des Deutschen Kaiserreichs (3. Wahlperiode)]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Reichstagsabgeordneten des Deutschen Kaiserreichs (4. Wahlperiode)]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Reichstagsabgeordneten des Deutschen Kaiserreichs (5. Wahlperiode)]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Reichstagsabgeordneten des Deutschen Kaiserreichs (6. Wahlperiode)]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Reichstagsabgeordneten des Deutschen Kaiserreichs (7. Wahlperiode)]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Reichstagsabgeordneten des Deutschen Kaiserreichs (8. Wahlperiode)]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Reichstagsabgeordneten des Deutschen Kaiserreichs (9. Wahlperiode)]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Reichstagsabgeordneten des Deutschen Kaiserreichs (10. Wahlperiode)]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Reichstagsabgeordneten des Deutschen Kaiserreichs (11. Wahlperiode)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich von Poschinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Aus den Denkwürdigkeiten Wilhelm von Kardorffs.&amp;#039;&amp;#039; In: Richard Fleischer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Revue. Eine Monatsschrift.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe Mai 1908, [[Deutsche Verlags-Anstalt]], Stuttgart / Leipzig 1908, S. 152–160, [https://archive.org/details/bub_gb_6SYNAAAAYAAJ/page/152/mode/2up Digitalisat.]&lt;br /&gt;
* Hermann Diez: &amp;#039;&amp;#039;Kardorff, Wilhelm von.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Anton Bettelheim]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog]].&amp;#039;&amp;#039; 12. Band, Georg Reimer, Berlin 1909, S. 203–206. [https://archive.org/details/BiographischesJahrbuchUndDeutscherNekrologBd121907/page/n207/mode/2up?view=theater Digitalisat.]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Thimme]]: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm von Kardorff&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schlesische Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, 1922, S. 308 ff. [https://obc.opole.pl/dlibra/doccontent?id=662 Digitalisat]&lt;br /&gt;
* [[Siegfried von Kardorff]]: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm von Kardorff – ein nationaler Parlamentarier im Zeitalter Bismarcks u. Wilhelms II.&amp;#039;&amp;#039; Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1936.&lt;br /&gt;
* [[Gothaischer Hofkalender|Gothaisches Genealogisches Taschenbuch]] der Adeligen Häuser 1941, A (Uradel), Jg. 40. Zugleich Adelsmatrikel der [[Deutsche Adelsgenossenschaft|Deutschen Adelsgenossenschaft]], [[Justus Perthes]], Gotha 1940, S. 211.&lt;br /&gt;
* {{NDB|11|150|151|Kardorff, Wilhelm von|Günter Richter|11877672X}}&lt;br /&gt;
* [[Walter von Hueck]], [[Friedrich Wilhelm Euler (Genealoge)|Friedrich Wilhelm Euler]]: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser A (Uradel), Band XX, Band 93 der Gesamtreihe [[Genealogisches Handbuch des Adels|GHdA]], [[Starke Verlag|C. A. Starke Verlag]], Limburg an der Lahn 1988, S. 103. {{ISSN|0435-2408}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.schlossarchiv.de/TNG//getperson.php?personID=I828108K&amp;amp;tree=tree1 Wilhelm von Kardorff]&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|233201041}}&lt;br /&gt;
* [https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=109093#Kardorff Eintrag von Wilhelm von Kardorff] in [[Meyers Konversationslexikon]]&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|11877672X}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Wilhelm von Kardorff|1206}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11877672X|LCCN=n/87/126589|VIAF=67261591}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kardorff, Wilhelm Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Kreis Oels)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Norddeutscher Bund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Zollparlaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Freikonservativen Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenritter (Johanniterorden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Neustrelitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Kardorff|Wilhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1828]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kardorff, Wilhelm von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kardorff, Wilhelm Carl Friedrich August Hellmuth Ludwig von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=preußisch-deutscher Politiker, MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Januar 1828&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neustrelitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Juli 1907&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Nieder Wabnitz]], [[Schlesien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;David Wintzer</name></author>
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