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	<title>Wilhelm Witteler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T07:12:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Witteler&amp;diff=923684&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hozro: /* Einzelnachweise */Typo</title>
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		<updated>2026-03-08T05:02:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt;Typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Anton Witteler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. April]] [[1909]] in [[Essen-Steele|Steele]]; † [[13. Mai]] [[1993]] ebenda)&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Pukrop: &amp;#039;&amp;#039;SS-Mediziner zwischen Lagerdienst und Fronteinsatz. Die personelle Besetzung der Medizinischen Abteilung im Konzentrationslager Sachsenhausen 1936–1945.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 2015 (Dissertation, Universität Hannover), S. 592 f. ([https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:089-8450597778 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher Mediziner, [[SS-Sturmbannführer]] und [[KZ-Arzt|Lagerarzt]] im [[KZ Dachau|Konzentrationslager Dachau]]. Als Kriegsverbrecher wurde Witteler in den [[Dachauer Prozesse]]n [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]], später begnadigt und 1954 vorzeitig entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Witteler absolvierte ein Studium der Medizin und legte das medizinische Staatsexamen ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Biographische Angaben zu Witteler in: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/dachautrial/d3.pdf Review of Proceedings of General Military Court in the Case United States vs. Martin Gottfried Weiss]&amp;#039;&amp;#039; (pdf, 40 MB) bei www.jewishvirtuallibrary.org, S. 37f, 100f; Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0, S. 682.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war verheiratet, aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Zum 1. Mai 1933 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 2.137.040). Am 15. Oktober 1938 wurde er Mitglied der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 310.314). Er gehörte als Mitglied der [[Waffen-SS]] den [[SS-Totenkopfverbände]]n an. 1939 bis 1940 war er SS-Arzt im [[KZ Sachsenhausen]]. Von 1940 bis 1943 war er als Regimentsarzt in der [[SS-Division Totenkopf|3. SS-Panzer-Division Totenkopf]] unter anderem an der Ostfront im Einsatz. Zwischen 1. Januar 1944 und dem 20. August 1944 war Witteler [[KZ-Arzt|Erster Lagerarzt]] im [[KZ Dachau]]. In diesem Konzentrationslager war er bereits 1938 als Arzt tätig gewesen. Nach eigenen späteren Aussagen&amp;lt;ref&amp;gt;Aussage vom 4. November 1945, in englischer Übersetzung im &amp;#039;&amp;#039;[https://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/dachautrial/d3.pdf Review of Proceedings of General Military Court in the Case United States vs. Martin Gottfried Weiss]&amp;#039;&amp;#039; (pdf, 40 MB) bei www.jewishvirtuallibrary.org, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; war Witteler an der Auswahl von Häftlingen beteiligt, die während der [[Malaria]]versuche von [[Claus Schilling]] vorsätzlich infiziert wurden. Häftlinge, deren Tod infolge der Experimente absehbar war, wurden in die von Witteler geleitete Krankenstation verlegt. Nach dem Tod dieser Häftlinge unterschrieb Witteler die Sterbeurkunden, die keine Hinweise auf die Malariainfektion enthielten. Als Lagerarzt unterstand Witteler die Krankenstation mit 1.500 bis 1.700 Häftlingen, monatlich starben Wittelers Angaben zufolge zwischen 60 und 80 Gefangene.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/dachautrial/d3.pdf Review of Proceedings of General Military Court in the Case United States vs. Martin Gottfried Weiss]&amp;#039;&amp;#039; (pdf, 40 MB) bei www.jewishvirtuallibrary.org, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August 1944 kehrte Witteler zum Fronteinsatz zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende war Witteler ab dem 15. November 1945 zusammen mit weiteren 39 Angehörigen des Dachauer Lagerpersonals – darunter sein Nachfolger in Dachau, [[Fritz Hintermayer]] – Angeklagter im [[Dachau-Hauptprozess]], der im Rahmen der [[Dachauer Prozesse]] stattfand. Die Anklage vor dem amerikanischen [[Militärgericht]] lautete auf „Verletzung der Gesetze und Gebräuche des Krieges“, gleichermaßen gegen Zivilpersonen wie gegen Kriegsgefangene. Innerhalb der Anklage spielte der Begriff des „[[Common Design]]“,&amp;lt;ref&amp;gt;Zu „Common Design“: Robert Sigel: &amp;#039;&amp;#039;Im Interesse der Gerechtigkeit. Die Dachauer Kriegsverbrecherprozesse 1945-1948.