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	<title>Wilhelm Zaisser - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Rotingedwerd: /* Der versuchte Sturz Ulbrichts */ Ausdruck bearbeitet</title>
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		<updated>2026-03-28T19:15:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Der versuchte Sturz Ulbrichts: &lt;/span&gt; Ausdruck bearbeitet&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv B 285 Bild-04246, Berlin, 12. Volkskammersitzung, Wilhelm Zaisser.jpg|mini|Wilhelm Zaisser bei der 12.&amp;amp;nbsp;Sitzung der Volkskammer, 22. Februar 1950]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Zaisser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. Juni]] [[1893]] in [[Gelsenkirchen-Rotthausen|Rotthausen]] bei [[Gelsenkirchen]]; † [[3. März]] [[1958]] in [[Ost-Berlin]]) war Funktionär in der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|WKP(B)]], Mitglied der [[Internationale Brigaden|Internationalen Brigaden]] sowie des [[Politbüro des ZK der SED|Politbüros der SED]] und der erste [[Ministerium für Staatssicherheit|Minister für Staatssicherheit]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend, Offizier und KPD-Mitglied ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Zaisser, Sohn eines [[Gendarmerie#Deutschland|Gendarmerie]]-Wachtmeisters, besuchte von 1899 bis 1913 die Volksschule, eine [[Präparandenanstalt]] und danach ein evangelisches [[Lehrerseminar]]. In den Jahren 1913/1914 leistete er seinen [[Einjährig-Freiwilliger|Militärdienst]] ab und wurde danach Volksschullehrer in [[Essen]]. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] diente Zaisser von 1914 bis 1919 in der [[Preußische Armee|Preußischen Armee]], seit dem Jahre 1916 als [[Leutnant]] der Reserve. 1918 schloss er sich der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands]] (USPD) an und wurde 1919 Mitglied der neu gegründeten [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei Deutschlands]] (KPD). Während der Abwehr des [[Kapp-Putsch]]es im [[Ruhraufstand]] war Zaisser einer der militärischen Leiter der [[Rote Ruhrarmee|Roten Ruhrarmee]]. Er war in der Essener Kampfleitung tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Erhard Lucas: &amp;#039;&amp;#039;Märzrevolution 1920.&amp;#039;&amp;#039; Band III, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1921 wurde er als Mitglied der Oberleitung der illegalen Kampforganisation der KPD verhaftet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Nach vier Monaten Gefängnis wurde er aus dem Schuldienst entlassen. 1921 und 1922 arbeitete er als Zeitungsredakteur. Von 1923 bis 1926 war er Mitglied der KPD-Bezirksleitung Ruhrgebiet und in der Oberbezirksleitung West in der Funktion des KP-Oberleiters des Militärpolitischen Oberbezirks West. Vom März bis Juni 1924 nahm Zaisser an einem Lehrgang an der Militärpolitischen Schule der [[Kommunistische Internationale|Kommunistischen Internationale]] (Komintern) in [[Moskau]] teil. Seit 1926 war er als Mitarbeiter des Zentralkomitees der KPD für die militärpolitische Schulung verantwortlich. 1927 wurde er Mitarbeiter der Komintern in Moskau und war von 1927 bis 1930 Militärberater der [[Kuomintang]] in der [[Mandschurei]]. Anschließend hielt sich Zaisser von 1930 bis 1932 in [[Prag]] auf. Seit etwa dieser Zeit hatte Zaisser als &amp;#039;&amp;#039;Vertrauensperson&amp;#039;&amp;#039; zu sowjetischen Dienststellen eine eigenständige und für die KPD-Führung nicht durchschaubare Verbindung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;erler&amp;quot;&amp;gt;Peter Erler: &amp;#039;&amp;#039;„Moskau-Kader“ der KPD in der SBZ&amp;#039;&amp;#039;. In: Manfred Wilke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomie der Parteizentrale: die KPD/SED auf dem Weg zur Macht&amp;#039;&amp;#039;. Akademie Verlag, Berlin 1998 (folgend zitiert als „Erler“), S. 229–291, hier S. 234 und Fußnote 35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sowjetunion, WKP(B) und Spanischer Bürgerkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 wurde Zaisser Mitglied der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|Kommunistischen Allunions-Partei (Bolschewiki)]] (WKP(B), die spätere KPdSU) und leitete bis 1936 die Militärpolitische Schule in [[Babowka]] bei Moskau. Von 1936 bis 1938 nahm er am [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] zunächst als militärpolitischer Berater teil, ab November 1936 als Kommandeur der [[XIII. Internationale Brigade|XIII. Internationalen Brigade]]. 