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	<title>Wilhelm Wisser - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wisser-wilhelm-in-die-heimat-bd43-1933-nr08-august-1933-s185.jpg|mini|Wilhelm Wisser, um 1933]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Wilhelm Wisser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. August]] [[1843]] in [[Bosau|Klenzau]] (Ostholstein); † [[13. Oktober]] [[1935]] in [[Oldenburg (Oldb)]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Gymnasialprofessor]] sowie [[Märchen]]- und [[Dialekt|Mundartforscher]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Klenzau - Wilhelm-Wisser-Gedenkstein.JPG|mini|Der Gedenkstein für Wilhelm Wisser in [[Klenzau]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Braak - Wilhelm-Wisser-Kate.JPG|mini|Die „Wilhelm-Wisser-Kate“ in Braak]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Wilhelm Wisser war ein Sohn des Schuhmachermeisters und [[Häusler|Eigenkätners]] Jürgen Wilhelm Wisser (1808–1871) und dessen Ehefrau Margarethe Christine geb. Sach (1816–1897). Er wuchs ab seinem zweiten Lebensjahr bei seiner Großmutter in [[Braak (Bosau)|Braak]] auf und erhielt seinen ersten Unterricht in einer Landschule. Von 1855 bis 1862 besuchte er das [[Johann-Heinrich-Voß-Schule#Das Großherzogliche Gymnasium|Großherzogliche Gymnasium]] in [[Eutin]] und studierte danach [[Altsprachlicher Unterricht|Alte Sprachen]] und [[Germanistik]] an den [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Universitäten Kiel]] und [[Universität Leipzig|Leipzig]]. Ab 1867 war er als [[Hauslehrer]] auf dem [[Gut Rothensande]] tätig. 1869 wurde er zum Dr. phil. [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. 1870 wurde er Gymnasiallehrer für [[Latein]], Griechisch und Deutsch in Eutin. Von 1877 bis 1887 war Wisser [[Oberlehrer]] am [[Mariengymnasium Jever|Mariengymnasium]] in [[Jever]] und kehrte 1887 wieder nach Eutin zurück. 1902 ließ er sich an das [[Altes Gymnasium Oldenburg|Gymnasium in Oldenburg]] versetzen, wo er bis 1908 unterrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Wissers Werk als späterer „Märchenprofessor“ war zunächst seine Zeit in Eutin ab 1887 die entscheidende. In der 1804 von [[Gerhard Anton von Halem]] gegründeten [[Literarische Gesellschaft|Literarischen Gesellschaft]] Eutin hielt er mehrere Vorträge zu [[Märchen|Volksmärchen]] im [[Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen]]. Daraufhin fasste Wisser den Plan, eine Sammlung von Märchen anzulegen, blieb aber zunächst erfolglos. Erst 1898 vermittelte der Eutiner Pastor [[Heinrich Aye]] Wisser Kontakte zu älteren Bewohnern der umliegenden Dorfschaften, bei denen sich Geschichten in ihrem urwüchsigen Charakter und in unverfälschter niederdeutscher Sprache erhalten hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge sammelte Wisser zwischen [[Fehmarn]] und [[Lübeck]] plattdeutsche Märchen, die er sich von 1898 bis 1909 von rund 240 älteren Leuten aus allen Bevölkerungsschichten erzählen ließ,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Heinrich Blesken]]: &amp;#039;&amp;#039;Märchen und Sagen im niederdeutschen Sprachraum&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Vestischer Kalender&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 28 (1956), S. 53–57, hier S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; insbesondere von sogenannten „kleinen Leuten“ wie [[Tagelöhner]]n, Kätnern und Handwerkern. Nach seiner Versetzung nach Oldenburg 1902 nutzte Wisser die Sommer- und Herbstferien in Ostholstein für seine weitere Sammeltätigkeit. Als Standquartier diente ihm dabei zeitweilig das [[Gut Sierhagen]] bei [[Neustadt in Holstein]], wo ihn [[Carl Gabriel von Scheel-Plessen]] aufnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Eintritt in den Ruhestand beendete Wisser seine Sammelarbeit und kümmerte sich fortan um die Veröffentlichung. Bereits 1904 ließ er die als Kindermärchen geeigneten Geschichten unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Wat Grotmoder vertell&amp;#039;t&amp;#039;&amp;#039; herausgeben. Der Band wurde mit Zeichnungen des Oldenburger Malers [[Bernhard Winter]], mit dem er freundschaftlich verbunden war, illustriert. 1913 folgte dann der erste Band für Erwachsene, ein zweiter Band folgte 1927. Wissers Märchen wurden weiterhin als selbständiger Band in die von [[Friedrich von der Leyen (Germanist)|Friedrich von der Leyen]] und [[Paul Zaunert]] herausgegebenen Sammlung &amp;#039;&amp;#039;[[Die Märchen der Weltliteratur]]&amp;#039;&amp;#039; aufgenommen und wurden damit auch international anerkannt. Neben der Veröffentlichung in Sammelbänden erschienen Wissers Märchen weiterhin in Kalendern und Zeitschriften. Eine später im Auftrag des [[Reichsministerium des Innern|Reichsinnenministeriums]] erstellte Gesamtausgabe seiner Sammlung umfasst 2.500 Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Conrad Borchling]] führte Wisser einen heftigen Streit um die niederdeutsche Orthographie, der in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Niedersachsen. Zeitschrift für Kultur, Geschichte, Heimat und Natur seit 1895|Niedersachsen]]&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls veröffentlicht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 war Wilhelm Wisser in Oldenburg Mitbegründer der niederdeutschen Bühne &amp;#039;&amp;#039;Ollnborger Kring&amp;#039;&amp;#039;, der heutigen [[August-Hinrichs-Bühne]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Für seine Arbeit erhielt der „Märchenprofessor“ verschiedene Ehrungen, so u.