&amp;#039;&amp;#039; Campus-Verlag, Frankfurt 1992, ISBN 3-593-34641-9, S. 42ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; des gemeinsamen Vorhabens eines Verbrechens eine zentrale Rolle: Nicht allein die individuellen Taten des KZ-Personals wurden als verbrecherisch angesehen, sondern das System der Konzentrationslager an sich. Im Zuge der Vorermittlungen hatte es sich als schwierig erwiesen, einzelne Verbrechen den Angeklagten zuzuordnen, da nur einige KZ-Häftlinge überlebt hatten, die infolge ihrer Traumatisierung nur unpräzise Aussagen tätigen konnten oder die Namen der Täter nur teilweise kannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Witteler wurde am 13. Dezember 1945 ebenso wie 35 Mitangeklagte zum [[Todesstrafe|Tode verurteilt]]. In seinem Fall sah das Gericht Wittelers Teilnahme an zwei Hinrichtungen als individuelle Exzesstat als erwiesen an.&amp;lt;ref&amp;gt;Lessing, &amp;#039;&amp;#039;Prozeß&amp;#039;&amp;#039;, S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt; Witteler hatte den Tod der Hingerichteten festgestellt. Ebenso sei er als Erster Lagerarzt für die Hygiene und Krankheitsvorsorge der Häftlinge zuständig gewesen. Für eine Begnadigung Wittelers setzte sich unter anderem [[Martin Niemöller]] in einem Brief vom 24. Januar 1946 ein.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.online.uni-marburg.de/icwc/dachau/000-050-0002.pdf Review and Recommendations of the Deputy Theater Judge Advocate]&amp;#039;&amp;#039; (pdf, 29,4 MB) beim [[Internationales Forschungs- und Dokumentationszentrum Kriegsverbrecherprozesse|Internationalen Forschungs- und Dokumentationszentrum für Kriegsverbrecherprozesse]] (ICWC), S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt; Niemöller war während seiner Haft in Dachau von Witteler behandelt worden und bescheinigte Witteler, kein SS-Krimineller, sondern ein „richtiger“ Arzt gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Revisionsinstanz wurde das Urteil später auf zwanzig Jahre Haft reduziert. In einem Überprüfungsbericht vom März 1946 hieß es unter Verweis auf Wittelers Rolle bei den Malariaexperimenten, er sei schuldig im Sinne eines gemeinsamen Vorhabens eines Verbrechens.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Bericht in Auszügen zitiert bei Sigel, &amp;#039;&amp;#039;Interesse&amp;#039;&amp;#039;, S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Witteler wurde zugutegehalten, dass es in seiner Zeit als Dachauer Lagerarzt nicht zu einer Vernachlässigung der KZ-Häftlinge in dem Ausmaß wie später unter Fritz Hintermayer gekommen sei. Fürsprache für seine vorzeitige Freilassung erhielt er dann von der &amp;#039;&amp;#039;[[Stille Hilfe für Kriegsgefangene und Internierte|Stillen Hilfe für Kriegsgefangene und Internierte]]&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgemeinschaft für Recht und Wirtschaft, München&amp;#039;&amp;#039;, beides Organisationen des Rechtsanwaltes [[Rudolf Aschenauer]]. Nach der Haftentlassung aus dem [[Kriegsverbrechergefängnis Landsberg]] am 13. März 1954 kehrte Witteler nach Essen-Steele zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8.&lt;br /&gt;
* Holger Lessing: &amp;#039;&amp;#039;Der erste Dachauer Prozeß (1945/46)&amp;#039;&amp;#039;. Baden-Baden 1993, ISBN 3-7890-2933-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/dachautrial/d3.pdf Review of Proceedings of General Military Court in the Case United States vs. Martin Gottfried Weiss] (pdf, 40 MB) bei www.jewishvirtuallibrary.org&lt;br /&gt;
* [https://collections.ushmm.org/search/catalog/pa1167610 Foto von Wilhelm Witteler] (1945), [[United States Holocaust Memorial Museum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=142526967|VIAF=148528618}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Witteler, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lagerarzt im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lagerarzt im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zum Tode verurteilte Person (Dachauer Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1993]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Witteler, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Witteler, Wilhelm Anton (vollständiger Name); Witteler, Willy&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher KZ-Arzt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. April 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Essen-Steele|Steele]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Mai 1993&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Essen-Steele]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hozro</name></author>
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