1937 kommandierte er die Basis der Internationalen Brigaden in [[Albacete]]. Sein Deckname war „General Gómez“. 1938 und 1939 war er Mitarbeiter des Exekutivkomitees der [[Kommunistische Internationale|Kommunistischen Internationale]] (EKKI) in Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1939 bis 1943 arbeitete er als Chefredakteur der deutschen Sektion im [[Verlag für fremdsprachige Literatur (Moskau)|Verlag für fremdsprachige Literatur]] in Moskau. 1943 wurde er Lehrer an [[Antifa]]-Schulen und Leiter des deutschen Sektors für antifaschistische Schulung der [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges|Kriegsgefangenen]] und verblieb dort bis 1946.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr nach Deutschland und SED-Karriere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1947 kehrte Zaisser mit seiner Ehefrau [[Elisabeth Zaisser]] nach Deutschland zurück und trat in die [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands]] (SED) ein. Er war bis 1948 [[Polizeipräsident]] der Landespolizei [[Sachsen-Anhalt]] in [[Halle (Saale)]]. In den Jahren 1948/49 war er [[Innenminister]] des Landes [[Sachsen]] und leitete von 1949 bis 1950 die Verwaltung für Schulung der Deutschen Verwaltung des Innern und die [[Hauptverwaltung Ausbildung]] des [[Ministerium des Innern (DDR)|Ministeriums des Innern]]. Zaisser war offenbar für eine Karriere in den protomilitärischen Landstreitkräften der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] vorgesehen, aus denen die [[Kasernierte Volkspolizei]] hervorgehen sollte. An dem im Dezember 1948 durch einen Beschluss des Politbüros der WKP (B) ausgelösten geheimen Aufbau des späteren [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]] (MfS) hatte Zaisser keinen Anteil.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Umständen der Ernennung Zaissers siehe Jens Gieseke: &amp;#039;&amp;#039;Die hauptamtlichen Mitarbeiter der Staatssicherheit. Personalstruktur und Lebenswelt 1950–1989/90&amp;#039;&amp;#039;. Ch. Links Verlag, Berlin 2000, S. 62–64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch bestimmten Mitte Februar 1950 die sowjetischen Entscheidungsträger Zaisser zum Minister für Staatssicherheit. Der bei dessen Gründung amtierende Chef [[Erich Mielke]] wurde übergangen. Mielke wurde zu einem der Stellvertreter Zaissers herabgestuft. Die Ernennung zum Minister erfolgte nach Zaissers Angaben gegen seinen Willen. Der wesentliche Grund für Zaissers Ernennung war, dass die Sowjets Mielke als „Westemigranten“ während des Spanischen Bürgerkriegs und des Zweiten Weltkrieges Misstrauen entgegenbrachten, während Zaisser schon in den 1920er Jahren und erneut ab 1938 in der Sowjetunion gelebt hatte und den dortigen Parteistellen als linientreu und zuverlässig bekannt war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Gieseke: &amp;#039;&amp;#039;Der Mielke-Konzern: Die Geschichte der Stasi 1945–1990.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-421-05952-9, S. 45ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Ernennung zum Minister kooptierte das [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands#Politbüro des Zentralkomitees|Politbüro der SED]] Zaisser am 8. Februar 1950 in den Parteivorstand und schlug dem Vorstand vor, ihn zum Kandidaten des Politbüros zu wählen. 