&amp;amp;nbsp;a. 1926 den &amp;#039;&amp;#039;[[John-Brinckman-Preis]]&amp;#039;&amp;#039;. In Oldenburg, Eutin, Lübeck (&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm-Wisser-Weg&amp;#039;&amp;#039;) und Braak sind Straßen nach ihm benannt und in Eutin trägt die „Wilhelm-Wisser-Gemeinschaftsschule“ seinen Namen. Eine Gedenktafel am Haus in der Eutiner Albert-Mahlstedt-Straße 37 trägt die Aufschrift &amp;#039;&amp;#039;„In dit Huus hett de Märchenprofesser Wilhelm Wisser waant as he v. [vun] 1887 bet 1902 in Eutin Schoolmeister an de hoge School weer.“&amp;#039;&amp;#039; Am Rosengarten in Eutin steht eine Plastik von einer Zentralfigur der Märchen des „Dummhans“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kotten (Haus)|Kate]] in Braak, in der Wisser aufwuchs, ist erhalten und steht als „Wilhelm-Wisser-Kate“ unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Am 12. August 1872 heiratete Wilhelm Wisser die aus [[Malente]] stammende Ida Friederike Dorothea Ohrt (1850–1873) und nach deren frühen Tod 1877 Anna Florkowski aus [[Schwerin]] (1859–1950). Aus seinen Ehen gingen vier Söhne und zwei Töchter hervor, darunter die Schauspielerin und spätere Ehefrau des Regisseurs [[Hermann Thimig]] Hanna Thimig-Wisser (1894–1989), die spätere Lebensgefährtin der niederdeutschen Autorin [[Alma Rogge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gustav Friedrich Meyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Wisser&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Heimat.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 33 (1923), Heft 8, August 1923, S. 145–147 ([https://digitalisate.sub.uni-hamburg.de/recherche/detail?tx_dlf%5Bid%5D=49237&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=157&amp;amp;tx_dlf_navigation%5Baction%5D=main&amp;amp;tx_dlf_navigation%5Bcontroller%5D=Navigation&amp;amp;cHash=395af67908ad7f8899d2f9d54d6dcfcc Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Gustav Peters: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Wisser zum 125. Geburtstag (1843–1935).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Heimatverband Eutin]]: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Heimatkunde.&amp;#039;&amp;#039; 1968, S. 91–99.&lt;br /&gt;
* Gustav Peters: &amp;#039;&amp;#039;Wisser, Heinrich Wilhelm&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon für Schleswig-Holstein und Lübeck|Schleswig-Holsteinisches Biographisches Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. Karl Wachholtz Verlag, Neumünster 1970, S. 279–280.&lt;br /&gt;
* Otto Rönnpag: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Wisser berichtet von seiner Märchensuche.&amp;#039;&amp;#039; In: Heimatverband Eutin: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Heimatkunde.&amp;#039;&amp;#039; 1978, S, 147–150.&lt;br /&gt;
* Otto Rönnpag: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Wilhelm Wisser.&amp;#039;&amp;#039; In: Heimatverband Eutin: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Heimatkunde.&amp;#039;&amp;#039; 1978, S. 150–152.&lt;br /&gt;
* Otto Rönnpag: &amp;#039;&amp;#039;Märchenprofessor Wilhelm Wisser.&amp;#039;&amp;#039; In: Heimatverband Eutin: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Heimatkunde.&amp;#039;&amp;#039; 1985, S. 163–168.&lt;br /&gt;
* Hannelore Jeske: &amp;#039;&amp;#039;Die Sammlung Wilhelm Wissers, ihre Stellung in der Volksüberlieferung und in der Märchenforschung.&amp;#039;&amp;#039; In: Heimatverband Eutin: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Heimatkunde.&amp;#039;&amp;#039; 1989, S. 137–143.&lt;br /&gt;
* Klaus Klattenhoff: &amp;#039;&amp;#039;Wisser, Heinrich Wilhelm.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Friedl u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg]].&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. im Auftrag der Oldenburgischen Landschaft. Isensee, Oldenburg 1992, ISBN 3-89442-135-5, S. 807–808 ([http://www.lb-oldenburg.de/pdf/biohandb/u-z.pdf online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zur Wilhelm-Wisser-Kate&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Otto Rönnpag: &amp;#039;&amp;#039;Die Wilhelm-Wisser-Kate in Braak.&amp;#039;&amp;#039; In: Heimatverband Eutin: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Heimatkunde.&amp;#039;&amp;#039; 1988, S. 124–127.&lt;br /&gt;
* Jochen Veen: &amp;#039;&amp;#039;Die Wilhelm-Wisser-Kate in Braak.&amp;#039;&amp;#039; In: Heimatverband Eutin: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Heimatkunde.&amp;#039;&amp;#039; 1996, S. 112–113.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wilhelm Wisser}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117413356}}&lt;br /&gt;
* [https://tychsen.homepage.t-online.de/platt/wisser.htm Biographie über Wilhelm Wisser]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117413356|LCCN=n/87/902220|VIAF=62325821}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Wisser, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gymnasiallehrer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Eutin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Oldenburg (Oldb))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchenforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchensammler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederdeutsche Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1843]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1935]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wisser, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wisser, Heinrich Wilhelm (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Gymnasialprofessor und Mundartforscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. August 1843&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bosau|Klenzau]] (Ostholstein)&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Oktober 1935&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Oldenburg (Oldb)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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