1953 wurde er durch [[Wilhelm Pieck]] mit dem [[Karl-Marx-Orden]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Verleihung des Karl-Marx-Ordens an verdiente Arbeiterfunktionäre |Sammelwerk=[[Neues Deutschland]] |Datum=1953-06-16 |Seiten=3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der versuchte Sturz Ulbrichts ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Aufstand vom 17. Juni 1953]] versuchte Zaisser gemeinsam mit dem Chefredakteur des &amp;#039;&amp;#039;[[Nd|Neuen Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Rudolf Herrnstadt]], den ZK-Vorsitzenden [[Walter Ulbricht]] zu stürzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch zum Folgenden: Klaus Schroeder: &amp;#039;&amp;#039;Der SED-Staat. Geschichte und Strukturen der DDR&amp;#039;&amp;#039;. Bayerische Landeszentrale für politische Bildung, München 1998, S. 126 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei hatten sie den sowjetischen Geheimdienstchef, Innenminister und Vizepremier [[Lawrenti Beria]] auf ihrer Seite, der nach Stalins Tod der kommende starke Mann der Sowjetunion zu werden schien. Zaisser und Herrnstadt kritisierten offen den bürokratischen und diktatorischen Führungsstil Ulbrichts und [[Hermann Matern]]s, der als Vorsitzender der [[Zentrale Parteikontrollkommission|Zentralen Parteikontrollkommission]] für die innerparteiliche Disziplin verantwortlich war. Diese und der forcierte [[Aufbau des Sozialismus]], den die II. Parteikonferenz der SED nach dem Scheitern der [[Stalin-Noten]] im Juli 1952 beschlossen hatten, seien für die Krise verantwortlich, weil unter ihrer Führung die SED nicht mehr die Interessen der Arbeiterklasse vertreten habe. Die führende Rolle der Partei in Staat und Gesellschaft wollten sie nicht antasten. In der Nacht vom 7.&amp;amp;nbsp;auf den 8.&amp;amp;nbsp;Juli 1953 tagte das Politbüro. Zaisser sprach sich für eine Ablösung Ulbrichts und die Einrichtung einer kollektiven Parteiführungsspitze unter Herrnstadt als „Erstem Sekretär“ aus. Zaisser stimmten [[Friedrich Ebert junior|Friedrich Ebert]], [[Heinrich Rau]] und [[Elli Schmidt]] zu, für Ulbricht sprachen nur Matern und [[Erich Honecker]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dierk Hoffmann, Karl-Heinz Schmidt, Peter Skyba (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die DDR vor dem Mauerbau. Dokumente zur Geschichte des anderen Deutschland 1949–1961.&amp;#039;&amp;#039; München 1993, S. 174 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ulbricht warf Zaisser und Herrnstadt „[[Faktion|Fraktionsbildung]]“ und „[[Sozialdemokratismus]]“ vor. Beide Vorwürfe galten, seitdem sich die SED 1948/1949 zur [[Partei neuen Typs]] gewandelt hatte, als schwerer Verstoß gegen die Parteidisziplin. Am folgenden Tag reiste er nach Moskau ab, wo allerdings Beria in der Zwischenzeit gestürzt worden war. [[Nikita Sergejewitsch Chruschtschow|Nikita Chruschtschow]], der Sekretär des Zentralkomitees der KPdSU, und Ministerpräsident [[Georgi Maximilianowitsch Malenkow|Georgi Malenkow]] unterstützten Ulbricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politischer Fall und Tod ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Malenkows Rückendeckung trat Ulbricht am 24.&amp;amp;nbsp;Juli 1953 vor das ZK-Plenum der SED und trug einen Text vor, der mit dem Politbüro nicht abgesprochen war. Als Ursache des „[[Faschismus|faschistischen]] [[Putsch]]es“ (so die DDR-offizielle Bezeichnung für den Volksaufstand vom 17. Juni) stellte er den liberaleren &amp;#039;&amp;#039;[[Aufstand vom 17. Juni 1953#Neuer Kurs|Neuen Kurs]]&amp;#039;&amp;#039; hin, den die SED im Juni 1953 verkündet hatte. Er warf der „Herrnstadt-Zaisser-Fraktion“ eine „kapitulantenhafte Haltung“ vor und konstruierte eine direkte Verbindung mit dem gestürzten Beria, dessen angeblich ebenfalls {{&amp;quot;|kapitulantenhafte Haltung […] zur Restaurierung des [[Kapitalismus]] hätte führen müssen.}} Daher wagten die übrigen Politbüro-Mitglieder nicht zu protestieren, die übrigen ZK-Mitglieder hielten den Text für abgesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nadja Stulz-Herrnstadt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Herrnstadt-Dokument. Das Politbüro der SED und die Geschichte des 17. Juni 1953&amp;#039;&amp;#039;. Reinbek 1990, S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Plenumssitzung begann eine von Ulbrichts Mitarbeiter [[Karl Schirdewan]] orchestrierte publizistische Kampagne gegen Herrnstadt und Zaisser, die in der Öffentlichkeit als „[[Trotzkismus|Trotzkisten]]“ und „Feinde des deutschen Volkes und der Partei der Arbeiterklasse“ bezeichnet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Nadja Stulz-Herrnstadt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Herrnstadt-Dokument. Das Politbüro der SED und die Geschichte des 17. Juni 1953&amp;#039;&amp;#039;. Reinbek 1990, S. 190.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zaisser selbst hatte sich angreifbar gemacht, da sein Geheimdienst den Aufstand nicht vorhergesehen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1953 wurde er aus dem Politbüro und dem Zentralkomitee der SED ausgeschlossen und als Minister für Staatssicherheit abgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Jens Gieseke: &amp;#039;&amp;#039;Die DDR-Staatssicherheit – Schild und Schwert der Partei&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 2000, S. 21–24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Die &amp;#039;&amp;#039;[[New York Times]]&amp;#039;&amp;#039; vom 28. Juli 1953 sah die Entlassung Zaissers durch Ulbricht als direkte Folge des Aufstands vom 17. Juni und vermutete damals schon in richtiger Schlussfolgerung, dass dahinter („looming in the background“) die Absetzung von Beria in der Sowjetunion steckte.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Ministerium wurde zu einem Staatssekretariat (SfS) herabgestuft und dem [[Ministerium des Innern (DDR)|Ministerium des Innern]] der DDR unterstellt. Staatssekretär wurde [[Ernst Wollweber]], wie zuvor Zaisser eine &amp;#039;&amp;#039;Vertrauensperson&amp;#039;&amp;#039; sowjetischer Dienste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;erler&amp;quot; /&amp;gt; Im Januar 1954 wurde Zaisser aus der Partei ausgeschlossen und verlor seinen Sitz in der [[Volkskammer]], den er seit 1949 innegehabt hatte. Auch seine Frau büßte ihr seit 1952 bekleidetes Amt als [[Ministerium für Volksbildung (DDR)|Ministerin für Volksbildung]] ein. Bis zu seinem Tod war Zaisser als Übersetzer tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zaisser erlag am 3.&amp;amp;nbsp;März 1958 in [[Berlin-Buch]] einem [[Schlaganfall]]. Bestattet wurde er im Familienkreis auf dem [[Evangelischer Friedhof Friedrichshagen|Evangelischen Friedhof]] in [[Berlin-Friedrichshagen]], Feld A: 6, 15/16.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmut Müller-Enbergs]]: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Zaisser (1893–1958). Vom königlich-preußischen Reserveoffizier zum ersten Chef des MfS.&amp;#039;&amp;#039; In: Dieter Krüger, Armin Wagner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Konspiration als Beruf. Deutsche Geheimdienstchefs im Kalten Krieg.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Links, Berlin 2003, ISBN 3-86153-287-5, S. 237–263, hier S. 59 (mit der Verwechslung Friedrichshain/Friedrichshagen).&amp;lt;/ref&amp;gt; Seinen Tod meldete nur ein ungezeichneter kurzer Artikel im &amp;#039;&amp;#039;Neuen Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, der an den „legendären Kommandeur General Gómez“ erinnerte. Die Bundesschiedskommission der SED-Nachfolgepartei [[Partei des Demokratischen Sozialismus|PDS]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;nd&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/815913.die-einheit-und-reinheit-der-partei.html neues-deutschland.de: &amp;#039;&amp;#039;Die Einheit und Reinheit der Partei&amp;#039;&amp;#039;. 16. März 2013]: {{&amp;quot;|sie [beschloss,] den Ausschluss Zaissers aus der SED aufzuheben, ohne eine Wertung seines Wirkens in staatlichen Funktionen vorzunehmen. Der Vorwurf […], Zaisser habe die Einheit, Reinheit und Geschlossenheit der Partei durch parteifeindliche fraktionelle Tätigkeit bedroht, war nicht nur absurd, sondern in höchstem Maße unbegründet.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; rehabilitierte Wilhelm Zaisser am 25. April 1993.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20131224115942/http://www.smi.sachsen.de/502.htm sachsen.de SMI.sachsen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Andrea Görldt |Titel=Rudolf Herrnstadt und Wilhelm Zaisser. Ihre Konflikte in der SED-Führung im Kontext innerparteilicher Machtsicherung und sowjetischer Deutschlandpolitik |Verlag=Peter Lang Group |Ort=Frankfurt am Main/Berlin/Bern usw. |Datum=2002 |Reihe=Europäische Hochschulschriften |BandReihe=457 |ISBN=3-631-39895-6}}&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2003-2-112 Rezension]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Helmut Müller-Enbergs]] |Titel=Wilhelm Zaisser (1893–1958). Vom königlich-preußischen Reserveoffizier zum ersten Chef des MfS. |Sammelwerk=Konspiration als Beruf. Deutsche Geheimdienstchefs im Kalten Krieg |Verlag=Ch. Links Verlag |Ort=Berlin |Datum=2003 |ISBN=3-86153-287-5 |Seiten=237-263}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Helmut Müller-Enbergs |Titel=Aufstieg und Fall des Wilhelm Zaisser |Sammelwerk=[[Horch und Guck]] |Nummer=Heft 42/2003 |Seiten=5-17 |Online=[https://web.archive.org/web/20150924031252/http://www.horch-und-guck.info/hug/archiv/2000-2003/heft-42/04203-mueller-enbergs/ Online im Internet Archive] |Abruf=2014-01-18}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]] |Titel=Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945 |Verlag=Karl Dietz Verlag |Ort=Berlin |Datum=2004 |ISBN=3-320-02044-7 |Seiten=891 f.}}&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=wilhelm-zaisser|lemma=Zaisser, Wilhelm|autor=[[Jens Gieseke (Historiker)|Jens Gieseke]], [[Bernd-Rainer Barth]]|band=2|idNum=3920}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jens Gieseke |Titel=Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit |Sammelwerk=MfS-Handbuch |Band=Teil V/4 |Auflage=2. |Verlag=BStU |Ort=Berlin |Datum=2012 |ISBN=978-3-942130-32-5 |Seiten=83 f. |Online=[https://web.archive.org/web/20210723142359/https://www.stasi-unterlagen-archiv.de/assets/bstu/de/Publikationen/HB_gieseke_wer-war-wer.pdf Online beim Stasi-Unterlagen-Archiv] |Format=PDF |KBytes=900 |Abruf=2024-01-18}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=MfS-Bericht über einen vermuteten Anwerbeversuch von Wilhelm Zaisser, Ost-Berlin, 17.8.1953 |Hrsg=[[Magnus Pahl]], [[Gorch Pieken]], [[Matthias Rogg]] |Sammelwerk=Achtung Spione! Geheimdienste in Deutschland 1945 bis 1956 |Verlag=Sandstein Verlag |Ort=Dresden |Datum=2016 |Reihe=Forum MHM |BandReihe=11 |ISBN=978-3-95498-210-3 |Seiten=286}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|28|594|595|Zaisser, Robert Wilhelm (Willi)|[[Ilko-Sascha Kowalczuk]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124095615}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG|Bio=wilhelm-zaisser|Autor=Dorlis Blume, Irmgard Zündorf}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/81c7ee04-cb6f-4b4d-bf7e-515cf251b0e3/ NY 4277 Nachlass Bundesarchiv]&lt;br /&gt;
* [https://www.mdr.de/geschichte/ddr/politik-gesellschaft/stasi/minister-wilhelm-zaisser-sed-politbuero-100.html Wilhelm Zaisser - erster Minister für Staatssicherheit] auf mdr.de#Geschichte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Leutnant (Deutsches Heer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionär der Kommunistischen Internationale]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zaisser, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (KPD, SED), MdV, Minister für Staatssicherheit in der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Juni 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gelsenkirchen-Rotthausen|Rotthausen]] bei [[Gelsenkirchen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. März 1958&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rotingedwerd</name></author>
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